Behringer Poly D

146

Vierstimmiger Analogsynthesizer

  • 37 anschlagdynamische Full-Size Tasten
  • vierstimmiger Aufbau mit Poly-, Mono- und Unisono-Mode
  • 4 analoge VCOs mit Dreieck-, Sägezahn- und Pulse-Wellenformen
  • Rauschgenerator mit Weißem und Rosa Rauschen
  • 24 dB Ladder-Filter mit Resonanz
  • Tiefpass/Hochpass-Filtercharakteristik umschaltbar
  • analoger LFO mit Rechteck/Dreieck Wellenformen
  • 2 ADS-Hüllkurven für VCF und VCA
  • analoger BBD Stereo-Chorus
  • integrierter Verzerrer mit Klangregelung
  • 32-Step Sequenzer
  • Arpeggiator
  • Pitch- & Modulationsrad
  • verstellbares Bedienfeld und 84 Bedienelemente für intuitive Bedienung
  • Abmessungen (B x H x T): 647 x 89 x 360 mm
  • inkl. externem Netzteil (12 V DC)
  • passendes Cover: Art. 493960 (nicht im Lieferumfang enthalten)
  • passende Cases: Art. 491245 und ARt. 503378 (beide nicht im Lieferumfang enthalten)
  • passende Tasche: Art. 490629 (nicht im Lieferumfang enthalten)

Anschlüsse:

  • symmetrischer Stereoausgang: 2x 6,3 mm Klinke
  • regelbarer Stereo-Kopfhörerausgang: 6,3 mm Klinke
  • externer Audio-Eingang: 6,3 mm Klinke
  • Eingänge für V-Trigger, Modulation, Pitch-CV, Filter und Loudness: 6,3 mm Klinke
  • Sync In/Out: 6,3 mm Klinke
  • Ausgänge für V-Trigger, Pitch, Velocity und Aftertouch: 6,3 mm Klinke
  • MIDI In / Out / Thru
  • USB-B Port
Anzahl der Tasten 37
Anschlagdynamik Ja
Aftertouch Ja
Keyboard Split Nein
Modulation Wheel Ja
Anzahl der Stimmen 4
Tonerzeugung Analog
MIDI Schnittstelle 1x In, 1x Out, 1x Thru
Speichermedium Keine
USB Anschluss Ja
Effekte Chorus
Arpeggiator Ja
Anzahl der analogen Ausgänge 2
Digitalausgang Nein
Display Nein
Erhältlich seit Dezember 2019
Artikelnummer 478597
Pedal Anschlüsse Keine
625 €
Versandkostenfrei und inkl. MwSt.
In 1-2 Wochen lieferbar
In 1-2 Wochen lieferbar

Dieser Artikel trifft bald bei uns ein und kann anschließend sofort verschickt werden.

Informationen zum Versand
1
108 Beobachter
5 Verkaufsrang

Vierstimmig in die 70er!

Der Behringer Poly D ist ein vierstimmiger, analoger Synthesizer inklusive Tastatur mit Pitch-Bend und Modulationsrad. Die Oszillatoren sind ebenfalls analog und können die Wellenformen Dreieck, Sägezahn und Pulse umsetzen. Zur Ausstattung gehören ein Filter, ein analoger LFO und ein Rauschgenerator. Mit diesen Modulen können klassische Synthesizer-Sounds der 70er umgesetzt werden. Angelehnt ist das Design des Poly D an den Minimoog, der von Bands und Künstlern wie Kraftwerk, Keith Emerson und Vince Clarke genutzt wurde. Der Poly D verfügt darüber hinaus über einen Sequenzer, eine Distortion-Einheit und einen Chorus-Effekt. Außerdem zeichnet er sich durch eine Vielzahl von Ein- und Ausgängen auf der Rückseite aus. Die aufstellbare Bedienoberfläche lässt sich in drei Winkeln ausrichten.

