Austrian Audio Hi-X55

Kopfhörer

  • geschlossener Studiokopfhörer
  • ohrumschliessend
  • Scharniere und Bügel aus Metall für maximale Haltbarkeit
  • klappbar zum einfachen Transport
  • Frequenzbereich: 5 bis 28.000 Hz
  • Empfindlichkeit: 118 dB SPL/V
  • Klirrfaktor (@1 kHz): <0,1%
  • Impedanz: 25 Ohm
  • abnehmbares Kabel, Länge 3 m
  • Anschlussstecker: 3,5 mm inkl. Adapter auf 6,3 mm
  • Abmessungen: 300 x 170 x 85 mm
  • Gewicht (ohne Kabel): 305 g

Weitere Infos

Bauform Over-Ear
System Geschlossen
Impedanz 25 Ohm
Frequenzgang 5 Hz – 28000 Hz
Adapter Ja
Kabel austauschbar Ja
Farbe Schwarz

Kopfhörer made in Austria

Mit dem geschlossenen und ohrumschließenden Hi-X55 stellt das 2017 gegründete Unternehmen Austrian Audio im Jahr 2020 seinen ersten Kopfhörer vor. Die neu entwickelten 44-mm-Treiber sollen einen großen Übertragungsbereich gewährleisten und durch hohe Steifigkeit das Resonieren weitestgehend verhindern. Außerdem ist der Kopfhörer mit einem System von Ringmagneten ausgestattet, das für eine höhere Impulstreue sorgen soll. Die Kopfhörer von Austrian Audio werden übrigens nicht nur in Österreich entwickelt, sondern auch dort von Anfang bis Ende hergestellt.

Gehöriges Pfund

Sowohl die Kopfbügelpolster als auch die Earpads des Hi-X55 sind mit Memory-Schaumstoff versehen. Damit schmiegt sich der Kopfhörer einmal der Ohrgröße gut an und drückt außerdem trotz der kompakten Größe der Ohrmuscheln nicht auf die selbigen, was gerade auch bei längeren Sessions einen hohen Tragekomfort gewährleistet. Die Dämmung soll laut Hersteller aber nicht darunter leiden, womit sich der geschlossene Kopfhörer nicht nur zum Mixen und Mastern, sondern auch für Aufnahmen eignen dürfte, zumal er mit nur 25 Ohm Widerstand und einer Empfindlichkeit von 118 dB SPL/V zu den lauteren Modellen gehört. Auch der Einsatz am Laptop oder dem Smartphone ist bei so einem 25-Ohm-Modell kein Problem.

Full Metal Jacket

Durch seine robuste, faltbare und kompakte Konstruktion mit Metallbügeln ist der Austrian Audio Hi-X55 nicht nur für Studiobesitzer gedacht, sondern er bietet sich auch für moderne Laptop-Producer an. Auch, wer einfach mal in feinster Qualität Musik hören möchte, wird Gefallen an dem geschlossenen Modell finden, besonders, wenn man gerade in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, denn hier kann man sich auf die Dämmung der Ohrpolster verlassen. Vorbildlich ist das drei Meter lange austauschbare Kabel, das sich arretieren lässt, um ein versehentliches Entstöpseln zu vermeiden.

Über Austrian Audio

Der Wiener Hersteller Austrian Audio wurde 2017 von 22 ehemaligen hochrangigen AKG-Mitarbeitern gegründet, als der österreichische Traditionshersteller seine Büros und Werke in Wien schloss. Bereits nach den ersten Produktveröffentlichungen sieht man, dass man es hier nicht mit Anfängern zu tun hat. Die Produktpalette, die bisher aus Kopfhörern und Mikrofonen besteht, zeichnet sich durch elegantes Design und durchdachte Konzepte mit modernem Twist aus. Außerdem werden alle Produkte wie zu besten AKG-Zeiten in Österreich hergestellt. Man darf gespannt sein, was diese vielversprechende Schmiede noch hervorbringt.

