Behringer CT200

DSP-gesteuerter 8-in-1-Kabeltester

  • 3 Modi: Cable Tester, Installed Cable Tester sowie Testtonmodus
  • ausgestattet mit Ein- und Ausgängen für Steckverbinder XLR, Speaker Twist, 6,3 mm und 3,5 mm Stereoklinke, Cinch, RJ45, MIDI und USB
  • LED-Anzeige
  • Durchgangsprüfung und intermittierende Kontakterkennung
  • Phantomspeisung und Ground-Prüfung
  • Test-Tongenerator: 1 kHz oder 440 Hz bei +4 dBu, -10 dBV oder -50 dBV
  • Betrieb mit 2 Batterien AA (nicht im Lieferumfang enthalten)

Weitere Infos

Kabeltester Ja
Pegelmesser Nein
Lautsprecher Tester Ja
Software Nein

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tolles Gerät mit fetter Macke
syntel-studio, 26.02.2020
Den vorangegangenen Kommentaren kann ich mich weitesgehend anschliessen, habe sie aber hier mit der Beschreibung meiner bisherigen Erfahrungen ergänzt.

Für einen Kabeltester, der die mit am häufgsten verwendeten Kabel auf der Bühne oder im Studio nicht mit einem deutlichen Test-Ergebnis anzeigen kann, ist das eigentlich ein KO-Kriterium. Warum kommt sowas auf den Markt? Und ich kaufe das Gerät auch noch… Mir war nach den bisherigen Beschreibungen hier klar, dass unsymmetrische Klinkenkabel für Verwirrung sorgen, wenn der CT200 seine Blinkorgie abspielt. Warum kaufte ich das Teil trotzdem? Das hat 3 Gründe. Mein bisheriger (rein analoger) Kabeltester war „schon“ nach 30 ;-) Jahren kaputt. Eine Reparatur ist aufwändig, weil ich das ganze Innenleben auseinander löten müsste, obwohl nur eine Klinkenbuchse defekt ist. Ausser Klinke kann er noch XLR, Cinch und BNC messen. Reichte bisher, aber nun wollte ich mehr. Von anderen Kabeltestern las ich, dass es herausstehende Potis gibt, die anfällig sind und ggf. auch leicht abbrechen können. Der CT100 kann nicht alles, was ich möchte. Ich entschied mich also für den CT200. Das Ding ist gut verarbeitet, stabiles Gehäuse, keine herausstehenden Knöpfe, es ist nicht teuer und passt in meinen Service-Koffer ;-)

Alle Anschlüsse getestet, die Ergebnisse werden eindeutig angezeigt, ausser eben bei unsymmetrischen Klinkenkabeln. Ich habe diese per Adapter an die Cinchbuchsen angeschlossen und erhielt ein eindeutiges Ergebnis. Mir ist völlig schleierhaft, warum Behringer sowas nicht auch per Klinke realisieren kann. Per Adapter an die Cinch-Buchsen angeschlossen kann natürlich auch fehlerbehaftet sein, das ist mir klar, weil die Adapter selbst die Fehlerquelle sein könnten.

Spätestens nachdem die Garantie-Zeit um ist, werde ich zwei Klinkenbuchsen einbauen und diese unsymmetrisch beschalten. Müsste klappen, meine ich, denn mit Cinch klappt es ja auch.

Hoffentlich liest Fa. Behringer hier auch mal. Ich befürchte jedoch, dass die machen, was sie können, ob das für die Nutzenden sinnvoll ist oder nicht. Deswegen wünsche ich mir nach dem CT100, dem CT200 ein CT300 mit folgenden Möglichkeiten:

*1* Test und klar erkennbare Anzeige, ob ein unsymmetrisches Klinkenkabel OK oder defekt ist. Das jetzige abwechselnde Blinken der Zahlen „31“ und „13“ sagt mir nur, dass Pin 1 + 3 verbunden sind; logisch bei Mono-Klinkenkabeln in einer Stereo-Buchse. Das hatte auch mein 30 Jahre altes Gerät bereits richtig angezeigt. „31“ und „13“ wechseln übrigens nur dann, wenn das Kabel schon steckt und ich den Tester dann einschalte. Etwas besser ist es, die Mono-Klinken in das eingeschaltete Gerät zu stecken; dann blinkt zusätzlich noch die „22“. Also kann ich nur so erkennen, dass Pin 2 (Tip) Kontakt hat. Ist die Abschirmung unterbrochen, blinken „11“ und „33“ im Wechsel, „22“ jedoch nicht.

