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Online-Ratgeber: Studiomonitore

2. Die Idee des Nahfeldmonitors

Studiomonitore – wir wollen in diesem Onlineberater mehr auf die "Nahfeldmonitore" eingehen – sind im allgemeinen zum Abhören bei Aufnahme und Mischung von Audiomaterial im Studio erforderlich. Doch was unterscheidet einen Nahfeldmonitor von einer normalen Lautsprecherbox? Schauen wir uns zuvor noch einige Begriffe an, dann wird alles verständlicher:

Monitor

Das Wort Monitor kommt aus dem Lateinischen und heißt überwachen. Wie bereits oben erwähnt, wollen wir mit einem Studiomonitor den Sound einer Aufnahme und der anschließenden Bearbeitung überwachen.

Nahfeld

Jeder Raum, auch jeder Regie- oder Aufnahmeraum, weist aufgrund von Schallreflexionen seine eigene Akustik auf. Jede Wand, jedes Möbelstück, jede Oberflächenbeschaffenheit nimmt Einfluss auf die Akustik. So wird die Akustik in einem akustisch nicht optimiertem Studio zu einem schwer zu kalkulierenden Faktor in der Aufnahmekette, der möglichst ausgeschaltet werden sollte. Da aber die akustischen Eigenschaften der Luft in jedem Raum die gleichen sind, sollte man einen Bereich finden, in dem Reflektionen nicht zu hören sind. Die Grenze, wo Direktschall und der von den umgebenen Flächen reflektierte Schall den gleichen Pegel haben, nennt man Hallradius.

Innerhalb des Hallradius dominiert der Direktschall, während außerhalb reflektierter Schall überwiegt. Die Größe des Hallradius ist abhängig von der Raumakustik und von der Richtwirkung der Lautsprecher. Je kleiner das Raumvolumen ist und je stärker der Raum Schall reflektiert, desto kleiner ist der Hallradius. Hinzu kommt, dass der Hallradius bei Lautsprecherwiedergabe frequenzabhängig ist. Lautsprecher bündeln hohe Frequenzen stärker, während tiefe Frequenzen nahezu ungerichtet abgestrahlt werden. Der Hallradius ist also für hohe Frequenzen größer als für tiefe Frequenzen. Erweitern lässt sich der Hallradius durch Optimierung der Raumakustik mit Absorbern und Difussoren. Absorber verringern die Schallrückwürfe. Reflexionen wirken sich somit weniger stark aus. Diffusoren streuen die übrigen Reflexionen räumlich, zeitlich und phasenmäßig. Der verbleibende Nachklang hat dadurch weniger färbenden Einfluss auf die Wiedergabe der Lautsprecher.

So, und was hat das nun mit Nahfeld zu tun? Bitte lachen Sie nicht, denn es hat nichts damit zu tun! Der Begriff Nahfeldmonitor ist eigentlich falsch gewählt. Nah- und Fernfeld sind Charakteristika des von der Schallquelle erzeugten Schallfeldes und unabhängig von der Akustik des Raumes. Es handelt sich um einen Begriff der technischen Akustik und ist für Tontechniker weniger interessant. Besser wäre es eigentlich, solche Lautsprecher Frei- oder Direktfeldmonitore zu nennen. Nun hat sich aber diese falsche Begrifflichkeit wider besseren Wissens über viele Jahre längst etabliert, sodass wir natürlich bei der Bezeichnung Nahfeldmonitor bleiben werden.

