L.R.Baggs Anthem

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Tonabnehmer

  • Anthem Pickup
  • internes "Tru-Mic" System
  • inkl. Element-Pickup und Schallloch-Preamp
Erhältlich seit Juli 2010
Artikelnummer 246575
Verkaufseinheit 1 Stück
Instrumentengruppe Westerngitarre
Inkl. Preamp Ja
255 €
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Königsweg für Akustiker

Akustikgitarren sind schwer zu verstärken, heißt es immer, aber das stimmt nicht ganz: Akustikgitarren sind schwer abzunehmen. Zumindest waren sie es, denn mit dem Anthem-System von L.R. Baggs existiert ein Tonabnehmer, der nicht nur eine unkomplizierte Abnahme der Akustikgitarre möglich macht, sondern auch einen unerreicht natürlichen Sound liefert. Hier wurde das Kunststück geschafft, ein Mikrofon so in den Gitarrenkorpus einzusetzen, dass es optimal mit dem Piezo-Element unter der Stegeinlage zusammenarbeitet. So wird auch nachträglich ein kompromissloser Akustiksound ermöglicht.

Ein Piezoelement... und ein Mikrofon!

Seit Akustikgitarren in Bands verwendet werden, werden sie als chronisch zu leise empfunden. Abhilfe schafft eine angemessene Verstärkung, vor allem aber eine sehr gute Tonabnahme. Das Anthem-System von L.R. Baggs kommt einer Mikrofonabnahme schon sehr nahe – unter anderem, weil es neben einem der bekannten Abnehmer unter der Stegeinlage auch mit einem Mikrofon arbeitet. Die Installation sollte einem einigermaßen erfahrenen Heimwerker leicht von der Hand gehen, auch wenn man solche Arbeiten generell einem erfahrenen Gitarrenbauer überlassen sollte. Das cremefarbene Elektronikkästchen mit dem Volume- und dem Balancepoti wird nahezu unsichtbar unter der Decke versteckt und ist durch das Schallloch erreichbar. Als Feedback-Unterdrückung ist ein Phase-Schalter eingebaut. Das System wird durch eine 9-Volt-Batterie mit Energie versorgt, die Ausgangsbuchse ist im Endpin untergebracht.

Laut und natürlich

Das L.R. Baggs Anthem-System ist für Akustikgitarristen gedacht, die einen Kompromiss suchen zwischen unkomplizierter Abnahme und natürlichem Klang – wobei hier der natürliche Klang schwerer gewichtet wird. L.R. Baggs ist überzeugt, dass der Sound perfekt ist, wie er aus dem System kommt, und verzichtet konsequenterweise auf jede Form der Klangregelung. Zwar muss man eine leicht erhöhte Feedback-Empfindlichkeit in Kauf nehmen, die aber tatsächlich erst in einer wirklich lauten Umgebung zum Tragen kommt – womit man in Zeiten immer leiserer Backlines und In-Ear-Monitoring praktisch nicht mehr zu tun hat. Und wenn man das Mikrofon über das Balance-Poti etwas zurückregelt, sind sogar noch ein paar Dezibel mehr möglich.

Über L.R. Baggs

Es gibt nur wenige Hersteller, die wirklich wissen, was sie tun, wenn es um die Klangabnahme einer Akustikgitarre geht. Die Amerikaner um Lloyd R. Baggs gehören zu denen mit der längsten Erfahrung, der besten Reputation und dem ausgeprägtesten Willen zur Innovation. L.R. Baggs bauen seit den frühen 1980er-Jahren Tonabnehmer, und sie stehen mit ihren aktuellen Systemen an der Spitze der Entwicklung. Sie werden von unterschiedlichen Herstellern serienmäßig eingebaut, darunter Martin Guitars und Lakewood. Fun Fact: Der Gitarrenbauer Lloyd Baggs kam durch Takamine zum Tonabnehmerbau, da er den Sound der Takamine-Kopie seiner für Ry Cooder gebauten Gitarre so umwerfend fand. Umgekehrt benutzt Takamine seitdem die von Baggs designte Kopfplatte auf ihren Steelstrings.

Die 90-Prozent-Lösung

Das L.R.-Baggs-Anthem-System spielt seine Vorteile auf der Bühne speziell bei Lautstärken zwischen relativ niedrig und ziemlich hoch aus. Das dürfte für etwa 90 Prozent aller Anwendungszwecke zutreffen. Daher ist eine mit diesem System ausgestattete Gitarre ohne Einschränkung sowohl in einer leisen Band auf der Bühne eines Folk-Club einsetzbar als auch auf einer Festival-Bühne. Voraussetzung ist natürlich, dass man überhaupt eine naturgetreue Darstellung der Gitarre sucht – einige Musiker mögen schon aus Gewohnheit den typischen Piezosound. Das Anthem-System kann nur Natur pur.