Klassischer Vintage-Synthesizer

Der Poly D kann im Poly-, Mono- und Unisono-Mode betrieben werden. Die VCOs lassen sich in ihrer Bandbreite, ihrer Frequenz und ihrer Wellenform (Dreieck, Sägezahn, Pulse) einstellen. Die Pulsweite an den Oszillatoren lässt sich auf 50 % oder 25 % herunterregulieren. Erweitert wird die Oszillator-Sektion durch einen Rauschgenerator, der weißes sowie auch rosafarbenes Rauschen erzeugen kann. Der analoge LFO kann Dreieck- und Rechteckwellenformen hervorbringen. Die Hüllkurven verfügen über regelbare Attack-, Decay- und Sustainphasen. Decay kann hier auch in einen Release-Mode geschaltet werden. Das resonanzfähige 24-dB-Ladder-Filter lässt sich zwischen Hochpass und Tiefpass hin- und herschalten. Mit dem integrierten Chorus-Effekt, der dem des Juno-60 nachempfunden ist, kann dem Klang dann erst so richtig Leben eingehaucht werden. Die sich rechts befindende Distortion-Sektion ist im Stile des Boss-D-1 gehalten. Sie lässt sich neben einem Distortion-Regler, mit dem sich die Stärke der Verzerrung anpassen lässt, ebenfalls per Tone- und Levelregler einstellen.

Paraphone Klangerzeugung

Wer auf der Suche nach mehrstimmigen fetten Sounds im Stile der 70er ist, wird mit dem Poly D fündig. Mit einer authentischen Reproduktion der originalen „Typ-D“-Schaltung durch angepasste Transistoren und JFETs ist der Signalweg im Poly D rein analog. Die Klangerzeugung erfolgt paraphon, das heißt, dass sie mit den Oszillatoren mehrstimmig stattfindet. Die Klangformung mit VCF, VCA und Hüllkurven findet hier wiederum einstimmig statt. Das Keyboard mit den beleuchteten Pitchbend- und Modulationsrädern umfasst drei Oktaven. Desweiteren verfügt der Poly D über eine einschaltbare Glide-Funktion. Auf der Unterseite lassen sich mit einem Schraubenzieher Scale- und Range-Einstellungen der Oszillatoren individuell anpassen. Neben Audio- und MIDI-Anschlüssen sind auch Patch-Ausgänge wie After Pressure, Pitch, V-Trig und Velocity vorhanden, mit denen auch externe Synthesizer gesteuert werden können.

Über Behringer

Das in Deutschland von Uli Behringer gegründete und heute in China ansässige Unternehmen steht seit dem ersten Produkt, dem Studio Exciter F, für preiswertes Equipment. Mischpulte, wie das Eurodesk MX8000, sowie unzählige Signalprozessoren und später auch Beschallungsequipment ermöglichten es unzähligen Musikern auch bei begrenztem Budget ihre Heimstudios, Übungsräume und mobilen PAs mit Equipment auszurüsten, das sonst nicht erschwinglich war. Die Produktpalette von Behringer wuchs über die Jahre ständig weiter. Durch die Übernahme weiterer Firmen, u.a. Midas, Klark Teknik und TC Electronic, kamen nicht nur neue Produktgruppen hinzu, sondern es floss auch deren technisches Know How in die Produktentwicklung mit ein.

Sequenzer und Arpeggiator für abwechslungsreiche Texturen

Mit dem an Bord befindlichen spannungsgesteuerten und 32-stufigen Sequenzer kann man bis zu 64 Positionen mittels der links positionierten Tasten programmieren. Nachdem man eine Sequenz zum Laufen gebracht hat, kann man die Oszillatoren einzeln hinzufahren und verschiedene Tonlagen spielen lassen. Mit Verwendung des Arpeggiators in Kombination mit dem LFO, dem Chorus-Effekt und der Distortion lassen sich interessante Texturen schaffen. Je nach Ausrichtung der beiden Schalter fürs Key-Tracking lässt sich dieses in einer Stärke von 25 %, 50 % und 100 % umsetzen. Um mit dem Keyboard noch weitere interessante Funktionen kontrollieren zu können, kann man beispielsweise den Aftertouch-Ausgang mit dem Filtereingang verbinden. Möchte man eine klassische verzerrte Klangcharakteristik eines analogen Filters erreichen, so schließt man mit einem Klinkenkabel den Kopfhörerausgang in den External-Input-Eingang. So kann man dem Klang durch das Filter mehr „Drive“ hinzufügen.

