TC Electronic Spark Booster

Effektpedal für E-Gitarre

  • 26 dB Booster
  • Level-Regler zum höheren Anfahren des Einganges bei Amps
  • auch geeignet in Nachschaltung zu Distortion- oder Overdrive-Pedalen
  • Regler: Gain, Level, Bass und Treble
  • Fat / Clean / Mid-Schalter
  • Ein- und Ausgang: 6,3 mm Klinke
  • True Bypass
  • Stromversorgung mit 9 V DC-Netzteil (nicht im Lieferumfang, z.B. Art. 409939) oder 9 V-Batterie (nicht im Lieferumfang, Art. 417473)
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  • Verarbeitung
Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Moderater Booster mit moderaten Einstellungsmöglichkeiten
Uwe 63, 18.11.2019
Moderater Booster mit moderaten Einstellungsmöglichkeiten und (leider) marktüblichem Rauschen.

Wer einen (weitgehend) neutralen Booster sucht, der findet mit dem tc electronic Spark Booster ein günstiges Angebot. Das Rauschen des Geräts könnte zwar niedriger sein, aber leider sieht es bei der Konkurrenz nicht besser aus.
Die Klangeinstellungsmöglichkeiten, sowohl des kleinen Kippschalters als auch der Höhen- und Bass-Regelung mittels Drehknopf, sind moderat und praxisgerecht.

Alles in allem kann man sagen, ein kostengünstiger Booster mit moderaten Möglichkeiten der Klangnachregelung.

Ich habe für eine strat-ähnliche Gitarre, deren Vintage-Single-Coils einen sehr schwachem Output liefern, einen Booster gesucht, um auf die Signalstärke "üblicher" Gitarren zu kommen (zu den Gründen siehe unten). Neben dem Sparc- Booster habe ich auch den Fender Engager Booster ausprobiert. Dieser kostet etwa das Doppelte, rauscht genauso, aber die Klangregelung greift beherzter zu, was eine weitergehende Klanganpassung erlaubt. Deshalb habe ich mich für den Fender Booster entschieden.
Wer weiß, dass er einen neutralen Booster will, holt sich mit dem Sparc Booster keine Nachteile, denn das Rauschen beider Geräte ist vergleichbar.

Was sich mir nicht erschlossen hat: warum hat der Sparc Booster Gain und Volume? Ein Booster soll doch unverzerrt verstärken?!


Nun ein paar grundsätzliche Anmerkungen , weil ich viel "Esoterisches" zu diesem Booster und ähnlichen Geräten gelesen habe.
Ein Booster kann zwei Aufgaben erfüllen: zum einen verstärkt er das Signal (welch wunderbare Erkenntnis), zum anderen hat er einen hohen Eingangswiderstand und einen geringen Ausgangswiderstand, macht also eine "Impedanzwandlung".
Was bedeutet das jetzt musikalisch?
Signalverstärkung: das menschliche Ohr arbeitet nicht linear, sondern logarithmisch. Deshalb können wir einen Maus fiepen hören und werden neben einem Presslufthammer nicht gleich taub. Also wenn wir doppelte Lautstärke hören, dann bedeutet das 10facher Schalldruck. Zweifache, dreifache Signalverstärkungen (ohne Begrenzung durch Übersteuerung) werden von uns also nur als "ein wenig lauter" wahrgenommen. Für eine elektronische Schaltung kann eine zweifache Signalverstärkung aber einen Riesenunterschied machen.
Klar, wenn wir bei einem Röhrenverstärker bereits in der Verzerrung sind, dann steuern wir mit einer zweifachen Verstärkung des Signals die Röhren noch ein wenig stärker an, verzerren also stärker.
Könnte man denken, okay, ist das Gleiche, wie wenn ich den Gain-Regler weiter aufdrehe. Könnte sein, muss aber nicht. Denn viele Verstärker und auch Overdrive- und Distortion-Pedale erhöhen mit zunehmendem Gain nicht nur die Signalstärke, sondern filtern auch noch nebenbei (verstärken also verschiedene Frequenzen unterschiedlich), damit es bei zunehmender Verzerrung nicht matschig klingt.
Und natürlich muss die Schaltung auch mit High-Output-Pickups klar kommen. Und sie sollte mit deren Signalpegeln dort verzerren, wo das von den Schaltungsdesignern geplant ist und nicht beim ersten aktiven Bauteil der Schaltung.
Macht man sich das klar, versteht man, dass solche Schaltungen mit signalschwachen Tonabnehmern schlicht eventuell außerhalb ihrer geplanten Signalstärke betrieben werden. Dann greift z. Bsp. die Filterung viel zu früh, weil der geplante Overdrive-/Distortion-Level noch gar nicht erreicht ist.
In so einem Fall kann ein moderater Boost vor dem Overdrive-/Distortion-Pedal oder dem Verstärker plötzlich auf "magische" Weise alles besser klingen lassen. Selbiges beim Wechsel von Rhythmus- auf Single-Note-Spiel, wenn ich immer "ordentlich" in die Saiten greife.

