the t.bone SCT 2000 Röhren-Großmembranmikrofon

265

Studio Röhren-Großmembranmikrofon

Das Flagschiff der the t.bone Großmembranmikrofon-Reihe. Es bietet einen auf der externen Spannungsversorgung befindlichen 9-point Polarpattern-Wahlschalter, der es dem Anwender ermöglicht, zwischen der Standard Kugel-, Nieren- und 8er-Charakteristik (bidirektional) mit den jeweiligen Zwischenstufen zu wählen. Die sich daraus ergebende Vielseitigkeit lässt einen Einsatz in nahezu jeglicher Recordinganwendung zu.

Mittels der mit 24K Gold-bespritzten Membran (1.07”) erreicht das SCT2000 eine sehr gute Tiefendarstellung und eine hohe Empfindlichkeit. Das Mikrofon ist mit einer austauschbaren 12AX7B Röhre ausgestattet und verfügt über ein sehr geringes Eigenrauschen im Vergleich zu anderen Mikrofonen seiner Art. Aufgrund seines warmen Klanges und seines Charakters ist das SCT2000 mit seiner Vintage-Technologie ein Mikrofon der ersten Wahl für Engineers und Solokünstler.

  • sehr warmer Sound
  • Frequenzgang: 20 - 20.000 Hz
  • Empfindlichkeit: 14 mV/Pa
  • Impedanz: 200 Ohm
  • Equivalent Noise Level: 16 dBA
  • max. SPL (0,5 % THD @1000 Hz): 130 dB
  • austauschbare 12AX7B Röhre
  • umschaltbare Richtcharakteristik: Kugel, Niere, Acht (insgesamt 6 am Speisegerät einstellbare Stufen)
  • inkl. Koffer, Spinne, 7-pin Anschlusskabel und Netzteil
  • Abmessungen (max. Durchmesser x Länge): 60 mm x 205 mm
Erhältlich seit März 2002
Artikelnummer 152308
Verkaufseinheit 1 Stück
Röhre Ja
Richtcharakteristik umschaltbar Ja
Richtcharakteristik Kugel Ja
Richtcharakteristik Niere Ja
Richtcharakteristik Acht Ja
Low Cut Nein
Pad Nein
Inkl. Spinne Ja
USB Mikrofon Nein
219 €
Alle Preise inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
Sofort lieferbar

Dieser Artikel ist auf Lager und kann sofort verschickt werden.

Informationen zum Versand
Versandkostenfreie Lieferung voraussichtlich zwischen Samstag, 20.08. und Montag, 22.08.
1

Günstiges Tube Mic

Das the t.bone SCT 2000 ist ein Röhren-Großmembranmikro mit einer eigenen Spannungsversorgung in einer externen Box, mit der es über ein spezielles 7-Pin-XLR-Kabel verbunden wird. Sowohl die Box als auch das Kabel befinden sich im Lieferumfang. In dem stabilen Alukoffer befindet sich neben dem in einer Holzkiste gut verpackten Mikro auch noch eine Spinne, also eine elastische Aufhängung für das Röhren-Schätzchen. Das SCT 2000 hat eine schnelle, hochauflösende mit 24K-Gold bespritzte Membran mit guter Tiefendarstellung. Die austauschbare 12AX7B-Röhre sorgt für einen warmen Sound bei geringem Grundrauschen. Das alles gibt es zu einem sensationellen Preis.

Kugel, Niere, Acht - was darf's sein?

An der externen Spannungsversorgung kann die Richtcharakteristik des Mikrofons umgeschaltet werden. Das Poti für die Charakteristik ist gerastert: Links beginnt es bei einer Kugel, dann folgen drei Zwischenschritte, bis man zur Niere gelangt, dann wieder drei Zwischenschritte, bis man rechts schließlich die Acht erreicht. Der Frequenzgang wird mit 20 Hertz bis 20 Kilohertz angegeben, allerdings bei -10 dB. Der Grenzschalldruck ist mit 123 dB (Kugel/Niere) und 125 dB (Acht) - jeweils 1 % Total Harmonic Distortion (THD) - für ein Röhrenmikrofon durchaus beachtlich.

Vintage-Wärme

Wenn man den Begriff „Röhren-Großmembranmikro“ hört, denkt man direkt an Neumann, Brauner und Co. - also an Preisregionen von mehreren Tausend Euro. The t.bone zeigt, dass so ein Produkt mit gut 200 Euro auch günstig hergestellt werden kann. Somit eignet es sich für Einsteiger, es kann aber auch als Zweitmikrofon im Tonstudio eingesetzt werden. Hat der Sänger oder die Sängerin eine eher dünne oder hauchige Stimme, wird der Röhrensound wahrscheinlich besonders gut tun, denn Röhrenmikros erzeugen stärker als Transistormikros harmonische Obertöne (also Verzerrungen), die durchaus angenehm klingen und gemeinhin mit dem Begriff „Wärme“ assoziiert werden. Und genau diesen warmen Klang kennt man von alten Aufnahmen.

