Korg Volca Drum

Digital Percussion Synthesizer

  • 6 Drum-Parts mit Analog Modeling Synthese
  • zwei Sound-Layer pro Part
  • jedes Layer besteht aus einer Grundwellenform, die einen stimmbaren Resonator anregt
  • interner Stepsequenzer mit Pattern-Chain-Funktion
  • Motion-Sequenz-Funktion zur Aufnahme von Reglerbewegungen
  • Slice-Funktion zur Erzeugung von Pattern-Variationen und Drum Rolls
  • Accent-Funktion
  • MIDI Eingang
  • Sync In / Out (3,5 mm Klinke)
  • kombinierter Line- / Kopfhörer-Ausgang (3,5 mm Stereoklinke)
  • integrierter Lautsprecher
  • Stromversorgung: 6x AA Batterie oder über Netzteil (nicht im Lieferumfang enthalten, passendes Netzteil KA-350)
  • Abmessungen (B x H x T): 193 x 115 x 39 mm
  • Gewicht: 370 g
  • passende Tasche: Art. 485319 (nicht im Lieferumfang enthalten)

Weitere Infos

Klangerzeugung Virtuell Analog
Pads 16
Effekte Nein
Bass Nein
Display Ja
MIDI Schnittstelle 1x In
Anzahl der analogen Ausgänge 1
Kopfhöreranschluss Ja
Netzbetrieb Ja
Batteriebetrieb Ja

Vielseitiger Drum- und Percussion-Synthesizer

Mit der Volca-Serie lässt sich ein individuelles Setup aus spezialisierten Geräten zusammenstellen. Volca Drum erzeugt mit einer flexiblen DSP-Engine Drums und Percussion. Damit reiht er sich perfekt zwischen dem analogen Volca Beats und dem Volca Sample ein. Volca Drum deckt das gesamte Spektrum synthetischer Drums ab, aber seine Stärke liegt bei Percussion von klassisch-analog bis abgefahren. Die Sounds können zusätzlich mit einem Resonator bearbeitet werden. Angesteuert werden die Drums mit einem livetauglichen Sequenzer, der beim Performen auf der Bühne genauso viel Spaß macht wie beim Entwickeln von Beat-Ideen. Alle Volcas können dank Batteriebetrieb und eingebautem Lautsprecher autark betrieben werden und lassen sich über analoge Syncs und MIDIs problemlos mit weiteren Volcas oder anderen Geräten zu einem größeren Setup verbinden.

Drums mit Analog- und Physical-Modeling

Die Klangerzeugung kann sechs Sounds erzeugen, die jeweils aus zwei Layern bestehen. Mit Wellenformen, die sich mit Bit Folder, Waveshaper und Overdrive stark verändern lassen und mit Noise werden Kicks, Snares, HiHats, Cymbals, alle Arten von Percussion und FX-Sounds erzeugt. Klangquelle, Modulation und Hüllkurve lassen sich auf vielfältige Weise kombinieren, sodass ein sehr großes Spektrum an Klängen möglich ist. Der Sequencer wurde gegenüber den bisherigen Volcas weiterentwickelt und kann nun über Motion Record bis zu 69 Parameter automatisieren. Mit der Funktion Active Step lassen sich polyrhythmische Figuren erzeugen, während Jump und Slice Step das Performance-orientierte Improvisieren unterstützen.

Spaß für Soundfrickler

Volca Drum ist bestens für Klangbastler geeignet, die Percussion und Drums selbst erstellen wollen. Erfahrungen in Klangsynthese oder die Bereitschaft zum Lernen sind hier von Vorteil, denn die Engine erlaubt tiefe Eingriffe. Alternativ hilft der Randomizer mit neuen Ideen. Mit Volca Drum lässt sich ein großes Potential erschließen, das andere Drummachines hervorragend ergänzt und dem Beat eine individuelle Farbe gibt. Stilistisch steht der Maschine ein weites Feld von EDM über Hip-Hop und Dubstep bis Synth-Pop offen. Volca Drum kann gleichermaßen in ein Studio- und ein Live-Setup integriert werden, wo die Drummachine außerdem nur wenig Platz einnimmt. Mit dem flüssig und spontan zu bedienenden Sequenzer lassen sich Beats bei einem Gig frei performen. Außerdem kann man mit der kleinen Drummachine jederzeit und überall arbeiten: Batterien rein, Kopfhörer auf oder Lautsprecher an und los geht’s!

