Behringer Xenyx X2442 USB

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24-Kanal Mischpult

  • 10 Mikrofon-Eingänge mit 48 Volt Phantomspeisung und 75 Hz Lowcut
  • 3-Band EQ mit parametrischen Mitten, Kompressor und Insert in Kanal 1-8
  • 4 Stereo-Eingänge
  • 4 Aux-Wege (2 pre/post schaltbar, 2 post)
  • 4 Subgruppen mit separatem Ausgang
  • internes 24bit Multieffektgerät mit 16 Presets
  • 2Track Ein- und Ausgang
  • XLR Main Out
  • Peak-LED und Mute-Schalter pro Kanal
  • 60 mm Fader
  • eingebaute USB Soundkarte
  • BNC-Pultleuchtenanschluss
  • eingebautes Netzteil
  • Abmessungen (B x T x H): 438 x 136 x 418 mm
  • Gewicht: 5,9 kg
  • inkl. 19" Rack-Kit
  • passende Cases: Art. 251046und Art. 520325 (beide nicht im Lieferumfang enthalten)
  • passende Tasche: Art. 481187 (nicht im Lieferumfang enthalten)
Erhältlich seit Januar 2010
Artikelnummer 242913
Verkaufseinheit 1 Stück
Recording / Playback Kanäle 2x2
Anzahl der Mikrofoneingänge 12
Anzahl der Line Eingänge 16
Anzahl der Instrumenten Eingänge 0
Anzahl der Line Ausgänge 2
Kopfhöreranschlüsse 1
Phantomspeisung Ja
S/PDIF Anschlüsse 0
ADAT Anschlüsse 0
AES/EBU Anschlüsse 0
MADI Anschlüsse 0
Ethernet 0
Sonstige Schnittstellen Keine
MIDI Schnittstelle Nein
Word Clock Nein
Maximale Abtastrate in kHz 48 kHz
Maximale Auflösung in bit 16 bit
USB Bus-Powered Nein
Inkl. Netzteil Ja
USB Version 1.1
Breite in mm 420 mm
Tiefe in mm 440 mm
Höhe in mm 135 mm
Anschlussformat USB-Buchse Typ B
Breite 440 mm
Höhe 135 mm
Tiefe 420 mm
Gewicht 6,4 kg
zeitgleich verwendbare Kanäle 12
Mic-In 10
Mono Line-in 8
Stereo-In 4
Hi-Z Input 0
Phantom Power 48V
Phantompower 48V
Master Out XLR
Auxwege 4
Anzahl Pre Aux maximal 2
PC-Schnittstelle USB-B
Interface Input 2
Interface Output 2
USB/SD Direkt Record Nein
Rec Out (Analog) 1
Low Cut 1
Insert 1
Direct Out 1
Parameteric 1
Parametric 1
Kompressor 1
Panorama 1
PFL 1
Effekt Prozessor 1
USB Play Nein
Bluetooth Play Nein
Lampen Anschluss BNC
Lampenanschluss BNC
Fußschalter Schalter
Lieferumfang -
Tasche Nein
Zonen 0
Null Latency Monitoring 1
19" Rackmount Ja
19" Ja
Rackmount Ja
110V fähig Ja
Case Thomann 251046
Case Thon Nein
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325 €
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649 Kundenbewertungen