Ein Beispiel: wenn ich nach meiner Lieblingsgitarre mit den Vintage-Alnico II-Tonabnehmern den Booster gesetzt habe und nun endlich die Schaltung meines Verstärkers/Overdrive-/Distortion-Pedals mit der richtigen Signalstärke ansteuere, klingt plötzlich alles besser. Ich verkünde mein Erweckungserlebnis in einem Forum und bekomme sofort die Antwort: "Habe ich genauso gemacht und klingt total scheiße". Warum? Weil der andere Musiker eine Gitarre mit signalstarken Tonabnehmern hat und dieses Signal nun auch noch verstärkt die nachfolgende Schaltung (egal ob Pedal oder Verstärker; wobei Röhrenverstärker diesbezüglich "gutmütiger" sind) schlicht bereits an einem "falschen" Teil der Schaltung übersteuert hat.

Wenn jetzt einer sagt, aber wir wollen doch die Röhren unseres Verstärkers übersteuern, dann ist das zwar richtig, aber auch bei Röhrenverstärkern ist i. A. die erste Verstärkungsstufe nicht darauf ausgelegt, übersteuert zu werden. Kann zwar auch gefallen, wenn man gleich die erste Stufe "überrennt", bringt vielleicht genau die richtige Aggressivität für mein Doom-Death-Metal - Projekt, aber war vom Amp-Designer so nicht geplant und klingt i. A. auch mehr nach Kreissäge und weniger nach kultivierter Verzerrung.

Lange Rede, kurzer Sinn: ja es kann an jedem Punkt der Signalkette etwas bringen , Signalpegel moderat anzuheben, wenn sie aus irgendwelchen Gründen an dieser Stelle zu schwach sind. Kann man durch Ausprobieren herausfinden, geht durch Nachdenken aber einfach schneller.

Ähnliches Spiel mit der Impedanzanpassung: Eine Impedanz-FEHL-anpassung bedeutet ein wenig bildlich gesprochen, dass die nachfolgende Schaltung mehr Elektronen frisst , als die vorhergehende liefern kann. Und passive Tonabnehmer liefern nicht viele Elektronen. Schaltet man da ein Gerät dazwischen, das wenige Elektronen aufnimmt und viele abgeben kann (wie einen Booster), ist das Problem behoben.
Musikalisch wirkt das so, als habe jemand eine Decke vor der Box weggezogen. Die Gitarre klingt "frischer", "dynamischer", "brillanter", der Klang wird "weiter", etc..

Aus diesen zwei Effekten "Anpassung der Signalstärke" und "Anpassung der Impedanz" erklären sich die ganzen "esoterischen" Erkenntnisse, wo plötzlich mit dem Einsatz eines Boosters an der Stelle X alles besser klingt als zuvor.
Man sollte das also nicht einfach übernehmen, sondern nachdenken: habe ich mit meinem Setup an dieser Stelle auch eventuell einen zu geringen Signalpegel oder eine Impedanzfehlanpassung?
Was für eine Vintage-Strat gilt, wird wahrscheinlich für eine moderne Metal-Axt mit aktiven Tonabnehmern nicht gelten.


Ich hoffe, ich konnte mit dieser "technischen Erklärung" dem einen oder anderen helfen, einen Booster zielführend einzusetzen.
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Overdrive-Geheimtipp für die Bassgitarre
Nggalai, 20.03.2021
Ja, da steht »Booster«. Ja, der Kippschalter und die beiden EQ-Regler sind auf Gitarren-Frequenzbereiche ausgelegt. Aber: Der Spark Booster dürfte einer der günstigsten-aber-guten Bass-Overdrives auf dem Markt sein. Jedenfalls für Low-Gain.

Belässt man den Gain-Regler auf 0, den Kippschalter auf Clean und die EQ-Regler auf 12 Uhr, dann ist’s ein sehr sauberer Boost, der je nach Hörvermögen gar nicht bis nur wenig verfärbt. Perfekt, um eine Vorstufen-Röhre noch ein bisschen zusätzlich anzubellen. Bisserl Höhen reingedreht, und man hat einen schönen BASS-SOLO!-Schalter auf dem Pedalboard. So weit, so Booster.

Aber pegelt man die Gain- und Level-Regler passend zum gelieferten Signal aus, bekommt man in der »Clean«-Einstellung einen überraschend organisch-natürlich klingenden Overdrive, der keine Bässe verschluckt und kaum Nebengeräusche produziert. Der Spark Booster reagiert dabei nicht ganz so feinfühlig wie die €200plus-Konkurrenz, aber auch nicht so binär ein/aus, wie es das Preisschild suggerieren würde.

Wer es gerne etwas deftiger hat, der kippt den Schalter auf »Fat« und kompensiert den damit resultierenden reduzierten Bass-Anteil mit dem, nun ja, Bass-Regler. Da er höher ansetzt als das, was wir als Bass-Spielende unter »Bass« verstehen, räumt das auch gleich beim Gerumpel untenrum auf, sorgt aber so für ordentlich viel Druck in den tiefen Mitten. Und übertreibt man es nicht mit dem Gain-Regler, klingt der Spark auch nicht so, wie man es in der Preisklasse erwarten würde. Low-Gain, wie gesagt. Und gut ist.

