Koch Amps Jupiter JUP45-C

E-Gitarrencombo

  • 3 schaltbare Kanäle: Clean, Overdrive, High Gain
  • Leistung: 45 Watt
  • Bestückung: 1x 12" Koch VG12-60 Lautsprecher
  • 2x12AX7 Röhren in Preamp und Endstufe
  • 3-Band EQ mit Contour Schalter
  • Buffered Effekt Loop
  • Spring Type Reverb
  • ATR Technologie
  • Ausgang mit Lautsprecheremulation und passivem Filter
  • Gewicht: 19,1 kg
  • Maße (BxTxH): 540 x 260 x 460 mm
  • inkl. 2-fach Fußschalter
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Soundbeispiele

 
0:00
  • Blues
  • Funk
  • Metal
  • Rock

Weitere Infos

Leistung 45 W
Lautsprecher Bestückung 1x 12"
Kanäle 3
Hall Ja
Effektprozessor Nein
Externer Effektweg Ja
Line Eingang Nein
Recording Ausgang Ja
MIDI Schnittstelle Nein
Anschluss für externe Lautsprecher Ja
Kopfhöreranschluss Nein
Fußschalter Anschluss Ja
Inkl. Fußschalter Ja
Gewicht 19,1 kg

Koch Amps Jupiter JUP45-C: Vintage trifft Moderne

Die Verstärker des holländischen Herstellers Koch haben sich längst vom Geheimtipp zu einer festen Größe am Markt der Gitarrenamps entwickelt. Kein Wunder, denn Qualität setzt sich eben auch hier durch und der Jupiter JUP45-C ist ein gutes Beispiel dafür, wie man einen dynamischen Röhrensound mit den Vorzügen einer vergleichsweise leichten und zugleich kraftvollen MosFet-Endstufe verbinden kann. Eine dreikanalige Röhrenvorstufe übernimmt dabei die Klangerzeugung, während eine weitere 12AX7A-Röhre den Charakter des Endstufensounds bestimmt und diesen maßgeblich beeinflusst. Das sorgt zusammen mit dem integrierten 12“-Speaker aus Koch-eigener Fertigung für eine Ausgangsleistung von 45 Watt, was den kleinen Boliden im Vintage-Design somit für das Üben zuhause, den Einsatz im Studio oder auch bei kleinen Live-Gigs empfiehlt. Mit an Bord befinden sich darüber hinaus ein digitaler Hall, ein Effektweg, ein Speaker-Emulated-Ausgang für Aufnahmen ohne aufwendige Mikrofonierung sowie die Möglichkeit, einen Großteil der Funktionen auch mit dem im Lieferumfang befindlichen Fußschalter erledigen zu können.

Retrodesign meets Hightech

Hinter dem hübschen Vintage-Design verbirgt sich ein moderner, dreikanaliger Röhrenverstärker, ausgestattet mit cleveren Features. Obwohl es auf den ersten Blick so scheint, als handele es sich um einen einfachen Zweikanaler, besitzt der Overdrive-Channel mit seinem Gain- und Volume-Poti zusätzlich eine Boost-Schaltung, mit der man dem Sound noch einen Extrakick verpassen kann. Auch der Clean-Channel besitzt neben einem eigenen Volume-Poti noch einen Gain-Regler, mit dem der Pegel angepasst werden kann. Die Dreiband-Klangregelung verfügt über einen Contour-Switch, der weitere Frequenzbereiche hinzufügt, während das Dimmer-Poti für eine Absenkung der Lautstärke der Endstufe sorgt und damit auch in gemäßigten Lautstärken einen noch fetteren Sound ermöglicht. Die von Koch patentierte „ATR“ Schaltung verrichtet hier sehr überzeugende Arbeit. Zur Abrundung des Klangs steht ein Reverb-Regler bereit, der auf digitaler Basis den Klang einer Hallspirale mehr als überzeugend nachbildet.

Ein Röhrenbolide für Einsteiger und Fortgeschrittene

Durch den vergleichsweise günstigen Preis ist der JUP45-C eine interessante Option sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene, die auf der Suche nach einem erstklassig klingenden und zudem gut ausgestatteten Röhrenamp sind. Obendrein sieht er noch hübsch aus, besitzt genügend Power und erscheint trotzdem in einem kompakten Formfaktor. Die Bedienung ist denkbar einfach, und dank der drei Kanäle sowie der Möglichkeit, die Endstufe in ihrer Leistungsabgabe zu drosseln und die liebgewonnen Effektgeräte an den Effektweg zu koppeln, bekommt man ein flexibles System, das vom Wohnzimmer bis zur kleinen Bühne alle Aufgaben überzeugend erfüllen kann. Darüber hinaus ermöglicht es der Speaker Emulated Out, den Sound auch ohne aufwendige Mikrofonierung direkt in den Computer oder einen Mixer einzuspeisen – Stichwort „Silent Recording“.

