• Merkliste
  • de
    Store auswählen Select Store
    Alle Länder All Countries
  • 0

Online-Ratgeber: Verzerrer

2. Historischer Rückblick

1960

Ursprünglich wurden Gitarren ja nur elektrifiziert, um sie lauter zu machen. Man wollte sich ja im Orchester irgendwie hörbar machen und zwischen beherztem Akkordgeschrumme bisweilen auch mal ein mutiges Solo unter die Zuhörer bringen. Die ersten Verstärker waren schnuckelige kleine Röhrenamps (die heute wieder Kult sind), die bei höheren Lautstärken schnell in die Knie gingen und meist wunderschön harmonisch zerrten. So sieht man es heute - damals galt Verzerrung als unerwünscht.

Man bedenke: Die Gibson Les Paul, deren frühe Modelle heute hausähnliche Preise erzielen, wurde anno 60 aus dem Programm genommen, weil sie mit ihren Humbuckern für damalige Verhältnisse einfach zu fett und laut war und die Amps dadurch sehr schnell zum Singen brachte.

1965

5 Jahre später sah das ein gewisser Herr Clapton anders, und plötzlich waren die Paulas in Pole Position. Nachdem sich die Klangästhetik (nicht zuletzt wegen dem oben erwähnten Erich, aber an dieser Stelle seien auch Dave Davies von den Kinks, Jeff Beck, Jimmy Page und natürlich Jimi Hendrix erwähnt) und Gitarren auf einmal singen und kreischen durften, ja mussten, und die Gitarre zum Solo-Instrument der Rockmusik schlechthin wurde, war Zerrung gefragt.

Gleichzeitig aber wurden die Bühnen und Hallen immer größer und so baute Herr Jim Marshall immer größere Amps, die – wenn man die so genannte „englische“ Einstellung benutzte (einmal mit der Hand über alle Regler drüberfahren), die eben das Maximum an Sound und Zerre liefern sollte, gesundheitsschädigende Lautstärken entwickelt wurden. Dem Herrn Clapton war das zu Creamzeiten noch ziemlich wurscht, weil die Bühnen groß waren und Herr Baker und Herr Bruce auch ziemlich Radau machten, aber in einem Club oder gar in einem bescheidenen Proberaum war so ein ausgefahrenener Plexi ähnlich destruktiv wie ein Erdbeben der Stärke 5.

Schnell kam man drauf, dass man die Amps schon früher zum Zerren bringen kann, wenn man vorne mehr reingibt; leise Single Coils bleiben naturgemäß deutlich länger clean als laute Tonabnehmer, und so entstanden die ersten Booster.

Eine andere Soundphilosphie verfolgten die Zerrer, damals nannte man sie „Fuzz“ und so klangen sie auch, wenn man sie vor einem cleanen Verstärker betrieb. Vor einem angezerrten Amp allerdings entsteht ein wunderbarer Distortion-Sound – grad richtig für Jimi Hendrix, der seine Marshalls gern mit dem Fuzz Face von seinem Leibtechniker Roger Mayer auf Touren brachte.

1970

In den 70er Jahren ging’s dann richtig los: Die Zerrer wurden subtiler und Teile wie der legendäre Tubescreamer oder die Boss Overdrives lieferten sahnige, harmonisch singende Sounds, die schon ganz gut in Richtung Röhre klingen konnten. Noch besser machen sie ihren Job allerdings, wenn sie vor einem (schon wieder) leicht angezerrten Röhrenamp dezent Gas geben, dann haben wir viele der klassischen Blues- und Rocksounds. Diese Gruppe nennt man allgemein Overdrive-Pedale.

Parallel dazu kamen Distortion-Pedale, die mehr in Richtung böse/heavy/metal gehen. Sustain ohne Ende, Höhen und knackige Bässe – aber auch hier ist das Vorbild meist ein (mega-aufgedrehter) Marshall. Und auch diese Pedale klingen vor einem guten Amp am besten.

