Roland JU-06A

Synthesizer Modul

  • digitale Nachbildung der Juno-60 und Juno-106 Synthesizer
  • 4-stimmig polyphon
  • basierend auf ACB Technologie
  • umschaltbar zwischen Juno-60 / Juno-106 Modus
  • Arpeggiator und 16-Step-Sequencer
  • Chord-Memory-Funktion
  • analoger Clock-Eingang (3.5 mm Klinke)
  • integriertes USB Audiointerface 24-Bit / 44.1 kHz
  • DCO mit Sägezahn- und Pulse-Wellenformen, Suboszillator und Rauschen
  • statisches Hochpassfilter
  • resonanzfähiges Tiefpassfilter
  • LFO und ADSR-Hüllkurve
  • Chorus- und Delay-Effekt
  • 64 Speicherplätze pro Sound-Mode
  • Stromversorgung über 4x AA Batterie oder USB
  • kompatibel mit Boutique Dock DK-01 Art. 398239 und Keyboard K-25m Art. 372624 (beides nicht im Lieferumfang enthalten)
  • Abmessungen (B x T x H): 300 x 128 x 49 mm
  • Gewicht: 995 g

Anschlüsse:

  • Stereo Line-Ausgang: 3.5 mm Klinke
  • Stereo Kopfhörer-Ausgang: 3.5 mm Klinke
  • Stereo Line-Eingang: 3.5 mm Klinke
  • MIDI In/Out
  • Micro-USB Port

Weitere Infos

Bauweise Desktop
Anzahl der Stimmen 4
Tonerzeugung Modeling
MIDI Schnittstelle 1x In, 1x Out
Speichermedium Intern
USB Anschluss Ja
Effekte Ja
Arpeggiator Ja
Anzahl der analogen Ausgänge 1
Digitalausgang Nein
Display Nein

Der Juno-106 im Taschenbuchformat

Mit dem JU-06A stellt Roland eine authentische und kompakte Nachbildung des legendären Boutique-Synthesizers Juno-106 und dessen Vorgänger, dem Juno-60, bereit. Der Juno-106 stammt aus den 80ern und wurde von vielen bekannten Künstlern wie Fatboy Slim, Depeche Mode und Vangelis genutzt. Die Oszillatoren sind hier bereits digital gesteuert, der analoge Signalweg wurde beibehalten. Das Urgestein war dank des analogen Signalwegs für seine warmen Flächenklänge und die flexiblen Möglichkeiten der Klangformung beliebt. Der JU-06A ist deshalb an dieses bewährte Konzept angelehnt. Beim Design wurde darauf geachtet, dass auch das Spielgefühl des Juno-106 beibehalten wird. Der JU-06A ist vierstimmig polyphon. Neben dem Nachbau der klassischen Module finden sich hier auch einige neue Features, wie etwa ein schnellerer LFO und ein stufenloses High-Pass-Filter.

Klassische Handhabung wie in den 80ern

Die Bedienung des Synthesizers läuft beim neuen JU-06A anstatt über Drehregler über Fader, die im Gegensatz zum Vorläufer außerdem beleuchtet sind. Beim Einschalten des Synths muss zunächst durch das gleichzeitige Bedienen von Bank und Patch ein Soundprogramm aktiviert werden. Zum Abspeichern des Klanges betätigt man eine Tastenkombination. Pro Sound-Mode sind hier 64 Speicherplätze verfügbar. Ausgestattet ist der JU-6A mit einem DCO, welcher Sägezahn- und Pulse-Wellenformen umsetzen kann. Darüber hinaus ist er auch in der Lage, weißes Rauschen sowie Sub-Oktaven zu verwirklichen. Die Range des Oszillators kann auf 4, 8 und 16 eingestellt werden. Fehlen darf natürlich auch kein LFO, der neben einem Rate-Fader auch einen Delay-Fader besitzt. Bei dem Filter lässt sich neben klassischen Funktionen wie Frequenz und Resonanz auch die Polarität der Hüllkurve umdrehen. Um den sechzehnstufigen Step-Sequenzer zu bedienen, müssen die Chorus- und die Manual-Taste gleichzeitig bedient werden. Mit an Bord ist auch ein vom Tempo des LFO unabhängiger Arpeggiator, bei dem sich die Range und die Richtung einstellen lassen.

Flexible Nutzung klassischer Sounds

Der JU-06A ist dank seiner geringen Größe und seiner alternativen Möglichkeiten der Stromversorgung sehr portabel. So kann er über USB per Computer oder Steckdose, aber auch über vier AA-Batterien betrieben werden. Mit seinem Kopfhörerausgang auf der Rückseite inklusive Lautstärkedrehregler können Musiker problemlos spielen, ohne andere dabei zu stören. In Studio- und Live-Situationen kann der Synthesizer von anderen Geräten MIDI-Daten empfangen und von einer externen Clock betrieben werden. Ein Trigger-Out eines externen Synths lässt sich beispielsweise als Clock-Signal verwenden. Mit seinen 64 Patches erinnert der Klang des JU-06A schnell an viele Hits der 80er. Für Nostalgiker lässt sich hier auch zwischen der Klangcharakteristik des Juno-60 und des Juno-106 hin- und herschalten. Bei der Klangerzeugung wurde auf Rolands ACB-Technik Wert gelegt, die auch bei der AIRA-Serie zum Einsatz kam. Sie kann die analogen Schaltungen aus den 80ern recht authentisch nachbilden.

