Harley Benton Custom Line CLD-1048SCE NS

Westerngitarre

  • Bauform: Dreadnought mit Cutaway
  • massive Fichtendecke
  • Boden und Zargen aus Mahagoni
  • Mahagonihals
  • Ovangkolgriffbrett
  • Dot Einlagen
  • cremefarbenes Binding
  • Mensur: 648 mm
  • Sattelbreite: 48,0 mm
  • Griffbrettradius 400 mm (15 3/4")
  • 20 Bünde
  • Ovangkolsteg
  • Fishman Presys-II Preamp mit eingebautem Stimmgerät
  • verchromte DieCast Mechaniken
  • Besaitung ab Werk: Daddario EXP 16 - .012 - .053 (Art. 147540)
  • Farbe: Natur matt
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Soundbeispiele

 
0:00
  • Country
  • Country Pickup
  • Picking
  • Pcking Pickup
  • Strumming
  • Strumming Pickup

Weitere Infos

Decke Fichte
Boden und Zargen Mahagoni
Cutaway Ja
Griffbrett Pau Ferro
Sattelbreite in mm 48,00 mm
Bünde 20
Tonabnehmer Ja
Farbe Natur
Koffer Nein
Inkl. Gigbag Nein

Alles andere als „billig“

Eine Gitarre, die wenig kostet, muss noch lange nicht „billig“ sein. Mit der Custom Line CLD-1048SCE NS hat Harley Benton ein Instrument im Programm, das sich trotz eines niedrigen Preises geradelinig, schnörkellos und robust präsentiert. Dazu kommt eine massive Decke für den guten Ton, ein Cutaway, ein Pickup und eine Menge begeisterte Besitzer.

Alles richtig gemacht

Die Decke einer Gitarre ist der Dreh- und Angelpunkt des Sounds, und wenn hier alles richtig gemacht wird, ist das schon die halbe Miete. Die Harley Benton Custom Line CLD-1048SCE NS ist daher mit einer massiven Fichtendecke ausgestattet, die mit dem bewährten X-Bracing versteift ist. Der Korpus mit Cutaway besteht aus gesperrtem Mahagoni, was die Gitarre unanfällig für Klimaeinwirkungen macht. Der 48-mm-breite Hals ist perfekt für alle Umsteiger von der Klassikgitarre. Und das Fishman-Pickupsystem sorgt für eine sorgenfreie Weiterleitung an einen Verstärker.

Robustes Arbeitspferd

Schon die Optik zeigt: Die CLD-1048SCE NS ist eine robuste Gitarre. Die klare, große Schalllochrosette sowie die matte Klarlackierung sprechen eine deutliche Sprache. Diese Gitarre ist ein Arbeitspferd, eine Gitarre, die auch bei unsanfter Behandlung nicht so schnell kaputt geht. Mit der massiven Decke liefert sie zudem einen dynamischen Ton, der durch den großen Dreadnought-Korpus auch über einen satten Bassschub verfügt - genau das richtige für Liedbegleitung aller Art.

Über Harley Benton

Seit 1997 bedient die Marke Harley Benton die Bedürfnisse vieler Gitarristen und Bassisten. Neben einer umfangreichen Bandbreite an Saiteninstrumenten bietet die Hausmarke des Musikhauses Thomann auch jede Menge Verstärker, Lautsprecher, Effektpedale und weiteres Zubehör an. Insgesamt umfasst die Palette über 1.500 Produkte. Gefertigt von etablierten Herstellern, überzeugen alle Artikel von Harley Benton durch Qualität, Zuverlässigkeit und einen dennoch günstigen Preis. Durch die ständige Erweiterung des Portfolios, bietet Harley Benton so stets neue und innovative Produkte für den musikalischen Alltag.

Nicht nur für Anfänger

Klar - mit diesem Verhältnis zwischen Preis und Leistung ist die CLD-1048SCE NS ideal für den Ein- und Umsteiger, speziell wenn man vorher eine Klassikgitarre mit ihrem breiten Hals gespielt hat. Aber auch überall sonst, wo eine preiswerte, robuste und dennoch gut klingende Steel String gebraucht wird, leistet sie Herausragendes. Daher ist sie nicht nur bei Anfängern gut aufgehoben, sondern beispielsweise auch in den Musikräumen der Schulen oder im Bestand von Jugendgruppen - Sakropop über PA in der Kirche inklusive!

