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Online-Ratgeber: Funkmikrofone

5. Informationen zu Frequenzzuteilungen

Da die Übertragung des Signals per Funk erfolgt, ist die Nutzung drahtloser Mikrofone und Mikrofonanlagen, wie bereits zuvor angesprochen, durch die Bundesnetzagentur (früher Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post) gesetzlich geregelt. Um einen möglichst störungsfreien Betrieb mit anderen Funkdiensten (Fernsehen/Radio/Mobilfunk etc.) gewährleisten zu können, hat der Gesetzgeber allen Diensten bestimmte Frequenzen und Sendeleistungen zugeordnet. Aufgrund neuer gesetzlicher Regelungen, die genau diese Frequenzbereiche betreffen, hier noch ein paar zusätzliche Informationen:

1. Bisherige Situation:

Allgemeinzuteilung von Frequenzen für drahtlose Mikrofone

Das Gesetz, nachzulesen im § 55 des Telekommunikationsgesetzes, trat am 01. Januar 2006 in Kraft und ist bis zum 31.12.2015 befristet. Zwischenzeitlich wurden mit der "Digitalen Dividende I + II" einige Korrekturen vorgenommen, die die Übertragung von Drahtlosmikrofonen, Gitarrensendeanlagen und InEar Anlagen betreffen.

Durch die verstärkte Verbreitung des Digitalfernsehens DVB-T (Digital Video Broadcasting Terrestrial) sind einige Frequenzbereiche durch den Wegfall der analogen Fernsehfrequenzen frei geworden, die das Bundesministerium für Wirtschaft als "digitale Dividende" für kabelloses Breitbandinternet, LTE (Long term Evolution), freigeben hat. Der betroffene Frequenzbereich liegt im Bereich 790 – 862 MHz. Dieser wurde im Mai 2010 an Mobilfunkunternehmer verkauft. Bis dahin wurde der Frequenzbereich seit 2006 verstärkt für Drahtlose Übertragungssysteme wie Mikrofon- und Instrumentenfunk sowie für kabellose In Ear Systeme genutzt. Während des Ausbaus der Infrastruktur durften die Drahtlossysteme weiterhin genutzt werden. Seit dem 01.01.2016 musste der Betrieb dieser Systeme endgültig eingestellt werden.

2. Die digitale Dividende II:

Durch Druck der arabisch- und afrikanischen Staaten wurden seit 2012 auf der Weltrundfunkkonferenz WTC die Weichen für den Verkauf des 700 MHz-Bereichs (694 – 790 MHz) gestellt. Diese Länder profitieren durch die höhere Wellenlänge der Frequenzen, da sich der LTE-Ausbau kostengünstiger umsetzen lässt. D.h. es werden weniger Funkmasten für größere Flächen benötigt. Das digitale Fernsehen DVB-T wird durch DVB-T2 abgelöst, wodurch das Frequenzband 700 MHz wieder frei wird.

Im August 2015 wurden die Frequenzen in Deutschland als erstes Land in Europa an die drei großen Mobilfunkunternehmer versteigert. Sobald DVB-T das Feld geräumt hat, kann mit dem Ausbau für LTE begonnen werden. Das wird voraussichtlich ab 2017 geschehen.

3. Was bedeutet das für die Verwendung von Drahtlossystemen?

Der Bereich 790 – 862 MHz durfte bis zum 31.12.2015 für Drahtlosanlagen weiterhin uneingeschränkt verkauft und betrieben werden. Seit dem 01.01.2016 ist der Betrieb untersagt.

Der Bereich 710 – 790 MHz, der nach der digitalen Dividende I für professionelle Funkanwendungen vorgesehen wurde, kann von den Betreibern noch bis zum 31.12.2016 uneingeschränkt verwendet werden. Danach darf er verwendet werden, sofern keine Störungen durch LTE auftreten. Ob die Duplexlücke zwischen 733 – 758 MHz allgemein zugeteilt wird, ist noch nicht entschieden, darf aber aktuell so auch nach 2016 verwendet werden.

