Neumann TLM 102 Mikrofon Studio Set nickel

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Großmembran Kondensatormikrofon Studio Set

  • Druckgradientenempfänger
  • Richtcharakteristik: Niere
  • Übertragungsbereich: 20 Hz - 20 kHz
  • Grenzschalldruckpegel: 144 dB
  • Nennimpedanz: 50 Ohm
  • Nennlastimpedanz: 1 kOhm
  • Ersatzgeräuschpegel A-bewertet: 12 dBA
  • benötigt +48 V Phantom Speisung
  • Durchmesser: 52 mm
  • Länge: 116 mm
  • Gewicht: ca. 260 g
  • Farbe: Nickel
  • inklusive elastischer Halterung EA-4
  • passender Koffer: Art. 494135 (nicht im Lieferumfang enthalten)
Erhältlich seit Dezember 2010
Artikelnummer 257211
Verkaufseinheit 1 Stück
Röhre Nein
Richtcharakteristik umschaltbar Nein
Richtcharakteristik Kugel Nein
Richtcharakteristik Niere Ja
Richtcharakteristik Acht Nein
Low Cut Nein
Pad Nein
Inkl. Spinne Ja
USB Mikrofon Nein
609 €
759 €
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Das Einsteiger-Neumann

Von allen Großmembran-Kondensatormikrofonen aus dem Traditionshause Neumann ist das TLM 102 nicht nur das kleinste und leichteste, sondern vor allem das preisgünstigste. Das Mikro, das es in zwei Ausführungen gibt (mattschwarz oder Nickel-Finish), besitzt eine feste Nierencharakteristik und ist ein Spezialist für Stimmen aller Art. Bereits ohne EQ und Kompressor klingen Gesang und Sprache ausgewogen und präsent, klar und direkt. Auch Akustikgitarren, Bläser und andere Instrumente profitieren von der behutsamen Anhebung der Frequenzen oberhalb von 6kHz. Rauschen oder Zerren – selbst bei hohen Lautstärken – kennt das TLM 102 quasi nicht. Ein überraschend vielseitiges Mikrofon „Made in Germany“, das im Studio-Set mit einer elastischen Halterung zur Trittschallreduzierung kommt.

Gewohnte Eleganz

So klein und leicht das TLM 102 auch anmutet, so hochwertig verarbeitet ist die solide Metallkonstruktion. Das Gewinde, mit dem man das mitgelieferte Stativgelenk verschraubt, ist präzise geschnitten. Der Neumann-typische Mikrofonkorb beherbergt die eigens entwickelte Kapsel K102. Unter dem Drahtgeflecht befindet sich eine Lage Schaumstoff, die als Popfilter dient und gleichzeitig die Membran vor Schmutz und Feuchtigkeit schützt. Auch bei dem „Voicing“ haben sich die Neumann-Ingenieure Gedanken gemacht: Der Frequenzgang verläuft über weite Strecken linear, die Mitten werden fein aufgelöst, Signale neutral und unverfärbt wiedergegeben. Erst ab 6kHz werden die Höhen vorsichtig angehoben und klingen angenehm offen. Die 48V-Phantomspannung, die das TLM 102 als Kondensatormikrofon benötigt, stellen heutzutage nahezu alle Mischpulte und Audiointerfaces zur Verfügung.

Jede Stimme zählt

Keine Frage: Das Haupteinsatzgebiet des TLM 102 dürften Stimmen aller Art sein. Sänger und Sängerinnen, die mit überschaubarem Budget in die Neumann-Welt einsteigen wollen, bekommen hier ein wertiges Werkzeug an die Hand. Wer gerne Podcasts oder Hörspiele aufnimmt oder sich als professioneller Sprecher in Radio oder Werbung betätigt, wird sich über das luftige Klangbild und die Sprachverständlichkeit freuen, die das Mikrofon mit sich bringt. Da das TLM 102 aber auch Instrumente ins rechte Licht rückt und zudem große Lautstärken verträgt, macht es sich ebenso gut bei der Abnahme von Drums und Percussion, akustischen Gitarren, Bläsern und Gitarrenamps. Dadurch wird es auch für ambitionierte Heim- und Projektstudios oder Singer/Songwriter interessant.

