Zum Seiteninhalt

Hybrider Synthesizer

  • 37 anschlagdynamische Tasten in voller Größe
  • bis zu 200 Sounds (100 Factory Presets und 100 User Presets)
  • 2 Oszillatoren mit 5 Wellenformen / Wavetable und 1 Sub-Oszillator
  • 2 Envelopes mit Sustain Fall und Envelope Repeat
  • Multimode VCA Filter Low Pass, Band Pass, High Pass (12 dB und 24 dB)
  • Multifunktions-Joystick
  • 2 LFOs mit Sinus-, Sägezahn-, Rechteck- und Dreieck-Wellenformen
  • 1 OSC Drift
  • Arpeggiator innerhalb 6 Oktaven
  • Auto-Glide Modus
  • Ringmodulator
  • Auto Clock Sync
  • digitale Effekte (Reverb, Delay)
  • MIDI In/Out/Thru
  • Sustain und Controller Pedal Anschluss
  • USB-C to Host
  • Stereo Line Ausgang: 6,3 mm Klinke (L/Mono und R)
  • Stereo-Kopfhörerausgang
  • Abmessungen: 620 x 320 x 110 mm
  • Gewicht: 5,3 kg
  • Erhältlich seit Mai 2024
  • Artikelnummer 567547
  • Verkaufseinheit 1 Stück
  • Anzahl der Tasten 37
  • Anschlagdynamik Ja
  • Aftertouch Ja
  • Keyboard Split Nein
  • Modulation Wheel Nein
  • Anzahl der Stimmen 2
  • Tonerzeugung Digital-Analog Hybrid
  • MIDI Schnittstelle 1x In, 1x Out, 1x Thru
  • Speichermedium Keine
  • USB Anschluss Ja
  • Effekte Ja
  • Arpeggiator Ja
  • Anzahl der analogen Ausgänge 3
  • Digitalausgang Nein
  • Display Nein
  • Pedal Anschlüsse 2
  • Maße 620 x 320 x 110 mm
  • Gewicht 5,3 kg
969 €
-39% UVP: 1.599 €
info
Alle Preise inkl. MwSt.
Kurzfristig lieferbar (2–5 Tage)
1

Der Spirt von Wasp & OSCar

Der PWM Mantis ist der letzte Synthesizer, der von dem britischen Ingenieur Chris Huggett (u.a. EDP Wasp, OSC OSCar, Novation SuperNova) entworfen wurden. Insbesondere die "mathematischen" Schaltungen seiner Oszillatoren ergaben in Kombination mit analogen Filtern stets einen sehr eigenständigen Sound, der sich im PWM Mantis wiederfindet. Selbst die digitalen Effekte von Mantis sind keine Einheitsware, sondern stammen von Chris Huggett. Ebenso trägt das Konzept der direkten Bedienbarkeit seine Handschrift, denn er wollte seine Instrumente für die Musiker, die sie nutzen, immer leicht zugänglich machen. So ist Mantis ein Synthesizer, der sich auch sehr gut als Bühneninstrument eignet und gleichermaßen zum Soundschrauben einlädt. Als Würdigung trägt die Rückseite des Synthesizers die Signatur des inzwischen verstorbenen Entwicklers.

Tasten und Regler auf dem Synthesizer PWM Mantis

Duophoner Hybrid-Synthesizer

Der PWM Mantis besitzt zwei separate Signalwege, die jeweils über zwei digitale Oszillatoren, einen Suboszillator, ein analoges 12/24dB-Multimodefilter und einen analogen VCA mit Overdrive verfügen. Dazu kommen Mixer, Noise Generator und Ringmodulator. Zwei Hüllkurven mit Repeat-Funktion und zwei LFOs sowie ein Joystick und weitere Controller können über eine Mod-Matrix auf sechs Ziele geroutet werden. Mit den digitalen Effekten Reverb und Chorus lässt sich der Klang abrunden. Der synchronisierbare Arpeggiator verfügt über sechs Play-Modi und eine Swing-Funktion. Die 2x100 Presets lassen sich mit dedizierten Tasten direkt anwählen und speichern. Das Keyboard hat 37 Tasten sowie eine Transpose-Funktion und erzeugt Channel-Aftertouch. Als Spielhilfen lassen sich zwei Pedale anschließen.