291 Rezensionen

S
Preis und Leistung, Licht und Schatten
Superblubbi 09.11.2021
Ich habe so einige Instrumente in meinem Homestudio und das ständige Umstecken nervte. Mein Tascam Mehrspurrekorder endet leider bei acht Spuren. Es sind leider mehr Instrumente und so suchte ich nach einer günstigen Lösung mit möglichst vielen Subgruppen um zumindest sechs Spuren des Recorders bedienen zu können. Die vier Aux Wege sowie vier Stereo Aux Returns waren Pflicht um meine externen Effektgeräte befeuern zu können. Möglichst viele Inserts sollten dem kreativen Effektausbruch auch zur Verfügung stehen. Da bleiben dann nur wenige Kandidaten übrig. Da ich mit Behringer nun noch keine wirklich schlechten Erfahrungen gemacht habe, gab ich dem X2442USB eine Chance.
Geliefert wurde ein kompakter und für die Größe leichter Mischer. Er macht keinen klapprigen Eindruck. Aber als Bühnenmonster würde ich ihn nicht verwenden wollen, da er dafür doch zu fragil erscheint. Für die Größe sind die vielen Regler gut bedienbar. Leute mit Dicken Fingern sollten aber vor dem Kauf probieren ob sie mit der Packungsdichte zurecht kommen. Ich komme gut damit klar und es fühlt sich auch ganz gut an. Nur die Fader könnten etwas feinfühliger sein, aber bei dem kurzen Faderweg ist da bei dem Preis nicht viel mehr drin. Die Buchsen sitzen fest und die Klinken rasten satt ein und sitzen fest in den Kontakten. Da gibt es nichts zu meckern.
Thema Rauschen. Ja er rauscht bei falscher Bedienung. Man muss sich angewöhnen nicht benutze Kanäle zu Muten und die Aux Regler von unbenutzten Wegen sowie die Fader auf Stumm zu drehen. Dann ist kein Rauschen mehr zu vernehmen. Und im üblichen Signalpegel ist dann wirklich kein Rauschen zu hören.
Thema Übersprechen. Bei mir höre ich im Kopfhörer A im Hintergrund das Signal auf dem Aux Out 4 ohne den Aux Weg auf Solo schalten zu müssen. Aber bei Analogen Konsolen gibt es das auch im Premiumsegment, wenn auch nicht so ausgeprägt. Aber der Master und die Subgruppen sind anscheinend gut angelegt worden. Hier hatte ich noch keine Probleme mit Übersprechen und hier spielt halt auch die Musik.
Thema Klang. Sehr neutral. In leisen Passagen fehlt ein wenig Feinauflösung, aber Normal bis Punch geht sehr gut. Ich würde ihn aber nicht als Audiophile bezeichnen, wenngleich er ein beachtliches Frequenzspektrum abbildet. Von den EQs in den Channelstrips sollte man nicht zu viel erwarten. 2 dB mehr oder weniger Bass oder Höhen kein Problem und klanglich sehr gefällig. Bei extremeren Einstellungen sind dann aber schnell die Grenzen erreicht und es kommt zu hörbaren Verzerrungen, wobei das auch ein geiler Effekt sein kann. Die Kompressoren gefallen je nach Signal und können ganz gut Druck in den Mix bringen. Allerdings sind es keine "alles klingt damit besser" Knöpfe. Es kommt also auf den Anwendungsfall an.
Das interne Effektgerät ist bei dem Preis ein tolles Goodie. Ich benutze es aber nicht, da ich bessere Effektgeräte habe. Ich hätte mir lieber die Schaltbarkeit der Aux Returns auf Master sowie Sub Gruppen wie bei Aux Return 3 gewünscht. Aber gut, irgendwas ist immer.
Ärgerlich sind die Stereokanäle 9/10 und 11/12. Sie sind mit einen XLR kombiniert und lassen sich im Stereo Linebetrieb nicht im Gain regulieren. Da hängen nun zwei Synthies dran, die genug Dampf im Signal haben und sich selbst in der Lautstärke regulieren lassen.
Das absolute Killerfeature ist für mich die jeweils doppelt ausgelegten Subs. Jedem Sub (1-2) und (3-4) ist ein Eingang an meinem Rekorder zugeordnet. Zusätzlich greife ich das Signal der Subs über die Anschlüsse (5-6) und (7-8) für meinen beiden Sampler ab. Meine beiden Mikrofonwege greife ich über die Direct Outs ab und zeichne sie auf die verbleibenden zwei Spuren des Rekorders auf. Also in Sachen Praxistauglichkeit und Routing ist der X2442 wirklich ein Allround Talent und braucht sind vor keiner Konsole dieser Baugröße verstecken bzw. da können sich einige was abschauen, speziell wenn an in Richtung Soundcraft schaut.
Fazit. Wer sich mit Technik auskennt und bei der Bedienung Disziplin walten lässt, bekommt hier ein sehr günstiges Gerät, dass wirklich erstaunliches leistet. Auch klanglich muss man sich nicht verstecken, sofern man nicht die akkustische Analyse einer fallenden Stecknadel machen will. Wer allerdings das Verhalten im Extrembereich, sowie eine robuste Verarbeitung wie bei Topgeräten erwartet, sollte auch in dem Preissegment kaufen.
Für mich passt das ganz gut und ich habe dadurch noch Geld über für weitere Synthies.
Ich habe Anfang November 2021 noch 270 Euro bezahlt. Ich erwähne das nur, damit man die Preisentwicklung nachvollziehen kann.

