Shure KSM 141 ST Stereoset
Stereoset Kleinmembran-Kondensatormikrofone mit schaltbarer Richtcharakteristik
- neutraler, präziser Sound für professionelles Recording und Live-Anwendungen
- ideal für Overhead, Hi-Hat, Piano, Chor, Orchester, akustische Saiteninstrumente
- umschaltbare Richtcharakteristik: Niere / Kugel
- dünne, goldbeschichtete Mylar-Membran mit geringer Masse bietet herausragendes Einschwingverhalten
- Übertragungsbereich: 20 - 20.000 Hz
- Impedanz: 150 Ohm
- Empfindlichkeit: -37 dBV/Pa
- Grenzschalldruckpegel: 164 dB (mit geschaltetem -25 dB Pad)
- mit 14 dB(A) niedriges Eigenrauschen für Kleinmembran-Kondensatormikrofon
- dreistufig schaltbarer Low Cut Filter
- Pad Schalter mit 15/25 dB Dämpfung
- vergoldete interne und externe Kontakte
- Gewicht: 156 g
- inkl. Case, Mikrofonklemme, 5/8" auf 3/8" Gewindeadapter, Stereoschiene und Windschutz
Optionales Zubehör:
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Erhältlich seit März 2007
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Artikelnummer 111975
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Verkaufseinheit 1 Stück
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Batteriespeisung Nein
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Richtmikrofon Nein
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Stereo Paar Ja
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Schaltbarer Lowcut Ja
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Schaltbarer Pad Ja
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Charakteristik Kugel, Niere
Das schaltbare Stereo-Paar für Profis
Das Shure KSM141 Stereo Set kombiniert zwei werkseitig abgestimmte KSM141-Kondensatormikrofone mit Shures A27M-Stereoschiene und stellt damit ein vollständiges Stereo-Aufnahmesystem bereit, das sich bereits über ein einziges Mikrofonstativ einsetzen lässt. Jedes Mikrofon besitzt eine vergoldete 2,5µm-Mylar-Membran und einen übertragerlosen Class-A-Vorverstärker und bietet ein Eigenrauschen von lediglich 14dB(A) SPL sowie einen Frequenzgang von 20Hz bis 20 kHz. Jedes Set besteht aus zwei konsekutiv hergestellten Mikros, sodass beide Geräte möglichst identisch arbeiten. Über den drehbaren Umschaltring kann außerdem man bei jedem Mikrofon einzeln zwischen Nieren- und Kugelcharakteristik wechseln. Sowohl das dreistufige Pad (0 / -15 / -25dB) als auch das dreistufige Low-Cut-Filter stehen in beiden Betriebsarten zur Verfügung. Zum Lieferumfang gehören außerdem jeweils zwei Windschutze und zwei Mikrofonklemmen sowie ein stabiler Transportkoffer samt Stereoschiene. Für jedes Mikrofon wird eine eigene 48V-Phantomspeisung benötigt.
Eine Kapsel, zwei Möglichkeiten
Im Gegensatz zu vielen Mehrcharakteristik-Mikrofonen arbeitet das KSM141 nicht mit einer Doppelmembran-Konstruktion. Stattdessen verwendet es eine einzelne Membran und ein präzises mechanisches Umschaltsystem. Durch Drehen des Rings werden die rückwärtigen akustischen Öffnungen der Kapsel geöffnet oder geschlossen. So verwandelt sich das Mikrofon von einer Niere in eine echte Omni, ohne dass sich dabei die grundlegende Elektronik verändert. Im Nierenmodus entwickelt das KSM141 den für Richtmikrofone typischen Nahbesprechungseffekt, der Stimmen und Instrumenten bei geringer Distanz zusätzliche Wärme und Fülle verleihen kann. In der Kugelstellung verschwindet dieser Effekt vollständig. Das Ergebnis ist ein offeneres und natürlicheres Klangbild, das weitgehend unabhängig vom Mikrofonabstand bleibt. Gleichzeitig sorgt eine leichte Bassanhebung für etwas mehr Fundament bei Raum-, Ensemble- und Ambient-Aufnahmen.
Drei Stereo-Methoden
Ein abgestimmtes KSM141-Stereopaar deckt deutlich mehr Stereoanwendungen ab als Mikrofone mit fester Richtcharakteristik. Im Nierenmodus unterstützt die Stereoschiene sowohl klassische X/Y-Anordnungen als auch ORTF-Konfigurationen mit geringem Kapselabstand, wie sie mit allen Nieren möglich sind. Werden aber beide Mikrofone auf Kugel umgeschaltet, kommt eine dritte Möglichkeit hinzu: eine AB-Anordnung, die große Klangquellen und akustische Räume mit natürlicher Breite, überzeugender Tiefenstaffelung und erweitertem Tieftonbereich erfassen kann. So entsteht eine räumliche Abbildung ohne Nahbesprechungseffekt, die mit richtungsbetonten Geräten nur schwer zu erreichen ist. Gerade diese zusätzliche Perspektive macht den Unterschied zum KSM137 Stereo Set aus: Wer hingegen ausschließlich mit Nierencharakteristik arbeitet, findet dort dieselbe technische Grundlage in einer festen Variante.
Über Shure
Das amerikanische Unternehmen Shure gilt als eine der Pionierfirmen in der Tontechnik und begann bereits Anfang der 30er Jahre mit der Entwicklung von Mikrofonen. Modelle, wie das vielen als Elvis-Mikrofon bekannte 55 Unidyne oder die Mitte der 60er Jahre auf den Markt gekommenen Modelle SM57 und SM58, sind bis heute aus der Livetontechnik nicht mehr wegzudenken. Sie genießen unter Musikern und Technikern absoluten Kultstatus. In den 1990er Jahren brachte Shure die ersten Funkmikrofone und kabellosen In-Ear-Monitoringsysteme auf den Markt und wurde innerhalb kürzester Zeit zum Weltmarktführer auf diesem Gebiet. Neben Mikrofonen bietet der Hersteller auch eine breite Palette an Ohr- und Kopfhörern für den Studio- und Liveeinsatz sowie diverses Zubehör an.
Für Konzertsäle, Ensembles und große Räume
Das KSM141 Stereo Set spielt seine größten Stärken überall dort aus, wo nicht nur die Schallquelle selbst, sondern auch Raumakustik und deren Abbildung eine entscheidende Rolle spielen. Ein AB-Paar mit Kugelcharakteristik erfasst in einem Konzertsaal nicht nur Orchester oder Ensemble, sondern auch die Größe, Atmosphäre und den Tieftonanteil des Raums. Dadurch entsteht ein offenes und natürliches Klangbild, das sich mit Nahmikrofonierung oder klassischen Nieren nur schwer vollständig nachbilden lässt. Der gleiche Ansatz eignet sich hervorragend für Chöre und größere akustische Ensembles, bei denen der Gesamtklang wichtiger ist als die Isolation einzelner Musiker. Soll die Aufnahme dagegen wieder stärker fokussiert werden, genügt ein Wechsel zurück zur Nierencharakteristik. Sofort eignet sich das Stereo-Set wieder für Drum-Overheads, Klavier, Kammerensembles oder Raummikrofonierungen. Für Tontechniker, die regelmäßig zwischen intimer Nahabnahme und großformatigen akustischen Aufnahmen wechseln, vereint das KSM141 Stereo Set beide Arbeitsweisen in einem einzigen abgestimmten Mikrofonpaar.