101 Kundenbewertungen

72 Rezensionen

JS
In Technik und Ästhetik die Referenz
Jan Solo 14.04.2020
Fangen wir mit dem optischen Thema an: man sieht den Pickup kaum. Wer sich also seine schöne Akustikgitarre nicht mit diesen unsäglichen Equalizern in der Zarge kaputt machen möchte, sollte allein deshalb schon zugreifen. Aber jetzt zu den wichtigen Dingen: Der Sound dieses Tonabnehmers ist schlichtweg der Hammer. Der Trick liegt in dem verbauten Kondensatormikrofon, der den Ton aus dem Korpus transportiert. Warmer, toller Sound. Für mich auch in sofern der Kracher, als dass ich in meiner Band die Gitarre auch als Percussion benutze und Beats loope. Die Übertragung durch das Kondensatormikrofon ist phänomenal und macht enorm viel Druck. Der Piezostreifen unter dem Steg macht natürlich seinen Job, aber eben auch nicht wirklich viel besser ist als all die anderen Piezo-Syteme. Ich selbst spiele ausschließlich akustisch, gemeinsam mit einem Kontrabassisten haben wir viele kleine Gigs, die wir verstärken müssen. Und beim Gitarrensound kommt auch beim Publikum Freude auf. Je nach Location kann ich den Anteil des Kondensatormikrofons am LR Baggs Anthem rein oder rausdrehen, sodass ich das Thema Feedback immer im Griff habe. Regel: auf großen Bühnen mehr Piezo, in kleinen Clubs oder Wohnzimmern mehr Mikro. Und wenn man dann noch die Para Acoustic DI von LR Baggs am Start hat, gibt es nicht besseres. Also, klare Kaufempfehlung. Technisch und ästhetisch.

Nachtrag: Mittlerweile habe ich das System auch in meine Flamenco Gitarre einbauen lassen. Obwohl es für Gitarren mit Nylonsaiten das spezielle L.R.Baggs Anthem Classical gibt, hat mir ein Gitarrenbauer davon abgeraten und mir das normale L.R.Baggs Anthem empfohlen, das ich auch in meiner Taylor Dreadnought habe. Und was soll ich sagen: Jetzt hat meine Senorita genau soviel Dampf wie die Taylor, und der Sound ist auch hier einfach atemberaubend. Kurz: Wer seine Steelstring oder seine klassische Gitarre mit Nylonsaiten ordentlich – und in diesem Sinne "natürlich" – verstärken will, kommt an diesem System einfach nicht vorbei.
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HS
Super Teil!
Herr Schmidt aus B. 03.07.2020
Ich habe den L.R.Baggs Anthem Tonabnehmer in meine Gibson Hummingbird, die ich vor 5 Jahren gekauft habe, eingebaut. Dort war ab Werk das einfache L.R.Baggs EAS Element System verbaut das aber immer wieder Probleme gemacht hat. Das Lautstärke Poti hatte immer wieder Ärger gemacht und nachdem ich es mehrfach mit Kontaktspray gängig gemacht habe hat es irgendwann den Geist völlig aufgegeben.
Also kurzentschlossen Donnerstag Abend beim Fernsehschauen das L.R.Baggs Anthem System bestellt und am Samstag Vormittag war das gute Stück bei mir.
Ich habe noch am selben Tag den neuen Pickup eingebaut. Weil bereits vorher ein Tonabnehmer in der Hummingbird verbaut war entfielen lästige Bohrarbeiten und die ganze Nummer war in ca. 2 Stunden erledigt.
Natürlich bin ich sofort in mein heimisches Musikzimmer und habe das ganze, ohne Effekte oder Mischpult, direkt an einer aktiven Monitorbox angeschlossen und nach kurzem Einstellen gemerkt, dass ich meinen Kauf nicht bereuen muss!
Richtig ging aber die Sonne auf als ich zwei Tage Später das gute Teil im Proberaum über die Pa angeschlossen habe.
Ich habe noch einige andere Klampfen, von daher habe ich auch diverse Vergleichsmöglichkeiten. Unter anderem eine Martin HD28E mit eingebautem Fishman Aura+ Pickup.
Rein akustisch stellt die Martin HD28 die Hummingbird natürlich in den Schatten ;-) aber Tonabnehmer mäßig ist die Gibson jetzt unschlagbar.
Der Pickup ist wirklich das beste was ich in über 30 Jahren Erfahrung mit diversen Tonabnehmern in akustischen Gitarren hören durfte!
Schon alleine der Stegpickup klingt richtig gut. Mischt man ihn dann noch mit dem Micro klingst richtig geil. Kein piezo Genäsele und um in den Rückkopplungsbereich zu kommen muss man sich schon extrem anstrengen.
Der Sound ist in allen Bereichen von den Bässen bis zu den Höhen sehr ausgewogen. Selbst bei neutraler Einstellung am Mischpult klingt es rund und ausgewogen. Einfach Klasse!
Da im Moment keine Gigs möglich sind (Danke Coronavirus!) kann ich es kaum erwarten das Teil live zu testen.
Für meine nächste Gitarre (man hat ja nie genug davon!) kommt für mich kein anderer Tonabnehmer in Frage!
Und natürlich; vielen Dank an das Thomann Team für alles was ihr in den letzten Jahren (Jahrzehnten?) tolles geleistet habt!
Ich hoffe ich konnte mit meiner Bewertung einigen Unentschlossenen ein wenig helfen.
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KH
Das beste PU-Sytem für die Steelstring-Gitarre
Klaus-Dieter H. 01.03.2020
Um meine neue - ebenfalls hier bei Thomann gekaufte - Yamaha 16 A.R.E NT Gitarre bühnentauglich zu machen, musste ein gescheites Tonabnehmersystem her. Serienmäßig ist die Gitarre mit einem passiven Piezo-System bereits ausgerüstet. Dieses ist für den Hausgebrauch absolut in Ordnung. Will man jedoch mehr Möglichkeien haben, ins Klanggeschehen einzugreifen, mehr Power zu fahren und darüber hinaus noch eine wertigere Klangausbeute zu erzielen, kommt man m. E. um ein aktives System nicht umhin.