Über Korg

Der Name Korg steht seit vielen Jahren für innovative Synthesizer, Workstations, Keyboards, Digitalpianos und mehr. Mit Instrumenten wie MS20, Polysix, Wavestation, KRONOS und der Volca-Serie, um nur einige zu nennen, schuf das von Tsutomu Kato und Tadashi Osanai 1963 gegründete japanische Unternehmen legendäre Synthesizer, deren Namen Musik in den Ohren vieler Keyboarder sind. Zudem ist die Firma Korg Erfinder des weltweit ersten Handstimmgeräts, dem WT-10. Aber nicht nur bei analogen Synthesizern, digitalen Workstations, Entertainer-Keyboards oder Digitalpianos steht Korg seit jeher für Qualität und Innovation, sondern auch bei Gitarrenverstärkern. Nachdem Korg 1992 die Namensrechte von Vox Amplification Ltd. erworben hatte, erweiterte Korg die Marke Vox neben Neuauflagen des legendären AC30 auch um preiswerte digitale Gitarrenverstärker mit Modeling-Technologie.

Synth-Percussion erforschen

Ob gezielt programmiert, auf gut Glück probiert oder mit dem Randomizer erzeugt: Als Drum- und Percussion-Synthesizer liefert Volca Drum neue Sounds, die die Drumkits anderer Maschinen, mit denen der Volca via analogem Sync oder per MIDI verbunden werden kann, vielseitig ergänzen und bekannte Rhythmen bzw. Drumsets mit markanten Sounds auffrischen. Der Sequenzer arbeitet prinzipiell nicht großartig anders als der einer klassischen TR-808. Ohne Menüs lässt sich alles absolut spontan und direkt bedienen. Mit Funktionen wie Motion Record, Active Step und Slice ist man für Improvisationen und Performances bestens gerüstet, aber auch die Studioarbeit profitiert von den kreativen Möglichkeiten.

69 Kundenbewertungen
  • 5
  • 4
  • 3
  • 2
  • 1
4.6 /5
  • Bedienung
  • Features
  • Sound
  • Verarbeitung
Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Feature-Rekord
Pete Midi, 08.04.2019
So vollgepackt mit Features war bisher noch kein volca. Das ist einerseits toll und bietet Möglichkeiten für das Design von synthetischen Drum Kits, die man jenseits der Plugin-Welt nur in sehr wenigen und sehr viel teureren Hardware-Instrumenten findet. Auch der Sound muss sich nicht verstecken und deckt mit der clever konzipierten Syntheseeinheit ein sehr breites Feld von elektronischen Percussionklängen in guter Qualität ab. Auch knackige Bass-Sounds kann der Kleine im Prinzip sehr gut (YT: volca drum - review & jam), aber hier fehlt für den ultimativen Bass-Genuss bedauerlicherweise die chromatische Spielbarkeit über Midi. Schade, aber das kennt man leider schon vom volca sample. Wenn das beim volca drum ginge, hätte man damit auch quasi 6 erweiterte volca kicks in einem Gerät!
Nun zum Problem, dem man mit steigender Feature-Anzahl zwangsläufig begegnet: die zunehmend erschwerte Bedienbarkeit des Instruments. KORG hat hier im Prinzip einen guten Kompromiss gefunden, welcher in einer Mischung aus dedizierten Knöpfen mit fester Parameterzuordung und zwei multifunktionalen Knöpfen besteht. Mit letzteren erreicht man dann eine ganze Reihe zusätzlicher Parameter (z.B. Panorama, Overdrive, Bit-Reduction). Diese sind übrigens vom Motion-Sequencing, also der Aufzeichnung von Parameteränderungen im Sequenzer ausgeschlossen. Generell geht die Bedienung einigermaßen leicht von der Hand, das neue erweiterte Display ist dabei eine gute Unterstützung. Im Bedienkonzept gibt es allerdings einen Schönheitsfehler, der beim Editieren der Sounds am Gerät wirklich unangenehm auffällt. Sobald man nach einem Wechseln des zu editierenden Parts oder Layers an den Knöpfen dreht, passieren regelmäßig Parametersprünge, da die Stellung der Knöpfe nicht mit dem aktuellen Wert des Parameters übereinstimmt. Ich hoffe, KORG beseitigt das Problem durch ein Firmware-Update, z.B. mit einem "catch mode" wie beim Monologue. Ansonsten überzeugen mich neben dem tollen Sound auch der erneuerte volca-Stepsequenzer und der unkonventionelle Effektprozessor ("Waveguide"). Definitiv mein Gerät für Beats abseits der ausgetretenen Pfade.

