Als aller erstes muss hier klar sein das es sich um ein gematchtes Paar Kleinmembraner unter 400€ handelt. Der Standard der zu vielen, wenn nicht den meisten, recording Zwecken genutzt wird kostet 1500€.
Aus diesem Grund/ Aus dieser Sichtweise, aber auch anderen, überzeugt dieses Mikro, oder Pärchen auf ganzer Linie.
Klang: trocken, fast linear und mittenbetont, erdig mitunter.
Bässe und Tiefmitten sind voll, linear, teils etwas massiver im Low-End.
4-7Khz weitgehend linear aber charaktervoll. 8-10Khz extrem leichte Anhebung.
Da klingt ein modernes KM 184 poppiger und offener. Zugegebenermaßen ist die Anhebung der Höhen eines 184 so ziemlich das edelste was so zu hören gibt. Im Gegensatz dazu klingt das SP1 von Natur aus wärmer da die Anhebung im Höhenbereich tatsächlich flacher ausfällt. Es geht also in Richtung älterer Klangbilder.
Wo die Reise hingeht eröffnet sich dann in der Hemisphere Software. Bei den hier zu findenden Mikrofon Emulationen welche auf das SP1 Paar abgestimmt sind, handelt es sich ausnahmslos um (unerschwingliche) Klassiker aus dem Hause Neumann und AKG.
Zumindest beurteilen kann ich einen Vergleich zu den alten KM84, welche linearer waren als die modernen KM184. Und die SP-1 mit der Hemisphere Emulation kommen den Originalen sehr, sehr nah. So nah, das ich wage zu behaupten dass der Unterschied A/B im Blindtest nicht zu hören ist.
Die KM Röhren-Vorgänger und ein C451 sind ebenfalls wählbar und klingen tadellos.
Fazit: Eine Nutzung dieser Mikrofone ohne Emulation liefert sichere, lineare Aufnahmen. Mit der Hemisphere Software eröffnen sich viele Möglichkeiten. Und man möge es mir verzeihen - aber im A/B Vergleich an der Akustikgitarre, bevorzuge ich das SP1 mit KM84 Emulation genüber dem originalen KM184. Aber ich mag auch eher die alten Klänge.
Spitzenprodukt das letztlich des Preises aber auch dank der UA Software vielen, mitunter kostpieligeren Mikrofonen überlegen ist. Ohne Software - Gut aber Geschmackssache.