BluGuitar Amp1 Mercury Edition

Hybrid Verstärker Topteil für E-Gitarre

  • vielseitiger, voll analoger Verstärker im Pedalformat
  • 4 Kanäle
  • Leistung: 100 Watt
  • regelbarer Boost
  • 3 integrierte Fußschalter
  • Speaker-Simulation für Recordinganwendungen
  • neuartige Nanotube-Röhrenendstufe
  • PowerSoak Leistungsreduzierer
  • Regler: Clean Volume, Overdrive Gain, Overdrive Master, Bass, Middle, Treble, Reverb, Master
  • Schalter: Clean/Overdrive, Boost, Reverb
  • Effekte: Reverb
  • Lautsprecher Ausgänge: 16 Ohm & 8 Ohm (6,3 mm Klinke)
  • Effekt Einschleifwege: Serial/Parallel
  • Eingang: 6,3 mm Klinke
  • FX Loop Send & Return: 2x 6,3 mm Klinke
  • Rec Out/Kopfhörer: 6,3 mm Stereoklinke
  • Maße (B x T x H): 245 x 192 x 68 mm
  • Gewicht: 1,2 kg
  • passender Fußschalter: Art. 350865 (nicht im Lieferumfang enthalten)

Weitere Infos

Leistung 100 W
Kanäle 4
Hall Ja
Effekte Nein
Fußschalter Ja

Mehrkanaler im Kompaktformat

Auf kleinstem Raum wird hier ein bühnentauglicher Vollverstärker mit bis zu vier Kanälen und Boost geboten, der nicht nur durch seine ausgeklügelten Funktionen, sondern auch durch seine Klangqualität überrascht und überzeugt. Die Mercury Edition des Amp1 deckt dabei das breite Spektrum von Clean- über Crunch- bis hin zum Solosound ab und verfolgt dabei zumindest bei verzerrten Klängen eine klassische "britische“ Linie. Man mag es der kleinen Kiste nicht zutrauen, aber sie birgt Klänge, die selbst neben teuren und gesuchten Vintage-Verstärkern - welche man live aus unterschiedlichsten Gründen nicht mehr dabei haben möchte - bestehen können. Dabei ist der Amp1 aufgrund seiner integrierten 100-Watt-Endstufe mit zugehöriger Miniaturröhre uneingeschränkt im Proberaum und auf der Bühne nutzbar.

Vier analoge Kanäle mit klassischer Abstimmung

Der Amp1 setzt in der Mercury Edition die Klangästhetik und Expertise von Thomas Blug in einem erstaunlich kompakten Gerät im Pedalformat um. Geboten werden vier Kanäle plus Boost mit einer gemeinsamen Klangregelung und digitalem Nachhall. Alle Kanäle sind intern abgestimmt und lassen sich durch eine Auswahl an Trimpotentiometern weiter optimieren. Auch ein konfigurierbares Noise Gate, ein seriell oder parallel konfigurierbarer und im Pegel umschaltbarer Einschleifweg sowie ein Ausgang mit Lautsprechersimulation, der auch als Kopfhörerausgang fungiert, fehlen nicht. Konzeptionell stehen zwei Betriebsarten zur Verfügung: In einem Fall schaltet man über die drei Fußschalter zwischen der Clean- und Overdrive-Sektion um und ergänzt nach Bedarf den Boost und Reverb-Effekt. Im anderen Fall kann man direkt zwischen drei frei definierbaren Gerätekonfigurationen und ebenso vielen Kanälen wählen.

Britische Klangwelt mit top Spielgefühl

Im Herz des Amp1 in der Mercury Edition schlägt die Dynamik und der Sound eines britischen Röhrenverstärkers. Die analoge Schaltung wurde so lange optimiert, bis es den Anforderungen und Vorlieben von Thomas Blug entsprach. In der Mercury Edition wurde dabei die Abstimmung gleichzeitig auf der Basis von Kundenrückmeldungen gegenüber der ersten Ausgabe Amp1 noch etwas verfeinert und leicht straffer gestaltet. Die vier Kanäle der Mercury Edition sind schaltungstechnisch aufeinander abgestimmt und teilen sich eine übergreifende Klangregelung. Ergänzend stehen für die Bereiche Clean, Classic und Modern eigene Trimpotentiometer bereit, die zwischen zwei unterschiedlichen Tonestacks überblenden und damit den Grundcharakter der Kanäle verändern. Auch für die Pegel dieser Kanäle sowie die Boostfunktion stehen entsprechende "Feinstimmer“ bereit, um die Lautstärken in der Praxis perfekt abgleichen zu können.

