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3. Historie in der Musik

Ohne die Erfindung der Klangaufzeichnung durch Thomas Alva Edison im Jahr 1877 mit seinem Silberpapierphonographen wären wir nicht in der Lage, Musik konserviert zu genießen und stünden auch nicht vor der Frage, welches Klavier aus der brandneuen Sound Library meinem Song nun besser zu Gesicht stehen würde. Die Musiker aus Edisons Zeit waren es gewohnt auf ihre eigenen Reproduktionsfertigkeiten zu vertrauen und so ahnten damals die wenigsten Zeitgenossen, welches Potential hinter der Klangaufzeichnung steckte. Es sollte noch einige Zeit dauern, bis sich der technisch rezeptive Ansatz auch im aktiven Musikproduzierens bemerkbar machen würde. So zeigten sich nur Radiostationen, Journalisten und Archivare an der neuen Technologie interessiert, um historische Reden, Arien oder Geräusche für die Nachwelt zu bewahren.

Der Musiker John Cage war es 1939, der als erster live in seiner Performance Imaginary Landscape #1 zwei Grammophone mit Messtönen einbaute, die während der Aufführung von Assistenten manipuliert wurden. Der Franzose Pierre Schaeffer schuf mit seinen 5 Etüden Etude aux Chemins de Fer aus dem Jahr 1948 eine neue Musikrichtung, bei der er zum Kompositionsprozess Schallplatten mit einbezog – die 'Musique Concrete' war geboren. Die Aufzeichnungsgeräte wurden nach allen Regeln der DJ-Kunst langsamer, schneller bzw in Schleifen oder rückwärts abgespielt und zum ersten Mal bestand Musik im Wesentlichen nur noch aus reproduzierbaren Tonfragmenten und Geräuschen – analog wie es mit heutigem Sampling möglich wäre. Mit dem Aufkommen der Tonbandtechnologie waren dann auch neue Schnitttechniken möglich, so das die Kompositionen immer komplexer und abstrakter wurden.

In den 1960er Jahre machte sich die weite Verbreitung von Tonaufzeichnungsgeräten auch hinsichtlich des Einsatzes in der Musik bemerkbar. Viele Künstler experimentierten mit Klängen von Tonband oder Schallplatte. Ob Stockhausen mit seinem Werk Kontakte (1960) oder Pink Floyd's 'The Dark Side of the Moon' - der technisch/künstlerische Einsatz wurde immer wichtiger um sich innovativ von alten Musikstrukturen zu lösen. Umso erstaunlicher ist es heute, das mit Sound Libraries versucht wird, die 'übliche' Herangehensweise mit Naturinstrumenten wieder zu ermöglichen...

Die damals verwendeten Tonbänder und Aufnahmen wurden in der Regel vor dem eigentlichen Einsatz speziell aufgezeichnet und waren somit originärem Ursprungs. Eine Verwendung als Sound Library, die kommerziell weiter gereicht wurde gab es so noch nicht. Die verwendeten Klänge mussten kreativ selbst geschaffen werden und erst mit der Entwicklung des Mellotrons – einem Sampler auf Bandmaschinenbasis – konnte auf ein akustisches Set an vorgefertigten Klängen (drei Presets!) zurückgegriffen werden. Der Flöten-Introsound aus 'Strawberry Fields' von den Beatles (1966) kam so in zahllosen anderen Produktionen vor.

Um die die Musikergewerkschaft zu beruhigen, hängten die Beatles den Einsatz eines Mellotron nicht an die große Glocke, denn das Mellotron stand schon damals – wie in den 1980er der Drumcomputer - sinnbildlich für den Ausverkauf des lebenden Berufsmusikers. Für das Mellotron waren Ende der 60'er bereits eine Menge Tapes mit verschiedenen Sounds für Geld erhältlich: Die Sound Libraries waren geboren.

Aus Australien kam dann die Sensation: Fairlight präsentierte 1979 als erste Firma einen digitalen Sampler für schlappe 180.000 DM, der Klänge 'sammeln=samplen' und in jedem musikalischem oder unmusikalischem Kontext wiedergeben konnte. Trotz der unglaublich primitiven Ausstattung des ersten Samplers (208 kb RAM, Max Samplingrate 24 KHz (nicht Wortbreite!), Max 1 Sek. Samplingdauer, etc) machte der Fairlight CMI mit den Widrigkeiten des Mellotrons, wie extreme Unzuverlässigkeit, Pegel und Tonhöhenschwankungen oder unzureichende Abspieldauer (das Mellotron spielte keine geloopte Schleifen ab) Schluss und brachte bis heute eine neue Dimension der pragmatischen Klangästhetik und Qualität in die Musik: Klänge wurden digital rauschfrei abgespeichert, in Code umgewandelt, zerhackt, gepitched, gefiltert etc. Zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte waren Sounds wirklich ohne erkennbare Unterschiede in der Wiederholung in Realtime ab spielbar. Dies begründete ein völlig neue Klangerfahrung, mit der sich Musiker und Konsumenten erst zurechtfinden mussten. Neue Klänge für immer bessere Geräte mussten her, denn mit den Möglichkeiten wuchsen auch die Ansprüche. Voran die Popmusik verlangte immer wahnwitzigere Sounds und so wurden Rülpser, Hundegebell oder Sprüche wie 'Everybody's geil' dank Sampling Markenzeichen für zahllose Hits. EMU'S 'Shakuhachi-Sound' wurde so weit herumgereicht, das es eine wahre Pracht ist. Der Ursprung dieses Sounds liegt angeblich auch bei Fairlight. Er findet sich neben 'Sledge Hammer' in vielen anderen Produktionen und taucht ab und zu in C-Ambient Tracks wieder auf.

Das Angebot an Klängen und Sound Libraries wuchs seit der Verbreitung der Sampler von Tag zu Tag. Erstmals nur auf Disketten erhältlich, stehen heute Gigabyte weise Datenmengen auf vielschichtige DVDs zur Verfügung, für die auf der heimischen Festplatte erst einmal Platz geschaffen werden muss.

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Ein Thomann-Fan
Hat super funktioniert.
klauxxxixemer@t-xxx.de, 02.05.2017

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