5. Technische Checkliste – Die Wartungsparameter

Optisch wäre unser Instrument jetzt also bestens in Form. Doch wie Anfangs schon erwähnt, ist es nicht nur ein gewisses Maß an Pflege, das für eine optimale Werterhaltung eines Instrument von Nöten ist. Um „On Stage“ keine bösen Überraschungen zu erleben, empfiehlt es sich, in regelmäßigen Abständen eine technische Checkliste abzuarbeiten, deren einzelne Punkte wir im Folgenden Schritt für Schritt durchgehen wollen.

Höhenjustierung der Pickups

Das Einstellen der Tonabnehmer-Höhe ist ein Detail, das von den meisten Gitarristen eher stiefmütterlich behandelt wird. Zu unrecht, denn schließlich kann sich der jeweils gewählte Abstand zwischen Pickup und Saite in massiver Form auf die Performance einer Gitarre auswirken. Was bei der Justierung der Tonabnehmer alles zu beachten ist, erfahrt Sie hier und jetzt.

Die Basics

Grundsätzlich gilt: Je näher ein Pickup unter den Saiten sitzt, um so kräftiger und lauter wird das gelieferte Signal.

Zusätzlich dazu generiert eine Verringerung des Abstandes unharmonische Obertöne, die, stehen sie im richtigen Verhältnis zu den harmonischen Obertönen, für einen fetten, massiven Ton sorgen. Doch Vorsicht ist angesagt! Bei einem zu geringen Abstand gewinnen die unharmonischen "Vertreter" schnell die Überhand und machen den Sound unangenehm rau und hart. Bei der Einstellung des Tonabnehmerabstands unterscheidet man grundsätzlich zwischen zwei Konzepten.

Namentlich wären das Singlecoil-Pickups im Fender-Stil mit magnetischen Pole-Pieces und Pickups, die dem Humbucker-Prinzip folgen.

Die Justierung von Vintage-Style Singlecoils

Bei Tonabnehmern mit magnetischen Pole-Pieces (z. B. Vintage-Style Singlecoils) sollte der Abstand zu den Saiten etwas üppiger ausfallen als bei Humbuckern, die mit nur indirekt magnetisierten Pole-Pieces auskommen. Das Einstellen des Pickup-Abstands beginnt mit dem Herunterdrehen des Hals-Pickups auf einen Wert von ca. 6 mm. Gemessen wird der Abstand zwischen Pole-Piece und Saite mit einem gewöhnlichen Lineal bei im letzten Bund heruntergedrückter Saite. Diese Position bildet die Ausgangsbasis für unsere Justierarbeiten.

Jetzt nimmt man die Gitarre in Spielhaltung, schlägt die tiefe E-Saite an und verringert zeitgleich kontinuierlich den Abstand zwischen Hals-Pickup und Saite. Dabei beobachtet man intensiv das Schwingverhalten der Saite. Wird die Schwingung unrund, also vom Magnetfeld der Pole-Pieces massiv beeinflusst, ist die Grenze des Möglichen erreicht. Jetzt erhöht man den Abstand wieder um ca. einen halben Millimeter und schlägt die Saite erneut an. Schwingt sie ungehindert, ist die Einstellung des Pickup-Abstands korrekt.

Übrigens: Bedingt durch die geringere Masse der hohen E-Saite kann man bei ihr den für die tiefe Saite als ideal gefundenen Abstand um zirka einen weiteren Millimeter reduzieren.

Der für den Hals-Pickup gefundene Wert dient als Basis für die Justierung der beiden anderen Tonabnehmer. Dabei geht man grundsätzlich davon aus, dass der Mittel-Pickup ca. 0,5 mm näher an den Saiten liegen kann als der Hals-PU. Der Abstand des Steg-Tonabnehmers kann schließlich um ca. 1 mm (im Vergleich zum Hals PU) reduziert werden.

Humbucker

Da die Magnete von Humbuckern unterhalb der Spule verlaufen, wirkt ihr Magnetfeld nicht direkt auf die Saiten. Daraus resultierend lässt sich der Abstand zwischen PU und Saiten (trotz der höheren Ausgangsleistung) weiter reduzieren, als das bei den wesentlich "magnetischeren" Vintage-Singlecoil-Tonabnehmern der Fall wäre. Als optimal für den Steg-Pickup hat sich ein Durchschnittswert von 2-3 mm erwiesen. Nur bei Hochleistungs-Pickups mit extrem starken Magneten ist es angeraten, einen größeren Abstand von ca. 3,5-4 mm zu wählen.

TIPP:

Auch hier gilt: Um eine ausgewogene Gesamtperformance zu gewährleisten, sollte der Abstand zwischen hoher E-Saite und PU um ca. 1 mm geringer ausfallen als der für die tiefe E-Saite gefundene Wert, genau wie bei den Singlecoils auch.

Der Hals-Pickup

Bedingt durch die üppigere Schwingungsamplitude der Saiten im Bereich des Hals-Pickups und des dadurch generierten lauteren Signals sollte sein Abstand etwas größer ausfallen als der des Steg-PUs. Das Abgleichen der Lautstärken der beiden Tonabnehmer erfolgt im Normalfall über das Gehör. Ist der Hals-PU lauter als der korrekt justierte Steg-PU, dreht man ihn kurzerhand um ca. 1 mm herunter. Ist er zu leise, sollte man seinen Abstand zu den Saiten verringern.

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