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  • 2
  • 1
4.7 /5
  • Features
  • Sound
  • Verarbeitung
Gesamt
Features
Sound
Verarbeitung
Es lohnt sich!
Ptic, 06.10.2017
Meine alte Tanglewood Straßenmucker-Klampfe, die ich vor Jahren gekauft habe ist total runtergenudelt, d.h. sie müsste neu bundiert werden und braucht auch einen neuen Sattel. Kostenpunkt ung 250 Euro. Ein stolzer Betrag wenn man bedenkt, dass die Gitarre 600 Euro gekostet hat. Also ließ ich sie erstmal liegen und spielte meine teure Furch auf der Gass'. Jetzt, wo der Winter kommt wollte ich diese jedoch nicht mehr rausnehmen. Rein zufällig stieß ich dann beim Musikhandel Thomann auf die Hausmarke Harley Benton. Anfangs war ich ziemlich skeptisch. Wie können denn bitteschön so billige Instrumente gut sein, fragte ich mich. Das geht doch garnicht. Trotzdem schaute ich mir einige Videos darüber bei YouTube an, las einige Kritiken und entschied mich letztedndlich für eine Gitarre mit der Bezeichnung Harley Benton Custom Line CLD-1048SCE NS. Kostenpunkt: 189 Euro. Ich dachte mir, was soll's, wenn sie Scheiße ist, gebe ich sie einfach wieder zurück.

Am Montag bestellt, Dienstag Feiertag und am Mittwoch war sie da. Voller Erwartung packte ich sie aus und traute meinen Augen nicht! Was ich da in Händen hielt war ein tolles Instrument. Makellos verarbeitet, ohne Macken, super eingestellt und mit aktivem Fishman Tonabnehmer. Die Bünde und Mechaniken tadellos. Ok, dachte ich, wollen wir doch mal hören wie sie klingt. Und siehe da, ein voller, runder Ton mit der nötigen Brillianz in den Höhen. Laut und ausgewogen. Die Intonation ist in allen Lagen hervorragend. Die Gitarre ist matt lackiert, hat einen breiten, flachen Hals (48 mmm am Sattel), einen Cutaway und fühlt sich vom ersten Moment gut an. Ich war fassungslos! Wie kann es sein, dass ein solches Instrument nur 189 Euro kostet?! Wie geht das? Allein der Tonabnehmer kostet so viel.

Ich konnte es kaum abwarten sie auszuprobieren, packte alles zusammen und ab ging's uff die Gass`. Ich spielte verstärkt, also mit Anlage. Auch hier machte die HB eine super Figur. In meiner 40jährigen Laufbahn als Musiker besaß ich so an die hundert Gitarren namhafter Hersteller. Die teuerste war eine Martin OM45, die mich damals 4.500 DM kostete und das zwei mal, weil ich sie zwei mal kaufte und wieder verkaufte. Ich hatte Gitarren von Fender, Gibson, Martin, Lowden, Larrive, Guild, Fylde, Gurian, Levin etc. Alles teure Instrumente, die mich viel Geld gekostet haben. Jede einzelne dieser Gitarren hatte irgendwo eine Macke. Egal wie teuer, keine war tadellos. Nach all den Jahren besitze ich jetzt eine der billigsten Gitarren, die ich jemals gekauft habe und sie ist einfach nur genial. Das muss man sich mal vorstellen! Für das Geld bekam man früher nur Schrott, wenn überhaupt. Heute bekommt man eine Harley Benton Custom Line CLD-41S WN, die teuerste aus der Serie für sage und schreibe 249 Euro, die bei Martin das zehnfache kosten würde. Die Zeiten haben sich zu Gunsten des Verbrauchers geändert. Ob das so bleibt, wird sich zeigen.

