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5. Sonderfall DJ-Mixer

DJ-Mixer sind eigentlich ganz normale Mixer, die jedoch ganz auf die Bedürfnisse von DJs zugeschnitten sind. Daher sollte man beim Kauf auch auf die persönlichen Bedürfnisse achten.

Auf den ersten Blick fällt einem die Anzahl der Kanäle auf. Da ein DJ meist 2 Turntables verwendet – maximal noch ein Mikrofonanschluss, kommen die meisten DJ-Mixer mit einem Mono- und zwei Stereokanälen gut aus. Auch die Mastersektion wurde abgespeckt. Anschlüsse für Effekte sind meist nicht nötig – wichtig dagegen ist der Kopfhöreranschluss.

DJ-Mixer
  1. Die Gainregler passen (dämpfen oder verstärken) das Eingangssignal des jeweiligen Kanals an
  2. Der Equalizer besteht meist aus einem dreibandigen Filter. Mit Drehreglern für Höhen, Mitten und Bässen lässt sich der Pegel der jeweiligen Frequenzbereiche anpassen.
  3. Mikrofon Sektion: Eingang, Gainregler und Equalizer für das DJ-Mikrofon.
  4. Über den Monitor Regler kann man die Monitorbox und das Vorhörsignal regeln.
  5. Die Cue Tasten ist die "Vorhör-Funktion". Man kann damit einen Song vorhören, wenn der Kanal geschlossen (also über Main Out nicht wiedergegeben wird). So kann man hören, ob die Geschwindigkeit zum nächsten Song passt.
  6. Der High Pass Filter lässt die hohen Frequenzen passieren - die tiefen Frequenzen werden ausgeblendet. Der Low Pass Filter macht genau das Gegenteil - er dämpft die hohen Frequenzen und die tiefen Frequenzen werden wiedergegeben. Die Funktion wird vor allem für kreative Eingriffe in den Mix verwendet.
  7. Die Kanal Fader regeln die Wiedergabelautstärke des jeweiligen Kanals.
  8. Der Crossfader kann zwei oder mehrere Kanäle überblenden, ohne das man die Linefader benutzen muss. Mit ihm kann man also Stücke ineinander spielen.

Besonderes Merkmal bei DJ-Mixern ist der Crossfader (Überblendregler), der meist waagerecht zwischen den beiden Kanälen angeordnet ist. Um perfekte Überblendungen von Turntable zu Turntable zu erzeugen, muss nur der Crossfader von einem Kanal (A) ganz auf den anderen Kanal (B) geschoben werden. Bei einigen Modellen kann man auch das Verhalten des Crossfaders einstellen. Da die Fader gerade bei DJ-Mixern sehr stark beansprucht werden, sollte man unter Umständen auf von außen auswechselbare Fader achten (hauptsächlich bei den Crossfadern).

Einige DJ-Mixer haben noch zusätzliche Funktionen wie z. B. einen Beatcounter, verschiedene zuschaltbare Effektfilter (Killswitches) oder extra für DJs abgestimmte Effekte.

Auch vom Anschlussfeld unterscheiden sich DJ-Mixer von ihren Gegenstücken. So warten meistens Cinchbuchsen auf den Kontakt zum Turntable – Klinkenbuchsen findet man nur beim Kopfhöreranschluss und wenn vorhanden, zeugt nur ein einziger XLR-Anschluss für das Vorhandensein eines Mikrofoneingangs. Da als Zuspielgeräte Turntables und CD-Player in Frage kommen, sollte der Eingangsverstärker auch die Wahl zwischen Phono und Line bieten.

Apropos Ausgänge: Kein Hersteller hat sich in Bezug auf die Ausführung des Steckkontaktes festgelegt, daher sollte man beim Kauf noch einmal auf die Rückseite schauen, damit man den passenden Adapter auch gleich parat hat. Zwei Ausgänge (Master + Aux) sollten jedoch zum Anschluss von Verstärkern usw. zur Verfügung stehen.

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