108 Kundenbewertungen

M
Sehr, sehr nahe dran
Minimoog 09.09.2020
Ich habe DEN Vergleich durchgeführt: Meinen originalen Vintage Minimmog Model D Seriennummer 11866 und den Behringer Poly D.
Über die Äußerlichkeiten, Haptik usw. ist hier schon viel geschrieben worden, deshalb möchte ich diesen Teil weitgehend ausblenden. Zum Vergleich habe ich per Software-Utility die gleiche Tastenpriorität eingestellt und Velocity ausgeschaltet. Ebenso Distortion und Chorus.
Und nun zum Sound: Eins vorweg, ich habe anno dazumal eine kurze Zeit zwei Minis gehabt, beide mit dem zweiten Oszillatorboard. Und die haben alles andere als GLEICH geklungen. Das hängt unter anderem mit den Bauteiletoleranzen (teilweise bis zu 20%) und anderen "Widrigkeiten" der damals verfügbaren Analogtechnik zusammen. Deshalb kann der Poly D nicht genau wie irgend einer der Minimoogs klingen - vielleicht auch doch. Aber er kann den Klangcharakter eines Minimoog besitzen - und den hat das Teil weiß Gott. Ich habe meine ganzen Lieblings-Einstellungen ausprobiert und verglichen. Mit geschlossenen Augen glaubt man tatsächlich zwei verschiedene Minimoogs zu hören. Bis auf eine Sache: Die ganz tiefen, klassischen Moog-Bässe (32' + 16' +8', mittlere Emphasis usw.) kommen beim Poly D nicht so rüber wie bei meinem Original. Das ist mir als Techniker zwar unverständlich, ist aber definitiv so. Nicht falsch verstehen, die Bässe sind sehr gut, aber deutlich weniger druckvoll als beim Minimoog. Ich glaube, ich werde im Ladengeschäft von Thomann bei Gelegenheit mal schauen, ob das nur bei meinem Gerät so ist und ggf. ein Update anhängen.
Die Zusatzfeatures lasse ich übrigens ausgeschaltet, ich habe bei meinem Mini noch niemals Chorus oder Distortion benutzt.
Was mich bewogen hat, nun dem Poly D den Vorzug zu geben, ist der vierte Oszillator, den ich meist als LFO einsetze. Ansonsten ist auch die per Software-Utility umkonfigurierbare Tastenpriorität ganz gut, die Einstellung "Last" löst auch bei unsauberem Spiel bei jedem neuen Tastendruck eine Hüllkurve aus. Die Poly-Funktionen sind ein netter Gimmick, ersetzen aber natürlich keinen echten polyphonen Synthesizer.
Kurzum, wer den klassischen Minimoog-Sound liebt, sich nicht durch 1000 Presets hangeln mag, sondern seinen Sound direkt erschaffen will, für den hat Behringer genau das richtige Gerät. Mit geschlossenen Augen hört man den Unterschied zum großen Vorbild praktisch nicht mehr.
Negatives ist mir bisher nichts aufgefallen, der Langzeit-Test steht noch an, da hat der Minimoog 40 Jahre vorgelegt ;-)
Klare Kaufempfehlung.
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
17
0
Bewertung melden