Über BluGuitar

Hinter BluGuitar steht der deutsche Ausnahmegitarrist Thomas Blug. In seinem Genre, bewaffnet mit einer Fender Stratocaster, darf man ihn sicher zu den weltweit besten E-Gitarristen zählen. Die Suche nach dem bestmöglichen Sound und Spielgefühl treibt Thomas Blug seit Jahrzehnten an. Dabei brachte er seine Expertise über viele Jahre in die Entwicklung von Verstärkern ein, etwa bei Hughes & Kettner. Die Firma BluGuitar gründete er 2014 mit dem Ziel, Gitarristen innovative, überzeugend klingende und spielbare Produkte und bühnengerechte Produkte zu liefern, die gleichzeitig mit moderner und erweiterbarer Funktionalität ausgestattet sind. Hierzu zählen bislang die Amp-Modelle, eine Lautsprechersimulation im Pedalformat, mehrere Boxen und sogar eine Masterbuild-Version seiner Stratocaster von 1961.

Volle Bühnentauglichkeit, kompromissloses Spielgefühl

Thomas Blug selbst setzt seinen Amp 1 in der Mercury Edition seit Jahren live ein und reduziert so sein "Reisegepäck" um etliche Kilogramm. Zweifelsfrei sind die Amp-1-Modelle also vollkommen bühnentauglich und gleichzeitig ein ideales Backup im Falle eines Ausfalls. Auch für schnelle und gleichzeitig anspruchsvolle Aufnahmen oder im Proberaum leisten die Amp-1-Modelle ganze Arbeit und haben es sogar bereits auf so manche Albumproduktion geschafft. Um die Funktionalität weiter zu erhöhen, lässt sich sinnvolles Zubehör ergänzen. Hierzu gehören ein MIDI-Adapter, der, ebenso wie die 10-Tasten-Fernbedienung Remote1, einen direkten Zugriff auf die einzelnen Kanäle und weitere Funktionen wie den Loop bietet. Über die BluBox VSC lässt sich eine Lautsprechersimulation auf der Basis von Impulsantworten ergänzen, während das sogenannte Looperkit gleich vier programmierbare True-Bypass-Loops ergänzt.

Im Detail erklärt: Analoger Signalweg mit Nanotube

Thomas Blug ist zweifellos ein Fachmann für hochwertige Röhrenverstärker. Deren dynamischen Ton, die stimmige Verzerrung und das Spielgefühl versucht er seit einigen Jahren mit seinen eigenen Produkten in kompakter Form authentisch zu reproduzieren. Im Unterschied zu den meisten Mitbewerbern setzen die Lösungen von BluGuitar dabei auf einen rein analogen Signalweg, der lediglich um digitale Effekte ergänzt wird. Die transistorisierte, mehrkanalige Schaltung wird dabei um eine echte Subminiaturröhre (Nanotube) unterstützt, die den Klang der verbauten und ebenfalls transistorisierten Endstufe formt und die geschätzte dynamische Sättigung überhaupt erst ermöglicht.

