ESI MAYA44 eX

PCIe-Audiointerface

  • mit 4 analogen Eingangs- und 4 analogen Ausgangskanälen (gleichzeitig nutzbar)
  • 1 Mikrofonvorverstärker mit 48 V Phantomspeisung
  • Hi-Z Instrumenteneingang
  • 24 Bit / 96 kHz AD/DA-Wandler
  • optischer S/PDIF Ein- und Ausgang
  • DirectWIRE 3.0
  • Unterstützung von Microsoft Windows 7, 8, 8.1 & 10 32- & 64-bit
  • Low-Latency EWDM-Treiber: MME, WDM, DirectSound und ASIO 2.0 Support
  • inkl. inTone 2 ESI Edition und Deckadance LE

Weitere Infos

Wandler 24 bit/96 kHz
Mikrofon Eingänge 1
Phantomspeisung Ja
Instrumenten Eingang 1
Line Eingänge 4
Digitale Eingänge S/PDIF
MIDI Schnittstelle Nein
SYNC Nein
Analoge Ausgänge 4
Digitale Ausgänge S/PDIF
Kopfhöreranschluss Ja
Zero Latency Monitoring Ja

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4.2 /5
  • Bedienung
  • Features
  • Sound
  • Verarbeitung
Gesamt
Verarbeitung
Features
Bedienung
Sound
Echzeit Latenz für den normalen PC beim Spielen von VST Instumenenten
Ralf aus A., 06.09.2019
Mit der MAYA44 eX kann ich mit meinem neuen Win 64 Standard-PC ein VST Instrument mit einer "Echtzeit" Latenz von 1,3 ms ohne Knacksen und Aussetzer spielen. Das gilt auch für Layersounds oder Sounds mit Effekten. Ich komme ursprünglich vom Klavier und hatte daher immer schon hohe Ansprüche, da ich Verzögerungen also "Latenzen" beim Spielen ab ca. 2 -3 ms spüre. Das ist ungefähr auch die Verzögerung die schon durch MIDI entsteht. Ich habe über viele Jahre immer mal wieder probiert, ob es mit einem normalen PC und VST auch ähnlich gut funktioniert, wie mit einem MIDI Expander oder das direkte Spielen auf einem Digitalpiano. Das war nach meinem Empfinden bisher mit meinen PCs nicht erreichbar. Einen super schnellen PC extra dafür zu kaufen, war mir das Hobby nicht wert.
Nun habe ich einen Standard Büro PC gekauft mit AMD Ryzen 3 2200G mit 3500 GHz und SSD auf aktuellem Gigabyte Mainboard auf der ich Halion und Cubase installiert habe, um zu testen ob das nun machbar ist. Erstaunlicherweise ist sogar die interne Radeon Audiokarte brauchbar, aber nicht zum Spielen eines VST Instruments, da die Latenz bei ca 20 ms liegt.
Als Vergleich habe ich auch eine ZOOM UAC-2 getestet, die soweit ich gelesen habe derzeit eine der besten Latenzen bei USB Karten im Hobby-Preis Bereich hat. Im Vergleich zu der ESI Maya44 eX musste ich bei jener USB-C Karte die Bufferwerte höher einstellen um ein sauberes Ergebnis ohne Aussetzer zu erhalten. Das war bei meinem PC erst bei ca 3 – 4 ms der Fall. An einem anderen schnelleren „Gamer- PC“ konnte ich mit der Zoom auch 1,9 ms einwandfrei produzieren, bei dem es dann auch richtig Spaß macht zu spielen. Aber ich wollte es wissen ob es mit einem „nomalen PC“ machbar ist.
Ich vermute, wenn eine interne Soundkarte verwendet wird, ist das weniger belastend für die CPU und es kommt dadurch zu weniger Störungen.
Die Maya44 eX ist nach meinem Eindruck sogar mit älteren (teureren) RME Karten vergleichbar . Ich habe mir eine Hammerfall HDSP 9632 PCI Karte ausgeliehen, die ich aber in meinen neuen PC nicht direkt einbauen konnte, da mein Board keinen PCI Steckplatz mehr hat. Ich konnte diese aber an meinem alten PC ausprobieren. Dort habe ich die Buffer hochgestellt, dass es nicht knackste und kam auf ca 5 ms.
Ich habe auch die empfohlenen PCIe Adapter für die RME PCI Karte ausprobiert das aber nicht funktionierte. (Auch am alten PC mit gleicher Software mit 2 verschiedenen Adaptern in einem PCIe Steckplatz und verbundener Stromversorgung, funktioniert es nicht)
Nun zu den Testergebnissen zu Maja44 eX: Bei Bufferwerten von 64 sample und 44,1 KHz wird mir in Halion 1,451 ms angezeigt. Bei 48 KHZ sind es 1,33 ms , das auch noch klappt. Höhere Samplerates sind auch möglich. Wenn man den Buffer so einstellt, dass die gleiche Geschwindigkeit angezeigt wird, fängt es an zu krachen, da offenbar dann der PC mehr belastet wird. Daher bleibe ich bei 48KHz. Der eigene ESI - ASIO Treiber arbeite schneller als ASIO2ALL der aber auch funktioniert. In diesem konnte ich aber nicht ganz so gute Werte einstellen.
Die beigelegten Softwarepakete die Deckadance konnte ich nicht testen, da dafür ein Cakewalk Account erforderlich ist. Den kann man im Moment warum auch immer nicht anlegen. Das Tone 2 ESI Edition überfordert mich im ersten Eindruck. Ich stellte nur fest, dass es zusätzlich die Laufzeit verschlechtert.
Die Karte wäre perfekt, wenn sie in einer zukünftigen Version auch Onboard DSP Effekte hätte.
Fazit: Ich bin ich absolut begeistert von der Performance der Maya 44 und kann diese wirklich empfehlen.
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SoundblasterLive, 30.05.2020
Ich war 2017 auf der Suche nach einem Audiointerface mit SPDIF Out und internem Loopback für die Verwendung in einem Windows 10 PC mit Native Instruments Maschine.
Beides liefert diese Karte. Über die praktische DirectWire Funktion lassen sich beliebige interne Audioquellen auf den ASIO Treiber routen.