Bewertung melden

T
Könnte besser sein...
Tauti 29.06.2021
Der Behringer Poly D als Kopie des legendären Model D könnte besser sein, was Features und Verarbeitung angeht.
Negative Punkte:
-Zur Verarbeitung: Bei meinem Model haben zwei Range-Schalter extrem viel Spiel. Schuld sind die billigen Kunststoffkappen, zudem scheint eine Filzleiste unter der Klaviatur zu fehlen, denn beim Spielen hauen die Tasten derart lautstark auf den Unterboden, dass man meint, sie gehen gleich kaputt, also sehr schlecht gedämmt das Ganze.
-Effekte: Chorus klingt gut, ist aber nicht regelbar und ein Delay hätte auch unbedingt reingemusst. Das ist heutzutage kein kostentechnischer und finanzieller Aufwand mehr.
-Sequenzer und Arpeggiator lassen sich nicht über MIDI synchronisieren.
-Hüllkurven+LFO: die Hüllkurven könnten schneller sein, der Wirkungsgrad des LFO ist schwach.
-Unisono+Poly Schalter: ein Witz, da kann man komplett darauf verzichten, weil die Klänge mit enormer Verzögerung und teilweise anderen Tönen erklingen, einfach nur chaotisch.
-Bedienungsanleitung: sehr dürftig und ungenügend.
-Netzteil: das Kabel sollte unbedingt länger sein, es ist sehr kurz gehalten.
Positive Punkte:
-Fast zu 100% identisch mit dem Original.
-Optisch ein sehr schöner Synthesizer.
-Vier Oszillatoren.
-Fetter, kraftvoller Klang.
-Viele externe Anschlussmöglichkeiten.
-Sehr günstiger Preis.
Fazit:
In einer MIDI-eingebundenen DAW zusammen mit vielen anderen Synthies, ist der Poly D in der heutigen Zeit eher nicht mehr zu gebrauchen. Wenn man schon solche Dinge wie Distortion, Chorus, Arpeggiator und Sequenzer außerhalb vom Original einbaut, dann hätte man das auch zeitgemäßer machen müssen. Der Korg Minilogue XD, z.B., stellt den Poly D gnadenlos in die Ecke, was Sounddesign, Bedienung und Technik angeht. Allerdings kann der Minilogue natürlich nicht mit dem fetten und druckvollen Sound mithalten, das muss man fairness halber sagen. So wird der Poly D in meinem Studio eher als schönes Deko- oder Möbelstück dienen, vielleicht kommt er doch irgendwann mal zum Einsatz, was aber eher eine Ausnahme sein wird.
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
5
3
Bewertung melden

Bewertung melden

A
Grandios
Andreas957 14.04.2021
Der Behringer Poly D ist ein analoger Synthesizer ohne Schnickschnack! Nicht mal die letzte Sequenz kann er sich beim Ausschalten merken und die Soundeinstellungen fotografiert man am besten ab.

Aber dafür gibt es Sound pur! Und die Maschine ist auch einfach und intuitiv programmierbar!

Wenn man einige (wenige) Grundkenntnisse in musikalischer Akustik hat oder sich mit analogen Synthesizern auskennt, kann man mit diesem Synth wunderbar volle, geradezu mächtige Bass- und Solosounds programmieren. 4 Oszillatoren lassen ja schon beinahe eine Art kleine additive Synthese zu, in jedem Fall ist ein wunderbar modulierender, oszillierender Klang in wenigen Augenblicken geschaffen.

Ich besitze auch einen Moog Sub37 und kann feststellen, dass der PolyD klanglich im Vergleich zu diesem extrem gut abschneidet. Die Hüllkurven des Poly D sind allerdings ein bißchen "weich".

Weil ich meine Synthessizermusik in Logic X schichte und dort weiter be- und verarbeite, ist der Poly D ein geniales Tool, was gelegentlich auch mal dazu einlädt, bei einer Flasche Wein einen Abend lang nur Kläge zu schrauben!

Intuitiver und schöner geht es eigentlich nicht, wenn man wie ich mit einem EMS Synthi A und einem Korg MS 20 groß geworden ist.

Für alte Analog-Enthusiasten (und nicht nur die) eine klare Kaufempfehlung!
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
2
0
Bewertung melden

Bewertung melden

J
Ein "Minimoog" zum Minipreis
Jürgen1955 02.02.2021
Nachdem ich schon seit den 70er Jahren mit einem Minimoog geliebäugelt hatte (es aber "nur" zu diversen Korgs etc. gereicht hatte), habe ich mir als nunmehr Rentner Ende 2020 einen Poly D zugelegt. Ziel war, auf möglichst preiswerte Weise herauszufinden, ob es mir nach rund 35 Jahren Abstinenz wieder Spaß machen würde, aktiv mit der Musik anzufangen. Nachdem mir dann auch ein Experte von Thomann zu dem Poly D als "Wiedereinstiegsmodell" geraten hatte, hab ich's einfach mal ausprobiert - und bereue nichts! Der Poly D hat einen super Klang, der mich als alten Rick-Wakeman-Fan sehr anspricht und wieder auf den "Musikgeschmack" gebracht hat. Ein kleiner Nachteil bei der ansonsten sehr ansprechenden Verarbeitung sind einige etwas wackelnde Potis ("Range" und "Waveform"), die aber die Funktionen nicht beeinträchtigen und womit ich angesichts des Minimoog-Sounds zum Minipreis sehr gut leben kann.
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
1
1
Bewertung melden

Bewertung melden

Passend von YouTube

Beratung