1980

In den 80ern änderte sich wieder einiges. Die Amps hatten nun Master Volume-Regler und ließen sich so auch bei zivilen Lautstärken zu Sustain und Verzerrung überreden (mehr oder wenig verbunden mit soundlichen Einbußen… denn Vorstufenzerre und Endstufenzerre sind nun mal 2 Paar Schuhe, aber das kann man in unseren Amp Online-Beratern nachlesen…), und plötzlich begann die „Kühlschrank-Mania“: Jeder Gitarrist, der etwas auf sich hielt und es sich leisten konnte (teilweise auch andere…), fuhr nun mit einem riesigen Rack und sündteuren 19“-Studio-Effekten auf die Bühne. Und so wurde es eine Zeit lang still um die bunten Treter, die doch so viel Spaß machen.

1990

In den 90ern erkannte man, dass die stereochorus-, harmonizer- und delay/reverb-angesoffenen Sounds irgendwie alle gleich langweilig und gebügelt klingen, und plötzlich war wieder Purismus angesagt. Der „Tone“ wurde zum Kult und jedes Mittel, den besten zu erzielen , war recht. Ein alter Tubescreamer – vor Jahren achtlos in einer Miefecke des Proberaums verschollen - wurde ausgebuddelt und zum Prestigeobjet, weil er (in richtiger Zusammenstellung) einfach den Sound liefert, der’s bringt, ein Original Fuzz Face, das auch noch funktioniert, der Garant für sustainreiche Violin-Sounds … danke Stevie Ray, Eric Johnson, und all ihr Helden… ihr habt uns aus der Kühlschrankmania gerettet und… dafür auf die Suche nach dem heiligen Gral geschickt. ;-)

Ihre Ansprechpartner
Tel: 09546-9223-20
Fax: 09546-9223-24
Holen Sie sich die kostenlosen Hot Deals!

Über 8.100.000 Musiker lesen sie schon: die Thomann Hot Deals. Holen Sie sich jetzt Ihr kostenloses Exemplar mit über 500 aktuellen Angeboten!

Hot Deals
Quizfrage!
Quizfrage! Nennen Sie uns die richtige Antwort und gewinnen Sie 1x Thomann PT-1000 Percussion Ablagetisch im Wert von 59 €.
Auf welches Zeichen trifft man im Notenbild öfters?
Teilnahmebedingungen
Teilnahme- und Durchführungsbedingungen
für Online-Gewinnspiele

Hinweis: Die Teilnahme an einem Online-Gewinnspiel bzw. die Gewinnchance ist losgelöst und unabhängig von einer Warenbestellung bei der Thomann GmbH. Die Teilnahme an Online-Gewinnspielen auf der Thomann-Website und deren Durchführung richtet sich nach den folgenden Bestimmungen.

  1. Gewinnspiel

    1. Die Gewinnspiele werden von der Thomann GmbH, Geschäftsführer: Hans Thomann, Hans-Thomann-Straße 1, 96138 Burgebrach, Deutschland, durchgeführt.
  2. Teilnahme

    1. Teilnahmeberechtigt sind nur volljährige Personen.
    2. Eine Person nimmt am Gewinnspiel teil, indem sie Gewinnspielfragen richtig beantwortet, das Anmeldeformular ausfüllt und mittels des Buttons "Abschicken" an die Thomann GmbH abschickt.
      Mit Betätigung des Buttons "Abschicken" erklärt sich der Teilnehmer mit den hier angeführten Teilnahme- und Durchführungsbedingungen einverstanden.
    3. Der Teilnehmer ist für die Richtigkeit, insbesondere seiner E-Mail- und/oder Postadresse, selbst verantwortlich. Der Eingang der Gewinnspielantworten und des Anmeldeformulars wird elektronisch protokolliert.
  3. Ausschluss vom Gewinnspiel

