Adam Sub 8

8" Subwoofer

  • Basslautsprecher aus beschichteter Papiermembran
  • Frequenzgang: 28 Hz-150 Hz
  • Frequenzobergrenze einstellbar: 50 - 150 Hz
  • Lautstärkeregelung (mit Fernbedienung): -40 - +12 dB
  • Hochpassfilter für angeschlossene Lautsprecher (schaltbar): 85 Hz
  • Ausgangsstärke 160 W / 240 W
  • Eingang Symmetrisch XLR
  • Abmessungen (BxHxT): 260 x 410 x 380 mm
  • Gewicht: 12 kg

Weitere Infos

Bestückung 1x 8"
Leistung 240 W
Frequenzgang 28 Hz – 150 Hz

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Features
Sound
Verarbeitung
Eco-Sub Shoot-Out mit Neumann KH 120A
FROSTBOX, 14.08.2017
Es traten gegeneinander an: Adam Sub 8 vs. Monkey Banana Turbo 10s vs. Presonus Temblor T10

Ich suchte für meine Neumann KH 120A einen Sub. Das Original von Neumann zählt sicher zum Besten, was man kaufen kann. Ich plane aber, den Sub beim Produzieren nur bei Bedarf mal dazu zu schalten, um einen groben Überblick über das untere Frequenzband <50 Hz zu erhalten und habe im Frequenzkeller keinen ganz so großen Anspruch, wie bei den Satelliten ? die KH 120A erfüllen meiner Meinung nach sehr hohe Ansprüche im Bereich von etwa ab etwa 55Hz nach oben. Für genauere Analysen im Sub-Bereich empfinde ich gute Kopfhörer i.d.R. als das genaueste bezahlbare Werkzeug. Daher ist die Qualität bei Anschaffung eines Subs für mich etwas nachrangiger, als bei den Monitoren selbst.

Ich bestellte nach einiger Recherche 3 Subwoofer, um sie direkt in meinem ca. 18qm kleinen, asymmetrischen Raum (akustisch nicht wirklich optimiert, aber ziemlich vollgestopft und klingt daher sogar relativ gut) gegeneinander antreten zu lassen. Lautsprecher muss man meiner Meinung nach möglichst immer an ihrem Bestimmungsort testen, alles andere macht wenig Sinn.

Es fanden sich zum Test ein: Adam Sub 8, Monkey Banana Turbo 10s und Presonus Temblor T10. Damit traten auch 3 unterschiedliche Konzepte gegeneinander an ? Downfire (Adam) vs. Backfire (Monkey Banana) vs. Frontfire (Presonus).

Für den Test habe ich FLAC-Dateien über einen Teufel Raumfeld Connector (recht anständiger Cirrus Logic D/A-Wandler) abgespielt, sowie Vinyl von einem Rega RP1 mit Ortofon 2M Red über einen Musical Fidelity V90-LPS Phono-PreAmp. Verkabelt habe ich ausschließlich direkt über Cinch-XLR Kabel, bzw. XLR-Kabel (Sub -> Neumann) von Cordial. Zudem habe ich meine Mixe über ein M-Audio ProFire 2626 abgehört. Die X-Over-Frequenzen der Subs variierte ich zwischen 60-80 Hz, letzteres ist die Empfehlung von Neumann für die KH 120. Für den Test spielte ich gänzlich unterschiedliche Musik: von Wagner, Beethoven und Mozart zu Miles Davis, Nina Simone und Cannonball Adderley, über Beatles, Radiohead und DJ Koze, bis hin zu Kanye West, A Tribe Called Quest oder Dr. Dre, sowie Nirvana, Queens Of The Stone Age, Sunn O))), Slayer, Refused... Und noch viel mehr. Hat Spaß gemacht!