Für Profis prädestiniert

Der Hi-X55 macht sowohl beim Mixen und beim Mastern als auch im Aufnahmeraum eine gute Figur und überzeugt dabei durch ein klassisches Äußeres. Trotz der geschlossenen und ohrumschließenden Bauweise bietet er einen hohen Tragekomfort und ist dabei gleichzeitig kompakt und transportabel. Sein Preis-Leistungs-Verhältnis ist fair und seine Fertigungsqualität (made in Austria), die technischen Eckdaten sowie sein Klang prädestinieren ihn sogar für Audioprofis. Sollten geschlossene Modelle diesen aber nicht so zusagen, hat Austrian Audio mit dem Hi-X50 auch On-Ear-Headphones im Angebot. Wie immer gilt bei Kopfhörern natürlich auch hier die Empfehlung, vorab einen Hörtest zu machen.

So haben sich andere Kunden entschieden

Das kaufen Kunden, die sich dieses Produkt angesehen haben:

Austrian Audio Hi-X55
43% kauften genau dieses Produkt
Austrian Audio Hi-X55
Sofort lieferbar
Sofort lieferbar

Dieser Artikel ist auf Lager und kann sofort verschickt werden.

Informationen zum Versand
296 € In den Warenkorb
beyerdynamic DT-770 Pro 80 Ohm
10% kauften beyerdynamic DT-770 Pro 80 Ohm 129 €
beyerdynamic DT-770 Pro 250 Ohm
7% kauften beyerdynamic DT-770 Pro 250 Ohm 129 €
Audio-Technica ATH-M50 X
6% kauften Audio-Technica ATH-M50 X 135 €
beyerdynamic DT-990 Pro
4% kauften beyerdynamic DT-990 Pro 125 €
Unsere beliebtesten Studio Kopfhörer
37 Kundenbewertungen
  • 5
  • 4
  • 3
  • 2
  • 1
4.5 /5
  • Sound
  • Tragekomfort
  • Verarbeitung
Gesamt
Sound
Tragekomfort
Verarbeitung
Qualitätsprodukt mit unausgewogenem Sound und sehr unklarer Zielgruppe
D. So., 31.01.2021
Auf der Suche nach einem geschlossenen Kopfhörer, der bei Aufnahmen eine bessere Figur macht als mein Audio Technica ATH-MSR7, stieß ich auf den viel gelobten Hi-X55 von Austrian Audio. In einer idealen Welt hätte er mir eine bessere Isolation (sprich: weniger Bleeding bei mikrofonierten Aufnahmen) und zugleich an irgendeiner Front einen gewissen klanglichen Zugewinn geboten, der den höheren Preis rechtfertigt. Leider wurde ich an beiden Fronten enttäuscht und tue mich schwer, die begeisterten Kritiken nachzuvollziehen. Beim ersten Aufsetzen war ich gar so irritiert vom Sound, dass ich überprüft habe, ob das Kabel überhaupt richtig verbunden ist.

Für diejenigen, die keine genauere Analyse lesen möchten, hier vorweg die wichtigsten Pros und Cons, die mir aufgefallen sind.

Pro:
• hoher Tragekomfort
• robuste Verarbeitung
• breite Stereobühne
• hohe Detailtreue (zumindest in den Höhen)

Contra:
• sehr dünne, blutleere Klangabstimmung
• penetranter Resonanzbereich in den Mitten
• unnatürlich entfernter Klangeindruck
• mäßige Isolation
• kein kurzes Kabel für unterwegs; proprietäre Kabellösung

Wie aus der Liste ersichtlich wird, geht beim Hi-X55 im Prinzip alles in Ordnung, was nicht unmittelbar mit dem Sound zu tun hat. Haken wir das also einmal schnell ab: Die Kopfhörer wirken robust und hochwertig verarbeitet und warten mit einem angenehm unaufdringlichen Design auf. Sie sind überaus bequem, auch mit Brille und bei längerem Tragen (zumindest bei mir, aber jeder Kopf ist anders). Das ist gerade für geschlossene Kopfhörer keine Selbstverständlichkeit. Ähnlich wie beim bereits erwähnten ATH-MSR7 geht zwar in Kombination mit einer Brille ein wenig Tiefbass verloren, was allerdings beim ohnehin verschwindend geringen Bass des Hi-X55 kaum noch ins Gewicht fällt. Nachteilig ist indes, dass dieser Hörer einem kleinste Kopfbewegungen übelnimmt und sich zudem nicht gut in Rückenlage verwenden lässt, da er dann schlicht abrutscht.