Ich bin absoluter Harley Benton Fan geworden. Im Grunde könnte ich mir von heute an jeden Monat ein oder zwei Gitarren kaufen. Da wären noch so einige Schätzchen. Ich kann jedem Gitarristen nur empfehlen die Dinger mal auszuprobieren. Es loht sich.
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Neustart nach 30 Jahren oder einfach mal spontan sein.
gitarrespielender Modellflieger, 21.01.2018
Nachbar hatte zur Jugendweihefeier geladen, also in Schale geschmissen und lustig gefeiert. Ab und zu mal draussen gewesen und da fiel der Blick auf einen kleinen Abreisszettel. "Biete Gitarrenunterricht, kostenlose Probestunde unter Tel. 01XX XXXXXXXX". Drunter schon eine ziemlich angeknabberte Abreissleiste mit Telefonnummern, also gleich dort mal angerufen und Termin ausgemacht. Spontanität war durch einige konsumierte Biere auch schon gegeben, also was solls. Als Student hatte ich mich mal autodidaktisch am Gitarrespielen versucht, aber das war noch zu Erichs Zeiten, das Erwerben eine Gitarre war entsprechend schwierig, aber während eines Jugendtourist Urlaub in Bulgarien konnte ich dort endlich eine erwerben. Eine weitere in der Sowjetunion, das russische Wunder hatte einen Hals, der mit Flügelschraube am Korpus angeschraubt wurde, aber diese tolle Teil explodierte nach zwei Jahren wegen zu hohem Saitenzug. Das gute Teil aus Bulgarien wurde auch genutzt aber verschwand dann doch auf dem Dachboden, wo es drei Jahrzehnte im Dunklen bei Winterskälte und Sommerhitze "reifte". Nach drei Jahrzehnten wieder ausgepackt und auf zur Gitarrenstunde als 50+ jähriger gleichfalls "mitgereifter" Frischling :). "Ja, da fangen wir bei Null wieder an" war die Kernaussage der ersten Stunde und als Nachsatz "Kauf Dir ne ordentliche Gitarre, deine ist nicht bundrein und die Saitenlage ist gruselig! Ach ja, wenn es Du nicht markengeil bist, kauf Dir eine Harley Benton, da bekommst Du viel Gitarre für wenig Kohle". Als Modellflieger fliege ich auch viel Chinazeugs, warum also mal nicht auch hier was aus Fernost ausprobieren? Da ich noch für einige Monate auf der alten Konzertgitarre meine Unterrichtsstunden nahm und mir dort die Sattelbreite von 50mm beim Spielen sehr angenehm war, stand fest, es sollte was ähnlich breites UND eine Westerngitarre mit Cutaway sein. Da wird es auch in der Auswahl recht eng, also bei Thomann die Webseiten alle durchgelesen, im Internet nachgeforscht und mich dann auf die Harley Benton Custom Line CLD-1048SCE NS und CLG-550CE TSB eingeschossen. Im Dezember 2017 einen Tag frei genommen, nach Treppendorf gefahren und beide Modelle mal in die Hand genommen. Danke übrigens an die freundlichen Thomänner für die gute Beratung. Die CLD-1048SCE NS kommt im Vergleich zu Kandidat Nummer zwei kräftiger rüber, klingt klarer (soweit ich das als Neuling beurteilen kann), und liegt sehr gut in der Hand. Und da das Teil auch als vorrätig ausgewiesen war, fiel die Wahl auf diese. Beim Erwerb gab es dann meinerseits ein langes Gesicht, "Ja es tut uns leid, die Gitarre ist zwar da, aber noch in der Qualitätskontrolle, am besten sie bestellen eine im Web Shop". Hmmm, das war nun nicht sehr schön, aber es ist besser, jemand der Ahnung hat schaut nochmal drauf, bevor es an so einen blutigen Anfänger wie mich ohne Prüfung weitergegeben wird. Nach 12 langen Tagen (die haben wohl wirklich lange die Qualität geprüft) war das gute Stück endlich da und wurde ausgepackt. Die Verarbeitung ist hervorragend, ich konnte keinen Lackfehler entdecken, alles chic, keine Fehler im Holz, nur die Mechanik für die tiefe E-Saite war ein wenig hakelig, ich vermute mal, dass die Saitenumspinnung etwas im Sattel hakt. Das Messprotokoll attestierte eine Saitenlange von 2.6 mm im 6. Bund also wurde gleich mal losgespielt. Hmm, das spielt sich merklich schwerer als bei Thomann im Laden. Also Saiten gelockert, den Inbusschlüssel angesetzt und den Hals soweit es geht nach hinten gespannt. Viel besser! Jetzt spielt sie sich wie das Vorführstück im Laden, im 12. Bund habe ich eine Saitenlage von 2.5mm ohne das was schnarrt, allerdings haue ich noch nicht so kräftig in die Saiten. Hervorragend!!! Bei einer dieser Einstellaktionen brach die mitgelieferte Daddario G-Saite, testweise wurde mal ein 0.10er Saitensatz von Harley Benton aufgezogen, damit wird es nochmal einfacher zu greifen, der Saitenzug ist nicht mehr so hoch. Das Problem mit der schwer zu stimmenden tiefen E-Saite hatte sich damit auch erledigt. Ich spiele diese Gitarre nun seit 5 Wochen und bin begeistert, wie leicht sie sich gegenüber meines antiken bulgarischen Eierschneiders spielt.
Bemerkung meines Gitarrenlehrers, als er diese das erste mal in die Hand nahm, "Die greift sich leichter als meine Fender". Der Tonabnehmer wurde dabei auch gleich am Verstärker getestet, klingt klasse. Das eingebaute Stimmgerät funktioniert zwar, weicht bei mir aber leicht von Anklipsgeräten oder Handy Apps ab und ist wohl eher als Notbehelf zu sehen.