Über Neumann

Die Georg Neumann GmbH wurde 1928 in Berlin gegründet und ist nicht nur einer der bekanntesten Hersteller von Mikrofonen weltweit: Lange Zeit beschäftigte sich der vielseitige Erfindergeist und Pionier Georg Neumann auch mit Schallplattenschneidemaschinen und wiederaufladbaren Batterien. Die hiermit verbundene Technologie ist noch heute Grundlage für die mittlerweile allgegenwärtigen Akkus. Ferner baute die Firma viele Jahre sehr individuell konfigurierte Tonregieanlagen für Rundfunkstudios/Theater- und Konzerthäuser und seit einigen Jahren auch Studiomonitore. Im Jahre 1991 wurde Neumann ein Teil der Sennheiser-Firmengruppe und erhielt 1999 (als erste deutsche Firma überhaupt) den Technical Grammy für das technische Gesamtwerk des Unternehmens.

Flexibles Multitalent

Das TLM 102 ist nicht nur enorm pegelfest, auch schwache Signale und leise Instrumente bildet es fein ab, sein Eigenrauschen ist praktisch nicht hörbar. Der große Dynamikumfang und der lebendige Klang machen das TLM 102 zum vielseitig einsetzbaren Allrounder: Transienten von Drums werden sauber übertragen, Gitarrenamps klingen frisch und knackig, Akustikgitarren sitzen auch ohne EQ-Nachbearbeitung gut im Mix. Die Bedienung ist zudem ausgesprochen einfach. Schalter gibt es erst gar keine, ein einfacher Popschutz ist bereits eingebaut, durch die kompakten Maße lässt es sich gut platzieren. Selbst in hektischen Aufnahmesituationen oder bei wenig technischer Erfahrung kann man mit dem TLM 102 nicht viel falsch machen. Die mitgelieferte Mikrofonspinne EA-4 reduziert mögliche Störgeräusche und Vibrationen, die ansonsten von der Umgebung über das Mikrofonstativ an das Mikrofon übertragen werden könnten.

Im Detail erklärt: TLM

Das TLM 102 ist nur eines in einer ganzen Serie von Neumann-Mikrofonen mit den drei Buchstaben im Namen. „TLM“ steht hier für „transformatorloses Mikrofon“, eine Baureihe, die Neumann erstmals 1983 mit dem TLM 170 eingeführt hat. Bis dahin verbaute man in Mikrofonen traditionell einen Trafo (auch: Übertrager) zur Impedanz- und Spannungsanpassung oder zur symmetrischen Signalübertragung. Doch ein solches Bauteil bringt immer auch Übertragungsverluste mit sich, verzerrt das Signal bei hohen Pegeln, ist anfällig für elektromagnetische Felder, groß, schwer und relativ teuer. Abhilfe schafft da das transformatorlose Schaltungsdesign, in dem eine elektronisch symmetrierte Ausgangsstufe zum Einsatz kommt. Übertragungsverluste werden reduziert, der Klang bleibt über einen größeren Dynamikumfang hinweg unverfälscht, Bässe bleiben auch bei hohen Pegeln kraftvoll.

166 Kundenbewertungen

99 Rezensionen

K
Macht genau das, was es soll.
Klatschpappe 28.12.2021
Ich benutze den Neumann für Podcast-Aufnahmen in Kombination mit einem K&M Popkiller und dem t.bone Micscreen LE in einem nicht akustisch optimierten Zimmer, als Interface dient ein Soundcraft Signature 12 MTK.

Direkt vorweg, das Mikrofon hat an sich keine "Features", also keine Einstellmöglichkeiten, die zwei Sterne gibt es für die Einstellmöglichkeiten der Spinne, also die Gewindeeinheit, die etwas mehr als 180 Grad nach oben und unten gedreht werden kann, also für Mikroständer und Arm geeignet ist.

Das Mikrofon klingt wie erwartet voll und rund, meine männliche Stimme wird sehr verständlich, klar und natürlich aufgenommen. Auch der Ausgangspegel passt wunderbar, ein FatHead etc ist nicht nötig. Der Sound allgemein ist ein klares Upgrade zum vorher verwendeten Rode Procaster, wobei der Vergleich durch den Preisunterschied und der unterschiedlichen Bauweise (Kondensator vs. dynamisch) etwas unfair ist. Auch Umgebungsgeräusche werden in Kombination mit dem Mic Screen kaum aufgenommen, Trittschall dringt durch die sehr gute Spinne gar nicht an die Membran.
Die Audioqualität ist also absolut überzeugend, allerdings ist dies auch mein erstes Mikrofon dieser Preisklasse, Langzeitvergleiche kann ich also nicht anstellen. Auch Aufnahmen von Akustikgitarre (direkt am Schallloch) und E-Gitarre (am Verstärker) klingen natürlich und sehr überzeugend, eine Nachbearbeitung per DAW war nicht nötig, um ein schönes Ergebnis zu erzeugen.