Was die Isolation angeht, ergibt ein A/B-Vergleich mit dem MSR7 (mikrofonierte Aufnahme bei gleichem Ausgangspegel beider Kopfhörer) ein praktisch identisches Bleeding-Niveau. Die spektrale Verteilung ist insofern anders, als der Hi-X55 etwas weniger hochfrequente Transienten durchlässt, was ein geringfügiger Vorteil sein kann. Nach meiner Erfahrung isoliert der MSR7 (und damit wohl auch der Hi-X55) merklich schlechter als etwa der Studiostandard DT-770 von Beyerdynamic oder der sehr ähnliche SoundMagic HP150. Wem also Isolation wichtig ist – sei es für Aufnahmen oder den Einsatz unterwegs –, der sollte sich anderweitig umsehen. Ein mobiler Einsatz bietet sich auch wegen der Länge des mitgelieferten Kabels erst mal nicht an, und aufgrund des proprietären Drehverschlusses lässt sich das Kabel auch nicht beliebig ersetzen.

Nun zum Wichtigsten, dem Sound. Was Tieftonwiedergabe angeht, haben die Hi-X55 den dünnsten Sound, den ich je bei halbwegs soliden Kopfhörern gehört habe. Am ehesten vergleichen lassen sie sich wohl mit dem AKG K701, wobei diese Assoziation meinerseits auf einem Höreindruck vor x Jahren basiert und insofern mit Vorsicht zu genießen ist. Wir sprechen jedenfalls über einen außerordentlich hell abgestimmten Kopfhörer, der vermeintlich am ehesten Jazz- und Klassik-Fans ansprechen könnte, wobei ich es für einen seltsamen Mythos halte, dass es in diesen Genres irgendwie von Vorteil wäre, dem Sound das ganze Blut abzusaugen. Alle, deren persönlicher Geschmack nicht klar zu kristallinen Höhen und sehr dezenten Tiefen tendiert, sind hier schlecht beraten. In einer Zeit, in der ohnehin in vielen Genres von Jazz über Singer-Songwriter bis Death Metal eher tiefmittenarm produziert wird, ist eine solche Abstimmung m. E. eine ungeschickte Designentscheidung, die nur eine sehr kleine Zielgruppe ansprechen dürfte. Aufgeräumte Mitten sind schön und gut, nimmt man aber zu viel davon weg, fehlt der Musik jedweder Punch. So werden z. B. Gitarren-Powerchords oder Männerstimmen gleichermaßen zu kraftlosen, unbefriedigenden Babyfürzen. Jedes Mal, wenn ich zu anderen Hörern zurückwechselte (MSR7, Sennheiser HD-650, Beyerdynamic DT-880), ging im Vergleich dazu die Sonne auf. Spurenelemente von Tiefbass wiederum muss man schon mit der akustischen Lupe suchen, was für ein geschlossenes Modell untypisch, aber je nach Genrevorlieben weniger tragisch ist, wenn man nicht gerade elektronische Musik hören will.

Interessanterweise findet sich in vielen Reviews die Beobachtung, die Mitten seien überrepräsentiert, was ich zunächst überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Schließlich fiel mir aber auf, dass tatsächlich ein schmalbandiger Bereich in den Mitten überproportional starke, blecherne Resonanzen erzeugt. Besonders frappierend fand ich das bei Klavierläufen, bei denen mich die wenigen Töne, die in diesen Bereich fallen, unnatürlich dröhnend ansprangen. Es steht zu befürchten, dass dieser Peak auch viele jener Hörer*innen irritieren dürfte, die eine luftigere Abstimmung grundsätzlich mögen.

Luftig ist ein gutes Stichwort: Wenn der viel diskutierte Beyer-Peak ein rebellierender Teenie ist, sind die Höhen des Hi-X55 ein ausgewachsener Militärputsch. Die damit einhergehende Sibilanz fällt durch das fehlende Gegengewicht in den Tiefen umso mehr auf. Im Direktvergleich klingen die ach-so-dünnen und spitzen DT-880 fast schon nach bedecktem Mittenmatsch. Von dieser betonten Brillanz profitieren indes Räumlichkeit und Detailtreue in den Höhen. Doch ebenjene beiden Aspekte bringen wieder ihre eigenen Probleme mit sich.

