Die Pedaleinheit hat ihr Gewicht, verrutscht somit auch auf Parkett nicht und macht insgesamt einen soliden Eindruck, wenngleich das Gehäuse aus Plastik ist. Bodenblech aus Metal.
Es ist dabei äußerst bedauerlich, dass das Sustain Pedal am SL88 GT MK2 nicht richtig funktioniert. Nach nur ca. 5mm von insgesamt ca. 2 cm Pedalweg (was an sich schon relativ kurz ist) wird das volle Sustain erreicht. Das verwendete Piano VST ist dabei zunächst unerheblich.
Bei Pianoteq ist es möglich, die Pedalkurve soweit zu verbiegen, dass dieses Verhalten in gewisser Hinsicht etwas ausgeglichen werden kann. Der Spielraum für das Halbpedalspiel bleibt aber praktisch komplett nutzlos. Kein ordentliches Pedal eines akustischen Klaviers verhält sich so und auch nicht die halbpedalfähigen Pedale anderer einschlägiger Marken verhalten sich so an einem „kompatiblen“ Digital-Piano der eigenen Marke. Thomann hat mir freundlicherweise ein Ersatzpedal geschickt. Das Problem blieb das gleiche. Auch die gute und prompte Kommunikation mit Studiologic konnte daran leider nichts ändern. Inzwischen habe ich ein Roland DP-10 Pedal am Keyboard angeschlossen. Das funktioniert immerhin soweit (wenn auch etwas erratisch), dass das Piano nun benutzbar ist, aber es fehlen jetzt die beiden anderen Pedale. Das war nicht so ganz Sinn der Sache mit dem Controller-Keyboard. Sollte Studiologic die Sache nicht baldigst beheben können, geht das Pedal leider zurück und vielleicht sogar das ziemlich gute Keyboard, denn so ist sein Nutzen doch erheblich gemindert, wenn man seinen Schwerpunk zu 90% auf Piano legt. Wie sagte Arthur Rubinstein ? „Das Pedal ist die Seele des Klaviers.“