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Effekt Pedal

Der MXR Distortion+ war in den frühen 70ern einer der ersten vernünftig klingenden Distortions und klingt bis heute für viele Sounds gut.

Aber auch modernen Zeiten will man sich bei MXR nicht verschließen, und so ist der MXR Fullbore Metal Distortion M116 ein (bei Bedarf) metallisch klingender und knallhartes Metal Distortion Aggregat, mit dem man Gitarrensounds zum Glühen bringen kann. Herz des Teils ist der sweepbare Mittenregler. Hier kann die Lava-Frequenz gesucht und gnadenlos geboostet werden; aber natürlich können auch zahmere Frequenzen angewählt werden (Absenken geht auch). So ist der Fullbore Metal bei aller gesunden Härte auch noch vielseitig.

  • Metal Distortion
  • EQ Regler mit Bass, Mid, sweepable Mid-Freq und Treble Kopf
  • Volume- und Gain-Regler
  • Stromversorgung über 9 V Batterie (Art. 417473) oder 9 V Netzteil (Art. 409939) (beide nicht im Lieferumfang)
  • Erhältlich seit Dezember 2009
  • Artikelnummer 238980
  • Verkaufseinheit 1 Stück
  • Overdrive Nein
  • Distortion Ja
  • Fuzz Nein
  • Metal Ja
129 €
Alle Preise inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
1

170 Kundenbewertungen

4.5 / 5

Bedienung

Features

Sound

Verarbeitung

93 Rezensionen

S
Gewöhnungsbedürftig, aber ein tolles Teil! Auch als Preamp verwendbar!
Stephan1543 27.05.2020
Auf der Suche nach einer dreckigen, Grindcore-tauglichen Zerre bin ich auf dieses Pedal gestoßen.
Ersteindruck: Schönes, solides Gehäuse und gleichmäßig schwer gehende Metallregler.
Hab es eingestöpselt und war ersteinmal vom kreischigen Klang enttäuscht.

Die Regler decken extrem große Bereiche ab, aber je nachdem, wo man das Pedal anschließt, gibt es eigentlich nur genau eine Position wo es passt. An meinen Amps (Diezel Hagen, Petersburg P-100) hab ich Bass und Höhen fast auf null, Mittenfrequenz auf 1:00-2:00 und Mittenanhebung fast auf voll - so ist's dreckig und böse klingend! Alles andere klingt in meinen Ohren dagegen dünn und/oder schrill.
Hier einen Stern Abzug, weil das Fullbore etwas mehr Tiefmitten haben dürfte. Dies kann man aber beheben, indem man einen nachgeschalteten EQ verwendet und/oder Gain zurücknimmt und z.B. ein OD-808 davor schaltet.

Nun zu meiner großen Überraschung:
Man kann das Pedal direkt am Audiointerface anschließen und muss nur einen IR darüberlegen, Höhen und Bass jetzt auf ~2:00-3:00 und man hat einen amtlichen Sound, der sich im Mix hervorragend durchsetzt.
Gleiches gilt für meine Palmer Macht Endstufe, an der eine 1x12"-Box hängt: Hier kann ich direkt mit dem Pedal reingehen und habe einen brachialen Sound, der den Kemper, für den ich diese Endstufe gekauft hatte, fast arm aussehen lässt.

Fazit: Das Pedal war für mich sehr gewöhnungsbedürftig, aber man kann ihm mit etwas Einarbeitung richtig fette, schneidende Metallklänge mit schnellem Attack entlocken. Und das wichtigste für mich bei einem Pedal: Es zerrt nicht nur einfach, sondern hat einen richtig bösen Eigencharakter.
Features
Sound
Verarbeitung
Bedienung
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F
Böser Zeitgenosse
Famous 29.07.2015
Wer es richtig dreckig heavy mag, ist mit dem Fullbore Metal richtig bedient. Die vielen Einstellungsmöglichkeiten bringen viiiel Laune. Bei allen Reglern gilt: Mit Vorsicht und Gefühl arbeiten. Schnell kann es von allem zuviel sein. Mit etwas Geduld kann man aber seinen individuellen, modernen High Gain Sound formen. Der Grundsound des Pedals ist einfach nur fett! Vor allem der Frequenz-Regler in Kombination mit dem Mitten-Regler, machen Freude. Freq links, bedeutet tiefe Mitten, je weiter nach rechts, umso mehr werden die hohen Mitten bedient. Das Noise-Gate funktioniert hervorragend, der Scoop ist überflüssig. Optik und Verarbeitung werden dem Metal-Genre definitiv gerecht.
Features
Sound
Verarbeitung
Bedienung
9
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T
Kreissäge mit Doktortitel
TorgeS 17.06.2026
Das MXR Fullbore Metal gehört für mich zu den am meisten missverstandenen Distortion-Pedalen überhaupt. Viele Gitarristen schließen es an, drehen ein paar Regler auf und kommen schnell zu dem Urteil, dass es übertrieben, künstlich oder einfach nur eine Kreissäge sei. Tatsächlich liegt genau darin aber seine Besonderheit. Der Fullbore ist kein Pedal, das versucht, ein bisschen mehr Gain zu liefern. Er verhält sich eher wie eine komplette High-Gain-Vorstufe im Pedalformat und bringt entsprechend eine enorme Menge an Eigencharakter mit.