Über the t.bone

Seit 1994 gehört the t.bone zum Portfolio der Eigenmarken des Musikhaus Thomann. Artikel wie Kopfhörer, Drahtlossysteme, InEar-Ausstattung sowie diverse Mikrofone und passendes Zubehör werden unter dem Markennamen angeboten. Die Produkte werden ausschließlich von namhaften Herstellern gefertigt, die auch für viele bekannte Marken produzieren. Klarer Vorteil: Markenqualität zum günstigen Preis. Und Qualität spricht sich rum: Jeder siebte Thomann-Kunde hat schon mindestens ein Produkt von the t.bone gekauft.

Edler Klang

Da das the t.bone SCT 2000 mehr Schalldruck als andere Röhrenmikros verträgt, kann es neben seinem Hauptzweck als Gesangsmikro auch zur Abnahme von Amps, Drums und Bläsern eingesetzt werden. Es bietet unter anderem dank der externen Box mit dem Drehschalter für die Richtcharakteristik eine ungeheure Flexibilität. Röhrenmikrofone schmeicheln dem Ohr und ihre Färbung klingt oft edel, sie können Signale griffig und dreidimensional darstellen, dafür rauschen sie ein wenig stärker als FET-Mikrofone. Es bleibt also Geschmackssache, ob man sich für Röhre oder Transistor entscheidet. Zu einem solch günstigen Preis geht allerdings auch beides!

265 Kundenbewertungen

178 Rezensionen

M
Einen großen Schritt weiter auf der Suche nach dem wunderschönen Klang
MüRec 13.02.2020
Meinen Mikrofonbestand wollte ich krönen mit der Anschaffung eines Neumann-Mikrofons. Eine Weile bin ich „herumgeschlichen“ um ein U 87 oder ein TLM 49 und habe viel darüber gelesen. Beispielsweise, daß die U 87 von heute nicht mehr so gut klängen wie die aus dem vorigen Jahrhundert, als Neumann noch nicht zu Sennheiser gehörte. Zum TLM 49 habe ich viel Lob gelesen, aber auch den entscheidenden Hinweis gefunden, es fehle ihm noch etwas Entscheidendes zum Niveau der Top-Liga. Aha, es gibt eine höhere Liga?!

Gemeint waren klassische Studiomikrofone mit Röhrentechnik, allen voran Neumann U 47 und AKG C 12 und ihre Abkömmlinge. Also kaufte ich mir ein Retro Tube II. Damit hörte ich zum ersten mal bewußt den Klang von Röhrenmikrofonen mit seiner wunderschönen Transparenz und Räumlichkeit - und war begeistert.

Da ich vorzugsweise Stereoaufnahmen mache, wollte - ja mußte - ich ein zweites Röhrenmikrofon haben. Zur Abwechslung ein anderes als das Retro Tube. Deshalb bestellte ich mir das SCT 2000. Meine beiden Röhrenmikrofone sind umschaltbar in ihrer Richtcharakteristik. Beide „können“ die Acht. Also kann ich M/S-Stereoaufnahmen machen und wahlweise das eine oder das andere für den S-Kanal verwenden (für den man eine 8 braucht).

Wie klingt das SCT 2000? Sehr schön, und deutlich anders als das Retro Tube. Bei Stimmen/Wortproduktionen kann ich das Retro Tube praktisch direkt verwenden ohne EQ, das SCT 2000 aber lieber mit EQ. Dann aber klingt es klarer, feiner und noch etwas schöner als das Retro Tube. Meine Faustregel: Für Stimmen das Retro Tube, für akustische Instrumente das SCT 2000. Meine Schoeps-Mikrofone klingen noch feiner und präziser, „professioneller“ - aber schöner klingen in meinen Ohren eindeutig die Röhrenmikrofone. Das SCT 2000 ist ein sehr empfehlenswerter Einstieg in diese Welt. Ich bin froh, daß ich dieses Mikrofon habe - und ich schicke es nicht zurück, obwohl es einige ärgerliche Mängel hat:

1. Das Vorschaltgerät brummt. Glücklicherweise nicht im Mikrofonsignal. Es ist ein mechanischer Trafobrumm. Die Gehäusebleche vibrieren. Das kann ich hören und mit den Fingern fühlen. Gute Konstrukteure können sowas vermeiden. Beim Vorschaltgerät des Retro Tube II brummt überhaupt nix. Es geht also! Auch in dieser Preisklasse.
2. Wenn man am Vorschaltgerät des SCT 2000 die Richtcharakteristik umschaltet, knackt es unverschämt im Mikrofonsignal. Das ist - und klingt - miserabel. Beim Vorschaltgerät des Retro Tube kann man nach Herzenslust umschalten, ohne daß das Mikrofonsignal gestört wird. Es geht also! Auch in dieser Preisklasse.