Ausgefuchster Performer

Das Konzept des Synthesizers ist auf Performance-orientierte Anwender zugeschnitten. One-Knob-per-Function und die Abwesenheit von Menüs oder Shift-Funktion sorgen für Übersichtlichkeit und eine zielsichere Bedienung, so dass die Sounds nicht einfach nur gespielt, sondern sich auch problemlos in Echtzeit ausgiebig tweaken lassen. Seine digitalen Oszillatoren, das flexible Filter und der Overdrive sorgen für einen sehr markanten Klang, der sich besonders bei Leadsounds und Solos, die auch zweistimmig gespielt werden können, durchsetzt. Darüber hinaus wurde ein Quad-Mode implementiert, der die jeweils zwei Oszillatoren der beiden Stimmen auf eine vierstimmige Paraphonie verteilt, so dass auch einfache Flächen und Chords gespielt werden können.

PWM Logo am hybriden Mantis Synthesizer

Über PWM

PWM ist ein kleines Unternehmen für elektronische Musikinstrumente aus Großbritannien. Das erste Produkt war zugleich der erste Erfolg des Unternehmens: Der Malevolent ist ein semi-modularer und monophoner Desktop-Synthesizer mit umfangreichen Steuerungsmöglichkeiten. Er entstand in Kooperation mit Paul Whittington, der für M-Audio, Avid und Focusrite tätig war, Future Sound Systems aus Bristol, sowie auch Ben Supper, der bei ROLI und Focusrite gearbeitet hat. Der Malevolent feierte seine Premiere auf der Superbooth 2021 in Berlin, wo er von Music Radar als bester Synthesizer der Messe ausgezeichnet worden ist.

Das besondere Klangpotential

Die speziellen Schaltungen von Chris Huggett geben dem Synthesizer einige ungewöhnliche Möglichkeiten. Die Oszillatoren verfügen zunächst über die Standardwellenformen, die sich jedoch mit der modulierbaren Shape-Funktion wandeln lassen. Hiermit können die Harmonics sowohl positiv als auch negativ geregelt werden, so dass sich der Obertongehalt verstärkt oder vermindert. Mit Sinus und einer Organ-Wave lassen sich über die Shape-Funktion sogar typische Additiv-Sounds erzeugen. Das Filter besteht, wie beim originalen OSCar, intern aus zwei separaten Filtern. Diese sind je nach Modus seriell oder parallel geschaltet. Mit dem Width-Parameter wird der Abstand der beiden internen Cutoff-Frequenzen eingestellt bzw. moduliert. Als dualer Bandpass lassen sich bei den richtigen Werten für Width und Resonance ausdrucksstarke Formantklänge und sogar Vokale erzeugen. Bei passender Modulation klingt der PWM Mantis wie eine Talkbox.

Anschlüsse auf der Rückseite des PWM Mantis

1 Kundenbewertungen

4 / 5

Bedienung

Features

Sound

Verarbeitung

1 Rezension

K
Potential zum Klassiker!
Kiro7 28.07.2026
Hatte das Teil zuerst nur am Rande auf dem Schirm, und hatte auch völlig übersehen, wegen fehlendem Display, dass das Gerät DOCH Memory hat, und zwar 2x100 Presets.
Ich kaufe eigentlich sehr ungern Synths ohne Speicher…

Dann länger gehadert, ob des Preises.
Die UVP mit 1500.-€ finde ich aber zu hoch, aber: das Ding ist eigentlich Boutique, und anscheinend wirklich mit Liebe gemacht und wird auch stetig verbessert.

