Line6 Helix HX Effects

Multi-Effektpedal

  • mehr als 100 HX-Effekte
  • davon bis zu 9 Effekte gleichzeitig nutzbar
  • Import eigener Impulse Responses (IRS)
  • parallele Stereo-Signalwege
  • Eingänge zwischen Line/Instrument Pegel umschaltbar
  • 2 zuweisbare Effekt-Loops - Stereo verlinkbar
  • 2 Expression-Pedal-Eingänge und bis zu 4 Verstärker-Schaltausgänge
  • LED-Displays zum Benennen von Pedalen und Patch-Names
  • farbkodierte LCD-Ringe zur Unterscheidung der Effektarten (Delay, Modulation etc.)
  • berührungsempfindliche Fußschalter für schnellen Zugriff auf Effektparameter und Funktionen
  • 4 Endlos Drehregler
  • Druckknöpfe: Save - Edit - Home - Action - Left - Right
  • LED Displays
  • 8 berührungsempfindliche Fußschalter mit LCD Ring
  • True Bypass
  • Stromversorgung mit Netzteil (im Lieferumfang enthalten)
  • Hinweis: kein Batteriebetrieb möglich.

Anschlüsse:

  • Mono/Stereo Eingang: 2x 6,3 mm Klinke
  • Mono/Stereo Ausgang: 2x 6,3 mm Klinke
  • FX Loop 1 & 2: 4x 6,3 mm Klinke
  • 2x Pedal/Ext Amp: 2 x 6,3 mm Stereo Klinke
  • MIDI In/Out
  • USB
  • Netzteilanschluss (Koaxialbuchse 5.5 x 2.1 mm - Minuspol Innen)

Weitere Infos

Bauweise Floorboard
Amp Modeling Nein
Drumcomputer Nein
Inkl. Stimmgerät Ja
Expression Pedal Ja
USB Anschluss Ja
Kopfhöreranschluss Nein
MIDI Schnittstelle Ja
Line Out Ja
Batteriebetrieb Nein
Inkl. Netzteil Ja

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17 Kundenbewertungen
  • 5
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  • 3
  • 2
  • 1
3.9 / 5.0
  • Bedienung
  • Features
  • Sound
  • Verarbeitung
16 Textbewertungen Alle Bewertungen lesen
Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung

Toll, aber offenbar noch im Beta-Stadium

SiZe matters, 11.09.2018
Der Sound ist wirklich umwerfend, insbesondere Hall und Delay (der Rest interessiert mich ehrlich gesagt auch weniger) sind einfach nur schön. Wichtig und letztlich kaufentscheidend war für mich, dass man beides parallel schalten kann, die meisten Multieffekte erlauben das ja leider nur seriell.
Die Bedienung ist wirklich ein Traum, für jeden, der wie ich schon fast an Zoom und DigiTech zu verzweifeln drohte, ist das HX die Erlösung.
Wie schon von anderen beschrieben rauscht das Gerät leider ziemlich, bei einem Wohnzimmergerät kann ich aber damit leben. Trotzdem schade, ich hatte geglaubt, man bekäme in dieser Preisklasse schon ein semiprofessionelles Gerät, so wie es die Werbung und diverse Tests suggerieren.
Regelrecht ärgerlich finde ich hingegen die HX-Edit Software und die allgemeine Unzuverlässigkeit. Nach dem Aufspielen der neuesten Firmware auf das HX, hat es sich zunächst nicht mehr mit dem Programm verbunden, irgendwas mit Timeout gab's als Fehlermeldung. Nach unendlich vielen Versuchen, habe ich dann wieder eine ältere Firmware aufgedudelt mit dem Ergebnis, dass gar nichts mehr ging. Das Gerät hat auf allen Displays nur noch Buchstabensalat angezeigt. Also die neue Firmware wieder drauf, et voilà, Gerät und Software verbinden sich jetzt - zumindest meistens. Leider werden die Patches, die man am Rechner erstellt nicht zuverlässig auf das HX übertragen - manchmal schon, meistens aber nicht. Echt ärgerlich wenn man eine Dreiviertelstunde lang Patches erstellt und hinterher festgestellt, dass sie nicht auf dem Gerät angekommen sind. Es hilft nichts, wenn man sicher gehen will, muss man alles direkt auf dem Gerät zusammenbasteln. In dem Umfang durchaus eine Strafarbeit.
Darüberhinaus funktionieren seit dem letzten (oder vorletzten) Firmware Update nicht mehr beide ExpressionPedal Buchsen gleichzeitig. Egal was ich einstelle, alles reagiert nur noch auf Pedal 1. Natürlich ist es witzig Wah und Whammy synchron zu steuern, nachdem ich aber gerade vorher drei Stunden als unfreiwilliger Betatester verplempert hatte, war mir in dem Moment nicht mehr zum Lachen. Aber was soll ich mich ärgern, die eingebauten Wahs hatten mich ohnehin nicht vollständig überzeugt und ein richtig schönes ExpressionPedal kostet nicht weniger als ein amtliches Wah - manche Probleme lösen sich glücklicherweise von selbst. (Der Whammy-Effekt haut mich im übrigen auch nicht direkt um, aber die Verhandlungen mit dem Weihnachtsmann über dieses rote Pedal laufen bereits)

