Korg Volca Beats

Analoge Rhythm Machine

  • 6 analoge und 4 PCM-basierte Drumparts
  • Loop- und Step-Sequencer
  • Stutter-, Active Step- und Step Jump-Funktionen
  • Multitouch Trigger Pad / Step-Taste
  • LED-Anzeige
  • integrierter Lautsprecher
  • Sync I/O 3,5 mm Minibuchse Mono
  • MIDI In
  • Kopfhörerausgang: 3,5 mm Mini-Klinke Stereo
  • Stromversorgung: 6x AA Batterie oder über optionales Netzteil (KA-350, nicht im Lieferumfang enthalten)
  • Abmessungen (B x H x T): 193 x 115 x 45 mm
  • Gewicht: 372 g
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Soundbeispiele

 
0:00
  • Pattern 1
  • Pattern 2
  • Pattern 3

Weitere Infos

Display Nein
Pads 16
Effekte Nein
Sampling Funktion Nein
Speichermedium Keine
MIDI Schnittstelle 1x In
USB Nein
Anzahl der analogen Ausgänge 2
Kopfhöreranschluss Ja

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4.3 / 5.0
  • Bedienung
  • Features
  • Sound
  • Verarbeitung
64 Textbewertungen Alle Bewertungen lesen
Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung

Alte Schule trifft neue Schule

Lightman, 15.01.2014
Volca Beats ist eine hybride Drumbox mit sechs analogen (Bassdrum, Snare, Lo Tom, Hi Tom, closed und open Hihat) und vier digitalen Klängen (Clap, Claves, Agogo, Crash), die stilistisch in Richtung TR-808 gehen. Für die analogen Sounds stehen jeweils drei Regler zur Veränderung von Anschlagverhalten, Decay und weiteren Parametern zur Verfügung. Für die Anpassung der digitalen Klänge gibt es einen PCM Speed-Regler, mit dem die Abspielgeschwindigkeit der Samples eingestellt wird. Die Lautstärke der Klänge ist pro Part anpaßbar, darüber gibt es noch globale Volume- und Geschwindigkeitsregler mit einem Bereich von 56 bis 240 BPM. Betrieben wird das Gerät entweder mit sechs AA-Batterien oder einem 9V-Netzteil (nicht im Lieferumfang enthalten).

Sequenzen können im Step-/Patternmodus oder live (Tapping) in 16 Schritten eingespielt werden, wobei die Eingabe stets quantisiert wird, unquantisiertes Aufnehmen wie beim Volca Keys (Flux-Modus) ist nicht möglich, auch eine Swing-Funktion ist nicht implementiert. Dafür gibt es eine Stutter-Funktion, (Stutter = engl. für Stottern), die die Klänge in einstellbarer Geschwindigkeit und Tiefe neu triggert, damit kann man allerlei Drillbeats und Off Beat-Geticker erzeugen und aufnehmen, und das wahlweise für alle oder einzelne Sounds (Global Stutter on/off). Auch Geschwindigkeitsveränderungen des Abspielens der digitalen Klänge werden vom Sequenzer aufgezeichnet und wiedergegeben, mit diesen Funktionen sind schön schabende Loops erzielbar und man kann damit auch die fehlende Swing-Funktion halbwegs kompensieren. Dazu gibt es den Active Step-Modus, in dem einzelne Steps live ein- oder ausgeschaltet werden können, und eine Step Jump-Funktion, bei der der Sequenzer zur jeweils gedrückten Steptaste springt und das Abspielen von dort fortsetzt. Bei gehaltener Taste wird der entsprechende Step ständig neu getriggert. Alle Drumparts können nach Bedarf einzeln gemutet werden.

An Anschlüssen findet man auf der Oberseite des Geräts Sync in/out-Buchsen vor, um den Beats mit mit anderen Geräten mit Triggerports zu synchronisieren, sowie eine MIDI IN-Buchse und einen Kopfhöreranschluß (Miniklinke). Die MIDI-Implementation (die entsprechende Tabelle gibts auf der Korg-Homepage) ist gut ausgeführt, neben Clocksignalen akzeptiert der Beats MIDI CC-Befehle für acht Parameter wie Part-Lautstärke, Stuttertiefe/Dauer und Part decay, die somit via MIDI-Controllerkeyboard oder Software im externen Sequenzer aufgezeichnet und zum Beats geschickt werden können. Das Aufnehmen der Reglerveränderungen außer Stutter und PCM-Speed ist im internen Sequenzer im Gegensatz zum Keys nicht vorgesehen, genauso wenig wie Velocity, hier muß man dann halt mit MIDI ran.