Schon beim ersten Anspielen fällt auf, dass von allem reichlich vorhanden ist. Das Pedal bietet mehr Gain, als die meisten Spieler jemals benötigen werden, dazu eine aggressive Ansprache, gewaltige Tiefmitten und einen Hochmittenbereich, der sich mühelos durch jeden Bandmix schneidet. Während viele Distortion-Pedale versuchen, möglichst universell und gefällig zu klingen, wirkt der Fullbore beinahe kompromisslos. Er will nicht dezent sein. Er will dominieren.

Gerade deshalb polarisiert er so stark. In einem neutralen Setup kann der Sound schnell steril oder überkomprimiert wirken. Die Präzision und Straffheit sind beeindruckend, aber manchmal fehlt das Gefühl von Luft und Bewegung. Besonders in Verbindung mit aktiven Tonabnehmern und Lautsprechern wie Vintage 30s kann der Hochmittenbereich schnell anstrengend werden. Der Fullbore kennt keine Zurückhaltung und bestraft jede übertriebene EQ-Einstellung gnadenlos.

Seine wahre Stärke offenbart das Pedal jedoch erst, wenn es auf einen Verstärker trifft, der selbst Charakter mitbringt. Vor einem Marshall Plexi beispielsweise entsteht eine faszinierende Wechselwirkung. Der Fullbore liefert die moderne Struktur, die Kompression und die Präzision, während der Plexi dem Ganzen Dynamik, Tiefmitten und eine gewisse Holzigkeit verleiht. Plötzlich klingt das Pedal nicht mehr wie ein isolierter Effekt, sondern wie ein natürlicher Teil eines großen Verstärkersounds. Die Palm Mutes behalten ihre brutale Autorität, gleichzeitig wirken Akkorde offener und lebendiger. Der Sound bekommt Tiefe.

Genau darin liegt für mich der eigentliche Reiz des Fullbore Metal. Er ist kein Pedal, das einen Verstärker ersetzen möchte, sondern eines, das einen geeigneten Verstärker auf überraschende Weise ergänzen kann. Während ein Tube Screamer oft den Charakter eines Amps hervorhebt, bringt der Fullbore einen eigenen Charakter mit und fordert vom Verstärker eine Antwort. Wenn beides zusammenpasst, entsteht etwas, das weder rein vintage noch rein modern klingt.

Das Pedal eignet sich deshalb besonders für Spieler, die definierte Palm Mutes, hohe Gainreserven und eine kompromisslose Direktheit suchen. Wer dagegen nach offenem Blues-Crunch oder subtilen Overdrive-Sounds Ausschau hält, wird vermutlich nie wirklich mit ihm warm werden. Der Fullbore lebt von Extremen. Genau das macht ihn manchmal schwierig, aber auch unverwechselbar.

Nach längerer Zeit mit dem Pedal bleibt für mich vor allem ein Eindruck: Der Fullbore Metal ist nicht besonders charmant, nicht besonders höflich und ganz sicher nicht bescheiden. Aber wenn man lernt, seine Extreme zu kontrollieren und ihm den richtigen Partner an die Seite stellt, entwickelt er eine beeindruckende Autorität. Dann wird aus der oft zitierten Kreissäge plötzlich ein erstaunlich musikalisches Werkzeug. Oder anders gesagt: Mit dem falschen Verstärker klingt der Fullbore wie eine Kreissäge. Mit dem richtigen Verstärker klingt er wie eine Kreissäge, die singen gelernt hat.
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Sound
Verarbeitung
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S
One Trick Pony
Stefan492 17.02.2011
Wer einen wirklich scharfen, brillianten und durchsetzungsfähigen Heavysound ohne viel Fuzz sucht ist beim MXR Fullbore Metal genau richtig. Allerdings sollte man sich nicht von der Vielzahl der Regler täuschen lassen: Die dienen vor allem der Anpassung an Gitarre und Amp und weniger zur Erstellung vielfältiger Sounds. Bei mir stehen fast alle Regler auf 12h, Gain dank starker PUs etwas weniger, Volume etwas mehr. Das Einstellen ist wegen der vielen Regeler ein bisschen unpraktisch, aber immerhin keine Doppelpotis. Der Mittenfrequenzregler funktioniert bei meinem Teil aber nur verzögert und sprunghaft, wie bei einem digitalen Gerät: seltsam!

Das Noisegate funktioniert gut, die Einstellung ist eine Zumutung! Die Scoop-Schaltung ist sehr gut um seine Gitarre völlig aus dem Mix zu entfernen: unbrauchbar! (Sollte MXR sich für Gitarren-Karaoke patentieren lassen) .

Wie gesagt der Grundsound ist super , so dass man auf die erwähnten Dinge gut verzichten kann. Der 9V-Anschluss sitzt etwas blöd rechts neben dem Eingang. Die Verarbeitung ist insgesamt solide, der Schalter hat etwas wenig Druckpunkt, dafür gibt es sehr helle LEDs.

Für mich ein sehr nützliches Teil, das genau das leistet, für das ich es gekauft habe. Der Preis geht in Ordnung.

Nachtrag 03.12.2012: Potikappen lösen sich.
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Sound
Verarbeitung
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5
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