Ok, zurück zum Thema - ich fasse dann mal zusammen.

(+++)
Hall und Delay sind das, was ich unbedingt brauchte. Die sind oberamtlich und meiner Meinung nach allein schon den halben Kaufpreis wert.
Distortions brauche ich eigentlich nicht, ich sammele sie aber trotzdem seit Anfang der 90er. Mit dem HX sind zu meiner Sammlung gut ein Dutzend schöner dazugekommen. (Etwa genauso viele klingen nach meinem Empfinden aber auch absolut grauenhaft)
Die Modulationseffekte überzeugen mich. Ich werde nie wieder jemandem zuhören, der mir erklärt, warum so etwas nur analog richtig klingen kann.
Die Bedienung ist top.
Die Verarbeitung ist allem Anschein nach über jeden Zweifel erhaben.
Das HX ist kompakt und es leuchtet schön bunt.

(---)
Der Rauschpegel ist nicht publikumstauglich.
Die Software ist in diesem Stadium unbrauchbar.
Externe Pedale anzuschließen funktioniert nicht immer.
Das Gerät kann nach einem Update komplett den Dienst versagen.

Fazit
Mit dem Rauschen als Preis für den Sound muss man halt leben können.
Freizeitspieler, die das nicht können, können für weniger als die Hälfte zB ein DigiTech RP360 kaufen. Das rauscht weniger, man hat dann aber natürlich auch bei weitem nicht den gleichen Sound. Profis dürften sich ohnehin in ganz anderen Sphären bewegen und haben naturgemäß ganz andere Anforderungen bezüglich Rauschen, Zuverlässigkeit und wohl auch Sound, da kann ich als Freizeit-Guitarrero (zum Glück) nicht mitreden.

Wie gesagt, das HX ist durchaus wohnzimmertauglich.
In einen Proberaum würde ich das Gerät nicht mitnehmen, dazu ist es einfach zu unzuverlässig. Bandkollegen mit zickigem Equipment zu strapazieren taugt nur, wenn man eine Solokarriere anstrebt.
Die Frage nach der Bühne stellt sich schon aufgrund des Rauschpegels nicht.
Dass der Preis von knapp 500¤ gerechtfertigt ist, denke ich nicht. Da es zu diesem Gerät aber keine Alternative gibt, kann Line6 natürlich einen Preis verlangen, der nicht zur Qualität passt. Sobald ein entsprechendes Konkurrenzprodukt verfügbar ist, wird das HX sicherlich mindestens 100¤ günstiger.

Meinen zwiespältigen Eindruck kann ich vielleicht am besten so beschreiben:
Ich mag das HX Effects wirklich, weil ich von den Sounds begeistert bin aber ich mag Line6 nicht, weil ich es inakzeptabel finde, dass sie unfertige Produkte auf den Markt schmeißen. Ich denke nicht, dass ich von denen nochmal etwas kaufen werde.

Ach ja, auf mich wirkt das Netzteil ganz anständig, auch wenn andere das anders sehen. Natürlich ist es nicht roadtauglich, wozu auch? Es ist ja nur dafür gedacht, das HX zu speisen und nicht um sonstwas damit während einer Welttournee zu machen.

Eins noch: so schön die Möglichkeit der Vier-Kabelmethode auch ist, man beraubt sich damit natürlich des Röhrenamp-Spielgefühls, da Gitter der Eingangsröhre und Pickup nicht mehr elektrisch miteinander verbunden sind. Das führt die Idee hinter dem HX Effects ein stückweit ad absurdum.
Steckt das vierte Kabel lieber in den rechten Ausgang am HX. Ein altes Top und 'ne 2x12er hat doch irgendwie jeder noch im Keller, in der Garage, auf dem Dachboden oder so rumstehen. Einfach mal suchen - die Stereoeffekte sind teilweise sehr gediegen!
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Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung

Nicht ganz ausgereift

SofB, 27.08.2018
Das Konzept der Verbindung von vorhandenem Amp und virtuellen Stompboxes ist sehr lobenswert. Dies in 4-Kabel-Methode unter Integration echter Pedale (mittels Loops sogar von der Programmierung zu- und wegschaltbar) tun zu wollen, ist eine tolle Idee.
Das Ganze dann aber an billigen Wandlern, billigen Buffern, fehlenden Impedanzanpassungen, falschen Pegeln, externen Netzteilfehlkonstruktionen und liveuntauglichen Billig-Displays scheitern zu lassen, ist stark enttäuschend.