Aus dem riesigen Angebot habe ich mich für das Anthem-System entschieden, da es neben einem Piezo-PU auch noch eine unter den Steg geklebte Mikrofoneinheit bietet, die dem Ganzen eine ausgewogene Wärme hinzufügt. Eine stufenlose Mischung von Piezo und Mic gewährleistet, dass der gesuchte Sound schnell gefunden ist.

Eine Lautstärkeregelung, eine Phasenumkehr sowie Batteriestandsanzeige sind obligatorisch. Alles ist sehr dezent verbaut und stören das Gesamtbild der Gitarre nicht.

Der Einbau bereitete mir als erfahrenen Gitarrenschrauber keine Probleme. Leute, die da nicht so zu Hause sind, sollten den Einbau aber einem Gitarrentechniker überlassen. Die Jungs und Mädels in der Werkstatt von Thomann machen das sicher schnell und gut zu einem fairen Preis.

Fazit: das LR Baggs Anthem System ist für mich mit eines der besten Tonabnehmersysteme für Akustikgitarren überhaupt. Dieses System, eine gute vollmassive Gitarre sowie ein gescheiter Preamp oder Akustikamp ist alles was man braucht, um seinen Akustiksound wertig auf die Bühne zu bringen.
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da
Plug & play : )
didi aus wien 22.01.2019
Ich habe fast alle bekannten und unbekannten Magnet- & Piezo Pickups probiert. Meine Suche hat ein Ende gefunden.

+ Ich wollte einen Pickup den ich einfach nur mit 1 Kabel an der AER stecke und nichts Wesentliches vermissen
+ Haus-PA benutzen - ohne "chirurgische" EQ-Einstellungen beim DI/Preamp - damit die jeweiligen "Tontechniker" möglichst wenig tun müssen.
+ ich wollte eine Batterieanzeige, damit ich keine bösen Überraschungen erleben

- Adjustierung Mikrofonlautstärke mit Plastikschraubenzieher ist Millimeterarbeit. Und essentiell für den Sound. Wenn das erledigt ist, passt alles
- Plastikgehäuse wirkt billig (dafür ist aber der gesamte Tonabnehmer sehr leicht)
- Kleber für Preamp braucht einen Tropfen Superkleber (sicherheitshalber)

Gitarre: Gibson J45 Vintage
Saiten: John Pearse 13er/M700
Kabel: Sommer cable XXL the spirit
Plektron: Ultex 1,14 & Bluechip 40
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