Nahfeldmonitoring

Die Idee des Nahfeldmonitors ist es nun, die Abhörposition so gut wie möglich ins Direktschallfeld, also innerhalb des Hallradius zu verlegen. Die Raumeinflüsse können dadurch deutlich minimiert werden. Im Hoch-/Mitteltonbereich klappt das wie gesagt recht gut. Im Bassbereich ist der Hallradius in typischen Räumen aufgrund der ungerichteten Abstrahlung allerdings relativ klein. Für den Bassbereich ist es daher fast unmöglich eine Sitzposition innerhalb des Hallradius zu realisieren. Hier dominieren Raumeinflüsse wie Raumresonanzen das Klangbild,besonders, wenn der Raum im Bassbereich ungenügend behandelt wurde. Aufgrund der verhältnismäßig nahen Abhörposition sind Nahfeldmonitore in Ihrer Bauweise relativ klein. Typischerweise werden Nahfeldmonitore als Bassreflex-Box mit einem Tiefton-Chassis der Größe 4,5", 5", 6, 7" oder 8" gebaut. Nahfeldmonitore haben daher aufgrund des geringen Boxenvolumens und der kleinen Chassis prinzipbedingt eine schwächere Basswiedergabe, als große Main-Monitore. In der Regel ist die Frequenzbandbreite von 8" Monitoren mit Bassreflexrohr für die meisten Anwendungen ausreichend.

Konstruktiv unterscheiden sich Nahfeldmonitore nur wenig von HiFi-Lautsprechern. Es ist eher das Klangideal, das den Unterschied macht. HiFi-Lautsprecher sollen in erster Linie ein ästhetisch schönes Klangerlebnis ermöglichen. Der Hörer möchte die Musik maximal genießen können. Weiche Höhen und ein fulminater Bass wird häufig für die Musikwiedergabe gewünscht. Im Studio muss eine andere Klangphilosophie her. Hier geht es nicht um Schönklang, sondern um die unverfälschte Wiedergabe bei Aufnahme und Mischung. Der Tontechniker muss in der Lage sein zu bewerten, ob die Signale, die er aufnimmt und abmischt gut klingen oder nicht. Der gute Klang kommt im Idealfall von der Aufnahme selbst, nicht von der Lautsprecherbox. Nur so ist es möglich, Mischungen zu erstellen, die nicht nur im Mischraum amtlich klingen, sondern auch auf jedem anderen Wiedergabesystem. Das Klangideal der Studiobox ist daher Neutralität. Die Lautsprecher sollen klanglich transparent sein. Unter Transparenz versteht man die unverfälschte Wiedergabe des Signals. Eine normale Fensterscheibe aus Glas ist transparent, eine Ornamentglasscheibe hingegen verschleiert den freien Blick. Details verschwinden, Sie können allenfalls noch die Umrisse sehen. Genauso ist Transparenz in Bezug auf Audio zu verstehen.

Nahfeldmonitore sind heute praktisch immer in aktiver Bauweise realisiert. Der passive Lautsprecher ist praktisch komplett verdrängt worden. Was ist der Unterschied?

Passive Lautsprecher haben keine eigene Verstärkung. Um einen passiven Lautsprecher betreiben zu können, benötigen Sie also zusätzlich einen geeigneten Verstärker. Die Frequenzweiche, die für die Aufteilung des Signals auf Hoch- und Tieftöner verantwortlich ist, sitzt im Signalfluss direkt vor den Chassis. Sie muss daher für hohe Signalströme aus dem Verstärker ausgerichtet sein. Das macht sie verhältnismäßig teuer und, obwohl sie nur aus Spulen und Kondensatoren besteht, gar nicht so trivial in der Konstruktion. Zumindest dann, wenn sich die Frequenzweiche nicht negativ auf den Klang auswirken soll.

Bei aktiven Lautsprechern sitzt die Frequenzweiche vor dem Endverstärker und muss daher nur mit deutlich geringeren Signalleistungen umgehen können. Der Filteraufbau kann mit aktiven Verstärkerbauteilen erfolgen, die heute deutlich günstiger sind. Phasenprobleme im Bereich der Trennfrequenz lassen sich mit aktiven Filtern deutlich besser in den Griff bekommen. Die Verstärker sind im Lautsprecher integriert. In der Regel bekommt jedes Chassis seine eigene Endstufe. Frequenzweiche, Endstufe und Chassis können vom Hersteller optimal aufeinander abgestimmt werden. Bei der passiven Box ist ja zumindest der Verstärker eine Unbekannte für den Hersteller. Bei geringeren Kosten können die Hersteller also in aktiver Bauweise hochwertigere Lautsprecher konstruieren.

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Ein Thomann-Fan
Hallo war zum ersten mal auf Ihrer Website ... toll gemacht.
xxxharczogalla@xxxelmail.de, 18.05.2017

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