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13. Saiten Aufziehen Klassikgitarre

Besonders Klassikgitarren-Saiten können schnell ihre Stimmstabilität verlieren - sind doch die Saiten aus einem relativ flexiblen Material. Daher sollten sie regelmäßig gewechselt werden. Wer hier schlampt, kann schnell die Saiten an den Bünden scheppern hören. Spätestens sollte man auch bei der Klassikgitarre die Saiten nach etwa zwei Monaten komplett wechseln - auch, wenn man nur sehr selten spielt.

Beim Saitenwechseln werden ein paar Fehler recht häufig gemacht, hier die häufigsten:

  • Es wird viel zu viel um die Mechanik gewickelt (dies ist alles dehnbares Material, das nachgibt und somit die Stimmstabilität beeinträchtigt)
  • Die Saite wird von der falschen Seite aufgefädelt (Man sollte immer die Saite auf der Seite der Mechanik aufspannen, auf der sie vom Sattel möglichst gerade verläuft)
  • Die Saiten werden nicht gedehnt (Neue Saiten geben noch recht stark nach und müssen daher gedehnt werden, damit die Gitarre in Stimmung bleibt)

Dazu brauchen Sie nicht viel, aber ein paar Werkzeuge können die Arbeit erleichtern:

  • Saitenkurbel (um die Saiten schneller auf-, und abzuspannen)
  • Poliertuch und Gitarrenpolitur (wenn man schon die Saiten wechselt, dann kann man das Instrument auch gleichzeitig pflegen)
  • Seitenschneider (um den Saitenüberschuss abzuschneiden)
  • Halsstütze (damit die Gitarre nirgendwo mit der Kopfplatte aufliegt)

Schritt 1:

Schritt 1

Alte Saite entfernen - Grundsätzlich nur eine Saite nach der anderen wechseln und nicht alle Saiten auf einmal entfernen. Dies erhält die Spannungsverhältnisse der Gitarre und sie bleibt stimmstabil.

Schritt 2:

Schritt 2

Die neue Saite in die Saitenhalterung einfädeln, so dass die neue Saite auf der anderen Seite ca. 10 cm herausschaut.

Schritt 3

Schritt 3:

Schritt 4

Das kurze Ende der Saite wird unter das lange Saitenende gebogen und anschließend über der so entstandenen Schlaufe zurückgeführt.

Schritt 6

Schritt 4:

Schritt 7

Zur Befestigung des Knotens wird das kurze Ende zwischen der Kante des Saitenhalters und der Saite eingeklemmt.

Achtung: solange der Knoten noch nicht festgezogen ist, muss das Saitenende mit dem Daumen festgehalten werden!

Schritt 5:

Schritt 8

Nun wird der Knoten am langen Saitenende festgezogen. Dabei muss man darauf achten, dass das kurze Saitenende nicht über die seitliche Kante der Saitenhalterung rutscht.

Schritt 9

Schritt 6:

Schritt 10

Jetzt kann das lange Ende der Saite in die Mechanik eingefädelt werden. Besonders einfach geht es, wenn die Mechanik vorher so gestellt wird, dass das Loch in der Welle nach oben schaut; dann kann die Saite leicht von vorn in die Bohrung der Welle eingeführt werden.

Schritt 7:

Schritt 11

Damit nicht zu viel Saitenmaterial um die Mechanik gewickelt werden muss, sollte die Saite (wie auf dem Bild erkennbar) soweit duchgezogen werden, dass ca. ein bis zwei Hände zwischen Hals und Saite passen. So ist für genügend Saitenmaterial zum Spannen gesorgt. Beim folgenden Arbeitsschritt muss mit einer Hand die Saite festgehalten werden, damit sich die ausgemessene Länge nicht ändert.

Schritt 8:

Schritt 12

Das Saitenende wird nach oben geholt, unter die Saite geführt und wieder über der Welle nach unten durchgefädelt. Anschließend kann die so entstandene Schlaufe festgezogen werden. Achtung, Gegenseite festhalten!

Schritt 13
Schritt 14
Schritt 15

Schritt 9:

Schritt 16

Dann die Saite festziehen. Dadurch verhakt sich die Saite beim Aufspannen mit sich selbst und kann nicht mehr rutschen. Während des Aufziehens die Saite am Sattel in der passenden Nut führen.

Schritt 10:

Schritt 17

Nach dem erfolgreichen Aufziehen der Saite muss sie noch gedehnt werden, damit sie die Stimmung behält. Bei den Bass-Saiten darf ruhig beherzt gezogen werden.

Schritt 11:

Schritt 18

Zum Schluss den Saitenüberschuss mit einem Seitenschneider abzwicken, und schon ist die erste Saite optimal gewechselt.
Das ganze Prozedere noch bei den anderen 2 Bass-Saiten wiederholen - dann kommen die Melodiesaiten an die Reihe.

Schritt 12:

Schritt 19

Nachdem die alte Saite entfernt wurde, die neue Nylon-Saite in die Brücke einfädeln, so dass sie ca. 10 cm auf der anderen Seite der Saitenhalterung herausschaut.

Schritt 13:

Schritt 20

Das kurze Ende der Saite wird unter das lange Saitenende gefädelt und anschließend über der so entstandenen Schlaufe zurückgeführt.

Schritt 14:

Schritt 21

Dann wird das kurze Saitenende durch die entstandene Schlaufe gesteckt und noch weitere zweimal durchgefädelt (instgesamt drei Wicklungen).

Schritt 22

Schritt 15:

Schritt 23

Zur Befestigung des Knotens wird das kurze Ende zwischen der Kante des Saitenhalters und der Saite eingeklemmt. Achtung, solange der Knoten noch nicht festgezogen ist, muss das Saitenende mit dem Daumen festgehalten werden.

Schritt 16:

Schritt 24

Nun wird der Knoten am langen Saitenende festgezogen. Dabei muss man darauf achten, dass das kurze Saitenende nicht über die Kante der Saitenhalterung rutscht.

Schritte 17 - 20:

Schritt 25

Entsprechend den Schritten 6 - 9 die Saite in die Mechanik einfädeln und befestigen.

Schritt 26
Schritt 27
Schritt 28
Schritt 29
Schritt 30

Schritt 21:

Schritt 31

Nach dem erfolgreichen Aufziehen der Saite muss sie noch gedehnt werden, damit sie die Stimmung behält. Hierbei besonders bei den hohen Nylon-Saiten gefühlvoll vorgehen.

Schritt 22:

Schritt 32

Zum Schluss den Saitenüberschuss mit einem Seitenschneider abzwicken, und schon ist die erste Saite optimal gewechselt.
Das ganze Prozedere noch bei allen anderen Saiten wiederholen - voilà, fertig.

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