Über Koch Amps

Die niederländische Firma Koch Amps stellt seit 1988 hochwertige Gitarrenverstärker her, wobei der reine, unverfälschte Klang des angeschlossenen Instruments immer oberste Priorität hatte und bis heute hat. Hinter den Amps im Vintage-Design steckt eine Elektronik mit den modernsten Features, neben reinrassigen Röhrenamps der Boutique-Klasse gibt es aber auch eine Reihe weiterer, günstigerer Verstärker im Programm, die mit der patentierten ATR-Schaltung einen nahezu perfekten Röhrensound nachbilden und in vielen unterschiedlichen Größen erhältlich sind. Weiterhin befinden sich im Sortiment des Herstellers eine Reihe von Pedal-Preamps, Endstufen, Boxen, Power-Soaks oder auch selektierte Röhren für jeden Typ Verstärker.

Vom Wohnzimmer bis zur kleinen Bühne am Start

Egal, ob nun im heimischen Wohnzimmer mit Endstufendrosselung oder auf der kleinen Bühne mit voller Power: Der JP45-C sorgt überall für einen typisch dynamischen, vollen Röhrensound und ist dank seiner Ausstattung mit dem eingebauten Reverb, dem mitgelieferten Fußschalter zur Kanalumschaltung sowie dem integrierten Effektweg mit zeitgemäßen Features ausgerüstet, die man hinter dem traditionellen Vintage-Design der kleinen Kiste nicht unbedingt vermuten würde. Die patentierte ATR-Schaltung ermöglicht auch in Zimmerlautstärke einen fetten Sound und damit eine provozierte Sättigung der Endstufe, was zu einem perfekten Röhrensound einfach dazugehört und die Ohren trotzdem nicht klingeln lässt.

Im Detail erklärt: ATR-Technologie

Die von Koch Amps patentierte ATR-Schaltung erlaubt es, den typischen Klang und das Dynamikverhalten einer Röhrenendstufe mittels einer einfachen Treiberröhre und MosFet-Technologie eindrucksvoll nachzubilden. Somit werden die Nachteile einer echten Röhrendendstufe, beispielsweise das hohe Gewicht und die regelmäßig nötigen Serviceintervalle, gegen eine wartungsfreie Variante ersetzt, die zudem weniger Energie verbraucht, deutlich leichter und kompakter ist und spürbar weniger Wärme erzeugt.

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36 Kundenbewertungen
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  • 1
4.8 /5
  • Bedienung
  • Features
  • Sound
  • Verarbeitung
Gesamt
Fast 20 kg! Schade! Ansonsten hervorragend!
JoSo, 25.06.2015
Im Laufe des Jahres 2013 habe ich mir den Koch Jupiter zugelegt, nach diversen Versuchen mit anderen Solid State oder Modelling Amps, Crate, Vox ADVT, Blackstar ID 60...
Ich suchte nach einem Amp, der ähnliche klangliche Ergebnisse und halbwegs ähnlichen Schalldruck liefern konnte, wie mein Roland Bolt 60 Röhrenamp (22,5kg), aber zu einem erträglicheren Gewicht.
All das habe ich mit den diversen Vorversuchen leider nicht gefunden, mit dem Koch Jupiter schon, außer eben den Gesichtspunkt "Gewicht".

Der Jupiter verfügt über einen hervorragenden Cleankanal, glockig, warm, mit viel Anschlag, viel direkter als die anderen Hybrid- oder Modellingmodelle, durch das separate Gain im Cleankanal auch leicht crunchig zu fahren. Zusammen mit dem wirklich guten Overdrive-Kanal mit zuschaltbarem Boost, - die Megazerre brauche ich persönlich nicht - , und dem wirklich brauchbaren Hall (11Uhjr) reicht er mir so für viele Gelegenheitsauftritte ohne jegliche vorgeschaltete Bodentreter oder Multieffekte, die er aber im cleanen Kanal (10Uhr/15Uhr) absolut zufriedenstellend annimmt, wenn es dann nötig ist. Power hat er wirklich mehr als genug, weit, weit mehr als nötig, um gegen Schlagzeug zu bestehen oder auch in größeren Clubs zu spielen, selbst für kleinere Outdoor Lokalitäten. Alles, was nach mehr verlangt, und das muss schon was wirklich großes sein, sollte dann sowieso über eine PA gehen.