Zum Speichern eigener Loops stehen acht Speicherplätze zur Verfügung, diese können auch live nachgeladen werden. Mit etwas Geschick sind somit manuell verknüpfte Pattern möglich. Gespeichert werden nur die Sequenzinformationen, nicht aber die Klangveränderungen.

Sound-mäßig bietet der Beats äußerst solide Kost, vor allem die Bassdrum und Hihats wissen zu gefallen. Die PCM-Klänge wirken recht lo-fi und ein bißchen verhalten, es ist manchmal schwierig, sie ordentlich im Mix zu platzieren. Apropos Mix, der Beats bietet kein Panning für die Parts an. Ansonsten klingt das Teil wirklich gut, und hier trifft dann auch die alte auf die neue Schule, der oldschoolige 808-Vibe wird durch die aufnehmbaren Stutter- und PCM-Speed-Funktionen durchbrochen, wodurch der Beats durchaus modern tönt und phett groovende Drumloops raushaut, die sich hinter denen weit teurerer Geräte nicht verstecken müssen. Das Gerät ist überdies sehr rauscharm.

Die Bedienung ist okay, auch wenn die Regler wie beim Keys dicht neben- und übereinander liegen, hier muß man mit spitzen Fingern vorgehen. Sie sind zum Teil beleuchtet, bei Aktivität blinken sie kurz auf (gilt nicht für die digitalen Klänge), somit kann man auch im Dunkeln sehen, welche Parts gerade im Einsatz sind. Die Tastatur spricht problemlos an, alle Einstellungsmöglichkeiten sind gut erreichbar, auch wenn sie in manchen Fällen nur durch Halten der FUNC-Taste und Drücken der entsprechenen Funktionstaste aktivierbar sind. Hier wiederum schlägt die geringe Größe des Geräts positiv zu Buche, man kann fast alles mit nur einer Hand erledigen.

Fazit:
Die Volca Beats-Drumbox ist für Livegigs wie Studiobetrieb super geeignet. Sound und Bedienung sind stimmig, die Möglichkeiten zum Verlinken mehrerer Volcas und anderer analoger Geräte via Sync/Trigger machen den Aufbau eines flexiblen Live-Sets möglich, aber auch die MIDI-Seite kommt nicht zu kurz. Das sogenannte "Handbuch" (ein mehrsprachiges Faltblatt) ist allerdings ein Witz, viele Funktionen werden darin kaum richtig erklärt, was für Einsteiger ein wenig mühsam werden kann. Ungeachtet der kleinen Unzulänglichkeiten bin ich mit dem Gerät sehr zufrieden, in seinem Preissegment steht der Beats absolut konkurrenzlos da.
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Schwierig für mich zu bewerten, denn...

Saibot313, 07.07.2017
...vielleicht bin ich für eineiges auch zu doof.
1. Den Klang finde ich super, auch die viel kritisierte Snare werde ich nicht modifizieren, mir reicht der Klang und ich mag ihn sogar.
2. Die Bedienung ist ok. Wer auf die Größe des Gerätes schaut muss zugeben, dass es besser nicht geht.
3. Was gibt es zu meckern:
Bei mir ist der Anschluss für das Netzteil ziemlich schnell kaputt gegangen (Wackelkontakt), kann man bestimmt reparieren, aber nervt.
Die Synchronisation mit anderen Geräten kriege ich nicht hin.
Wenn ich AKAI Wolf über snyc anschließe läuft Volca Beats doppelt so schnell. Eine Lösung habe ich nicht gefunden, aber über MDI gehts.
Wenn ich den Volca Beats über MIDI an die DAW anschließe,läuft er nicht synchron, sonder startet immer mit Verzögerung. Lösung nicht gefunden.

Wie gesagt, vielleicht bin ich mittelerweile zu alt und doof für sowas, aber zumid. bei die MIDI Verkabelung habe ich mir das schon zu getraut.

ABER: der SPASSFAKTOR ist bei dem Gerät von der ersten Sekunde an bei 110%.

Wegen der Einbindung in meine Digital/Analog System werde ich mit aber noch viele Gedanken machen müssen, weil durch die bei mir vorhanden Einschränkungen der Spassfaktor nicht wirklich in Musik umgesetzt wird, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf!

Nachtrag:
Für die MIDI Einstellung war ich zu blöd, der Volca Beats empfängt MIDI Clock Signale, also DAW entsprechend einstellen und es läuft.
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