3.1.2022 nach nun täglicher Nutzung finde ich ihn immer besser. Er hat viel Aussteuerungsreserven. Einzig die Effektreturns sind schnell am Ende und meiner ist rechts 1,5 dB lauter. Aber wenn man das weiß kann man hier das Signal etwas weniger hoch fahren um einen sauberen Klang zu haben.
Top sind auch die mitgelieferten 19 Zoll Einbauwinkel.

2.5.2022 Mein X2442 ist ausgefallen. Keine Anzeige mehr und kein Ton. Anscheinend Netzteil defekt. Mal abwarten was Thomann zu dem Mischer sagt. Blöd gelaufen. Hätte nicht gedacht dass er so schnell aufgibt. Beim nächsten Mischer werde ich deutlich mehr investieren.
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
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FK
Guter Mixer für akzeptablen Preis
Friederike K. 18.08.2010
Ich brauchte für meine Gigs mehr Mikrokanäle und vier Aux-Wege, wollte die Konzerte auf dem Laptop aufnehmen und von diesem in der Pause auch einspielen. Der XENYX X2442 bewältigt alle diese Anforderungen. Ein guter Kleinmixer zum guten Preis. Nützlich im Studio sind die Direktausgänge der acht Mikrofoneingänge für Mehrspuraufnahmen. Besonders gut gefallen mir die Grundeinstellungen der Effekte. Behringer zeigt hier ein hervorragendes Verständnis für häufig gebrauchte Hallalgorithmen. Das Editieren ist etwas kompliziert, das Display ist minimales Mäusekino, das Eintappen von Delays über den Minitaster eine Geduldsprobe. Überhaupt ist Behringer in seinem Ehrgeiz, möglichst viel auf 19 Zoll unterzubringen, sehr an die Grenzen gegangen. Als Frau mit schlanken Fingern habe ich da weniger Probleme, ein DJ mit fünf Daumen an der Hand sollte besser etwas übersichtlicheres kaufen.

Die Subgruppen sind nützlich, da ich so Instrumente zusammenfassen kann, die gleichzeitig per Pickup und Mikro abgenommen werden, wie z.B. Kontrabass. Richtig gut wären die Subs aber nur, wenn sie eigene Inserts hätten. Leider ist auch nur Aux 3 (FX) direkt auf die Subs routbar. Als praktisch erweisen sich die Kompressoren in den Eingängen 1-8, hier kann man einzelne Signale individuell vorkomprimieren. Trotzdem erspart es mir nicht, für die Gesangsmikros eigene Kanalzüge (RANE VP12) mitzunehmen, da hier Gate und De-Esser unerlässlich sind. Ich benutze das Pult nur drinnen, open air ist es nicht zu empfehlen, da es über keine gekapselten Potis verfügt. Staub und Feuchtigkeit würden hier schnell die Freude trüben. Wer oft draussen spielt, sollte lieber auf das Original 1642-VLZ3 von Mackie zurückgreifen. Zwei wirkliche Mankos: Der USB-Port, der am Laptop für das X2442 konfiguriert wird, lässt sich für nichts anderes mehr benutzen. überhaupt habe ich mit ASIO4all bessere Erfahrungen gemacht, als mit dem Behringer-Treiber. Und- ich habe selten etwas derart unübersichtliches wie diese Betriebsanleitung gesehen. Hier sollte Behringer zu seinen bewährten ausführlichen Manuals zurückkehren. Jeder Satz ist zehnsprachig ausgeführt, danach geht es erst wieder weiter. Kleiner Tip: Das Manual von Mackie verwenden, gibt's bei Thomann als Download unter der Produktbeschreibung des 1642.