*2* Ein Batteriefach für einen 9V-Block. Bei Akustikgitarren mit Tonabnehmer klappt das doch auch. Ohne Werkzeug zu öffnen und ohne Gefahr, eine Schraube zu verlieren. Ich achte zwar immer auf solche Kleinigkeiten, aber wie beschrieben, können so kleine Teile in der Hektik eines Konzerts verloren gehen. Und dann? Ja dann könnten Geräte nicht mehr einwandfrei funktionieren, wenn die Batterien nicht ordentlich eingeklemmt sind. Und dass ein Gerät nicht funktioniert, nur weil eine Schraube locker ist -sorry: fehlt- kann ja wohl nicht im Interesse der Fa. Behringer sein.

*3* einen zusätzlichen Anschluss zum Testen von USB-Verlängerungs-Kabeln

*4* Die Bedienungsanleitung (wie bereits beschrieben) muss den Sprachen entsprechend sortiert werden. Es ist extrem kundenunfreudlich, die Seiten derart zu verteilen. Was denkt sich Fa. Behringer dabei? Warum machen die das? Spart es einen Cent pro Anleitung und das Gerät wird dadurch billiger? Früher haben die sowas deutlich besser gemacht. Z.B. ULTRAGAIN PRO MIC2200 oder COMPOSER MDX2000. Beide alt, aber sie funktionieren gut und ich benutze sie immer wieder gern. Und die Anleitungen dazu sind sehr liebevoll gestaltet und mit nützlichen Einzelheiten versehen.

Ich bin mir sicher, dass Kunden gern nen Euro mehr bezahlen, wenn auch eine ordentliche Anleitung mitgeliefert wird. Leider sieht das Fa. Behringer scheinbar nicht so. Im mitgelieferten Text zum xAir-Digitalmischer steht sinngemäss: Steuerungsmöglichkeiten per (Computer-)Tastatur. Welche Tasten ich drücken muss, steht da aber leider nicht. Warum nicht? Ist die Arbeitszeit dafür zu teuer?

Die für mich relevanten Textteile der Anleitung zum CT200 in der Sprache, die ich hauptsächlich spreche (und verstehe) habe ich gescannt, sortiert und ein PDF erstellt.

Trotz aller kritisch beschriebenen Sachen bekommt der CT200 eine gute Bewertung von mir. Hoffentlich ist das aber nicht das einzige Kriterium, das Fa. Behringer sieht; wenn die hier mitliest.

Nicht nur Fa. Behringer muss wieder zu dem Ziel zurückfinden, auf das sie einst ausgerichtet war. Bezahlbare Geräte für die Musiker(innen) bauen und zuhören, wenn die Leute auch mal Anregungen, Kritik oder sogar Engagement zeigen. Das sagte mir Herr Behringer persönlich mal auf einer Musikmesse in Frankfurt. Schade, dass so wenig davon übrig geblieben ist.
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Der Ersthelfer
Stef_K, 08.02.2021
Verkabelungen sind anfällig. Gegen mechanische Mißhandlung der Kabel, die zu Kurzschluß, Unterbrechung oder Wackelkontakt führt, genauso, wie gegen Fehler beim Signalrouting, wenn man die falsche Buchse erwischt. Oder, speziell bei Klinkensteckverbindungen, Stereo mit Mono oder symmetrisch und unsymmetrisch verwechselt. Wenn es dann brummt, knackt oder das Mikro stumm bleibt, ist je nach Setup eine umfangreiche Fehlersuche angesagt.

Der CT200 erweist sich da in der Praxis als kostengünstiges, genügsames, hilfreiches und inzwischen unverzichtbares Werkzeug: am Mikrofon das Kabel abgezogen und in den Tester gesteckt, schon sieht man, ob Phantompower korrekt anliegt, oder hört, ob der Testton es bis zu den Lautsprechern schafft. Ist das nicht der Fall, ist durch den "Installed Cable Tester"-Modus und dem passenden, wohlweislich vorbereiteten (aber nicht im Lieferumfang enthaltenen) Kurzschlußstecker am anderen Ende ein beschädigter Strang schnell einzugrenzen. Anschließend kann Kabel für Kabel einzeln auf Kurzschluß, Aderbruch, vertauschte Verdrahtung oder Wackelkontakt geprüft werden. In den allermeisten Fällen ist dadurch der Einsatz des "großen Bestecks" vermeidbar und ein Fehler schnell lokalisiert. Sehr praxistauglich ist auch das robuste Gehäuse mit den mechanisch tadellos fest eingebauten Buchsen und die Verwendung von 2 AA-Batterien statt eines 9V-Blocks.