Der Adam Sub 8 reichte in meinem kleinen Testfeld deutlich am tiefsten hinab. Ich habe einen Tongenerator installiert und konnte ihn bis rund 24 Hz noch ganz ordentlich laut hören und vor allem spüren. Das ist Fluch und Segen zugleich: zum einen fördern diese extrem tiefen Frequenzen alle Unzulänglichkeiten des Raumes besonders stark zu Tage. Zum anderen hat man ohne Abstriche praktisch die komplette hörbare Frequenz-Range vor sich. Auffällig am Sub 8 im Vergleich zu den anderen beiden Testteilnehmern war, dass seine (dankenswerter Weise vorhandene) Schutzschaltung z.T. schon bei gehobener Zimmerlautstärke den Sub abschaltet, wenn besonders energiereiche Bassanteile vorliegen (z.B. elektronischer Dub), wohl auch ein Tribut an seinen Tiefgang. Zum Klang: ich empfand den Sub 8 als deutlich zu überambitioniert in den ganz tiefen Frequenzen, ich hatte das Gefühl, dass er auch eher knackigem Mittel-Bass noch ?auf Teufel komm raus? einige <30 Hz-Frequenzen unterjubeln musste. Im Gesamtbild war er mir einfach zu Hifi-mäßig, auch wenn er rein ?vom Ton her? meiner Meinung nach den rundesten und schönsten Bass-Klang hatte und recht schnell wirkte. Gut war auch die geringe Ortbarkeit. Ein echter Nachteil ist das Fehlen eines Bypass-Fußschalters. Für manche mag dieses Feature nicht so wichtig sein, ich hingegen empfinde es als sehr wichtig (s. Einleitung). Nun gab es allerdings einen Fauxpas, mit dem sich der Sub 8 für mich aus allen weiteren Überlegungen verabschiedete: den Klangverlust der durchgeschleiften Neumänner. Die KH 120A verloren eindeutig hörbar an Räumlichkeit. Dieses geniale, 3D-artige Stereopanorama ging einfach komplett verloren, sobald die Neumänner ihr Signal durch den Adam Sub 8 erhielten und sie wurden auf soundmäßiges Normalmaß runtergestuft. Ein No-Go. Ich kann natürlich nicht sagen, ob dies ein Problem des konkreten Gerätes war, also ein Defekt, oder ob alle Sub 8 diesen Effekt zeigen. Ich ging auf Nummer sicher und bat 2 weitere Testpersonen mit guten Ohren, auf Veränderungen der Räumlichkeit zu achten, sobald ich das Signal durch den Adam schickte. Beide rümpften sofort die Nase und kamen zum gleichen Urteil, wie ich geht gar nicht. Schade.

Dieses Problem zeigten weder der Turbo 10s, noch der Presonus, beide reichten das Signal in ordentlicher Güte weiter, allerdings wird es vom Presonus für meinen Geschmack etwas zu heftig verstärkt. Letzterer spielte bei meinem Sinus-Ton-Test noch bis knapp unter 30 Hz gut hörbare Töne ab, der Monkey war diesbezüglich etwas enttäuschend, ab etwa 32 Hz hört (und spürt) man ihn kaum noch, bei 30 Hz bleibt er schon stumm. Allerdings klingt er angesichts dessen im musikalischen Einsatz erstaunlich gut, tief und rund. Mir gefiel sein gutes Zusammenspiel mit den Neumännern, die Kombination klang einfach recht stimmig, passend und rund. Allerdings: der Temblor T10 stand dem praktisch in nichts nach und bot darüber hinaus noch den Vorteil, dass man mit ihm auch richtig viel Spaß haben kann: pfeift man auf die ?feine, lineare Klinge? und pumpt den Sub nach dem 3. Pils absichtlich partymäßig übertrieben auf, nickt der Kopf so heftig, dass doch arge Nackenschmerzen drohen. Dafür entschädigt dann das verklärt-schiefe Lächeln. Der Monkey Banana geht etwas früher in die Knie und fängt dann spürbar an, zu verzerren. Da sich der Temblor T10 und der Turbo 10s in Sachen Ausstattung weitgehend ähneln (mitgelieferter Bypass-Tritt hier, digitale Eingänge dort) und sich klanglich bei leichten Unterschieden in etwa das Wasser reichen können, fiel meine Entscheidung dann schlussendlich zugunsten des rund 1/3 günstigeren Presonus Temblor T10. Der Monkey war zwar eine Spur analytischer und genauer, dafür hat der Temblor die Souveränität von ordentlichem Dampf und etwas mehr Tiefgang.
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In Verbindung mit der A7 ein MUSS!
Volker aus U., 08.04.2010
Habe heute endlich den Sub8 zu meinen A7 (die ich schon etwas länger mein Eigen nenne) bekommen. Die A7 ist bekanntermassen eine Klasse für sich, beim Mixen ist mir allerdings aufgefallen, dass das Klangbild im Mittenbereich etwas verwaschener wurde, sobald Instrumente im Bassbereich ins Spiel kamen.