Fazit: Viel Mischpult für nicht viel Geld, aber noch entwicklungsfähig.
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3
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R
Für den Preis sensationell... aber nicht nur deswegen!
Rainer072 01.08.2019
Da es mittlerweile eng wurde an meinem Behringer Xenyx X1622USB habe ich dieses größte Modell ausgewählt. Den kleinen hab ich zu meinen E-Drums abkommandiert, denn er funktioniert nach 5 Jahren immer noch einwandfrei, im Gegensatz zu einem Soundcraft, den ich Anfang des Jahres retourniert habe, der nach wenigen Tagen schon einen Kanal-Totalausfall hatte.

Der Xenyx X2442USB bietet so viel Anschlussmöglichkeiten "rein und raus" wie kein anderes Pult im Bereich der Kleinmixer.
Vermeintlich hochwertigere Pulte, wie manche Soundcraft-Teile, bieten ja nicht mal einen einzigen Aux-Return, sodass man für die FX-Rückführung stets normale Kanalzüge verschwenden muss...

Die Qualität finde ich trotz vieler Unkenrufe durchaus sehr brauchbar, erzeugt kaum Rauschen, bietet ein recht unverfälschtes Klangbild und mechanisch ist auch alles top, sogar stabile Rackwinkel sind mit dabei.

Das einzige Manko: Zwei der Stereo-Kanalzüge sind für Line Instrumente nur bedingt einsetzbar, da sich die Anschlüsse mit 2 weiteren Micro-Eingängen den Platz teilen. Gain und die Bass-Absenkung wirken da nur bei Anschluss an die Mono-XLR-Buchsen.

Z.b. Synths mit niedrigem Pegel sind hier also nicht optimal in stereo anschließbar. Warum das technisch nicht anders machbar ist, weiss ich nicht, jedenfalls ist das ziemlich schwachsinnig...

Habe das im Vorfeld bereits durch eine andere Rezension auf dem Schirm gehabt. Mein Glück: DSI Mopho und Waldorf Pulse 2 sind mit recht heißen Audio Outs bestückt, die hab ich da angeschlossen und somit kein Problem. In anderen Konstellationen kann das aber ein echter Stolperstein sein...

Hatte deswegen auch den X2222USB, der ähnlich umfangreich bestückt ist, im Visier - der dieses Dilemma nicht aufweist, kam dann aber wieder davon ab, weil dieses Teil nur 3 Aux-Wege aufweist und keinen Anschluss für Pultleuchten bietet.

Nun ja, Mischer sind immer ein Kompromiss. Wer wie ich nahezu nur mit Synths und E-Drums zugange ist wäre besser bedient mit 8 statt 4 Stereo-Eingängen, maximal noch 2 Micro-Einspeisungen, der Rest mit Einzelkanälen für die monophonen Synths, durchgängig Gain-Regler und Kompressoren (sind nicht nur zur Anpassung für Mikros nützlich!) ... Aber das gibt es leider, leider nicht. Noch nicht...

Diverse Rackmischer wie der Behringer RX... bieten zwar 8 Stereokanäle, dafür aber auch keine FX-Returns, geschweige denn 4 Sends und: haben keine Klangregelung. Also auch nicht das Gelbe vom Ei.

Alle Hersteller reiten da seit Jahren auf demselben, verstaubten Konzept rum, echt einfallslos und ziemlich rückständig. Da wäre es echt mal an der Zeit wieder kreativ zu werden und dem über die Jahre heftig gewandelten Musikerdasein Rechnung zu tragen. Im Prinzip gibt es seit Jahrzehnten stets den gleichen alten Käse in "neuer" Verpackung, aber angeblich natürlich immer alles besser, glaubt man den Marketingfritzen... DAS NEUE PERSIL! WÜRG. DANKE DAFÜR.

Aber es ist wie so oft: Bis manche in der Industrie was kapieren kann man vorher noch nen störrischen Esel mit reifen Feigen tot werfen.