Fazit:
Wenn man dicke Finger hat, nicht unbedingt Taylor, Fender, Gibson etc. auf gut lesbar auf der Gitarre stehen muss, dann ist das ein wunderbares Teil. Ich mag sie.

Update nach einem Jahr:
Nach einem Jahr Spielen auf der Gitarre fühle ich mich auf dem Instrument richtig wohl. Nachdem auch die Spieltechnik Fortschritte gemacht hatte, fiel mir auf, dass die tiefe E-Saite nicht die Stimmung hält. Ein Ausbau des Tuners zeigte ein merkbares Spiel im Getriebe, darum wurde kurzentschlossen ein Satz Kluson MLS33C Lockheads bei Thomann geordert und eingebaut. Diese passen ohne Modifikation an der Kopfplatte, der Einbau ist in 15 Minuten erledigt. Und jetzt wird die Stimmung perfekt gehalten.
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Sehr viel Licht für diesen Preis
Moskito42, 14.11.2019
Ich habe mir diese Westerngitarre als Ersatz für eine damals ca. 400 DM teure Westerngitarre angeschafft. Das Instrument damals habe ich geschenkt bekommen und mich nie anfreunden können. Das Design ist zwar sehr hübsch, der akustische Klang jedoch unabhängig von den Saiten sehr dumpf, der mit Tonabnehmer (magnetisch) verfremdet extrem und die Bespielbarkeit ein Kampf.
Lange habe ich mit mir gerungen, ob bei akustischen Gitarren die HB klanglich ausreicht. Im direkten Vergleich bei Thomann finde ich in der Preisklasse >1000 EUR schnell eine Gitarre, die akustisch spürbar besser klingt. Da ich die Gitarre jedoch meistens im Band Kontext und abgenommen verwende, habe ich mich doch für die HB entschieden. Der größere Saitenabstand verringert den Unterschied im Spielgefühl zur klassischen Gitarre sehr. Dies hilft mit beim Picking und auch bei kompliziert zu greifenden Harmonien.

