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PWM Mantis

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PWM Mantis
969 €
-39% UVP: 1.599 €
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1 Rezension

K
Potential zum Klassiker!
Kiro7 28.07.2026
Hatte das Teil zuerst nur am Rande auf dem Schirm, und hatte auch völlig übersehen, wegen fehlendem Display, dass das Gerät DOCH Memory hat, und zwar 2x100 Presets.
Ich kaufe eigentlich sehr ungern Synths ohne Speicher…

Dann länger gehadert, ob des Preises.
Die UVP mit 1500.-€ finde ich aber zu hoch, aber: das Ding ist eigentlich Boutique, und anscheinend wirklich mit Liebe gemacht und wird auch stetig verbessert.

Nun, da der Preis hier erträglich geworden ist, nochmal genauer angesehen und relativ spontan gekauft. Gut, beim Händler in UK nochmal wesentlich günstiger, aber da kommt Zoll drauf, und die 19% Einfuhrumsatzsteuer, also unsere Märchensteuer. Und im Fall der Fälle hat man hier 3Jahre Thomann Garantie, und muss sich nicht mit Reparaturversand nach UK rumschlagen.

Zum Synth: Seit längerem versuche ich darauf zu achten mir keine Redundanz ins kleine Studio zu holen, und das erfüllt er voll. Klingt nicht cremig wie ein Moog und auch nicht brilliant strahlend wie ein Sequential. Sondern rau und ungeschliffen im positiven Sinne. Sollen ja deine OSCar und Wasp Gene drin sein.
Der Sägezahn sägt, und zwar richtig fett.

Ein Display braucht man nicht, das ist toll. Es gibt sicherlich einige Funktionen die man nur durch Tastenkombis machen kann, z.B. Midikanal ändern. Steht auf 1 ab Werk, musste ich noch nicht ändern.

Toll sind diese digitalen Oszillatoren, die dank der Auflösung tatsächlich sehr analog klingen, und das richtige analoge Filter in Verschiedenen Varianten.
Super ist auch immer ein Sub Osc zum andicken, und besonders hervorzuheben ist die selbst entdeckte, da nirgends erwähnte, Resonanz-Kompensation für den Bassbereich.
Also beim Aufdrehen der Resonanz dünnt der Bass nicht aus, wie man es leider bei fast allen Synths hat.

Die Wavetables sind brauchbar, und seit neuestem sind auch die des OSCar mit dabei.

Ja, schon der alte Vintage OSCar hatte Wavetables! (gewusst? ;-)

Also das Teil hat einen super eigenen Klang, man kommt schnell zum Ergebnis, die Werkspresets werden für meinen Geschmack erst zum Ende hin gut, aber lassen sich voll überschreiben.

Tolle Sache: Beim Speichern kann man erstmal vorhalten was auf dem Platz schon drauf ist, damit man nichts überschreibt was man behalten wollte.

Gäbe jetzt noch viel zu texten, aber das können andere besser, deswegen jetzt nur noch Plus und Minus in Stichpunkten.

PLUS:
* Eigenständiger, durchsetzungsfähiger Sound
* Klingt rundum „analog“ - trotz digitaler Oscs.
* Analoge Filter
* Wavetables
* Subosc für Osc1
* Resonanzkompensation für den Bassbereich
* „großes“ Midi-Trio hinten
* Reverb und Chorus schon drin
* Chorus sehr gut -Klang und Vielfalt
* Sehr gutes „ohne Display“ -Konzept
* Das stufenlose Voice-spreading für die paraphonen Modi ist wohl einzigartig
* Gutes Speicher Konzept mit einzigartiger „Belegungs-Vorhör-Funktion“


MINUS:
* Kopfhörer Anschluss hinten
* Joystick gewöhnungsbedürftig
* Keine Modular Anschlüsse (Soll „semimodular“ sein- wie denn das?)
* Modulationsmöglichkeiten ausreichend aber könnte mehr sein
* Reverb sehr „oldschool“ schepperig
* Potiknöpfe sehr glatt für den Durchmesser, etwas nervig wenn es nicht Potis sondern Drehschalter sind, wie z.B. Wellenformauswahl.

Fazit: Wer schon mehrere Synths hat, und etwas sucht was noch klanglich gut reinpasst, sollte den Mantis durchaus mal antesten.

Hoffe Euch hilft diese Bewertung weiter, danke fürs Lesen!

P.S.: Für Dauer-Arpeggio (Latch) muss man den Joystick auf Hold halten und dann Arpeggiator starten. Man kann dann aber sogar Solos drüberspielen! Für Paraphon- Genial!
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