Dieses Problem gehört ab sofort Vergangenheit an. Habe die Konfiguration mit einigen CD's getestet (u.a. Loreena McKennit - Live at the Alhambra, Eden's Brige - Isle of Tides) - Ergebnis: einfach irre! Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in dieser Preisklasse etwas besseres auf dem Markt gibt. Muss allerdings dazu sagen, dass ich mit moderatem Pegel höre, stehe nicht so auf Presslufthammerlautstärken.

Kleiner Tipp: Es ergab sich naturgemäß das Problem, die korrekte Lautstärke und Phasenlage für den Sub zu ermitteln.
Die Lösung, hier 125 Hz Testton runter laden und die Satelliten direkt neben den Subwoofer stellen. 85Hz Satellitenfilter ein, Übergangsfrequenz des Subs auf 150 Hz (Satelliten und Sub übertragen dann die 125 Hz gleichzeitig). Den Phasenschalter so einstellen, dass dieser Out-Of-Phase arbeitet.

Nun die Lautstärke am Sub so einstellen, dass der Testton am leisesten ist (bei gleicher Lautstärke löschen sich die Frequenzen des Sub und der Satelliten gegenseitig aus). Abschließend den Phasenschalter umschalten, so das der Testton wieder laut zu hören ist (dann sind Satelliten und der Sub korrekt in Phase). Letztendlich die Übergangsfrequenz des Subs wieder auf 10 Uhr stellen - fertig.
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Nach unten lauter
Peeeter, 07.05.2020
Betreibe den Subwoofer mit 2 x JBL LSR 305 MkI zum Musikhören, Gaming und Filmeschauen zusammen mit Mischpult und Audio Interface am PC.

Zuvor habe ich mir einige andere Subwoofer angehört:
- Adam Sub 7: War mir für seine Preisklasse nicht laut genug.
- Temblor T10: Netzteil summte hörbar in unmittelbarer Nähe
- Swissonic Sub 10: Auch hier hörbares Netzteil Summen
Bei allen drei hat mir aber der Sound gut gefallen.

Ich habe mich für den Sub 8 entschieden, weil er an seinem Standort bei mir gefühlt deutlich tiefer spielt als die anderen. Auf der anderen Seite sind die höheren Bassfrequenzen etwas leiser und klingen für mich dadurch nicht ganz so knackig. Das ist meiner Meinung nach Geschmackssache, insgesamt hat das Gerät mehr als genug "Bumms".

Für mich ist dazu die Ausstattung ein klares Kaufargument:
- Fernbedienung für Crossover und Pegel
- Cinch und Symmetrische Stecker
- Tief- und Hochpassfilter
- Automatisches Abschalten (wobei dieses bereits bei recht lauten Pegeln abschaltet, hier könnte der Sub etwas empfindlicher sein)
Außerdem gefällt mir sein formfaktor, er ist etwas platzsparender.

Mir macht der subwoofer auf 20 qm viel Freude und er wird später auch seinen Einzug in's Heimkino am AV-Receiver finden!
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Sub8
D.E.S., 12.07.2018
Zusammenfassung:
Guter, kleinerer Sub mit wenigen Schwächen, der in kleinen Räumen Mixing-Arbeit und Musikgenuss spürbar verbessert.

Prolog:
Ich hatte schon länger mit dem Gedanken gespielt mir einen Sub zuzulegen, da ich im gegebenen Raum und auf den Adam Boxen bei Musikstilen die auch Bass jenseits der 70Hz benötigt einfach nicht mehr viel hören konnte. Im Internet gab es dazu eher negative Meinungen ? von ?ein Sub bringt alle Schwächen des Raumes hervor und ist schwer zu bändigen? bis hin zu eher esoterischen Kommentaren, Subs seien ?für Mixing zu langsam? (?) ? war die allgemeine Erwartung bei Subwoofern scheinbar eine geringe. Ich war also mit dem Verpackungsmaterial extra vorsichtig ;)

Das Setup:
Genutzt wird der Adam Sub8 hier in Kombination mit zwei altehrwürdigen Adam P11a; das Signal geht dabei vom 12-Spur Yamaha Mischpult in den Sub8 und von hier aus in die Satelliten. Der Raum ist ein klassisches Schlafzimmerstudio, ungefähr 13qm² groß, ausgestattet mit 8 GIK 244 Breitbandabsorbern an den Erstreflektionspunkten.