Diese Mängel des Vorschaltgerätes bemängelte ich bei Thomann. Thomann tauschte das gesamte Produkt aus. Das neue Exemplar hat die gleichen Mängel. Also mute ich jetzt beim SCT 2000 den Mikrofonkanal, bevor ich die Richtcharakteristik umschalte, und die Gehäusebleche bedämpfe ich mit einem speziellen Industrie-Material zur Vibrationsminderung.

3. Die Spinne liefert sehr gute Trittschall-Entkopplung - aaaaber: Der Verwender muß gut aufpassen, daß die beiden Metall-Teile sich nicht versehentlich direkt berühren, sondern frei schwingen können. Sonst entsteht eine „Körperschallbrücke“ und die Entkopplungswirkung ist Null. Das hätte der Konstrukteur besser machen können, meine ich. Daß diese Spinne nicht so edel gearbeitet ist wie eine von Neumann, nehme ich fairerweise hin, denn beim SCT 2000 bekomme ich für den Preis einer Neumann-Spinne ein komplettes Röhrenmikrofon mit allem Drum und Dran.

Dieses Mikrofon macht mir viel Freude und Lust auf weitere Röhrenmikrofone. Und bei Thomann gibt es ja noch etliche interessante!
Features
Sound
Verarbeitung
7
0
Bewertung melden

Bewertung melden

a
Universell einsetzbar... speziell für Folklore sehr zu empfehlen
andi-m 24.10.2021
Ich hatte diverese Mikrofone am Start, Retrotube 2, SCT2000, SC1100, SC140 und das AKG P420. Es galt, das oder die passenden Mikrofone für folgende Aufgabenstellungen zu finden:
- Gesang, speziell Kehlkopfgesang
- Yatga / Guzheng: das ist ein Instrument mit einem Hohlkörper und 13 Saiten
- Sanxian
- Mongolische Pferdekopfgeige
- Udu Drum
- Abnahme eines Markbass CMD151, das ist eine 15" Basscombo mit einem 35" Peavey Grindbass NTB5 direkt eingestöpselt.

Und alle meine Folkloreinstrumente klangen damit perfekt wie auch Kehlkopfgesang, normaler Gesang und die "Roboterstimme".

Ich spiele eine als Meisterinstrument gebaute mongolische Pferdekopfgeige, für die man in der Qualität heute tausende von Euro bezahlen müßte ( schon 2010 waren das 1100 Euro vor Ort in der Mongolei ) und mit diesem Mikro habe ich eine absolut perfekte Abnahme für das Instrument gefunden. So einen wunderschönen Klang habe ich schon länger gesucht, und selbst mit einem Neumann Bühnenmikro kommt es nicht so gut rüber. Ich hab mal on stage in einem großen Konzertsaal in der Mongolei gespielt und habe die Aufnahmen von damals... der Tonmeister meinte ganz stolz daß das von Neumann Mikro 2000 US$ gekostet hätte.

Bei der Baßbox war der Klang auch brauchbar, aber das SC1100 war noch einen Tick besser bzw ich hab dann beide behalten, das SCT2000 und das SC1100. Wobei das SC1100 etwas "unempfindlicher" ist, also etwas höhere Schallpegel benötigt.

Das SCT2000 hat durch die Röhre eine zusätzliche Wärme mit in alle Aufnehmen hineingebraucht, hält sich ansonsten aber in den unteren Frequenzen angenehm zurück (das Retrotube2 betont die unteren Mitten, dämpft aber die Höhen merklich), so daß ich hier das perfekte Mikro für alle Einsatzzwecke hatte wo andere Mikros vielleicht nur ein Instrument gut konnten.

Einzig und alleine den 7-Pol-Anschluß hätte man noch mit einer ansonsten mit einer Nut versehen können, denn die Pins sind sehr schnell verbogen wenn man beim Reinstecken unbewußt eine Drehbewegung macht. Damit das nicht noch mal passiert, werde ich eine deutliche Markierung anbringen.