Der ISM-Bereich 863 – 865 MHz ist von all dem nicht betroffen und darf auch nach dem 31.12.2015 uneingeschränkt verwendet werden. Jedoch kann es vorkommen, dass es durch den Ausbau des Drahtlosinternets zu Störungen bis hin zum Ausfall der Drahtlossysteme kommen kann.

Das Frequenzband 694 – 733 MHz wird ab 2017 zum Downlink und 758 – 788 MHz zum Uplink für LTE fällt also für den Betrieb von Funkanlagen weg.

4. Auf welche Frequenzen kann man in Zukunft ausweichen und fallen dabei Kosten an?

Die Duplex-Lücken

Die sogenannten Duplex-Lücken sind die Bereiche zwischen dem LTE Up- und Downlinkbereich. Dieser bleibt frei, um mögliche Frequenzstörungen bzw. Überschneidungen zu vermeiden.

Die Bundesnetzagentur hat nun im Februar 2011 den Bereich von 823 – 832 MHz für die Nutzung von Funkmikrofonen freigeben. Nachzulesen auf der Seite von der Bundesnetzagentur unter der Verfügung Vfg. 9 / 2011.

Die Verwendung von Funkmikrofonen ist freigegeben bis zu einer Sendeleistung von 50 mW (Handsender und 100 mW Taschensnder, und wird kostenlos und anmeldefrei nutzbar sein bis zum 31.12.2025.

Auch wird es eine Duplex-Lücke im Bereich 733 – 758 MHz geben die weiterhin für Funkmikrofone verwendet werden kann.

Der Frequenzbereich 1785 – 1805 MHz

Diese Duplexlücke von 1,785 – 1,805 GHz darf für die Nutzung von Funkmikrofonen (ländlicher Mobilfunk) verwenden werden. Auch dieser Bereich bleibt anmelde- und gebührenfrei und wurde begrenzt bis zum 31.12.2021. Nachzulesen unter der Vfg. 10 / 2011.

Der Frequenzbereich 2,4 GHz

Weltweit anmelde- und gebührenfrei ist der 2,4 GHz Bereich. Einige Anbieter bieten inzwischen Funksysteme im 2,4 GHz Bereich an. Durch die digitale Funkübertragung kann eine sehr hohe Audioqualität erreicht werden da keine Compander notwendig sind. Da sich aber die Funkanlagen den Bereich mit W-Lan teilen, kann es zu Aussetzern bis zum kompletten Ausfall von W-Lan kommen. Die Reichweite ist geringer als bei herkömmlichen UHF Systemen.

5. Was passiert mit dem europaweit harmonisierten Frequenzbereich 863 – 865 MHz?

Hier ändert sich nichts. Auch nach 2016 kann dieser Bereich anmeldefrei genutzt werden. Dieser Bereich ist besonders empfehlenswert für Anwender die nur wenige Funksysteme betreiben wollen.

6. Der Frequenzbereich 490 – 694 MHz

Aktuell werden Funkanlagen im Bereich 490 – 694 MHz für den Betrieb von PMSE (Program Making and Special Events) zugelassen, allerdings nur nach Anmeldung. Die Anmeldung kostet einmalig 130,- €, egal wie viele Funksysteme beantragt werden. Zusätzlich wird pro Sender eine Jahresgebühr von ca. 10,- € erhoben. DVB-T vor Ort muss berücksichtigt werden.

Beispiel Kosten Einzelzuteilung: Kauf von zwei Funkmikrofonen im Frequenzbereich 710 – 726 MHz.

Kosten: Anmeldung 130,- €
Jahresgebühr für zwei Sender ca. 20,- €
Gesamt ca. 150,- €

Bei Anschaffung und Anmeldung weiterer Funksysteme im gleichen Jahr wird die Hälfte der Anmeldekosten erhoben, d.h. 65,- €

7. Der VHF-Bereich 174 – 230 MHz

Mit der Verfügung Vfg 59/2015 hat die Bundesnetzagentur den Betrieb von VHF-Drahtlosstrecken wieder freigegeben. D.h. VHF Anlagen können bis 50 mW anmelde- und gebührenfrei verwendet werden.

