Superlux D112C

Dynamisches Handmikrofon für Harp

  • Kugelcharakteristik
  • Frequenzbereich 100 Hz - 6 kHz
  • Empfindlichkeit 4mV/Pa sensitivity
  • inkl. 6 m Kabel
  • Maße: 63 x 80 mm
  • Gewicht: 650 g
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zur Not ...
AS, 14.05.2018
Dieses Mikro muss sich nicht nur den Vergleich mit dem Shure 520 DX gefallen lassen, es fordert ihn ja absolut heraus.
Also sind wir der Herausforderung gefolgt. Zwar ist hier schon das eine oder andere über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Mikros geschrieben worden, jedoch genügte uns das zur Entscheidung nicht und siehe da, der Hörvergleich war doch deutlcher als erwartet.

Ergebnis:
Das Shure spielt in einer anderen Klasse.
Es löst feiner auf, klingt musikalischer, plastischer, weniger komprimiert, im Grunde schöner und ist einfach das professionellere Werkzeug. Ja und das meint nicht, schöner in dem Sinne, dass es den MuHa-Klang oder auch Stimmen in Richtung des Originalklangs genauer wiedergibt. Nein, das Shure komprimiert schon auch deutlich, hat seinen speziellen Charakter, den ja die Freunde dieses im Grunde begrenzt klingenden Mikros so schätzen. Aber innerhalb dieses speziellen Klangspektrums gibt das Shure einfach den saubereren Ton aus. Das Superlux klingt deutlich flacher und damit auch etwas schriller. Das heißt, insbesondere für Studiozwecke steht nach der Aufnahme beim Shure mehr zur Verfügung. Reduzieren (zB komprimieren) und Bearbeiten lässt sich eine Aufnahme ja immer, nur hinzugeben, was das Superlux unterschlagen hat, das geht eben nicht mehr.

Ja, warum dann überhaupt das Shure 520 nehmen und nicht gleich ein SM58, das auch sehr hohe Pegel verträgt ohne zu übersteuern, aber ein noch wesentlich natürlicheres Abbild des aufgenommen Klanges liefert? Sein Klang lässt sich mit Plug-Ins ebenso modellieren oder auch das Signal einfach über einen Gitarrenamp schicken und entsprechend komprimieren und verzerren.
Auch das klärt sich in der Praxis im Studio schnell.
Bei gleichem Output der beiden Mikros (520DX/SM58) stellt der eingeschränkte Frequenzbereich des 520 einen echten Vorteil dar. Die praktischen Geräusche beim MuHa-Spielen (die sind mir hier erstmals richtig bewusst geworden), auch in Verbindung mit dem Mikro in der Hand, die sind beim SM 58 enorm. Es überträgt einfach viel mehr. Und zudem liefert es weniger Output, muss also lauter ausgesteuert werden. Hier ist ein halbwegs nebengeräuschfreies Spielen und Aufnehmen nur mit Übung und Konzentration möglich. Da ist das 520 und auch das D112C wesentlich dankbarer, da es die allermeisten Nebengeräusche schon von Haus aus schluckt, bzw. nicht überträgt.
Ein cooler MuHa-Ton ist allerdings mit einem SM58 oder der einschlägigen Konkurrenz prinzipiell auch machbar. Einen Versuch wert dürfte auch das Sennheiser E604 sein, das zwar wenig cool, aber vor allem sehr handlich ist.

Das Superlux D112Cist sehr ordentlich verarbeitet und bietet wie das 520 Kabel mit Knickschutz. Sein Drehregler hat zusätzlich auf 12 Uhr einen weichen Rasterpunkt. Das Gehäuse, von der leicht modifizierten (man könnte sagen für den Anwendungsfall MuHa weiterentwickelten) Formgebung her, ist im grunde sogar etwas praktischer, weil es ein wenig mehr Halt für die Finger bietet, aber entscheidend dürfte das letztlich nicht sein. Auch das Superlux ist im Grunde zu groß, zu glatt, zu schwer und der Drehregler ungünstig angebracht ("Features" quantitativ 5 Sterne, qualitativ/konstruktiv 2 Sterne). Das Superlux verpasst mit Blick auf die Tradition die Chancen einer Neuentwicklung. Der geübte Spieler wird seine Haltung bei beiden Modellen finden können, wenn er will. Es bietet auch im Wesentlichen, wie hier andere bereits feststellten, den typischen Klang. Man darf halt nur nicht vergleichen.

Die beschriebenen Unterschiede im Klang reduzieren sich zwar, je stärker der Klang verzerrt wird, im Grunde liefert das Superlux ja einen bereits (vor-) komprimierten Klang, jedoch ist das Ergebnis auch hier nicht ganz das gleiche. Eine Customshop Gibson Paula klingt high gain verzerrt trotzdem anders als eine Epiphone für 250,- Euro.
Das gleiche dürfte für den Liveeinsatz gelten. Zwar werden auch hier je nach Signalkette und PA die Unterschiede mal stärker mal weniger stark zu Tage treten und ja, vermutlich bekommen 95 % der Zuhörer die Untershiede eh nicht mit, aber es kommt eben darauf an, welches Ergebnis man beabsichtigt.

Die Zusammenfassung, die hier auch bereits zu lesen war, das Superlux sei für seinen Preis in Ordnung, ist also nach unseren Ohren dahingehend zu konkretisieren: Es klingt im Vergleich zum Preis wohl nicht schlecht, also vielleicht wie 40-50 Euro, was nicht unbedingt schlecht ist, nur geht es eben besser. Und zwar deutlich hörbar, wie wir meinen.
Vielleicht klingt auch das Shure nicht nach 130 Euro und es lässt sich trefflich streiten, ob der klangliche Unterschied 90 Euro ausmacht. Wie klingen 90 Euro? Das ganze ist aber müßig, weil es das Mikro dazwischen, das um die 80 Euro kostet und vielleicht wie 100 klingt, nicht gibt.
Es gibt also nur mäßigen Klang für kleines Geld oder den besseren Klang für vier mal soviel Geld. (Wir haben uns übrigens dafür entschieden, dass 130 Euro für das 520DX zu viel sind und geben lieber noch ein wenig mehr für ein handverlesenes aus.)