Die Stereobühne ist für geschlossene Kopfhörer auffallend breit und bietet eine gute Ortbarkeit. Dabei hatte ich jedoch ständig das Gefühl, dass die Stereomitte fehlt, so als würden die beiden Kanäle künstlich separiert oder seien nicht ganz synchron. Die Auflösung wiederum akzentuiert Details wie Hallfahnen in einem Maße, das mir so noch nicht untergekommen ist. Dadurch wird der Raumeindruck auf eine Art verstärkt, die Klänge in die Ferne rückt. Zusammen mit den unausgewogenen, dünnen Mitten trägt all das zu einem entfernten Gesamteindruck bei, sodass genreunabhängig einfach kein Funke überspringen will. Mehr noch: Das Gehör erhält widersprüchliche Informationen, da präsente Höhen physikalisch mit Klangquellen in nächster Nähe zusammenhängen, hier aber auf unnatürliche Weise mit Distanz verknüpft werden. Kurzum: Es will kein kohärentes Klangbild entstehen.

Der Hi-X55 ist zweifelsohne ein hochwertiges Qualitätsprodukt. Aber wer ist die Zielgruppe? Wer einen geschlossenen Kopfhörer mit solider Auflösung und Räumlichkeit für den privaten Gebrauch sucht, findet für weniger Geld deutlich ausgewogenere Produkte (mein persönlicher Tipp: In der Preisklasse bis 200 Euro spielt der ATH-MSR7 nach meiner Erfahrung selbst offene Konkurrenzmodelle locker gegen die Wand). Für den mobilen Gebrauch oder für Recording ist das Modell aus den genannten Gründen auch nur mäßig geeignet. Und für Mixing und Mastering ist wiederum der Sound zu unnatürlich und allenfalls für Detailarbeiten hilfreich. Nichtsdestotrotz werden bestimmt einige dieses Teil lieben und sich womöglich schon lange nach einem solchen Sound gesehnt zu haben. Doch ich kann vor einer Kaufentscheidung wirklich nur zu gesunder Skepsis gegenüber den Lobeshymnen aufrufen.
Hilfreich · Nicht hilfreich · Bewertung melden
Bewertung melden...

Finden Sie diese Bewertung falsch oder aus irgendeinem Grund unzumutbar?

Meldung abschicken
Gesamt
Sound
Tragekomfort
Verarbeitung
Don't believe the hype!
Fabian79, 19.01.2021
Ich war schon dran, ein extreeem böses und sarkastisches Review zu schreiben... konnte mich aber gerade noch zurückhalten. Stattdessen hier nun ein etwas anderer Ansatz, und zwar einfach Logbuch meines Antestens, quer durch diverse Genres...ich habe versucht, fair zu bleiben, was mir wirklich viel Selbstbeherrschung abverlangt hat. Here we go:

MADONNA - LIKE A PRAYER
Klingt nicht wie Madonna sondern wie eine Casting Performance Erste Runde DSDS, als würde jemand versuchen, Madonna zu imitieren. Dieser schmale Grat zwischen Dilettantismus und mesmerisierendem Charisma, der Madonna zu dem Phänomen gemacht hat, das sie ist, geht völlig verloren. Wo ist die Erotik? Wo ist die Verletzlichkeit? Ich bin total weit entfernt von der Performance, empfinde nichts. Wenn die ersten Snare-hits dann einsetzen klingt es als würde jemand auf nem Blecheimer rumkloppen. Synthbass klingt wie von dem billigsten 2-Operator FM Synth. Überhaupt keine Räumlichkeit, keine Trennung der Instrumente, kein Groove, kein Punch. Furchtbar.

Zwischennotiz: Es fällt mir schwer, mich zu überwinden, gute Tracks anzuspielen, ich habe Angst, sie danach nicht mehr zu mögen...

PAT BENATAR - LOVE IS A BATTLEFIELD
Normalerweise müsste man sofort das extreme Verlangen verspüren, auf die 2 und die 4 mindestens mit dem Kopf zu nicken, wenn nicht gar aufzuspringen und extrem peinlich disco mäßig abzudancen...aber hier? Passiert gar nichts. Moved mich null. Again, die Trennung, in diesem Fall vor allem zwischen der Drum/Bass-Section mit ihrem stoischen, repetitiven Disco-beat und den darum herum arrangierten instrumentalen Einwürfen und Soundeffekten, ist überhaupt nicht vorhanden. Dieser geniale Mix verkommt hier zu einer lächerlichen Anfängernummer mit OKen Vocals...