Die Zuteilung ist bis Ende 2025 befristet.

8. Wo melde ich an?

Die Anmeldung erfolgt bei der zuständigen Außenstelle der Bundesnetzagentur. Nach der ordnungsgemäßen Anmeldung erhält man von der Bundesnetzagentur eine schriftliche Bestätigung. Die Jahresgebühren für die folgenden Nutzungsjahre werden ebenfalls von der Bundesnetzagentur erhoben. Hier finden Sie ein Formular zur Anmeldung.

Was mache ich wenn ich im Laufe des Jahres zeitversetzt mehrere Funksysteme kaufe?

Wenn Sie innerhalb eines Jahres weitere Funksysteme kaufen, können Sie einen Änderungsantrag ihrer bestehenden Anmeldung bei der Bundesnetzagentur stellen. Dieser Änderungsantrag kostet die Hälfte der normalen Anmeldegebühr.

Gibt es die Möglichkeit von befristeten Einzelzuteilungen für Tourneen in anderen Frequenzbereichen?

Für Tourneen ist es möglich, eine befristete Einzelzuteilung zu beantragen. Zugeteilt werden Frequenzen nach Bedarf im Bereich 470 -– 865 MHz, allerdings nur die, die an den jeweiligen Orten verfügbar sind.

Nach Ende der Tour erlischt die Zuteilung. Kosten: Einmalig 130,- € für den Antrag, plus die anteilige Jahresgebühr von ca. 10,- € pro Sender.

Wie verhält sich die Situation bei Festinstallationen?

Für Festinstallation sind Frequenzen im Bereich von 470 -– 865 MHz nach Absprache mit der Bundesnetzagentur nutzbar. Bevorzugt werden aber Frequenzen zwischen 470 -– 710 MHz vergeben. Anmeldung und Kosten sind für diese Einzelzuteilung wie im obigen Beispiel beschrieben.

Öffentliche Einrichtungen

Öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Theater, Gemeindezentren..., sind von den Gebühren und Beiträgen nach § 8 VwKostG und § 2 FSBeitrV befreit! Ein entsprechender Fragebogen muss ggf. ausgefüllt werden. Kirchliche Einrichtungen gehören hier nicht dazu.

Entschädigungszahlungen vom Bund

Durch den erneuten Wegfall von Frequenzen für PMSE hat der Staat zugesagt, Entschädigungszahlungen für Kunden zu leisten, die Funkanlagen zwischen dem 01.01.2012 und dem 31.03.2015 angeschafft haben. Es werden auch nicht kommerzielle Anwender berücksichtigt, die zwischen dem 01.01.1997 und dem 31.03.2015 investiert haben.

Der Bund hat die Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen dazu beauftragt (dort auch nachzulesen und zu beantragen).

Ihre Ansprechpartner
Tel: 09546-9223-35
Fax: 09546-9223-24
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Teilnahmebedingungen
Teilnahme- und Durchführungsbedingungen
für Online-Gewinnspiele

Hinweis: Die Teilnahme an einem Online-Gewinnspiel bzw. die Gewinnchance ist losgelöst und unabhängig von einer Warenbestellung bei der Thomann GmbH. Die Teilnahme an Online-Gewinnspielen auf der Thomann-Website und deren Durchführung richtet sich nach den folgenden Bestimmungen.

  1. Gewinnspiel

    1. Die Gewinnspiele werden von der Thomann GmbH, Geschäftsführer: Hans Thomann, Hans-Thomann-Straße 1, 96138 Burgebrach, Deutschland, durchgeführt.
  2. Teilnahme

    1. Teilnahmeberechtigt sind nur volljährige Personen.
    2. Eine Person nimmt am Gewinnspiel teil, indem sie Gewinnspielfragen richtig beantwortet, das Anmeldeformular ausfüllt und mittels des Buttons "Abschicken" an die Thomann GmbH abschickt.
      Mit Betätigung des Buttons "Abschicken" erklärt sich der Teilnehmer mit den hier angeführten Teilnahme- und Durchführungsbedingungen einverstanden.
    3. Der Teilnehmer ist für die Richtigkeit, insbesondere seiner E-Mail- und/oder Postadresse, selbst verantwortlich. Der Eingang der Gewinnspielantworten und des Anmeldeformulars wird elektronisch protokolliert.
  3. Ausschluss vom Gewinnspiel

