Vorab: Ich nutze den kleinen lackierten Blechkasten ausschließlich als MIDI-to-Clock-Konverter fürs Eurorack. Für die Sync-Funktion fehlen mir entsprechende Geräte.
Fürs Eurorack gibt es zwar schon einige MIDI-to-Gate/CV-Konverter, aber ich finde kaum welche, die auch die MIDI-Clock ordentlich wandeln und weiterreichen. Das kann nicht mal jedes Clock-Modul fürs Eurorack – meine Black CV Clock von Erica zum Beispiel, die erwartet stur eine analoge Uhr und will von der komischen neumodischen MIDI-Disziplin nichts wissen.
Rund 80 Euro für einen reinen Clock-Konverter auszugeben mag vielleicht etwas dekadente Züge tragen, aber hey, was soll’s – ein bisschen philosophisch betrachtet …
Weil ich die Sync-Funktion nicht getestet habe, kann ich dazu leider nichts sagen. Die Clock-Funktion läuft jedenfalls einwandfrei und lässt sich per Mäuseklavier anpassen. Genau das, was ich brauche.
Es gibt praktischerweise auch eine MIDI-THRU-Buchse – und zwar, genauso wie die MIDI-IN, trotz der Mini-Größe des Kästchens, in der althergebrachten runden DIN-Form. Das funktioniert immer und braucht keine Rätselspiele wie bei TRS-MIDI. Die Kehrseite (im wahrsten Sinne): man muss schon immer genau lesen, was man wohin steckt – die SYNC-Buchsen sehen nämlich genauso aus wie die MIDI-DIN.
Die Verarbeitung ist absolut zweckmäßig und würde vermutlich einen robusten Einsatz bei der Bundeswehr schadlos überstehen. Das Gehäuse aus zwei Stück Stahlblech, die Verschraubung, die Status-LEDs – alle Teile ließen sich bei Bedarf wohl auch in der Antarktis auftreiben.
App-Steuerung? WiFi? USB für vermeintliche Firmware-Updates? Alles Fehlanzeige. Welch Glück!
Last but not least: Dem Konverter liegt sogar noch ein Schaltnetzteil bei. Das ist heute schon fast ein Kuriosum. Der Netzteil liefert sogar die Werte, die auf dem Label stehen. Das muss ja mal erwähnt werden – auch wenn ich es von Doepfer eigentlich nicht anders erwarten würde.