Der Sub, und die Stärken:
Nach dem Auspacken stellte sich zuerst die Frage nach der Aufstellung. Nach einigem Probieren stellte sich heraus, dass der Sub den besten Klang liefert, wenn er einfach zwischen den Satelliten plaziert ist. Tatsächlich erzeugte der Sub auch sogleich in tiefen Moden kraftvolle Erdbeben, so dass ich noch eine Linearisierung des Bass- und Subbassbereichs per nachgeschaltetem ProQ vornahm. Das Ergebnis war in Anbetracht der vielen negativen Erwartungen überraschend. Der Sub bindet sich hier in das 2:1 Setup so ein, dass man ihn als separaten Woofer nicht wahrnimmt, ich habe eher das Gefühl die P11a wären plötzlich nach unten erweitert worden. Dabei ist die Erweiterung im Sweetspot allerdings nicht bis 28Hz sondern eher bis 31Hz linear, was für meine Zwecke aber völlig ausreicht. Sowohl beim Musikhören als auch beim Mixing machen sich die zusätzlichen 40Hz stark bemerkbar, dazu kommt, dass die HP Schaltung dazu führt, dass die Satelliten bei 80dB+ weniger überfordert wirken und die Mitten/Tieftöner ihren Frequenzbereich nun verzerrungsfreier und etwas räumlicher wiedergeben. Verzerrungen oder klare Schwächen bei der Basswiedergabe konnte ich beim Sub8 nicht erkennen; auch die in einem anderen Review angesprochene ?zusätzliche Oktave? erscheint mir eher ein Problem mit dem Raum zu sein. Der Sub bildet Bass sehr angenehm, gleichmässig und ? wohl auch aufgrund seines eher flachen Tiefpass ? harmonisch detailiert ab.

Besonderes und Nachteile:
Für mich etwas gewöhnungsbedürftig war bei der Aufstellung auf dem Mixing Desk die nach unten gerichtete Reflexöffnung ? etwaige Folien / Papiere etc., verselbstständigen sich gerne mal. Was ich verwunderlich fand war, dass der HP des Subwoofers (für meine Erwartung) nicht sonderlich steil ist. Was einerseits sicherlich zu einer smootheren Einbindung des Klangbildes führt erzeugte am Anfang etwas Stirnrunzeln, weil man es dadurch nicht hinbekommt, dass die Satelliten untenrum tatsächlich gar nichts mehr mitkriegen. Schade ist bei einem Subwoofer, dass sich die Phase nur 180° schalten lässt ? bei der Wellenlänge tiefer Frequenzen wäre eine Stufung der Phasenumkehr für mich praktisch gewesen.
Klarer Nachteil ist die etwas merkwürdige Reaktion des Subs auf Inputsignale, die er als laut einstuft. Hierbei kann es vorkommen, dass ein mittenlastiges Signal mit Peaks um die 88+dB den Subwoofer dazu bringt ständig abzuschalten, während ein Tiefpass-gefiltertes Bassmonster á la Brostep bei relativ gleicher oder sogar höherer Lautstärke fast das Haus einstürzen lässt, ohne dass der Woofer mit der Wimper zuckt. Ein Nachfragen bei Adam gab hier nur relative Klärung, der Sub wäre etwas empfindlich was die anliegende Spannung angeht; hier scheint es sich also eher um eine Besonderheit eines Bauteils zu handeln, als um eine Schutzfunktion. Für Producer, die höhere Peaks brauchen ohne dass der Sub8 schlapp macht würde ich daher empfehlen ihn separat anzuschließen, sei das über mehrere Outs vom Pult oder einen Monitor Controller.

Fazit:
Meine Sorge war unbegründet, der Sub8 ist innerhalb weniger Tage integraler Bestandteil meines Hörgenusses und meiner kreativen Arbeit geworden und ich habe hier definitiv den richtigen Kauf getan. Wer mehr Power und mehr Tiefe braucht, für den lohnt sich aber vielleicht der Vergleich mit entsprechend stärkeren Modellen.
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