Klang:
Akustisch gefiehl mir der Klang der HB zu Beginn noch nicht wirklich. Gerade leises Spiel und wenn die Zupfhand näher zum Hals ging bewirkte einen schwammigen Klang. Dies hat sich jedoch nach einigen Stunden gelegt. Ob das Holz noch gearbeitet hat (Gitarre war sehr kalt, deutlich verstimmt nach dem Transport), die Saiten zu frisch waren, oder ich mich gewöhnt habe, weiß ich nicht. Ohne direkten Vergleich kann ich nichts mehr am Klang (akustisch) meckern, außer dass die g-Saite im Kontext zu laut ist.
Mein Instrument hat auch keine Nebengeräusche, außer das es bei Einsatz eines Kapodaster zum leichten Saitenschnarren auf den hohen Saiten kommen kann. Eine minimale Anpassung der Halskrümmung oder der Sattelhöhe würde hier wahrscheinlich reichen.
Elektrisch ist der Klang recht typisch und deutlich der eines Piezo Tonabnehmers. Unter Verwendung einer passenden Impulse Response geht hier aber wirklich die Sonne auf! Alternativ bekommt man mit etwas Fummelei auch mit dem TC BodyRez einen vernünftigen Klang hin. Wenn solche Elektronik noch nicht existiert kostet sie jedoch mehr als die Hälfte der Gitarre (Mooer Radar und 3 Sigma IRs wäre eine günstige IR Alternative).

Bespielbarkeit:
Die Bundierung ist bei mir hervorragend, die Bünde sind flach und sauber geschliffen. Einzig dass sie leicht überstehen könnte man Bemängeln. Die Saitenlage ist für eine Western Gitarre grenzwertig niedrig, so dass sich auch die starken Saiten leicht spielen lassen. Bendings sind hart, mehr als ein Halbton ist nicht drin. Hohe Lagen lassen sich recht gut erreichen, wenngleich der Übergang vom Hals zum Cut-Off nicht "handschmeichelnd" ist. Da ich die Gitarre hauptsächlich stehend spiele, brauchte ich eine vernünftige Gurtbefestigung, eine Befestigung am Kopf geht gar nicht! Der vordere Pin kann ohne größere Umbaumaßnahmen nicht an der Zarge befestigt werden. Daher habe ich einen HB Locking Pin auf der Oberseite des Halsübergangs befestigt. Dazu braucht man ein Loch (>2mm!!!) und muss das Loch des hinteren Pins mit Zahnstocher und Holzleim etwas verkleinern. Innerhalb von 10 Minuten hat man ein gut ausbalanciertes Instrument und spart sich für die ca. 6 EUR Pins die Anschaffung eines weiteren Gurtes. Die Marker für die Bünde auf der Oberseite des Instruments sind leider winzig (ca. 1mm Durchmesser). Wer diese ab und zu braucht, wird hier wohl ergänzen.

Verarbeitung:
Meine Gitarre weißt keinerlei echte Macken auf. Natürlich ist die Verarbeitung günstig: Steg und Sattel sind aus Plastik, die Tuner haben etwas Spiel (die Saiten sind auch zu lang, was den Effekt verstärkt, man sollte diese kürzen). Die Bundmarkierungen sind ungleichmäßig (aufgemalt?). Der Hals ist deutlich sichtbar 3 geteilt. Die Decke ist ungleichmäßig (Äste). Das Ovangkol Griffbrett hat seitlich hellere Stellen (gefärbt?).
Die Gitarre wirkt trotzdem nicht minderwertig: Die Kopf Inlays sind sehr hübsch gemacht. Das Mahagoni hat sehr hübsche Lichtreflexe. Der Körper wirkt nicht so massig wie auf den Fotos. Es ist kein billiges Schlagbrett verbaut. :D
Die Brücke ist bei mir bei den tieferen Saiten leicht verkantet. Ich habe dadurch bei der Oktavreinheit Fehler >4 Cent auf der E und A Saite. Schade, denn die Kompensation der h Saite klappt super. Das ist ein Fehler, den ich höre, daher werde ich nachbessern, wahrscheinlich mit einem Knochensattel (ca. 6 EUR)

Elektronik:
Der eingebaute Tuner ist nur ein Notbehelf (zu ungenau). Der Verstärker ist kräftig und rauscharm. Die Phasenverschiebung funktioniert. Von dem EQ werde ich die Finger lassen, ein externer funktioniert besser. Der 9V Block war voll und lässt sich gut wechseln. Die Buchse ist ok (könnte besser sein).