SADE - SMOOTH OPERATOR
HiHats und Shaker tun richtig weh im Ohr, auch Sade's Stimme verblüfft durch stechende Sibilances und eine völlige Abwesenheit ihres berüchtigten sonoren Fundaments. Alles ist zusammengequetscht in so einen merkwürdigen Space in dem alles 50L/50R gepannt wirkt. Wo sind die hard-center Elemente? Die X55 schaffen es tatsächlich, einen der besten Songs und Mixes der Popgeschichte zu butchern... Das muss man erst mal hinkriegen!

DIE ANTWOORD - HEY SEXY
Ninja klingt als hätte er ein Blatt Papier VOR dem Mund und ein zweites zusammengeknüllt und halb zerkaut DRIN. Der Beat klingt wie von nem 12 jährigen auf ner Handy App zusammengeschraubt: Schon irgendwie cool gedacht aber inkompetent umgesetzt. Ninjas 50kg Cojones schrumpfen auditiv auf n Erdnüsschen zusammen...keine Power, keine Subversion, ist hier ne Lachnummer. Omg....weiter geht's...

ALICIA KEYS - DIARY
Piano klingt mono. Ich hör die rimmy-snare nicht, die geht komplett unter. Im Chorus werden die Vocals regelrecht begraben unter einem Brei aus undefinierten Piano Notes - jeder Producer der ein Song Layout in dieser Form hört würde sagen, nette Idee, aber muss umarrangiert werden.

GIDON KREMER plays PIAZZOLLA - OBLIVION
Ich habe keine Gänsehaut. Ich bin extrem weit weg von den Instrumenten. Weite und Dynamik fehlen. Der Kopfhörer bietet mir nichts im Tausch gegen seine shortcomings: Höre ich neue Details, die andere, möglicherweise überzeichnende, Kopfhörer übergehen? Nein. Wieder klingt alles extrem Breiig...sowohl frequenzmäßig als auch räumlich. Instrumente klingen nicht unbedingt verfälscht, aber extrem undefiniert, wie im Nebenraum, oder wie durch zwei dicke Moltonvorhänge.

PHILLIP GLASS - ATTACK AND FALL
Bläser klingen extreeeem weit weg, wie auf einem Berggipfel 2km entfernt. Alles ein Brei, keine Trennung. Im Ansatz klingen die Mitten jetzt auch tatsächlich verfälscht und verfremden die Instrumente. Das Stück ist jetzt nur noch absurd und langweilig, weil die Nuancen fehlen, die das monotone Staccato erträglich bzw sogar spannend machen sollten. Jetzt kommen die Pauken(?) dazu und klingen wie ganz schlechte Billigsamples. Anstatt groß, episch, angsteinflößend klingt hier alles klein, spießig und lächerlich.

Okay, an diesem Punkt habe ich einfach keine Lust mehr. Was sich Austrian Audio hier gedacht haben ist mir absolut schleierhaft. Soll das ein schlechter Witz sein? Ist das wirklich Ernst gemeint? Würde ich den Kopfhörer blind testen und jemand sagte mir, dass es ein 20 EUR Hama Teil von Media Markt ist, würde ich das sofort glauben.

Meine Ohren sind erschöpft, können nicht mehr und wollen nicht mehr. Nehmen wir mal spaßeshalber an, das was aus diesen Dingern rauskommt *wäre* die Realität (it's not...), und die ganze Musikgeschichte muss quasi neu geschrieben werden...würde ich so arbeiten wollen? Soll das mein Leben als Musiker, Produzent oder Engineer sein? Nee, dann werde ich lieber Fleischer oder Gerichtsvollzieher als mich mit diesen Dingern zu malträtieren.

Was bleibt ist (wieder mal) die Erkenntnis, dass man sich nicht von Marketing und schickem Design blenden lassen sollte. Kann ich diese Kopfhörer irgendjemandem empfehlen? Eindeutig nein. Mir fällt keine Verwendung und auch keine Geschmacksverirrung ein, für die dieses Produkt auch nur im Ansatz einen Mehrwert darstellen könnte. Und dafür dann auch noch 300 EUR??...das grenzt schon an Betrug.

