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Royer Labs R-10

Passives Studio-Bändchenmikrofon

  • ideal für die Abnahme von E-Gitarren, Blechblasinstrumente und anderen Anwendungen zur Direktabnahme
  • Richtcharakteristik: Acht
  • extrem geringes Grundrauschen
  • Bändchenelement unempfindlich gegen Hitze und Feuchtigkeit
  • Übertragungsbereich: 30 bis 15.000 Hz (+/- 3 dB)
  • Ausgangsimpedanz: 100 Ohm
  • max. Schalldruck von 135 db bei 50 Hz
  • Gewicht: 368 g
  • Abmessungen (L x Ø): 149 x 35
  • inkl. Mikrofonhalterung, Mikrofontasche, Koffer und schwenkbarer Halterung (Schwarz)

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Inkl. Spinne Nein

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Royer Labs R-10
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4.8 /5
  • Features
  • Sound
  • Verarbeitung
Gesamt
Features
Sound
Verarbeitung
Ribbon Gesangsmikro Shoot Out
rumo0, 28.04.2021
Auf der Suche nach einem Gesangsmikro für genau meine Stimme, war ich mit Kondensern (auch teure wie Neumann TLM103 oder Gefell UM70S) generell unzufrieden. Nachdem ich einmal mit einem Coles 4038 aufnehmen konnte war klar: Es soll ein Bändchen werden, daher testete ich 5 solche Mics gegeneinander und kürte auch mithilfe einer Jury im Blindtest einen überraschenden Sieger!

Im Test dabei:
– Golden Age R1 MK2
– sE Voodo VR2
– Beyerdynamic M130
– Royer Labs R-10
– Coles 4038

Für den Test baute ich alle Mics in der professionellen Gesangskabine meiner Hochschule auf und nahm sowohl alle gleichzeitig mit möglichst gleichem Abstand auf, als auch einzeln in Nahbesprechung. Die Signale liefen dabei durch UAD-Karten.
Um nicht nur meine eigene (durch das Wissen, welches Mic welches ist verzerrte) Meinung zu haben, spielte ich die Aufnahmen einem Professor und 3 Kommilitonen vor. (Ich studiere Musikdesign in Trossingen, falls es interessiert.) Hier unsere erstaunlich übereinstimmenden Ergebnisse:
Platz 5: Royer R-10. Zumindest für meine Stimme gar nicht passend. Muss sehr nah besprochen werden, um nicht (für ein Bändchen) fast schon kühl zu klingen. Hat allen am schlechtesten gefallen. Brauchte außerdem am meisten Gain. Positiv: Mit Abstand das am besten verarbeitete Gesamtpaket. Tolles Case und eine Halterung, die richtig befriedigend zu bedienen ist.
Platz 4: Beyerdynamic M130. Eigentlich eine Schande dieses Mic auf den vorletzten Platz zu setzen, aber für meine Stimme war es nicht ganz passend, obwohl bereits ein guter Sound. Hier waren wir uns auch nicht ganz einig. Ein Kollege, dessen Ohren ich sehr schätze, hatte dieses auf Platz 3. Es ist ein sehr gutes Mikrophon, das lediglich nicht das "extended Lowend" aufweist, das ich tatsächlich in diesem Vergleich gesucht habe. Für natürliche Aufnahmen von Instrumenten hätte ich es eigentlich gerne behalten. Und: Es ist klein! Richtig mini! Man staunt, wenn man es das erste Mal in der Hand hält.
Platz 3: sE VR2 Voodoo. Einziges aktives Bändchen im Vergleich und das merkt man! locker 15db weniger Gain am Preamp nötig und deutlich mehr Höhen. Der Sound ist dadurch moderner und braucht nachher weniger Höhenanhebung im Mix. Eigentlich cool, definitiv ein gutes Mikrophon. Nur nicht ganz mein Geschmack. Denn die nächsten beiden Kandidaten brachten mehr diesen sehr runden, warmen und vollen Charakter, für den ich ein Bändchen suchte. Hatte als einziges Mic eine Spinne dabei. Der Magnetverschluss vom Holzcase machte allerdings einen etwas läppischen Eindruck.
Platz 2: Coles 4038. Alle waren sich superschnell einig, dass entweder das Coles oder das Golden Age das Rennen machen würden. Nach einigem A/B-Vergleichen waren sich alle meine Kollegen einig: Das Coles landet nur auf Platz 2. Ich war als einziger unsicher bei dieser Sache und das mag daran liegen, dass ich als einziger wusste, welches Mic 200€ und welches 1200€ kostet. Nichtsdestotrotz, ich habe kürzlich in zwei Produktionen das Coles für meinen Gesang verwendet gehabt und es war eine Erleuchtung! Und ich bilde mir nach wie vor ein, dass es ein bisschen detaillierter abbildet als das GAP R1. Das Case vom Coles ist eine Zumutung für so ein schönes und teures Gerät. Man muss es immer ein bisschen hineinquetschen und es ist auch nur so ein Plastikkästchen.
Platz 1: Golden Age Project R1 MK2. Das Mic macht echt gar keinen Spaß beim ersten Auspacken. Es wirkt von Außen einfach billig: Ein am Mic geklemmtes Kabel, das man eigentlich gerne sofort wegschmeißen möchte, ein nicht ganz gerade sitzendes Logo, etwas eigenartiger Lack, eine XLR-Buchse, in die man den Stecker mit zu viel Kraft drücken muss und ein dabei leicht ächzender Mikrofonkorb. Aber es klingt halt einfach großartig. Halt offensichtlich ziemlich nahe an einem Coles 4038, das 1000€ mehr kostet. Was soll man da machen als Student: Man behält es und freut sich. Es hat einfach diese enorme Wärme, die ich mit keinem Kondensatormikrophon einfangen kann und erzeugt damit Intimität auf eine ganz andere Art und Weise. Ich hoffe das Innenleben ist qualitativer als der äußere Eindruck und behält bei penibel vorsichtiger Behandlung seinen Sound lange bei!
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R-10 auch für Sprachaufnahmen
ClausM, 03.04.2021
Ich habe das R-10 für Sprachaufnahmen angeschafft. Für diesen Einsatzzweck wird es ja nicht besonders beworben. Ich mache viel Sprachaufnahmen von Lesungen. Dabei störte mich mein etwas scharf ausgeprägtes "S". Besonders bei der Aufnahme mit meinen Kondensatormikrofonen (...Neumann U89, USM69, KM84 oder Schoeps CMC) trat dieses Manko deutlich zu Tage.

