Seymour Duncan BMP-1Standard Blackout Modular

Preamp-Poti

  • macht jeden Pickup aktiv
  • mit kurzem Shaft

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Weitere Infos

Bauweise Solderless
Widerstandswert Kein
Tandem Poti Nein
Push/Push Nein
Solderless Ja
Art der Achse Geriffelt
14 Kundenbewertungen
  • 5
  • 4
  • 3
  • 2
  • 1
4.6 / 5.0
  • Verarbeitung
9 Textbewertungen Alle Bewertungen lesen
Gesamt
Verarbeitung
Gutes Konzept mit extremen Schwächen in der Dokumentation
padrake, 12.11.2017
Projektbeschreibung:
Man nehme eine preiswerte Gitarre, in meinem Fall eine HB SC-Custom Lemon Flame und verpasse den Pickups Aktivität.

Nach Klärung der Farb-Codes der verbauten Wilkinson Pickups stand die Schaltung schnell fest: 1 Volume und 2 Tone-Potis.
Für alle Interessierten: im Vergleich zu SD sind bei den Wilkinsons die Adern weiß und rot getauscht.

Bastelkiste durchsucht, einen zusätzlichen 25 kOhm Poti und Kondensator rausgefischt und erst mal aufgeräumt unter der Haube. Zum Thema solderless: Jaaa, der Anschluss am BMP-1 erfolgt mittels Klemmleiste und dem mitgelieferten Schraubendreher. Jedoch sind die entsprechenden Kabelenden in einer normalen passiver Gitarre mit Potis und Schalter verlötet. Ohne Lötkolben geht also nix!

Nachdem alle Adern freigelegt und entsprechend vorbereite waren, damit sie auch in die Klemmleisten passen, wurde schön sauber neu aufgebaut. Das macht Spass! Dann die erste Ernüchterung: Die Potis von SD haben ein dickeren Gewindedurchmesser! Also Akkuschrauber und Kegelbohrer raus und 2 Löcher um ca 1 mm erweitert.

Nun aber... Potis fest, Batterie dran und ab in den Amp.
Erster Eindruck: klingt wie vorher nur mit deutlich mehr Output. UND das eine Tone-Poti zeigt keine Wirkung. Dazu später mehr...
Zweiter Eindruck nach 30 Minuten spielen und Vergleich mit einer anderen Gitarre mit eben den selben Pickups: Ja, die Bässe sind auch angenehm straffer, aber mehr Höhen? Fehlanzeige. Im Normalfall passiert Folgendes wenn man einen Preamp hinter passive Pickups schaltet: die Resonanzfrequenz der Pickups verschiebt sich durch die fehlende Kabelimpedanz nach oben und Resonanzabschwächung wird aufgehoben, da die Belastung durch die Potis gegen Masse entfällt. Es sei denn man kompensiert dies durch einen Widerstand und einen Kondensator VOR dem eigentlichen Preamp. Meiner bescheidenden Meinung nach, haben die Kollegen von SD genau das getan. Einen Höhengewinn gäbe es nur, wenn vorher über Kabel mit deutlich mehr als 470pF Impedanz gespielt wurde. Mein Kabel hat genau diesen Wert. Viele Gitaristen spielen jedoch über deutlich größere Werte durch die Verwendung anderer Kabel und die schier unendliche Kette von Tretminen zwischen Gitarre und Amp. Kommt jetzt ein BMP-1 zum Einsatz, gibt es das Aha-Erlebnis in Sachen Höhen :) Der komplette Kabelsalat hat keinen Einfluss mehr auf das Signal aus der Gitarre. Und man muss sich darüber auch keine Gedanken mehr machen.

Ich schweife ab. Zum Output:
Der hat nun wirklich deutlich zugenommen. Gefühlt ca. 12 bis 18 Db, oder anders ausgedrückt: eine mindesten 2-3 fache Verstärkung! Das ist mir persönlich doch ein wenig zu viel. Bevor ich jedoch über einen schaltbaren Spannungsteiler nachdenken wollte, habe ich das naheliegenste getan: die Pickups viel weiter runter geschraubt! Damit ergeben sich natürlich vollkommen neue Klangwelten! Jeder weiß das: Humbucker klingen auf einmal viel glockiger und meist bekommt man auch mehr Sustain hin, da die Saiten durch das Magnetfeld der Pickups nicht mehr so stark am Schwingen gehindert werden. Jetzt kommt langsam wieder Freude auf.

Sorry, so einfach in Pro und Kontra kann ich das nicht zusammenfassen.
Nun kommen wir zu dem eigentlichen NOGO, der hier verzapft wurde:
Die beiliegende Doku, eine DIN4 Seite, ist in Graustufen ausgedruckt. Wie bitte schön soll man da die Kabelfarben der Pickups erkennen, gerade dann, wenn man SD in der Gitarre hat??? UND das allerschlimmste: Der angegeben Wert für den Kondensator des Tone-Pot stimmt weder in der Doku, noch auf der Webseite von SD!!! Man liest einen Wert von 0.047 uF, gemeinhin auch bekannt unter 47nF oder 473! Jo, das ist in so gut wie jeder Doppelspulengitarre verbaut. Geliefert wurde und funktionieren tut aber nur ein 10-facher Wert von: 0,47 uF oder auch 470nF oder 474! 220nF für den Halspickup wäre aus meiner Sicht auch OK, aber mit 47nF passiert fast nix! Kein Hinweis dazu bei Thomann oder bei SD auf der Webseite.

Fazit:
Wer sich nicht davor scheut, den Lötkolben zu schwingen oder Löcher in seiner Gitarre aufzubohren, oder im schlimmsten Fall die Oberfräse für den Platz für die Batterie anzusetzen, dem sei gesagt: Immer zu! es lohnt sich trotz der von mir aufgeführten Problemchen.
Wem das alles suspekt ist, der sollte es sein lassen oder jemanden fragen, beauftragen... Aber wenn dafür noch Kohle fließen müsste, fragt man sich besser, ob das in Relationen zu dem Wert des Instrumentes steht.
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Jerry B., 22.02.2013
Vielleicht nicht, aber um einer müden Klampfe Beine zu machen ist das BMP-1 eine akkurate Medizin, wenn auch keine Süsse.
Der Einbau gestaltet sich dann doch nicht ganz so einfach. Wenn die Gitarre nicht mit 25k Potis (ein Poti ist im Lieferumfang enthalten) bestückt ist, geht trotz solderless nichts ohne heisses Eisen. Die (beiliegende)Stereo Input Buchse wird in den meisten Fällen wohl auch die Originale ersetzen. Der Arbeit Lohn ist in meinem Fall ein Omen 7 Extreme mit druckvollerem Output, höherem Gain, und die tiefen Saiten klingen erheblich differenzierter.
Finales Urteil: Für routinierte Lötexperten empfehlenswert. Für Doppellinkshänder: Finger weg !
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