    1. Mitarbeiter der Thomann GmbH sowie deren beteiligten Kooperationspartner sowie deren Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
    2. Bei einem Verstoß gegen diese Teilnahmebedingungen, insbesondere durch den Einsatz unerlaubter Hilfsmittel und anderweitige Manipulationen, behält sich die Thomann GmbH das Recht vor, Personen vom Gewinnspiel auszuschließen. Gegebenenfalls können bei derartigen Verstößen auch nachträglich Gewinne aberkannt und zurückgefordert werden.
  4. Durchführung und Abwicklung

    1. Die Gewinner werden von der Thomann GmbH per E-Mail oder auf dem Postweg schriftlich benachrichtigt und können auf der Website www.thomann.de namentlich veröffentlicht werden. Mit dieser Form der Veröffentlichung erklärt sich der Gewinner ausdrücklich einverstanden.
      Der Anspruch auf den Gewinn verfällt, wenn die Übermittlung des Gewinns aus Gründen, die in der Person des Gewinners liegen, nicht erfolgen kann. In diesem Fall wird per Los ein neuer Gewinner ermittelt.
    2. Der im Rahmen des Gewinnspiels als Preis präsentierte Gegenstand ist nicht zwingend mit dem gewonnenen Gegenstand identisch. Es können Abweichungen hinsichtlich des Modells, Farbe o. Ä. bestehen.
    3. Die Sachpreise werden von der Thomann GmbH oder einem von ihm beauftragten Dritten per Spedition, Paketdienst oder Post an die vom Gewinner anzugebende Postadresse versendet.

      Die Lieferung erfolgt innerhalb der Bundesrepublik Deutschland frei Haus. Darüber hinaus anfallende Transportkosten und Zölle hat der Gewinner zu tragen. Für den Fall, dass die Lieferung über eine Spedition erfolgt, wird sich die Spedition mit dem Gewinner in Verbindung setzen, um einen Liefertermin zu vereinbaren.
    4. Es ist in keinem Falle ein Umtausch der Gewinne, eine Barauszahlung, oder ein etwaiger Gewinnersatz möglich.
    5. Der Anspruch auf den Gewinn oder Gewinnersatz kann nicht an Dritte abgetreten werden.
  5. Datenschutz

    1. Der Teilnehmer erklärt sich ausdrücklich damit einverstanden, dass die Thomann GmbH alle erforderlichen Daten für die Dauer des Gewinnspiels speichert und ausschließlich zum Zwecke der Gewinnabwicklung an den jeweiligen Kooperationspartner übermittelt, welcher die Personenangaben ebenfalls für die Dauer des Gewinnspiels speichern darf. Es steht dem Teilnehmer jederzeit frei, per Widerruf von der Teilnahme am Gewinnspiel zurückzutreten. Den Widerruf richten Sie bitte an:

      Thomann GmbH
      z. Hd. des Datenschutzbeauftragten
      Hans-Thomann-Straße 1
      96138 Burgebrach
    2. Die Thomann GmbH verpflichtet sich, die gesetzlichen Bestimmungen zum Datenschutz nach dem aktuell bei Abschluss des Gewinnspieles gültigen Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) zu beachten. Insbesondere wird in diesem Zusammenhang auf die allgemeine Datenschutzbestimmung unter Hinweise zum Datenschutz verwiesen.
  6. Haftung

    1. Die Thomann GmbH wird mit der Aushändigung des Gewinns von allen Verpflichtungen frei.
    2. Die Thomann GmbH haftet nicht für die Insolvenz eines Kooperationspartners sowie die sich hieraus für die Durchführung und Abwicklung des Gewinnspiels ergebenden Folgen.
  7. Sonstiges

    1. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
    2. Es ist ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland anwendbar.
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fraxxxg.leisinger@txxx.de, 18.08.2016

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