Sorry Thomann, X55s don't fly...
Hilfreich · Nicht hilfreich · Bewertung melden
Bewertung melden...

Finden Sie diese Bewertung falsch oder aus irgendeinem Grund unzumutbar?

Meldung abschicken
Gesamt
Sound
Tragekomfort
Verarbeitung
TOp-Produkt für den Preis
OE9HLH, 18.04.2020
Nun ist er endlich MEINS – der Austrian Audio Hi-X55 – schon sehr gespannt darauf gewartet, was der in Wien verbliebene Rest von AKG nun auch im Kopfhörerbereich geleistet hat. Gekommen ist ein recht unspektakulärer Karton mit einem Klettband als Verschluss. Darin enthalten der Kopfhörer, ein 3m-Kabel, ein Stoff-Sack und eine Anleitung mit einem Sticker.
Toll gefertigt, viel Metall, besonders dort, wo mechanische Belastungen möglich sind. Die Ohrpolster angenehm weich und er entkoppelt beim Aufsetzen schön von den Umgebungsgeräuschen. Vorab der Sitz ist für mich sehr gut und auch nach stundenlangem Hören war ich weder verschwitzt, noch hat der Kopfhörer gedrückt.
Der Sound sehr neutral und auch präzise. Keine übertriebenen Bässe, wie es geschlossene KH gerne haben und eine richtig schöne Bühne. Auch nach längerem Hören wird der Hörgenuss nicht anstrengend. Die Empfindlichkeit sehr gut - beim Gegenhören mit anderen KH war ich erstaunt in welcher Lautstärke der Hi-X55 schon spielt im direkten Vergleich der zuvor angesteckten Referenz.
Auch hohe Lautstärken bringen ihn nicht an seine Grenze und er hat sich bis auf die Musik von „The Clarinotts“ recht wacker geschlagen. Dort war er für etwas zu schrill – auch beim Gegenhören mit andere KH war der Hi-X55 schon recht extrem.
Meine Referenzen: BEYERDYNAMIC T90, HIFIMAN Edition XX & SUNDARA, SENNHEISER HD800, AKG K812 & K701 (noch in Wien gefertigt) und was sonst gerade von meiner KH-Sammlung herumgelegen ist.
Die Zuspieler: Lossless vom Rechner, HiQ von Spotify & Tital – via RME ADI-2 DAC oder FiiO M9 & M11, aber auch mal das Smartphone mit Musik queerbeet – von der Klassik bis Jazz, R&B, Pop, elektronische Musik – einige Kopfhörer-Test-Playlisten aus dem Netz.

Mein Fazit: Für den Preis schon ein sensationeller KH. Spielt in einer Klasse, die doppelt so teuer ist. Verarbeitung und Tragekomfort top – Super-Bühne, recht neutral und spritzig, kann aber leider auch etwas schrill sein. Langer ermüdungsfreier Musikgenuss ist gewährleistet. Einsatz mobil und zu Hause, im Studio. Ein zweites kürzeres Kabel wäre noch eine würdige Erweiterung des Lieferumfangs.

Er bleibt in meiner Sammlung.
Hilfreich · Nicht hilfreich · Bewertung melden
Bewertung melden...

Finden Sie diese Bewertung falsch oder aus irgendeinem Grund unzumutbar?

Meldung abschicken
Gesamt
Sound
Tragekomfort
Verarbeitung
Für HiFi nur bedingt geeignet *Nachtrag*
Tölpel, 24.10.2020
Vorab, ich spiele kein Instrument und bin auch nicht in einem Studio tätig oder komme mit Musik professionell in Berührung. Ich bin "nur" ein Musikhörer.

Dieser Kopfhörer ist eindeutig für Studios geschaffen worden. Dies merkt man ihm an jeder Stelle deutlich an und dies ist ja auch positiv.

Gewicht, Tragekomfort und Verarbeitung liegen auf höchstem Niveau. Auch die Schallisolierung von außen ist hervorragend. Dies war auch der Grund, warum ich mich für dieses Modell entschieden hatte.

Der Klang ist weitestgehend neutral und ausgeglichen. Dies hatte ich auch so erwartet. Dies trifft insbesondere für die tiefen und hohen Frequenzen zu. Nur im mittleren Frequenzbereich werden diese Frequenzanteile unnatürlich betont. Bei der Arbeit im Studio kann man sich sicherlich sehr gut darauf einstellen. Wer aber einfach nur Musik hören will, hat hier evt. ein Problem. Mir geht es jedenfalls so.