Generell war ich bisher sehr zufrieden mit der Karte und bzgl. der Vorzüge verweise ich auf die anderen Rezensionen.
Nach dem Wechsel von einem Intel-System (Ivy Bridge, 2013) auf ein modernes AMD System (B450 Chipsatz + Ryzen 3000, Win 10 x64 1909) sieht es jedoch so aus als ob der Treiber (1.0 & 1.2) nicht damit umgehen kann. Beim Aktivieren des Energiesparmodus hängt sich der PC auf und das lässt sich mit WinDbg auch eindeutig auf den ESI Treiber zurückführen.
Nach einer Windows Neuinstallation sowie Treiber- und BIOS Updates sind für mich alle Mittel erschöpft.

Auf der ESI Seite findet man eine FAQ Seite wo darauf hingewiesen wird, dass keine Garantie auf das Funktionieren der Energiesparfunktionen gegeben wird.
Da sich die Karte preislich an Hobbymusiker richtet, die ihren PC evtl. nicht exklusiv zum Musizieren verwenden, lässt sich das Verkrüppeln von Basisfunktionen aus meiner Sicht aber nur schwer entschulden.

Der ESI Support empfiehlt mir die Karte nach Verwendung im Geräte Manager zu deaktivieren, was allerdings jedes Mal einen Neustart erfordert. Ein Treiberupdate wurde nicht in Aussicht gestellt.
Das weckt Erinnerungen an zwei alte Creative Labs Karten die aus ähnlichen Gründen in der Computerschrott-Kiste gelandet sind.

Fazit: Je nach Anwendungsfall eine günstige Lösung mit guter Leistung. Aber 2020 sollte man sich bewusst sein, dass man ein betagtes Produkt erwirbt und wer Wert auf Treibersupport legt muss wohl etwas mehr Geld in die Hand nehmen.
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Sound
Wenn sie funktioniert ...
Christoph H., 23.05.2020
Nach Einbau und Installation kam es wiederholt zum aufhängen von Cubase mitten in der Projektwiedergabe.
Auch mehrfach hatte sich WIN10 komplett aufgehängt. Zwangsabschaltung bzw kompletter Neustart war wiederholt nötig.