Zubehör:
Der mir von Thomann empfohlene Harley Benton Feedback Buster 102 funktioniert nicht gut. Er ist nur mit Mühe ins Schalloch zu bekommen und stiehlt bei der Piezo Abnahme komischerweise dramatisch Frequenzen. Damit ist er ein Notbehelf, ich würde zunächst zu Phasenverschiebung, Notch Filter, Standortwechsel greifen, um Rückkopplungen zu vermeiden.

Für diesen Preis bekommt man hier definitiv ein tolles Instrument! Mit günstigen Nachbesserungen (Saiten kürzen, Locking Pins, Bundmarker, Knochensattel/-brücke) kann man das Preis-/Leistungsverhältnis nochmals steigern. Wer die Gitarre ohne Mikrofon abnehmen will, sollte zusätzliche Elektronik einplanen, was allerdings verhältnismäßig teuer ist, wenn man nicht bereits passende Geräte besitzt.

P.S.: Danke an Thomann für den hier nicht mitbewerteten hervorragenden Service!
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Die Neudefinition des Preis-Leistungs-Verhältnis
Peter691, 30.04.2016
Ich spiele jetzt seit vierzig Jahren Gitarre. In dieser Zeit hatte ich eine Menge Gitarren in den Händen, meistens aus der Mittelklasse. Meine Erfahrung damit: Wenn Du sie einstellen kannst, bekommst Du eine gute Gitarre günstig. Einstellen musste ich bisher alle. Die Werkseinstellung war bezüglich Saitenlage nie optimal. Jeder Musikladeninhaber erzält Dir dann, daß man die Saitenlage mit dem Halsstab einstellen kann. Das ist aber nicht richtig. Mit dem Halsstab stellt man den Zug ein, den der Hals dem Zug der Saiten entgegensetzt damit er sich nicht unter Spannung verbiegt. Die Saitenlage kann man nur mit der Stegeinlage und dem Sattel einstellen. Man muß also mit einer Fühlerlehre genau messen wie der Ist-Zustand ist. Dann die beiden Teile ausbauen und an der Unterseite beschleifen um den Soll-Zustand zu erreichen. Das bedarf schon eines gewissen Könnens und ein wenig Mut. Ich habe diesen Mangel immer auf fehlende Qualitätskontrolle bei chinesischen Herstellen zurückgeführt. Aber die Werkstoffqualität stimmt meist und so kommst Du für cirka 500 Taler zu einer Gitarre die Spaß macht.
Und jetzt kommen die Thomänner!
Die müssen irgendwas neu erfunden haben oder so.
Diese Gitarre ist aus dem Karton ausgepackt genau richtig. Da stimmt einfach alles. Es gibt sogar ein Meßprotokoll zur Saitenlage im ersten und vierzehnten Bund. Aus Neugier habe ich nachgemessen und kann bestätigen: erste Bund 0,5/0,6mm vierzehnter Bund 2,0/2,5mm. Diese Einstellung muß man definitif nicht ändern. Ich bin beeindruckt! Auch die Holzqualität kann sich sehen und hören lassen. Decke ist fein gemaserte Fichte massiv, bookmarked und offenporig. Boden weist auch bookmarked Optik auf. Sound ist super (und wird bei Fichte bekanntlich durch bespielen nochmal besser). Knackige Bässe und schöner Diskant. Die Ansprache auf Hammer-On und Pull-Off Bindungen sind für mich immer ein Kriterium. Auch da gibts nix zu meckern. Sehr gut für Fingerstyle, aber auch für Strumming.
Lediglich die Enden der Bundstäbchen könnten ein wenig glatter beschliffen sein (Verarbeitung 4 von5). Aber wirklich schlecht ist das nicht. Das habe ich schon schlimmer gesehen. Die schlechte Kritik an der Werksbesaitung, die in anderen Bewertungen erwähnt wird, kann ich nicht bestätigen. Die klingen gut. Aber Saiten sind Verschleißteile. Alles in allem ein sehr gutes Instrument. Und schön ist sie auch noch.
Die einzige ungeklärte Frage: Wie geht das für den Preis?
Grüße. Pit
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