Update: Nach gut vier Wochen intensiver Befassung mit der kleinen Kiste kann ich festhalten, dass der volca drum immer noch Spaß macht und anders als beim volca kick oder bass, das Ende des Sound-Universums noch lange nicht in Sicht ist. Die Komplexität, die durch die Kombination von 6 Parts mit jeweils zwei flexiblen Layern erreicht wird, ist enorm. Die Bedienung läuft mittlerweile doch recht flüssig (trotz Parametersprüngen), einzig der SELECT-Regler mit dem man durch 45 Oszillator/Modulations-Konfigurationen scrollt wird manchmal ein wenig zur Spaßbremse. Allerdings stellt sich gerade nach einigen Bastelstunden zunehmend heraus, dass dem volca drum eine Backup-Funktion für die Sounds und Sequenzen fehlt. Hatte man beim volca fm noch eine Export-Funktion für den sync-Port, so hat man jetzt gar keine Möglichkeit mehr, seine Arbeit zu sichern. Bei lediglich 16 Programs/Kits ist das doch schmerzlich und ich hoffe, dass KORG vielleicht doch noch dem volca drum die Export-Möglichkeit mit einem Firmware-Update spendiert.
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Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Digitaler Zauberkasten
ebmbear, 24.01.2020
Kürzlich habe ich den Spaß am Sounddesign für mich entdeckt.
Den Korg Volca Drum habe ich mir als klanglichen Kontrast zum Behringer Crave zugelegt.

Der Volca Drum ist ein digitaler Percussion Synthesizer - so klingt er auch (digital) - hat also meine Erwartung diesbezüglich schonmal erfüllt!

Wo ich gerade beim Sound bin: Das ist mein erster Volca, und ich war trotz voriger Youtube Recherche, doch überrascht wie hochwertig das Gerät klingt. Damit hatte ich bei dem Preis und dem kleinen Plastikgehäuse nicht gerechnet.

Einzig den eingebauten Lautsprecher finde ich komplett überflüssig, vor allem weil darüber der gute Klang des Geräts nicht einmal zu erahnen ist!

Die Bedienbarkeit ist trotz hoher Komplexität auf kleinem Raum gut gelöst, (meist) übersichtlich organisiert und schnell zu erlernen.
Ich konnte ohne große Anlaufzeit oder ständiges Konsultieren des Manuals direkt mit den Soundbasteleien starten.
Das Zusammenspiel der 6 Sounds mit je 2 Layers pro Part, dem Sequenzer mit Accent, Ratchett und Parameter Lock und dem Waveguide Effekt ist sehr gut und macht Spaß und die Ergebnisse gefallen mir sehr!

Von Drums bis zu extremen FX ist alles möglich.

Mein Fazit: Ein rundum tolles Gerät! Das ohne Lautsprecher, dafür mit Speicher- oder Backupmöglichkeit noch besser wäre!
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Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Hoher Spaßfaktor
Andreas87, 20.02.2021
Wer einen schnöden Drumcomputer sucht, der ist hier fehl am Platz. Auf allen sechs Plätzen lassen sich mittels schnell zu begreifender Klangmodulation allerlei klasse Sounds ablegen, welche dann easy als Pattern programmiert werden. Das Klangspektrum ist rießig, der Klang ist top. Die Bedienung ist mittels learning by doing einfacher erlernbar, als sich die Anleitung durchzulesen und mittels dieser versuchen das Gerät zu verstehen. Das klappt nicht. Das ist jetzt meine persönliche Meinung, aber Korg Geräte sind einfach prima durch Probieren zu erlernen.
Der Spaßfaktor ist gewaltig. Auch wenn man nur Stand alone den volca drum am Laufen hat, vergeht die Zeit damit wie nix ;)
Wie gesagt, Drumcomputer nein, kann jedoch auch als solcher fungieren. Eher eine Live performance Spaß Maschine mit gewaltigem Groovepotential.
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Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Solide Grundlage mit unglücklich beschränkten Features
Steppenwolf von Mensch, 25.09.2019
Insgesamt eine echt tolle Groovebox mit der man sehr viel machen kann, vor allem Dinge die deutlich über einfache Drumsounds hinaus gehen. Allerdings gibt es trotz der komplexen digitalen Bedienung keinerlei Möglichkeit seine investierte Arbeit irgendwo als Backup zu sichern, was der Freude einen gewaltigen Abbruch tut. Sollte Korg dies zeitnah ändern gibt es von mir 5 Sterne, sofern ich den Volca Drum nicht vorher retourniere da ich ohne Backups auf Dauer eh keine rechte Freude dran haben werde.
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