FAZIT: Trotz des angestaubten Konzepts und des oben ausgeführten Fauxpas: Klare Kaufempfehlung! Nahezu alternativlos. Auch mit mehr Geld ist nicht unbedingt mehr zu holen... im bezahlbaren Bereich.
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D
Guter Sound und gute Verarbeitung aber mit Mogelpackung!
Dantschge 06.12.2011
Um die Verarbeitungsqualität zu fühlen, hab ich gleich alle Potis, Fader und Druckknöpfe bewegt. Alle Bedienelemente sind nicht zu leichtgängig, man kann damit präzise Einstellung vornehmen. Auch wackelt nichts oder hat Spiel (bis heute unverändert), bis vielleicht auf den Bedienknopf des Effektgeräts, der etwas Spiel hat und pfleglich behandelt werden möchte, sich aber trotzdem präzise bedienen lässt. Alle Buchsen (XLR und Klinke) sind mit dem Gehäuse verschraubt, die Klinkenbuchsen sind sogar aus Metall. Das sind bei entsprechend pfleglicher Behandlung und Aufbewahrung und Transport im passenden Mixer-Case gute Aussichten für eine längere Freundschaft. Man merkt dem Behringer-Mixer auf den ersten Blick nicht an, dass er nur knapp 300 EUR kostet.

Die offensichtlichen Features sind für einen Mixer dieser Preisklasse sehr gut mit 4 AUX-Wegen (2 davon pre/post umschaltbar), 4 Subgruppen (jeweils Mono), Effektgerät mit Mono-Ein- (leider) und Stereo-Ausgang, 8 Kompressoren, insgesamt 10 XLR-Eingängen mit Phantomspeisung (nicht einzeln schaltbar), aufwendige Routing-Funktionen, Insert-Buchsen für die ersten 8 Kanäle und Master-Out, 8 Direct-Outs, Mute-Schalter für jeden Fader bzw. Kanal/Kanalpaar, Übersteuerungsanzeigen für jeden Fader (LED), regelbare Aux-Sends und -Returns (jetzt glaub ich hab ich alles in Kürze aufgezählt).

Wer schon etwas Erfahrung mit funktionsreichen Mischpulten hat, wird sicherlich schnell zurecht kommen mit dem XENYX X2442 USB und alle Knöpfe, Potis und Fader sind gut beschriftet, sodass man sich schnell über deren Funktion orientieren kann. Soweit man sich die ausführliche englische Bedienungsanleitung von der Behringer-Homepage herunterlädt, gibt es auch keine Beschwerden mehr über die beiliegende, billigst gestaltete Kurzanleitung, die tatsächlich vollkommen unübersichtlich und gar nicht hilfreich ist, um einem das Gerät nahe zu bringen.

Zum Testen des Sounds habe ich den Mixer als externen Effekt in meine DAW eingeschleift, um schnell einen direkten Hörvergleich mit und ohne Mixer im Signalweg durchführen zu können. Dabei zeigt sich, dass der Mixer praktisch rauschfrei arbeitet, auch bei höchsten Aussteuerungen (+60 dB) der Mikrofon-Vorverstärker. In absolut neutraler Einstellung aller Bedienelemente (Kompressor, EQ, Effekt) und auf 0 dB ausgepegelt erweist er sich als praktisch klangneutral. Lediglich ein kleines (eher angenehmes) Andicken (evtl. durch die analogen Schaltkreise) ist gegenüber dem trockenen DAW-Signal zu bemerken.

Die EQs packen (bei entsprechender Einstellung) kräftig, aber immer auch musikalisch zu. Die Einsatzfrequenzen der EQs sind gut gewählt bzw. bei den 8 Mono-Kanälen die Mitten sowieso semiparametrisch über einen weiten Frequenzbereich (100 Hz - 8 kHz) einstellbar. Die Kompressoren leisten ohne störende Nebeneffekte ihren Dienst und tun genau das, wozu sie gedacht sind (dynamischer Ausgleich des anliegenden Signals). Dabei ist kein Nachregeln des Gains oder der Fader notwendig, wie bei normalen Kompressoren. Und die Kompressoren erhöhen nicht die Rückkopplungsneigung eines Mikrofons, so wie normale Kompressoren es gerne tun. Das Effektgerät (vorwiegend der Hall) ist kein "Lexicon-Multieffekt" der höheren Preisklasse aber dezent im Hintergrund gut zu ertragen und der Musik dienlich, soweit der Pegel des Effekts geschmackvoll (eher niedrig) eingestellt ist. Die USB-Schnittstelle habe ich nicht getestet, weil ich den Mixer nicht als Recording-Mixer sondern nur für den Live- und Proben-Einsatz gekauft habe.