    1. Mitarbeiter der Thomann GmbH sowie deren beteiligten Kooperationspartner sowie deren Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
    2. Bei einem Verstoß gegen diese Teilnahmebedingungen, insbesondere durch den Einsatz unerlaubter Hilfsmittel und anderweitige Manipulationen, behält sich die Thomann GmbH das Recht vor, Personen vom Gewinnspiel auszuschließen. Gegebenenfalls können bei derartigen Verstößen auch nachträglich Gewinne aberkannt und zurückgefordert werden.
  4. Durchführung und Abwicklung

    1. Die Gewinner werden von der Thomann GmbH per E-Mail oder auf dem Postweg schriftlich benachrichtigt und können auf der Website www.thomann.de namentlich veröffentlicht werden. Mit dieser Form der Veröffentlichung erklärt sich der Gewinner ausdrücklich einverstanden.
      Der Anspruch auf den Gewinn verfällt, wenn die Übermittlung des Gewinns aus Gründen, die in der Person des Gewinners liegen, nicht erfolgen kann. In diesem Fall wird per Los ein neuer Gewinner ermittelt.
    2. Der im Rahmen des Gewinnspiels als Preis präsentierte Gegenstand ist nicht zwingend mit dem gewonnenen Gegenstand identisch. Es können Abweichungen hinsichtlich des Modells, Farbe o. Ä. bestehen.
    3. Die Sachpreise werden von der Thomann GmbH oder einem von ihm beauftragten Dritten per Spedition, Paketdienst oder Post an die vom Gewinner anzugebende Postadresse versendet.

      Die Lieferung erfolgt innerhalb der Bundesrepublik Deutschland frei Haus. Darüber hinaus anfallende Transportkosten und Zölle hat der Gewinner zu tragen. Für den Fall, dass die Lieferung über eine Spedition erfolgt, wird sich die Spedition mit dem Gewinner in Verbindung setzen, um einen Liefertermin zu vereinbaren.
    4. Es ist in keinem Falle ein Umtausch der Gewinne, eine Barauszahlung, oder ein etwaiger Gewinnersatz möglich.
    5. Der Anspruch auf den Gewinn oder Gewinnersatz kann nicht an Dritte abgetreten werden.
  5. Datenschutz

    1. Der Teilnehmer erklärt sich ausdrücklich damit einverstanden, dass die Thomann GmbH alle erforderlichen Daten für die Dauer des Gewinnspiels speichert und ausschließlich zum Zwecke der Gewinnabwicklung an den jeweiligen Kooperationspartner übermittelt, welcher die Personenangaben ebenfalls für die Dauer des Gewinnspiels speichern darf. Es steht dem Teilnehmer jederzeit frei, per Widerruf von der Teilnahme am Gewinnspiel zurückzutreten. Den Widerruf richten Sie bitte an:

      Thomann GmbH
      z. Hd. des Datenschutzbeauftragten
      Hans-Thomann-Straße 1
      96138 Burgebrach
    2. Die Thomann GmbH verpflichtet sich, die gesetzlichen Bestimmungen zum Datenschutz nach dem aktuell bei Abschluss des Gewinnspieles gültigen Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) zu beachten. Insbesondere wird in diesem Zusammenhang auf die allgemeine Datenschutzbestimmung unter Hinweise zum Datenschutz verwiesen.
  6. Haftung

    1. Die Thomann GmbH wird mit der Aushändigung des Gewinns von allen Verpflichtungen frei.
    2. Die Thomann GmbH haftet nicht für die Insolvenz eines Kooperationspartners sowie die sich hieraus für die Durchführung und Abwicklung des Gewinnspiels ergebenden Folgen.
  7. Sonstiges

    1. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
    2. Es ist ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland anwendbar.
Ein Thomann-Fan
Hat super funktioniert.
klauxxxixemer@t-xxx.de, 02.05.2017

Verzerrer im ‹berblick

(2)
(2)
(1)
(1)
Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden oder möchten uns etwas zu dieser Seite mitteilen?

Wir freuen uns über Ihr Feedback und werden Probleme möglichst schnell für Sie lösen.

Abbrechen