Nun, da der Preis hier erträglich geworden ist, nochmal genauer angesehen und relativ spontan gekauft. Gut, beim Händler in UK nochmal wesentlich günstiger, aber da kommt Zoll drauf, und die 19% Einfuhrumsatzsteuer, also unsere Märchensteuer. Und im Fall der Fälle hat man hier 3Jahre Thomann Garantie, und muss sich nicht mit Reparaturversand nach UK rumschlagen.

Zum Synth: Seit längerem versuche ich darauf zu achten mir keine Redundanz ins kleine Studio zu holen, und das erfüllt er voll. Klingt nicht cremig wie ein Moog und auch nicht brilliant strahlend wie ein Sequential. Sondern rau und ungeschliffen im positiven Sinne. Sollen ja deine OSCar und Wasp Gene drin sein.
Der Sägezahn sägt, und zwar richtig fett.

Ein Display braucht man nicht, das ist toll. Es gibt sicherlich einige Funktionen die man nur durch Tastenkombis machen kann, z.B. Midikanal ändern. Steht auf 1 ab Werk, musste ich noch nicht ändern.

Toll sind diese digitalen Oszillatoren, die dank der Auflösung tatsächlich sehr analog klingen, und das richtige analoge Filter in Verschiedenen Varianten.
Super ist auch immer ein Sub Osc zum andicken, und besonders hervorzuheben ist die selbst entdeckte, da nirgends erwähnte, Resonanz-Kompensation für den Bassbereich.
Also beim Aufdrehen der Resonanz dünnt der Bass nicht aus, wie man es leider bei fast allen Synths hat.

Die Wavetables sind brauchbar, und seit neuestem sind auch die des OSCar mit dabei.

Ja, schon der alte Vintage OSCar hatte Wavetables! (gewusst? ;-)

Also das Teil hat einen super eigenen Klang, man kommt schnell zum Ergebnis, die Werkspresets werden für meinen Geschmack erst zum Ende hin gut, aber lassen sich voll überschreiben.

Tolle Sache: Beim Speichern kann man erstmal vorhalten was auf dem Platz schon drauf ist, damit man nichts überschreibt was man behalten wollte.

Gäbe jetzt noch viel zu texten, aber das können andere besser, deswegen jetzt nur noch Plus und Minus in Stichpunkten.

PLUS:
* Eigenständiger, durchsetzungsfähiger Sound
* Klingt rundum „analog“ - trotz digitaler Oscs.
* Analoge Filter
* Wavetables
* Subosc für Osc1
* Resonanzkompensation für den Bassbereich
* „großes“ Midi-Trio hinten
* Reverb und Chorus schon drin
* Chorus sehr gut -Klang und Vielfalt
* Sehr gutes „ohne Display“ -Konzept
* Das stufenlose Voice-spreading für die paraphonen Modi ist wohl einzigartig
* Gutes Speicher Konzept mit einzigartiger „Belegungs-Vorhör-Funktion“


MINUS:
* Kopfhörer Anschluss hinten
* Joystick gewöhnungsbedürftig
* Keine Modular Anschlüsse (Soll „semimodular“ sein- wie denn das?)
* Modulationsmöglichkeiten ausreichend aber könnte mehr sein
* Reverb sehr „oldschool“ schepperig
* Potiknöpfe sehr glatt für den Durchmesser, etwas nervig wenn es nicht Potis sondern Drehschalter sind, wie z.B. Wellenformauswahl.

Fazit: Wer schon mehrere Synths hat, und etwas sucht was noch klanglich gut reinpasst, sollte den Mantis durchaus mal antesten.

Hoffe Euch hilft diese Bewertung weiter, danke fürs Lesen!

P.S.: Für Dauer-Arpeggio (Latch) muss man den Joystick auf Hold halten und dann Arpeggiator starten. Man kann dann aber sogar Solos drüberspielen! Für Paraphon- Genial!
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
2
0
Bewertung melden

Bewertung melden