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54 Kundenbewertungen
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4.7 /5
  • Bedienung
  • Features
  • Sound
  • Verarbeitung
Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Mein zweiter Amp1
EdgarK, 17.01.2019
Ich habe bereits die Vorgängerversion und nun auch die Mercury Edition. Meine Erfahrung und Vergleich der beiden:
Sound
Die beiden unterscheiden sich im Sound marginal. Der Vorgänger etwas softer, bedeckter, der ME packender insgesamt eine Idee brillanter, mit mehr beißenden oberen Mitten, rockiger.
Die Custom Controls arbeiten bei Tone auch eine Idee intensiver.
Der Hall klingt nun weniger nach Federhall, sondern glatter mit langem Nachhall. Mir gefällt er besser.
Als Erstkauf die volle Empfehlung! Dieses Sahneteilchen macht einen wunderschönen Gitarrensound auf 4 Kanälen + Boost = 8 individuelle Gitarrensounds. Wahnsinnig flexibel mit dem Remote1 als absolute Dazukaufempfehlung bleiben fast keine Wünsche offen.
Als Update zur Vorversion ... muss nicht dringend sein, da die Vorversion ja auch schon gut klingt. Vorversion: bluesig, jazzig vs. ME: moderner, rockiger wäre mein Fazit.
Was allerdings den Umstieg schmackhaft macht, wenn man mit MIDI und Multieffekten aufpimpt: Der hinzugekommene Zugriff (per CC) auf 2. Mastervolume, Powersoak, Boost, Hall, Effektloop!
Das ist wirklich geil: Meine Vorversion bleibt bei der Bluesband mit Remote1 und minimalen Bodeneffekten (Chorus, Echo, Wha und Compressor) und der ME kommt in den Proberaum meiner Coverband und wird dort über meine Line6 HD500 per MIDI gesteuert und mit den Effekten versorgt. So schalte ich auf einem Programmplatz z. B. Boost und Echo - HD500 Room und Amp1 Hall um. Hab eigentlich nur noch 2 Bänke á 4 Sounds Variax JTV 69 mit Clean, Vintage, Classic und Modern (Zwischen Modelling und Magnet-PU wird per Expressionpedal geblendet) und eine Bank für meine LP-Style Humbucker-Gitarre Clean, Vintage, Classic und Modern. Pro Sound kann ich 5-6 Effekte auf dem Line6 bereithalten und habe die wirklich guten Amp1 Sounds. Kein Gefummel mehr mit Amp-Modellen!
Die manuellen Zugriffsmöglichkeiten auf Gain, Bass/Mid/Treble und Hall sind einfach genialer als durch Menüs zu hangeln und Parameter zu ändern um dann doch nicht zufrieden zu sein.
Selbst auf Effekte könnte ich verzichten, denn meine Gitarren klingen erst jetzt mit diesem kleinen Wunderding wie ich sie mir immer wünschte. Vom Stratsound über LP und Jazzsounds alles da und alles cremig. I found my freedom :-)
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Features
Sound
Verarbeitung
Marshall To Go
entenhobbit, 18.07.2019
Ich nutze den Amp1 in einer Rock/Pop-Cover Band und bin damit nach über einem Jahr sehr glücklich!

Für mich deckt der Amp sämtliche Sounds ab, die ich auf der Bühne brauche - ohne Kompromisse und das noch in so einem genialen Format. Ich habe über die Jahre diverse Fender, Marshalls etc. gespielt, doch hatte dabei immer ein Problem: Entweder konnte der Amp nur einen Sound wirklich gut oder es wurde ein neuer Sound "erfunden". Der Amp1 bietet nicht mehr aber auch nicht weniger, was man schon kennt - es klingt nicht nach "dem" Amp1 Sound, sondern nach einem guten und gesunden Röhrenamp. Dazu benötigt man dann auch keinen weiteren technischen Schnickschnack, wie es oft bei anderen Herstellern und Konzepten üblich ist.

"Ein Amp in Vollröhrentechnik kann durch nichts ersetzt werden" hört man oft von Kritikern des Amp1. Das stimmt zwar, aber als praktizierender Musiker brauche ich keine Bohrmaschine, sondern eigentlich nur das Loch in der Wand..... Mich hat der Amp jedenfalls dahingehend überzeugt, dass es auch andere Wege gibt, den klassischen Vollröhrensound zu haben, ohne auf etwas verzichten zu müssen (außer auf unnötiges Gewicht und fehlende Flexibilität)

Und noch einen Vorteil bringt mein neues Amp1-Setup für mich: Ich hatte als groß gewachsender Musiker immer das Problem auf engen Bühnen ganz nahe am Amp ganz leise spielen zu müssen. Neben dem Drummer war es so für mich oft kaum möglich, mich selber ausreichend zu hören. Dreht man den Amp lauter, hat man bereits beim Soundcheck Zoff mit dem Mischer. Zusammen mit der Blubox und der Nanocab bin ich davon endlich befreit. Ich habe mir aufs Stressbrett ein In-Ear System gebastelt, das direkt mit dem Line-Signal der Blubox gespeist wird, das DI-Signal geht zum Mischpult. Dank einem Behringer X18 in der Band habe ich zudem meinen eigenes Monitorsignal, welches ebenfalls in meinen In-Ear Sender geht und so manuell dazu gemischt werden kann. Somit kann ich überall, ob zu Hause oder auf der Bühne mit exakt dem gleichen Sound spielen und weiß zu 100 Prozent was per FoH beim Publikum ankommt. Die Blubox macht hierbei richtig Spaß, da ich durch die virtuelle Auswahl der Box sehr hochwertige Mikrofonsignale an das Mischpult senden kann, was mit einer mikrofonierten 1x12er Box so nicht immer möglich ist. Das Nanocab dient mir lediglich noch als Feedback-Monitor für meine Gitarre und als "Schwungmasse" für die Endstufe. Die kann ich allerdings auch so leise drehen, dass sich garantiert keiner mehr beschwert ;)

Edit nach über einem Jahr Nutzung:
..wenn ich mein Amp1-Setup nach einem Jahr intensiver Bühnennutzung mit meinen bisherigen Amps vergleiche..