Ich habe mittlerweile zwei der Pedale im Einsatz, je einen pro Board. Der Spark Booster hat sich im Alternative-Rock- / Classic-Rock- / Metal-Umfeld für mich im Band-Einsatz als unverzichtbar erwiesen. Ich spiele noch immer mit dem Gedanken, mir doch dauerhaft einen »großen« (Boutique-) Bass-OD aufs Board zu schnallen. Ihr wisst schon, was da so rumschwirrt. Aber ich lande dann doch immer wieder beim Spark Booster. Und das trotz der dem Preis geschuldeten vergleichsweise einfachen Verarbeitung. Bisher ging noch nichts kaputt, aber ich traue den Poti-Kappen nicht wirklich weit. Oder dem etwas wackeligen 9V-Anschluss.

Aber hey TC Electronic, macht das Gehäuse schwarz und schreibt »BASS Overdrive« neben »Booster,« und dann klappt’s auch mit der Bassist:innen-Käuferschicht. Oder steckt die Schaltung wie die Konkurrenz in ein handgebürstetes Alu-Gehäuse mit eigenartigem Graffito-Artwork und / oder verkauft den Booster für Bass-Leute unter neuem Namen, angelehnt an Nutztiere oder Esswaren o.ä.. Das wird DER Renner.

Wobei, ich find’s ehrlich gesagt besser, dass der Spark Booster in der gegenwärtigen Form und zum gegenwärtigen Preis unterm Radar fliegt.
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Nützliches Teil mit gutem Klang - super für Clean und Crunch
Markus209, 28.07.2020
Ich nutze ihn fast ausschließlich zum "Anfetten" von Clean- und Crunch-Sounds, und da macht er einen wirklich guten Job, ist auch dank der großzügigen Einstellmöglichkeiten sehr vielseitig.

Verarbeitung und Qualität sind gut, nix wackelt oder knirscht, die Drehregler laufen sanft und exakt. Einzig der Mini-Schalter ist leider denkbar blöd positioniert - es ist schon fast unmöglich, ihn umzuschalten, ohne dabei versehentlich einen der Drehregler zu verstellen - da wäre so wirklich jede andere mögliche Stelle die bessere Wahl gewesen...

Der Klang ist super, die drei schaltbaren Grundsounds (Fat, Clean, Mid) bieten gut unterscheidbare Klangprofile, wobei "clean" tatsächlich sehr neutral bleibt, solange man nicht massiv an den Klang-Potis dreht. Konnte auch im Clean-Modus kein übermäßiges Rauschen festellen - lediglich, wenn man dahinter noch Gain-Stufen aktiviert (sprich Verzerrer o.ä.), bekommt man mit zunehmendem Level leider auch ein hörbares Rauschen im Leerlauf - ein ohnehin sinnvolles Noise Gate irgendwo dahinter in der Kette leistet dann erst Recht gute Dienste.

Ich hab das Pedal für cleane Sounds oder Blues-Sachen mittlerweile eigtl durchgehend an, weil mir der resultierende Ton sehr gefällt. Auch rumexperimentieren innerhalb der Kette, zb vor/nach einem halb aufgedrehten Tubescreamer o.ä., bringt interessante Ergebnisse.

Sehr interessant finde ich den Gain-Regler - er ist quasi ein kleiner "Bonus"-Regler und füllt ein bissl die Lücke zwischen Null und dem Punkt, wo ein richtiger Overdrive anfängt: Man kann damit den Ton bei Bedarf sehr dezent mit etwas "Sahne" verfeinern, ähnlich zb einem Röhren-Kompressor oder der altbekannten analogen Bandsättigung - nicht mehr 100% klinisch sauber, aber auch noch nicht wirklich verzerrt. An einem wirklich heißen Humbucker kann er aber natürlich auch schon Richtung Verzerrer wirken, hier macht die Dosis das Gift...

Fazit: Wer nur einen einfachen Solo-Boost braucht, nimmt vllt besser was schlichteres. Wer aber wie ich zb recht viel mit Clean-Sounds spielt und gerne "Klangforschung" betreibt, hat mit dem Spark zum günstigen Tarif ein sehr vielseitiges und gut klingendes Spielzeug am Start!
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Rob Counterforce, 03.08.2020
Der Spark ist vom Konzept schon gut durchdacht und voll gepackt mit Einstellmöglichkeiten. Satte 25db Boost und ne integrierte Zerre, die aus dem Booster nen Overdrive macht - hier wird aus jedem schlappen Gitarrensignal ne Brett. Schwachpunkt sind allerdings die Equalizing-Funktionen. Der schaltbare Mitten- und Bassboost ist eher artig und auch die beiden Regler für Bass und Treble hätten etwas weitreichender zupacken können. Hier hätte mehr gehen können. Der Spark ist trotzdem ein Schweizer Taschenmesser vorm Preamp, nur die Klinge hätte es schärfer sein dürfen.
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