Das dynamische Shure SM7B habe ich auch ausprobiert und dieses kommt meiner Klangvorstellung schon näher.

Bändchenmikrofonen wird nachgesagt, in dieser Hinsicht gutmütiger zu sein und diese Erwartung bestätigt das Royer R-10 in meinem Fall wirklich. Die S-Laute werden deutlich natürlicher und auch zurückhaltender übertragen, als bei den anderen genannten Mikros. Dabei klingt es aber eleganter und feiner, als das Shure - jedoch nicht "dumpf".

Ich benutze das R-10 zusammen mit einem FET-Booster und einem Chanel Strip. Hier reduziere ich per EQ haupsächlich noch den Bereich um 2kHz herum, in dem sowohl das Mikro als auch meine Stimme "Stärken" aufweisen. Auch der Bändchentypische Abfall in den Höhen lässt sich gut - wie vom Hersteller vorgeschlagen - mit einer leichten Anhebung bei 12kHz kompensieren. Heraus kommt ein Klangbild, dass an Aufnahmen mit einem Kleinmenbran-Kondensatormikro erinnert, ohne jedoch die typischen glasklaren Höhen.

Über den Nahbesprechungseffekt, welcher beim R-10 nicht übermäßig stark ausgeprägt ist, lässt sich zudem die Fülle in den Tiefen gut steuern.

Weniger Sterne gibt es für die Features. Das R-10 liefert naturgemäß nur die Acht als Richt-Charakteristik. Immerhin ergibt sich konstruktionsbedingt beim Besprechen der Rückseite eine leichte Höhenanhebung - ein Effekt, den man gestalterisch nutzen kann.

Bin sehr zufrieden.
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Ein schönes Bändchen
Jenny G, 12.05.2020
Ich hab es gegen ein AEA R92 getestet - welches dann auch gewonnen hat - ist aber auch eine etwas teurere Preisklasse. Für meinen Sound habe ich mir etwas detailliertere Höhen gewünscht. Das liefert das R121 - das R10 kann da leider nicht ganz mithalten. Ist aber für den Preis ein echt tolles Mic und ich bin sowieso großer Royer Fan. Für bluesige Gitarrenaufnahmen würde ich es auf jeden Fall empfehlen!!!! :)
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Royer
Phill Torres, 06.01.2019
tja, was soll man da sagen... für den Preis, unschlagbar.
Vorallem auch deswegen, weil die Vorder und Rückseite verschieden klingen und man somit schon auf die Schallquelle besser eingehen kann. Als MonoDrumroommic unschlagbar, aber natürlich auch die klassischen Sachen wie Gitarrenbox, Bassbox ist auch gut, Vocals haben wir damit noch nicht ausprobiert, könnte aber interessant werden....
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