Nun zum Ärgernis:
Ich hatte den Amp gekauft, wie auch ein anderer Kollege hier in den Produktbewertungen, um eine vom Gewicht her tragbare Alternative zu meinem Roland Röhrencombo für einen älter werdenden Blues-Rocker-Mann zu bekommen. Die in Aussicht gestellten, angegebenen 16,7kg verhießen mir knappe 6kg Gewichtsersparnis. Aber Pustekuchen: Mein Koch Jupiter wog genau 19,15kg, auf zuverlässiger, digitaler Paketwaage gewogen, und das war dann doch ziemlich ernüchternd, was die "Erleichterung" angehen sollte. Und bei diesem Unterschied kann es sich auch nicht nur um die Umstellung von einem Jensen Tornado Neodym auf den jetzt serienmäßigen Koch VG12-60 Lautsprecher handeln. Den Jensen Tornado habe ich mittlerweile drin, Ergebnis 17,45kg. Immerhin, zufrieden bin ich allerdings eigentlich immer noch nicht und erwäge, mir aus festem aber leichterem Pappel-Multiplex ein neues Gehäuse zu bauen, um meinem Traum von einem hervorragend klingendem, aber dennoch tragbaren Combo näher zu kommen.

Noch ärgerlicher als die Enttäuschung über das höhere Gewicht ist allerdings die Tatsache, dass weder Koch-Amps noch die Firma Thomann nach sowohl telefonischer als auch email-Kontaktaufnahme mit beiden, es bis heute geschafft haben, in den technischen Specs die Gewichtsangabe auf 19,15 kg zu korrigieren und weitere potentielle Interessenten vor einer Enttäuschung in diesem Gesichtspunkt zu bewahren.

Ich habe den Jupiter aufgrund seiner tollen musikalischen Eigenschaften bisher behalten. Gerade kommen mir aber Wechselgedanken, nachdem ich von dem neuen Roland Blues Cube Stage (14kg) gelesen und ziemlich überzeugendes Review von Anderton's in youtube gesehen habe.
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Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Ein wunderschöner Amp!
Frank241, 16.12.2019
Optisch sehr schön, ringsum sauber verarbeitet, Tragegriff aus echtem Leder! Ein Stern Abzug für die drei losen Buchsen an der Hinterseite die beim ersten Ton gleich mal mächtig vibriert haben, ist aber auch keine große Sache. Sound: Für mich leider nicht zu gebrauchen da in erster Linie viel zu basslastig, auch bei komplett zurück gedrehtem Poti! Der Combo dröhnt clean als auch im Overdrive Kanal welcher für mich eher fuzzig klingt. Die Klangregelung kann auch nicht wirklich effektiv eingreifen, alles klingt als würde ein Teppich vor dem Speaker hängen. Mir fehlt hier jegliche Sensibilität welche man bei Röhrenamps sonst so schätzt, die Bass-Saiten fühlen sich schwammig an und Spieldetails werden einfach nur mangelhaft dargestellt. Keine Ahnung was die beiden Vorstufen-Röhren im Schaltkreis bewirken, mit Dynamik und mit Röhren-Sound hat das für meinen Geschmack jedenfalls nichts zu tun. Hintergrund: Ich spiele seit über 40 Jahren Gitarre und bin im Besitz zahlreicher Vollröhren-Amps 15-40 Watt Combos und Topteile von 30 bis 100 Watt mit unterschiedlichen Speaker Cabs. So gesehen würde ich jetzt einfach einmal behaupten einen Gitarren-Amp beurteilen zu können. Jetzt könnte man natürlich fragen was ich mir vom Koch Jupiter denn eigentlich erhofft habe? Ich habe mir einfach gewünscht, dass die Dimmer-Funktion das kann was alle meine Röhrenverstärker nicht können: In jeder Lautstärke bzw. auch sehr leise richtig gut klingen und nicht nur am jeweiligen Sweetspot.
Leider kann das der Jupiter vom Sound mal abgesehen auch nicht,
da die Gain Regler die Grundlautstärke beider Kanäle so stark erhöhen, dass der Dimmer bei Stellung 1 eigentlich schon über Zimmerlautstärke ist und unter dieser Stellung kommt auch kein Signal mehr durch! Schade ich hätte ihn optisch gesehen so gerne behalten!
Fazit: Wer gute Röhrenverstärker gewöhnt ist wird hier wahrscheinlich nicht glücklich!
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Gesamt
Super Verstärker, auch für die Mietwohnung!
t-j-b, 18.03.2012
Hybridverstärker mit "Endstufenzerrenmodeling" wenn man das so nennen darf :-)
Um darauf in einer Mietwohnung zurückzugreifen sollte man den Dimmerregler jedoch weit zudrehen.