Über Roland

Die Firma Roland wurde 1972 in Osaka, Japan, gegründet und entwickelt und baut seitdem elektronische Musikinstrumente. In seiner erfolgreichen Geschichte hat Roland viele wegweisende Instrumente auf den Markt gebracht, von legendären Drumcomputern wie TR-808 oder TR-909 bis hin zu Synthesizer-Klassikern wie Jupiter-8, SH-101 oder der kultigen TB-303. Neben den Synthesizern sind auch die Workstations und E-Pianos aus dem Hause Roland sehr beliebt. Ebenso bekannt ist die zu Roland gehörende Marke Boss, unter der vor allem Gitarreneffektgeräte entworfen und vertrieben werden.

Nostalgischer Klang mit neuen Funktionen

Mit der Chord-Funktion lassen sich nacheinander gespielte Noten als Akkord umsetzen. Hierzu muss die entsprechende Taste gedrückt gehalten werden, während Noten nacheinander gespielt werden. Die Hold-Taste kann Noten beliebig lange halten und somit ein Fußpedal platzsparend ersetzen. Beim Verwenden des Arpeggiators muss zunächst die dementsprechende Taste gedrückt werden, um anschließend aus mehreren Noten eine Melodie zu formen. In Kombination mit der Hold-Funktion lassen sich somit schnell Melodien umsetzen, deren Klang sich mit beiden Händen über den VCF bearbeiten lässt. Mit dem Pattern-Sequenzer lassen sich bis zu 16 Patterns abspeichern und schnell abrufen. Der letzte Schliff kann dem Sound mit einem von zwei Chorus-Effekten sowie mit einem Delay-Effekt verliehen werden.

Im Detail erklärt: ACB

Das Kürzel ACB steht für Analog Circuit Behaviour. Es fängt den Klang der angesehensten Klassiker Rolands ein - vom TR-808 bis zum Juno-106. Jedes Detail der analogen Schaltungen wurde hier analysiert. Nur alle Bauteile gemeinsam ergeben die erwünschte klangliche Charakteristik. Die Technik wurde in Rücksprache mit den Originalingenieuren der bewährten Synthesizer entwickelt, da diese damals einen bestimmten Ansatz wählten, welcher die Leistung analoger Bauteile maximiert. Durch die heutige Rechenleistung des modernen DSPs (Digital Signal Processings) kann die ACB-Technik auch klangliche Verbesserungen erzielen, die die Ingenieure aufgrund der damals technisch begrenzten Möglichkeiten noch nicht umsetzen konnten. Dank dieser Technologie bringt Roland immer wieder Instrumente auf den Markt, die Künstler heute noch genauso inspirieren wie damals.

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14 Kundenbewertungen
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4.9 /5
  • Bedienung
  • Features
  • Sound
  • Verarbeitung
Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Beinahe super
Phileas Fogg, 18.03.2020
Klanglich ist das Modul überragend. An dem alten Juno 60 habe ich früher viel Zeit verbracht, und dies hier verhält sich exakt genauso. Die Fader sind angenehm und auch nicht zu kurz, die Taster haben einen sauberen Druckpunkt. Das Einstellen ist ein Vergnügen, auch weil man mit mehreren Fingern viele Parameter gleichzeitig verändern kann.

Aber es gibt auch Abstriche: da nun schon mal alles digital ist, wäre es leicht gewesen, ein paar sinnvolle Ergänzungen draufzupacken. Hat Roland nicht wirklich gemacht. Die Anschlagsdynamik und die Modwheelsteuerung sind sehr eingeschränkt. Der (monophone!) Sequenzer ist sehr, sehr einfach gehalten; Para-locks Fehlanzeige. Immerhin ist ein simples Delay verbaut. Die Miniklinken-Ausgänge machen mir Angst: setzt man einen Adapter mit einem regulären Klinkenstecker ein, entsteht ein wackeliger 9 cm langer Hebel, der auch bei geringer Krafteinwirkung die Buchse aufbrechen könnte. Dass man - wie bei allen Boutique-Geräten - ein überteuertes Gehäuse dazukaufen muss, sollte man vorher mit einkalkulieren. Die größte Frechheit ist aber, dass die im Original bereits knappen sechs Stimmen hier auf vier reduziert wurden. Das tut gerade bei Legato-Pads (ansonsten eine große Juno-Stärke) weh, weil die Töne beim Ausklingen viel zu früh abgeschnitten werden.

Schade um den vergebenen Elfmeter. Spaß macht der kleine Juno aber allemal.
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Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
einfach nur genial
Guggi, 14.11.2019
Den Sound der 80 immer schon gesucht - endlich gefunden
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