- Der Sound klingt auch bei niedriger Master-Lautstärke warm und lebendig. Power Soaks und kratzige abgedrehte Sounds gehören somit der Vergangenheit an
- Die Einstellmöglichkeiten für den Sound sind extrem breit. Da kann jeder Marshall JVM (auch meiner) einpacken. Ich bin bis heute immer wieder überrascht, was die Kombination einzelner Regler im Resultat alles verändern kann und entdecke immer wieder neue Kombinationen.
- Der Platzcomfort auf der Bühne ist für mich extrem gewachsen. Wir mussten vergangenes Jahr auf Bühnen (bzw. Ecken) spielen, da hätte ich früher auf den Amp sitzen müssen, damit jeder Platz hat. Sich dabei ausreichend hören? Unmöglich. Mit dem Amp1 und meinem In-Ear System kann ich im Prinzip in jedem Loch spielen - und es klingt immer gleich geil :)

Der Amp1 war für mich auf jeden Fall eine der sinnvollsten Investitionen und ich bereue es, ihn nicht schon viel früher gekauft zu haben!
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Features
Sound
Verarbeitung
absolut überzeugend!
.DM., 09.10.2020
Seit ich das erste Mal einen Vollröhrenverstärker besaß, war ich von dem Röhrensound so angetan, dass ich danach nur noch Vollröhrensound wollte. Ich besaß einen JVM215C von Marshall, mit tollen Sounds, der mir aber mit seinen 26 kg mittlerweile zu schwer wurde, um ihn mal schnell zu einem Auftritt oder ins Studio zu schleppen. So war ich auf der Suche nach etwas Leichterem, das mir aber Sounds nach meinem Geschmack bietet.
Da Thomas Blug hinter diesem Amp steht, der als Sounddesigner und Musiker sehr viel Erfahrung in Sachen Röhrenamps hat, wurde ich neugierig auf den Amp1 Mercury und bestellte ihn.
Dieser Amp wirkt von vorn bis hinten sehr durchdacht und man merkt von der Verpackung bis zur Bedienung, mit welch einer Leidenschaft und Liebe Thomas Blug da herangegangen ist.
Es gibt 4 Grundsounds, drei davon lassen sich noch „umformen“ und an den persönlichen Geschmack anpassen.
Beim Vintagekanal ist dies nicht möglich und für mich auch nicht nötig, da er so wie er ist unheimlich gut ist. Sehr fein in den Höhen, äußerst dynamisch, mit einem hervorragenden Crunchsound, dieser Vintagekanalsound war einer der Gründe, warum ich mich für diesen tollen Amp entschieden habe.
Einen angenehmen klaren Sound hat der Cleankanal besser kann ich es nicht beschreiben. Den Hall finde ich sehr geschmackvoll, lädt mich sehr ein, mich vor die Box zu setzen und einfach vor mich hin zu spielen.
Die härteren Sounds der anderen beiden Kanäle können unheimlich zupacken und treffen meinen Geschmack, und sie sind ja, wie oben gesagt, durch die „versteckten“ Regler so praktisch anpassbar.

Also ich muss sagen, dass meine Soundvorstellungen von clean, über crunch bis ordentlich gain mit dem diesem Amp voll getroffen wurden.
Der Kleine ist sein Geld allemal wert und ich bin froh, dass mir der Marshall zu schwer geworden ist :)
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Teils - teils , Licht und Schatten
ReinhardF, 30.07.2019
Bereits die erste Version des Amp1 hatte ich vor ein paar Jahren in einem Shop angetestet und war vom Sound bei geringer Lautstärke nicht begeistert. Einige Zeit später habe ich dann in einer Session mit gesunder Laustärke gespielt und war positiv überrascht. Allerdings haben mich dann Klagen des Besitzers über Qualitätsprobleme abgehalten.

Als die Mercury Edition rauskam habe ich nach einigem Grübeln und Online Recherche die Bestellung bei Thomann plaziert, um mir in meinem eigenen Umfeld ein konkretes Bild zu machen.