Auch mehrfache Neuinstallation des gesamten Betriebssystems (WIN) und nur der Software zusammen mit Cubase hatte keine Abhilfe gebracht (seit 8 Tagen und 8 Neuinstallationen).

Fälschlicherweise ging ich von einem Kompilierungsproblem in Verbindung mit Cubase vor allem der älteren Versionen (SX3 und C5) aus.

Per Zufall fiel auf, dass am noch geöffneten MAYA44 eX Control Panel spontan alle Kanäle voll ausgesteuert wurden, ohne dass überhaupt Geräte eingesteckt waren (voller Ausschlag an der Signalanzeige).
Wenn das Panel unten rechts im Task im Hintergrund läuft, blieb das unbemerkt.

Die volle Aussteuerung hat WIN10 zum regelrechten blockieren der Basisfunktionen gebracht, selbst der Mauszeiger hat gehakelt bis schließlich nichts mehr ging und der Rechner wieder komplett per Notaus neu gestartet werden musste.

Schöne Karte, wenn sie funzt.
Sollte beim kompletten Neuaufbau des Rechners die Terratec Phase 22 Karte ersetzen.

Leider arbeitet das "billige" Behringer UCA222 Audio Interface stabiler und zuverlässiger als die Karte.
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Sound
Nach Startschwierigkeiten sehr zufrieden
Ton Fisch, 14.10.2019
Als Ersatz für eine verstorbene Soundblaster-Z gekauft. Besonders wichtig war das der Treiber nicht irgendwelche exotischen Funktionen hat, die sich nicht abstellen lassen.
Wichtig waren der optische Eingang und die Möglichkeit einen Kopfhörer gescheit am Rechner zu treiben.

Verpackt kommt die Karte in einem Karton, der die Karte von allen (außer der Unterseite) zeigt.
Gewundert hat mich, dass die doch recht empfindliche Elektronik nicht in einem Antistatischen Beutel steckt, sondern nur in einer normalen Folie die in einer Kunststoffeinlage liegt. Auch gegen Erschütterungen ist die Karte so nur wenig geschützt. (Ich ziehe für die Verpackung einen Stern bei Verarbeitung ab.)
Unter der Einlage finden sich dann die Übliche Treiber-CD, Bedienungsanleitung in Deutsch und Englisch und zwei Zettel mit Codes für Software.

Rechner ausgemacht, aufgeschraubt, eingebaut, hochgefahren, geht nicht. Nach Installation der Treiber stotterte kurz der Mauszeiger, dann absturz, mal mit Bluescreen, mal einfach Schwarz.
Bevor ich die anderen PCIe-Steckplätze durchprobierte habe, kurze Anfrage an den ESI Support geschickt.
Der Hinweis, einen Anschluss zu nutzen der nicht von der CPU versorgt, sondern vom Chipsatz fand ich spannend. Denn dort funktioniert die Karte für mich nicht. Im Moment steckt die Karte in einem x16-Steckplatz (den langen für die Grafikkarte) und verrichtet ohne Probleme ihren Dienst.

Die Software ist Klasse!
Ein einfaches, übersichtliches Bedienpanel mit Fadern (von 0 bis -48 dB) für alle Ein- und Ausgänge. Bei den Ausgängen gibt es noch die Möglichkeit, den jeweils anderen beizumischen. Vorsicht ist hier mit den "Drehreglern" geboten, die funktionieren nämlich wie echte Drehregler und nicht wie die in anderer Audio Software.

Die 48V Phantomspeisung lassen sich erst einschalten, wenn die Option "Mic" angewählt wurde. Ein guter Schutz um keine Line-Geräte zu sprengen.
Jeder Ein- und Ausgang lässt sich auch direkt Stumm schalten.
Eingang 1/2 kann zusätzlich als Loopback genutzt werden, wäre schön wenn dies für Eingang 3/4 auch möglich wäre.

Bei Sound gibt es einen Stern Abzug, denn die Ausgänge liefern zwar genug Power um auch anspruchsvolle Kopfhörer zu Treiben, rauschen aber hörbar wenn kein Ton ausgegeben wird.
Wenn das Störgeräusche aus dem PCIe-Anschluss sind, sollte hier bessere Entstörung verbaut werden.
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