Mankos des HX Effects:
- Analoge Overdrives in den Loops des HX führen vermehrt zu Rauschen (verzerrte Röhrenkanäle auch).
- Da Pegelanpassungen der Loops für "send" und "return" gleichzeitig gelten und nicht getrennt einstellbar sind, gibt es in der 4-Kabel-Methode Probleme wenn der Loop des Amps auf Line-Level läuft, da er zwangsläufig mit Instrument-Level gefüttert wird.
- Impedanzanpassungen (wie beim Helix) fehlen obendrein.
- Da es ein Bodenpedal ist, kommen in 4-Kabel-Methode auf mittlerer Bühne schnell mal 30 Meter Kabelweg zusammen. In Tateinheit mit mittelmässigen Buffern und mehreren analog-digital-Wandlungen (z.B. wenn man Preamp und analoge Pedale in den Loops hat) gibt es deutlichen(!) Soundverlust.
- Die internen Overdrives können zwar zerren, aber nur sehr begrenzt boosten.
- Jegliches "direkte" Spielgefühl ist weg. Ein schwierig zu spielender hochdynamischer Röhrenamp (z.B. mein Laney GH50R) verliert hinter dem HX viel von seinem Anschlagsgefühl und gewinnt dafür sehr an Berührungsempfindlichkeit/Nebengeräuschen. Klingt komprimiert, ohne sich so anzufühlen.
- Die blauen Displays sind bei (Sonnen-)Licht schlecht lesbar, der für Betrachtung geeignete Blickwinkel ist eng, die Haltbarkeit anzuzweifeln.
- Das Netzteil ist sehr klobig und belastet physisch schwache Stellen mit seinem hohen Eigengewicht. Wird schnell am Steckermodul brechen. Es ist schwer zu ersetzen (hohe Stromstärke, komischer Stecker, hoher Preis) und hebt durch seine Größe viel von der Platzersparnis des HX wieder auf. Das HX läuft nur an wenigen Universalnetzteilen/Powerbars und nur mit komplizierten Adaptern.
- Die Software ist ständig im verbugten Beta-Stadium, der Tester ist der Kunde.
- Noisegates, Effektschleifen, Kompressoren, Equalizer und Ampumschaltung verbrauchen allesamt volle Effektslots. Die vorhandenen 9 sind da schnell aufgebraucht ohne nennswerte Effekte am Laufen zu haben.

WENN man das HX Effects wie einen Haufen Fusspedale vor einem cleanen/angecrunchten Kanal verwendet, kann es ganz passabel klingen. WENN man es als Effektgerät in der Effektschleife des Amps verwedet, wo es die Dynamik nicht versauen kann und nur ein einziges Mal digital hin- und zurückwandelt, klingt es sogar richtig gut.

WENN man es aber mit einem Highgain-Kanal kombiniert, macht es sound- und lärmtechnisch mehr kaputt, als es nützt. Wenn man dann sogar die 4-Kabel-Methode von ihm verlangt und mal eine Boss-ES8-Schaltzentrale mit echten Pedalen zum Vergleich dagegenhält, wird einem klar: So geht das nicht. Netter Versuch, aber lieber weiter versuchen.

Wenn ihr nur einen Overdrive und einen Chorus vor euren Mesa Lonestar packen wollt, meinetwegen. Kann man damit machen. Wenn ihr aber in 4-Kabel-Methode euren Highgain-Amp mit dem virtuellen Tubescreamer boosten und dahinter noch Delay und Noisegate in der Effektschleife haben wollt, ist das Gerät bereits überfordert. Die Wirkung eines echten Tubescreamers vor einem echten Highgain-Amp ist einfach zigmal besser in Klangfülle, Spielgefühl, Rausch- und Nebengeräuscharmut, Kompression, Attack etc.

Modelling ist wirklich sehr weit gekommen, auch dank Line 6, aber die Verknüpfung mit der analogen Welt, und dafür wurde dieses Gerät am Markt plaziert und beworben, steckt noch in den (nicht gerade billigen) Kinderschuhen.
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