Dann gibt es aber doch noch ein Manko, das aus meiner Sicht eine Art Mogelpackung darstellt, was die Kanalanzahl betrifft. Die Kanalpaare 9/10 und 11/12 sind nur äußerst eingeschränkt verwendbar, da bei den XLR-Mikrofoneingängen (Mono) der Gain nur bis max. 40 dB aufgedreht werden kann, was dann eigentlich nur noch für leistungsstarke Großmembran-Mikrofone reicht. Und die Klinken-Line-Eingänge (jeweils zwei pro Kanalpaar) können vom Gain her überhaupt nicht geregelt werden, was erstens einen ausreichenden Line-Pegel hinsichtlich der angeschlossenen Tonquelle voraussetzt (direktes Anschließen von Gitarren/Bässen ohne leistungsfähigen Preamp ist unmöglich) und eben auch die Pegelanpassung am Instrument bzw. Preamp selbst gemacht werden muss. Damit ist für meinen Fall die Verwendbarkeit der beiden Kanalpaare erst mal sehr eingeschränkt, da ich es in der Band ausschließlich mit Kleinmembran-Mikros und Gitarren, Bässen und Akkordeon mit eher leistungsschwächeren Tonabnehmern zu tun habe. Das gibt einen Punkt Abzug in den Features und auch in der Gesamtbewertung, da ich die beiden Kanalpaare als Mogelpackung bezeichnen möchte.

Dann hab ich die Tonabnehmer von Kontrabass (Piezo) und Akkordeon (Klemmmikro mit Batteriespeiseteil und Klinkenausgang) an den Klinken-Eingängen von Kanal 1-8 getestet und musste leider feststellen, dass die 40 dB Gain der Klinken-Eingänge für die beiden leisen Tonabnehmer (und damit wohl für alle passiven Tonabnehmer-Systeme, wie E-Gitarren, sowie auch viele ältere A-Gitarren mit Piezo-Pickups) nicht ausreichen, um deren Signale auf 0 dB Signalstärke zu bringen.

Es bleibt mir nichts anderes übrig, als meine 8-fach-DI-Box (DI-800 ebenfalls von Behringer und funktional so durchdacht, dass damit die Schwächen des X2442 vollkommen ausgeglichen werden können) und ein paar zusätzliche XLR-Kabel bzw. das Multicore mitzuschleppen, um die schwachen Tonabnehmer-Signale direkt auf die XLR-Eingänge zu legen und bei Bedarf noch den +20dB-Taster zu drücken. Wenn ich die 8-Kanal-DI-Box nicht schon gehabt hätte, hätte ich den Mixer wahrscheinlich wieder zurückgeschickt, weil ich ihn dann nicht für den gedachten Einsatz in der Band verwenden hätte können.

Ich habe mit dem Behringer-Mixer zahlreiche Proben und Veranstaltung beschallt, bei denen seine klanglichen Qualitäten so richtig zum Wirken kommen konnten. Ich möchte aber davor warnen, den Mixer als Universallösung aufzufassen wegen der oben beschriebenen Minderfunktionen, die gegen den Behringer Mixer als Einzelgerät zur Lösung sämtlicher tontechnischer Probleme sprechen.

Der erste Eindruck der guten Verarbeitungsqualität hat sich nach insgesamt 3 Jahren Betrieb bestätigt. Das liegt aber auch daran, dass ich das passende Case im Bundle gleich mitgekauft habe, in dem der Mischer optimal geschützt ist beim Transport und bei der Lagerung. Inzwischen hab ich den Mixer samt Case verkauft, da ich ihn in letzter Zeit kaum mehr verwenden konnte, weil mir die Kanalanzahl nicht mehr gereicht hat.
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