Wer mit kleinem Budget erst mal nur ein Übungsmikro sucht, weil es ist eben etwas anderes, Bluesharp verstärkt als nur akustisch zu üben, der kann hier beruhigt kaufen.
Wer den ganzen Sound möchte, der wird hier auf Dauer vermutlich nicht glücklich werden.
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Top Preis für gute Fahrradlampe
Udo Schlaukopf, 24.05.2018
hatte mir das Superlux D112C und auch das Shure 520 DX bestellt, um beide Mikros zu vergleichen. Getestet habe ich die Beiden an mehreren 5-Watt-Röhrenamps. Das Shure 520 DX klingt ein wenig ausgewogener. Jedoch sind die Unterschiede für "Normal-Harper" kaum zu hören. Nur wenn man auf die Feinheiten achtet, merkt mann den Unterschied (das Superlux komprimiert mehr, die Höhen sind nicht so ausgeprägt, wie beim Shure). Allerdings das war es auch schon mit den Unterschieden. Bei Beiden ist das Kabel fest verbaut, beide haben einen Volumenpodi. Beide sich mächtig schwer. Halt eine Fahrradlampe. Das Superlux hat ein paar "Einsparungen" am Gehäuse, was die Griffigkeit ein wenig erhöhen soll. Macht es auch, wenn man sich mal daran gewöhnt hat. Das Shure neigt mehr aus der Hand zu rutschen, wenn man ein wenig feuchte Hände bekommt. Beim Shure 520 DX hatte ich gleich ein Kabelbruch / Wackler im Bereich des Klinkenstecker. Kann vorkommen. Aber genau das ist bei beiden Mikros das Problem. Das Kabel ist halt fest am Mikro verbaut. Wechsel da mal ein defektes Kabel! Hier gehört ein XLR-Anschluss dran! Alles Andere ist nur "billig".

Fazit:
Habe das Superlux behalten, da es für den Preis gegenüber den Shure einfach für mich die "vernüftigere" Wahl ist. Der Preis (39 Euro) für "kaum" merkbare Unterschiede zum Shure ist einfach unschlagbar. Das Shure 520DX ist für mich einfach überteuert. Empfehlenswert ist das Superlux für Anfänger bzw. Hobby-Musiker, die einfach mal das Gefühl für "dreckigen" Blues / Chicago-Blues bekommen möchten. Allerdings klingt das meines Erachten nur an einen Röhrenamp gut. Übrigens ist das Sennheiser e604 zwar keine Fahrradlampe und optisch nicht so "cool", hört sich aber bei einen Röhren-Amp mit Verzerrung fast so gut an, wie eine Fahrradlampe und ist mit ca. 70 Gramm unschlagbar handlich. Es hat außerdem einen XLR-Anschluss. Allerdings ist das e604 nicht ganz billig (Aktuell ca. 139 Euro). Ich benutze das e604 wegen seiner Handlichkeit aum häufigsten und bei richtigen "dreckigen" Blues die Fahrradlampe (Superlux D112C).
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Jemand anderes, 18.03.2018
Erstes Mikrophon wollte nicht, schneller Umtausch, zweites
jetzt getestet.

Ob man da einen Blues-Sound herausbekommt kann ich
nicht beurteilen, da das nicht meine Musikrichtung ist.
Zum 'cupping' braucht man aber eine gute Technik, oder
große Hände, denn das Mik ist nicht gerade klein.
Im Vergleich zu kleinen Shaker-Dosen eher gigantisch.

Bisherige Versuche mit dynamischen und Kondensator-Mik
in ähnlichen Preisklassen waren nicht so dolle. Halt sehr höhenlastig und quietschig, was einen EQ brauchte.
Leider hat mein Fender Passport Mini dafür nicht die
passenden Einstellungen. Auch mit der Fuse-Software
wollten die anderen Mik nicht wirklich gut klingen.
Entweder schrill, oder matschig und es kostet wieder
Speicherbänke.

"Frequenzbereich 100 Hz - 6 kHz" Klingt interessant.
Also das Mik an den Amp angeschlossen, 'clean' eingestellt
und mit Mundharmonika in Harmonisch&Zigeuner Moll
etwas Folklore/Tango/Tanzmusik gespielt.
Super, genau was ich gesucht habe.
Ein Mik, was ohne Einstellungen in der Rec-Software, oder
im EQ am Amp schon OK klingt.
Einhändig läßt es sich nutzen, liegt OK in der Hand, hat aber
eine Kordel fürs Handgelenk bekommen, damit es nicht
herausfällt. Langes, fest installiertes Kabel. Akzeptabel.

Und wenn man dann noch Effekte dazu bringt läßt sich von
Gypsy, Chansons, Rock und Folk eigentlich alles spielen, was
ich brauche. Und kann sogar die Speicherbänke der E-
Gitarre nutzen, da die Höhen vom Mik erst gar nicht auf-
genommen werden.

Für den Preis? Jederzeit wieder!
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Sehr gute Alternative zum Klassiker von Sure
Akra, 11.06.2018
Auf jeden Fall ein sauber und wertig verarbeitetes Mikro. Ich nutze es an einem 15 Watt Crate Transistor Combo der eigentlich für Gitarre gedacht war. Kann nur sagen...Wow. ich bin superglücklich mit diesem Teil.
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