Cloudlifter, FetHead, wie sie alle heißen… wenn man nach DIY FetHead Circuit googelt, findet man Schaltungen mit weniger als 10 billigen Bauteilen, es handelt sich beim Inline-Aufholverstärker also wohl nicht um ein Hexenwerk und somit müsste es Behringer, hier als Klark Technik getarnt, für den schmalen Taler doch wohl hinbekommen können – wenn sie wöllten.
Ich bestelle also einen Triton FetHead und eben diesen CM-1 und mache einen schnellen Test: RME OctaMic II als Preamp/Wandler, Beyerdynamic M201 als Mikrofon, Beyerdynamic DT-1770 Pro als Kopfhörer an einem RME ADI-2 Wandler/Kopfhörerausgang.
Das ist nun noch kein profunder Test, aber mir fällt sofort auf, dass in dieser Kombination der FetHead an Höhen verliert, das Mic mumpfig und belegt klingt. Der CM-1 hingegen klingt sehr viel mehr am Original-Signal, aber natürlich lauter, das ist ja Sinn des Manövers. Wobei eben nicht ganz so viel lauter als der FetHead.
Übrigens rauscht auch ein weit aufgedrehter RME OctaMic II natürlich mehr als der CM-1 Rauschen hinzugibt. Hier muss der Nutzer in eigenen Tests abwägen, ob eine eventuell doch vorhandene Klangveränderung oder mehr Rauschen das größere Übel sind.
Von dem her werde ich wohl den FetHead retournieren und mir noch einen zweiten CM-1 zulegen.
Wer Recording betreibt, dem seien gute Preamps wärmstens empfohlen und so wenig wie möglich Geräte in der Signalkette. Was viele Leute aber nicht mitdenken, ist Live-Beschallung und -Recording, wo man oft eben das Mischpult nehmen muss, das man vorfindet, und dann eben auch die digitale Stagebox, die man vorfindet. Und da finden ein paar CM-1 doch gut noch Platz im Toolcase und sie sind günstig genug, dass man mehrere davon vorhalten kann.
Dass ein Preamp wie der CM-1 Phantomspeisung braucht, diese aber nicht durchlässt, schützt außerdem Bändchenmikrofone vor eben dieser – was wieder insbesondere live wichtig ist, wenn man mit Fremdtechnikern arbeitet, die ggf. ihr Mischpult nicht umsichtig genug bedienen.
Also: Als Tool für die Live-Anwendung scheint mir das CM-1 gut und günstig – geht!
Abschließend zu bemerken ist noch, dass natürlich auch die Verhältnisse der Impedanzen von Mikrofon und Inline-Aufholverstärker eine Rolle spielen dürften, sodass womöglich mit anderen Kombinationen der Test anders ausfallen kann. Das betrifft natürlich auch das allseits überbeliebte SM7b, das ich nicht im Fuhrpark habe.