Sehr schade, da dieser Kopfhörer wirklich sehr gelungen ist. Aber beim "nur Hören" kommt zumindest bei mir keine wahre Freude auf.

Nachtrag am 29.10.2020:

Ich konnte den HI-X 55 nun gegen einen Audeze LCD 2 Classic hören und bin aus allen Wolken gefallen! Der Audeze klingt einfach nur dumpf und müde. Die Bühne ist sehr schmal und besitzt praktisch keine räumliche Tiefe. Der einzige Vorteil des LCD ist der Tiefbass, der präsenter als beim HI-X 55 ist und scheinbar tiefer reicht. Allerdings kann ich auch nicht behaupten, dass der HI-X 55 nicht tief genug spielt. Er ist dabei einfach nur deutlich neutraler.

Insgesamt muss ich meine Bewertung nun anpassen. Den Hype um den LCD jedenfalls, kann ich nicht nachvollziehen.
Hilfreich · Nicht hilfreich · Bewertung melden
Bewertung melden...

Finden Sie diese Bewertung falsch oder aus irgendeinem Grund unzumutbar?

Meldung abschicken
B-Stock ab 255 € verfügbar
296 €
Alle Preise inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
Sofort lieferbar

Dieser Artikel ist auf Lager und kann sofort verschickt werden.

Informationen zum Versand

Versandkostenfreie Lieferung voraussichtlich zwischen Samstag, 17.04. und Montag, 19.04.

Dieses Produkt teilen
Ihre Ansprechpartner
Tel: 09546-9223-33
Fax: 09546-9223-24
Tel: 09546-9223-30
Fax: 09546-922328
Online-Ratgeber
Home-Recording
Home-Recor­ding
Com­pu­ter­re­cor­ding im Heimstudio – ein Cocktail, der es in sich hat!
Online-Ratgeber
Kopfhörer
Kopfhörer
Kopfhörer gehören zur Grund­aus­stat­tung jedes Studios, jedes DJs usw. Doch Kopfhörer ist nicht gleich Kopfhörer.
Online-Ratgeber
Podcasting
Podcasting
Podcasts im Homestudio auf­zu­zeichnen, ist gar nicht so schwer. So richtig Spaß macht es, wenn das richtige Setup das Recording vereinfacht.
 
 
 
 
 
Testfazit:
* Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten. Ab 25 € versenden wir versandkostenfrei. Angebote solange Vorrat reicht. Für Druckfehler und Irrtümer wird keine Haftung übernommen. Die Rechnung wird in EUR ausgestellt.
9
(9)
Kürzlich besucht
Audient iD4 MKII

Audient iD4 MKII; USB 3.0 Audiointerface; Anschluss: USB C; 24 bit / 44,1 – 96 kHz; ADC Dynamikumfang: 121 dB; DAC Dynamikumfang: 126 dB; Class A Audient Konsolen Mikrofon-Vorverstärker; Mic Gain 58 dB,

1
(1)
Kürzlich besucht
iZotope Spire Studio 2nd Generation

iZotope Spire Studio 2nd Generation; mobiles Recording-Studio mit Lithium-Ionen-Akku (bis zu 4 Stunden Laufzeit); 2 Spuren gleichzeitig aufnehmbar; bis zu 8 Spuren pro Projekt abspielbar; Aufnahmeformat: 24-Bit / 48 kHz; bis zu 8 Stunden Aufnahmezeit; unterstütze Aufnahmeformate: AIF, MP3, M4A,…

Kürzlich besucht
Electro Harmonix Ripped Speaker Fuzz

Electro Harmonix Ripped Speaker Fuzz; Effektpedal für E-Gitarre & Bass; Niedrige Fuzz-Einstellungen emulieren Vintage-Lo-Fi-Distortion-Sounds, wie Sie durch den Einsatz einer Rasierklinge an einer Lautsprechermembran, einer losen Röhre oder einem defekten Kanal an einem Aufnahmepult erzeugt werden, hohe Fuzz-Einstellungen führen zu…