Zu guter Letzt sieht das Mikro mit Spinne einfach wahnsinnig schick aus und kann ein Zimmer wirklich aufwerten, die Verpackung war auch absolut sicher in eine schmucken Box.
Features
Sound
Verarbeitung
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1O
Quantensprung
12° Ost 21.02.2012
Wir möchten das Mikrofon zur Aufnahme verschiedener Instrumente einsetzen (akustische Gitarren, Sax, Querflöte, Percussion und Gesang), um damit einen Großteil einer CD Produktion selbst zu bestreiten. Natürlich haben wir das Mikro sofort nachdem es geliefert wurde getestet. Im (nicht wirklich fairem) Vergleich mit dem SC 450 der Thomann Hausmarke durften wir voller Freude einen qualitativen Quantensprung zu unseren bisherigen Möglichkeiten feststellen.

Die Auflösung des TLM 102 ist wesentlich höher, der Frequenzgang erscheint deutlich neutraler und das Klangergebnis boxt unserer Meinung nach in einer völlig anderen Liga.
Die Bässe werden straff aber nicht zu hart abgebildet, die Mitten erscheinen irgendwie "aufgeräumt" und überhaupt nicht "quäkig" und die Höhen...tja, sehr präsent aber nicht aufdringlich oder gar harsch.

Testmäßig haben wir Aufnahmen mit Gitarre und Stimme gemacht. Zudem haben wir spaßeshalber zwei unterschiedliche Interfaces benutzt (Presonus Firepod und Fokusrite Saffire 6). Das Ergebnis ist (wie könnte es auch anders sein), dass plötzlich Unterschiede zwischen den Interfaces hörbar wurden, die uns vorher entgangen sind. Dies bedeutet im Grunde, dass das TLM 102 die Möglichkeit bietet beinahe professionelle Aufnahmen diverser Signalquellen zu machen, wenn, ja wenn der Rest der Aufnahmekette, also Mikrofonvorverstärker, Wandler, Regelverstärker usw. ebenfalls professionellen Ansprüchen genügt.
Wir werden noch ein MOTU Interface testen, aber natürlich werden wir mit unseren Sachen keine High End Aufnahmen hinbekommen.

Leute, die ihre Aufnahmen mit Einsteigerzeugs (z.B. von der Firma mit dem "B") bewerkstelligen möchten, werden das Potential des Neumanns nicht wirklich nutzen können. Für diejenigen, die schon recordingmäßig in der Mittelklasse unterwegs sind, oder noch ein wenig investieren wollen/können, ist das TLM 102 eine tolle Erweiterung der Möglichkeiten. Profis mögen wir keinen Rat geben - die haben ohnehin mehr Ahnung als wir.
Features
Sound
Verarbeitung
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4
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f
Mega
francibea 22.03.2022
Tolles Mikrofon zum Einstieg in die Neumann Welt. Sound und Verarbeitung sind wirklich super. Das Mikro ist kleiner als eine Hand und wirklich süß.
Features
Sound
Verarbeitung
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S
Plug and play and "wow"!
StefanHH 10.12.2018
Ich bin kein Experte, wollte aber für mein Heimstudio ein en kompromisslosen kleinen Allrounder vor allem für Stimme und akustische Gitarren. Mit der Spinne und meinen vorhandenen K&M Ständer und Popschutz kombiniert, konnte ich sofort loslegen und bin begeistert, was Handling und Sound angeht. Ich musste zum ersten Mal in Jahrzehnten des Homerecording nicht am Klang schrauben. Auch fällt mir auf, dass es gutmütig reagiert, was Varianzen im Abstand betrifft. Das schmucke Design ist die Kirsche auf der Sahne, die Soundqualität aber natürlich die wahre Substanz. Und die ist extrem lecker! Angesichts des Preises ist es beruhigend, Qualitätsunterschiede tatsächlich so deutlich zu spüren und zu hören. Kurz: Ich bin fündig geworden und werde mein 35 Jahre altes dynamisches AKG nur noch aus nostalgischen Gründen Behalten. Und den Irrweg eines billigen USB-Mikros besser verschweigen?;-)
Features
Sound
Verarbeitung
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