Ich würde mal fast behaupten, in dem Preisbereich ungeschlagen. Gibt für das fünffache Geld sicherlich noch einen Tick mehr Qualität, denn z.B. anderen Kommentatoren hatten z.B. bemängelt, daß es seine Präzision verliert wenn zuviele Schallquellen bzw Sänger/innen auf das Mikro einwirken. Aber darum ging es mir nicht, sondern Homerecording für die Einzelabnahme von Instrumenten und ggf auch Gesang, und dafür ist das SCT2000 perfekt geeignet. Ich muß dazu auch sagen daß ich mir ein Limit von etwa 200 Euro für ein Mikro gesetzt hatte und das SCT2000 paßte auch da perfekt (209 Euro im Oktober 2021)
Features
Sound
Verarbeitung
0
0
Bewertung melden

Bewertung melden

6
Gefällt mir
6stringquäler 14.02.2022
Bisher habe ich lediglich Sprachaufnahmen (Niere) vorgenommen mittels SSL2 Interface und Cubase. Ich nehme im Wohnzimmer ohne Akustikverbesserungen auf.
Audio
Wärme ist da! Für meine Stimme hebe ich ab ca. 1,5 kHz ein paar dB breitbandig an um meine Verständlichkeit vor mitlaufenden Brainwaves (brummiges Zeug) zu erhöhen, was problemlos möglich ist. Ich werde noch mit unterschiedlichen Abständen experimentieren.
Verarbeitung Mikro
Sieht eigentlich toll aus. Die beiden sichtbaren Schrauben tuen der Wertigkeit allerdings groben Abbruch. Kleine Unreinheiten in der Gehäuseoberfläche gibt es auch.
Verarbeitung Netzteil
Die XLR Buchsen sind extrem schwergängig. Das Haltblech verbiegt sich bei jedem Eindrücken, herausziehen ist noch schwieriger. Die Multi-Pins sind extrem dünn, da ist konzentriertes Stecken gefragt um Beschädigungen des Kabels zu vermeiden. Das Gehäuse hat ein nicht belegtes und überflüssiges Schraubloch an der Seite.
Verarbeitung Spinne
Ich bin super froh, dass das Knickgelenk in jedem Winkel die Position problemlos hält, ohne dass ich es mit übermäßiger Kraftaufwendung festziehen müsste. Super. Die Geometrie ist nicht so exakt.
Verarbeitung Koffer
Sieht gut aus und fasst die gesamte Gerätschaft prima zusammen - praktisch für mein tägliches Auf- und Abbauen. Über Schrammen auf der Thomann Plakette sehe ich mal hinweg. Die Anordnung der Einzelteile ist nicht extrem durchdacht, man sieht das Netzteil mit der Beschriftung von einem weg. Die Einlage des Mikros konnte ich drehen, sodass dieses jetzt nicht mehr mit dem Korb zu mir weist.
Die Bemängelungen äußerlicher Art sind entsprechend einzuordnen. Wirklich nervig sind nur die schwergängigen Buchsen. Vielleicht ergeben sich noch Produktionsverbesserungen um ein gutes Produkt noch besser zu machen.
Features
Sound
Verarbeitung
0
0
Bewertung melden

Bewertung melden

o
Als Ergänzung ok
one 26.10.2009
Ich besitze das T-Bone SCT2000 seit 2005 und habe es anfänglich auch viel benutzt. Im moment geht das nicht mehr, da am 7-pin Spezial-Kabel oder am Mikrofon immer mal wieder plötzlich ein Wackelkontakt auftritt, der ein Arbeiten mit dem Mikrofon unmöglich macht.

Positiv ist, dass im Lieferumfang ein Koffer und eine Spinne enthalten ist. Das Umschalten der verschiedenen Richtcharakteristiken bzw. der Zwischenstufen von Kugel zu Niere und Niere zu Acht funktioniert gut, und das Mikrofon eignet sich so für verschiedene Aufnahmesituationen.

Mit dem Sound war ich (für den Preis) zufrieden. Allerdings sollte man sich auf die Eigenheiten beim generellen Umgang mit Röhrenmikrofonen einstellen (ein externes Netzteil für das Mikro, Aufwärmzeit bis die Röhre volle Klangqualität liefert, am besten auf dem Kopf aufhängen damit die Wärme der Röhre nicht zur Membran hochsteigen und so den Klang verändern kann) und sich überlegen ob man die etwas umständliche Handhabung in Kauf nehmen will.

Für Anfänger oder als einziges Mikro würde ich das T-Bone SCT2000 nicht empfehlen, für die Ergänzung einer bestehenden Mikrofonsammlung ist es aber eine preiswerte Alternative zu den ja sonst deutlich teureren Röhrenmodellen, allerdings geht das auch auf Kosten der Verarbeitung (->Wackelkontakt).
Features
Sound
Verarbeitung
19
4
Bewertung melden

Bewertung melden