Meine Einsatzbereiche:
1) Leises Spielen zu Hause über Box
2) Homerecording in Verbindng mit meinem BluBox Speaker Simulator.
3) Leichtes und kleines Equipment für Sessions und Projekte, ohne viel Aufwand und Schleppen - d.h. der Amp 1 ohne Zusatzschaltboard Bluguitar Remote 1.

Verglichen habe ich primär mit einem alten Röhrenamp aus den 80-iger Jahren sowie mit einer Halbleiter Vorstufe für das Recording und ein paar Overdrive-Pedals aus eigener Entwicklung.

Test 1: Leises Spielen über Box :
Der Sound ist im Clean Kanal rund und "Fender-nah" - allerdings ziemlich trocken und nur mit Boost leicht "anzucrunchen", wobei der Klang dann leicht matschig wird und die Gesamtlautstärke über dem maximalen Pegel des Vintage Kanals liegt, was beim Umschalten stört.
Der Clean Kanal ist für mich daher fast unbrauchbar - auch als Pedal-Platform.
Die Overdrive Kanäle klingen bei niedriger Master-Einstellung eher kratzig und kantig wie durchnittliche Overdrive-Pedals - für mich nicht inspirierend. Hier fehlt deutlich die Endstufensättigung (siehe Recording). Leider läßt sich der Power-Soak des Amp1, der hier helfen könnte aber nur über das Remote1 aktivieren.

Test 2: Recording
Ich habe mit verschiedenen Boxen-Simulationen getestet - verschiedene Marshall Boxen aber auch offenen Boxen wie der 2x12 Alnico-Blue Box, die meiner o.a. Box ziemlich nahe kommt.
Der Sound war hier erheblich besser bis sehr gut gegenüber dem leisen Spiel über reale Box. Vintage- und Classic-Kanal gefielen mir richtig gut, Modern ist nicht so mein Ding und Clean brachte leider auch hier nicht die von mir geschätzten leicht angecrunchten Sounds mit Brillianz. Am Besten funktioniert dazu noch der Vintage-Kanal in niedriger Gain-Stellung. Da der Gain-Regler aber auf Vintage und Classic wirkt, kann man den Vintage-Kanal auch nicht als angerauhten Clean-Kanal verwenden, wenn man den Classic-Kanal für singenden Overdrive nutzen möchte.

Ganz offensichtlich ist die Endstufe mit Nanotube das entscheidende Element, um aus einem mäßigen Halbleiter-Sound (s.o.) eine sahnige, runde Sache zu machen. Beim Recording kann man (sollte man) ja den Master in den höheren Bereich stellen - und damit die Endstufe in die Sättigung fahren, was den Sound deutlich verbessert.
Ich habe den Master auf Stellung 6 bis 7 gehabt und bin direkt in die BluBox gegangen.
Der Recording Einsatz führt also zu guten Ergebnissen. Allerdings waren meine Ergebnisse mit eigenen Overdrive-Pedals über den o.a. Röhren-Amp (Auskoppelung über Effekt-Out in die BluBox mindestens ebenbürtig und flexibler einstellbar.
Ein dicker Minuspunkt beim Recording (und ggf. auch Live in Spielpausen) ist der Lüfter. Nimmt man z.B. Vocals oder ein akustisches Instrument parallel zum Silent-Recording mit Amp1 im selben Raum auf, kann der plötzlich einsetzende Lüfter die Aufnahme ruinieren. Gefühlt ist er auf Volldampf 3 mal so laut wie der Lüfter meines PC.

Test 3: Live-Einsatz mit Kanal-Umschaltung
Der Sound ist hier - mit höherer Master Einstellung - wie beim Recording gut, wenn auch vielleicht ohne die "Magie" richtig guter Röhren-Amps.
Im Live-Einsatz erwarte ich aber mindestens 2 voll brauchbare Kanäle. Genau das funktioniert beim Amp1 ohne den Zusatz des Remote1 für mich nicht. Allerdings sollte auch hier der Master mindestens auf 5 bis 6 stehen, damit die Endstufe mit komprimiert.

Damit ist mein persönliches Fazit, daß der Amp1 ohne die Möglichkeiten des Remote1 hinsichtlich PowerSoak, individueller Gain- und Lautstärkeeinstellung und Umschaltmöglichkeiten nur im Recording überzeugt. Letztlich bleibt für mich von meinem Ziel des kleinen, universellen Amps mit klasse Sound zu wenig übrig und der Amp1 geht zur Retoure.
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