Kürzlich besucht
Otamatone Neo White

Otamatone Neo, Elektronischer Klangspielzeug/ Synthesizer, Otamatone Classic mit extra Funktionen, perfekte Größe für Musiker, verstellbare Töne via neuer Studio Handy App, Verlinkung mit Handy via Kabel möglich, Netzteilanschluss für externe Stromversorgung, Stereokopfhöreranschluss, Lautstärkeregler, Bedienung durch drücken der Klangfläche am Hals…

Kürzlich besucht
Meinl TMDDGS Didgeridoo Stand

Meinl Didgeridoo Ständer, TMDDGS, Material: Aluminium, Stabiler Zweifußständer, Weiche Polsterung mit schützendem Gummizug, Höhe, Winkel und Tiefe einstellbar

1
(1)
Kürzlich besucht
Hercules DJ Control Inpulse 500 Gold LE

Hercules DJ Control Inpulse 500 Gold LE; Limited Edition mit goldenen Highlights; auf 1000 Stk. weltweit limitiert; nummeriert mit Gravur auf der Konsole; All-in-one-DJ-Controller; Bedienelemente pro Deck: 1x Filter-Regler, 3 x Equalizer-Regler, 1 x Gain Regler, 1 x Lautsttärkenregler, 1…

Kürzlich besucht
Blackmagic Design Pocket Cinema Camera Pro EVF

Blackmagic Design Pocket Cinema Camera Pro EVF; Sucher passend für Pocket Cinema Camera 6K Pro; Sucher mit internem Näherungssensor, 4-teiligem Glasdiopter, integrierter Statusinfo-Anzeige und digitalem Testchart; Video- und Stromanschlüsse: über den Verbinder des Pocket Cinema Camera 6K Pro EVF; Verschraubung:…

1
(1)
Kürzlich besucht
K&M 107 Music Stand Black Set

K&M 107 Music Stand Black Set, K&M Notenpult 10700-000-55 schwarz inkl. K&M 10711 Tragetasche, Gesamthöhe max.ca.1.680mm, Material Stahl, Spannelemente aus Metall, Notenauflage 485 x 240 x 42 mm, Notenpultkopf kann waagerecht eingestellt werden, Notenpultkopf traditionell zusammenlegbar, Stabile Strebenkonstruktion, Rohrkombination 2-fach…

Kürzlich besucht
TAD 6L6GCM-STR Red Matched Pair

TAD 6L6GCM-STR Redbase Matched Pair; RT102; Premium 6L6 Endstufenröhren, 2 Stück; gematched von TAD in Deutschland; Seidige Höhen, definierter, satter Bass und viel Headroom; vereint neueste Fertigungstechniken mit traditionellem Design

Kürzlich besucht
Zoom PodTrak P4

Zoom PodTrak P4; Podcasting-Recorder; vier Mikrofoneingänge (XLR, P48V Phantomspeisung schaltbar); vier Kopfhörerausgänge mit individuellen Lautstärkereglern (3.5mm Stereoklinke); pro Eingang Gain-Regler und Mute-Taste; Mix-Minus-Funktion für automatische Feedback-Unterdrückung bei eingespeisten Anrufen; Anschluss eines Telefons über TRRS-Buchse; kabellose Einbindung von Telefonen über Zoom…

Kürzlich besucht
Otamatone Neo Black

Otamatone Neo, Elektronischer Klangspielzeug/ Synthesizer, Otamatone Classic mit extra Funktionen, perfekte Größe für Musiker, verstellbare Töne via neuer Studio Handy App, Verlinkung mit Handy via Kabel möglich, Netzteilanschluss für externe Stromversorgung, Stereokopfhöreranschluss, Lautstärkeregler, Bedienung durch drücken der Klangfläche am Hals…

Kürzlich besucht
Aputure Accent B7c

Aputure Accent B7c; smarte 7 W RGBWW-LED-Glühbirne; nutzt die gleiche Farbmischungstechnologie wie die Nova P300c und deckt somit das gleiche Farbtemperaturspektrum von 2000 bis 10000 Kelvin; eingebauter Li-Po-Akku mit einer Laufzeit von bis zu 70 Minuten bei maximaler Leuchtkraft; On-Board-Steuertasten,…

Feedback geben
Feedback Sie haben einen Fehler gefunden oder möchten uns etwas zu dieser Seite mitteilen?

Wir freuen uns über Ihr Feedback und werden Probleme möglichst schnell für Sie lösen.