Die genannten Features oben in der Anzeige sagen nicht alles, hier könnte Thomann nachbessern:

- Jensen Tornado Neodynium? Ist ein Sica, nutzen die gleiche Fabrik wie Jensen, aber für mich als Kunden nicht nachvollziebar, was wirklich dahintersteckt.
- Spring Reverb? Naja digitaler Hall von Belton. Parallel zum FX Loop - kann den ein oder anderen stören, wenn er mit einem Volumenpedal im Effektweg den Lautstärkepegel kurzzeitig runterregelt. Der Hall ist dann weiterhin auf "normaler" Lautstärke
- Der Effektweg selbst ist seriell
- Von der Herstellerseite: "Speaker emulated output with passive filter" (fehlt oben komplett)
- Der "High Gain" Kanal verbirgt sich hinter einem Boost Schalter, der den OD Kanal noch etwas befeuert

Trotzdem gibts den hohen Daumen! Super Verstärker!

Nachtrag 15.01.14:
ich habe mich oft gefragt, was an dem Amp so komisch riecht, wenn ich mal sehr nah an ihm dran war. Es sind die Füße... Die haben auch Flecken auf dem Fussboden (Holz) hinterlassen... Am Besten auswechseln.
Ansonsten weiterhin schwer begeistert.
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Test & Bewertung JUP45-C
29.12.2016
Wer auch immer die Möglichkeit hat, sollte sich den lebensechten Test dieses Verstärkers gönnen - die Ohren würden beschmeichelt. Einiges an Vollröhrenvertretern habe ich hinter mir. Und mit diesem Amp hinter mir gelassen. (Blackstar Studio, Peavey Studio, Orange etc.) Was man hier an Klang geboten bekommt ist absolut solide, bühnentauglich, aufnehmbar und verlässlich.

Die zwei Vorstufenröhren sorgen für das richtige Maß an Dynamik. Die Endstufe arbeitet verlässlich linear. Bei geringer Lautstärke bedeutet dies ein Maximum an Klangfülle. Die Verarbeitung ist ohne jeden Zweifel jedem Zweifel erhaben.

Die Features sind das, was ich als Effektmensch oder Purist haben will.

1. Clean (Cool) mit sehr großem Headroom zum anboosten geeignet um stufenlos in ein einfach-lautes Clean zu kommen oder leichte Zerrstufen zu erreichen.

2. Crunch (Hot), der stufenlos von 1. eingepegelt werden kann. Der Gain-Regler ist hier so feinkörnig einzustellen, dass ich manchmal den Hot Channel benutze, um "clean" zu spielen. Zwei Striche nach rechts und ich bin im Bluesklang. Noch zwei Striche, und es wird rockig. Dem Originalklang des Instrumentes wird Ausdruck ohne Entfremdung verliehen. (Hier: Suhr Strat, FGN Single Cut, American Standard Tele)

3. Boosted Hot ist ein Gain-Mitten Boost mit Dezibelanhebung.

Meinen Ohren nach zu urteilen gesellen sich beim Reverb bei mehr als 50% Einstellung etwas chorushafte Klänge hinzu. Eine leichte Modulation nur. Sehr musikalisch, nie zu viel. Der Amp ist in sich völlig stimmig abgestimmt. Alle Pedale lasse ich weg. Ich booste den Amp nur über den FX Loop mit einem TC Electronic Spark Booster. Das gibt mir: (1) Clean, (2) Clean Dezibel Boosted, (3) Hot, (4) Hot dB Boosted, (5) Hot Boosted dB Boosted. Der Amp ist einer jener, die bei 12 Uhr EQ fast am besten Klingen. Es muss nicht viel gemacht werden, um hier loslegen zu können. Beim ersten Antesten hatte ich wirklich das Gefühl der Amp bewege sich auf mich und mein Spiel zu, und ich müsse mich nicht großartig verbiegen. Das Gewicht lässt nur auf vollkommen solide Teile und Verarbeitung schließen. Man sollte bedenken, dass ein Chassis niemals zu leicht sein sollte. Mit schlecht klingenden Combochassis habe ich so meine Erfahrungen.

Ein sehr seriöser Gitarrenverstärker.
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