Allerdings muß man auch klar sagen, daß dieses Gerät nichts für den "alle Jahre wieder"-Einsatz ist. Dazu ist die Bedienschnittstelle
zu kryptisch. Auch wenn im Idealfall eine grüne "PASS"-LED die korrekte Funktion eines Kabels bestätigt, muß man in der Regel die interne Beschaltung der Stecker bzw. Buchsen kennen und die Ausgabe der Ziffern auf den beiden 7-Segment-Anzeigen interpretieren können. Außerdem ist trotz des anerkennenswerten Versuchs, durch die Art der Schalter- und Tastenbeschriftung eine Gedächtnisstütze zu geben, die Umschaltung der verschiedenen Betriebsarten für mich anspruchsvoll, wenn ich sie länger nicht gebraucht habe.

Letztlich läßt das Gerät bei mir nur einen Wunsch offen: So wie die Ausgangsbuchsen mit dem Signal des Tongenerators beschaltet werden können, würde ich gerne an den Eingangsbuchsen zwei "Signalpegel-LED" oder einen Kopfhörerausgang zuschalten können, um zu prüfen, ob das Signal einer Quelle ankommt. Aber ich wußte beim Kauf, daß diese Funktionalität nicht enthalten ist, deshalb gibt es dafür in der Bewertung keinen Abzug.
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Tester für Experten
25.09.2016
Vom Vorgängermodell CT100 war und bin ich nach wie vor begeistert. Der CT 200 ist eher was für Experten.

Beispielsweise wird mit ein funktionierendes Gitarrenkabel (Monoklinke beidseitig) hier als "defekt" angezeigt. Mir isses klar, warum: Die eingebauten Klinkenbuchsen sind 3polig...Gitarrenkabel aber nur 2polig. Der Tester bringt aber nur die "PASS"-LED, wenn ein keine Kurzschlüsse zwischen den Pins vorliegen.

Insofern: hmm...der Tester ist hübsch, aber nix für "Anfänger". Den alten CT100 mag ich persönlich lieber, unter anderem, weil er auf eine Bewertung ("PASS") verzichtet.

Hier noch meine frommen Wünsche für das nächste Modell:
- zusätzlich BNC-Buchsen
- Ethercon statt RJ45
- Tongenerator mit richtigem Sinus (statt Rechteck)
- graphisches LCD-Display, damit Missverständnisse wie das oben geschilderte nicht mehr passieren können.
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Tut was er soll, allerdings ist die Anzeige gewöhnungsbedürftig
Andreas, 15.11.2016
Wenn man böse währe könnte man sagen: Ein echter Behringer... Enorm viele durchaus sinnvolle features auf kleinem Raum, aber in der Bedienung zuweilen etwas eigen.

Aber ich bin nicht böse - ich denke - wenigstens von dem ausgehend, was man mit dem Tester testen kann ist er einer der vielfältigsten z.Z. erhältlichen "einfachen" Kabeltester. Insbesondere auch deshalb weil er Wackelkontakte erkennen kann.

Allerdings sollte man auch wissen wie das Kabel das man testen will im "Pass" Fall beschaltet sein soll. Nicht immer bedeutet nämlich das nicht leuchten der grünen "Pass" LED das der Prüfling defekt ist. Um in einem solchen Fall das Ergebniss beurteilen zu können, muss man verstehen (und sich merken) was die munter wechselnden Zahlen bedeuten.

Auch sollte man sich bewust sein, das es sich hier um einen "Durchgangsprüfer" handelt. Das bedeutet, dass man kapazitive Fehler von z.B. Ethernet oder langen DMX Leitungen damit nicht findet - genau so wenig wie Reflexionen die von schlechten Steckverbinungen ausgehen oder nicht trittstabile E-Gitarren Leitungen.

Aber ich denke dieses Thema ist sehr speziell und spielt für 99% der Benutzer keine Rolle.

Um mal schnell ein Multicore durchzuklingeln oder irgendwo flink ein Signal drauf zu schalten ist das Ding gut geeignet und hat darüber hinaus jede Menge Anschlussmöglichkeiten.
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