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AKG K-812

Referenz-Kopfhörer

  • offen
  • ohrumschließend
  • dynamisch
  • Impedanz: 36 Ohm
  • Schalldruckpegel: 110 dB
  • Übertragungsbereich: 5 - 54000 Hz
  • Nennbelastbarkeit: 300 mW
  • abnehmbares Kabel, einseitige Kabelführung
  • Kabellänge: 3 m
  • LEMO Stecker und vergoldeter 3,5 mm Klinkenstecker
  • Gewicht mit Kabel: 455 g
  • Gewicht ohne Kabel: 402 g
  • inkl. Ständer aus Echtholz

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18 Kundenbewertungen

Gesamtbewertung
4.9 von 5 Sternen
Sound
Tragekomfort
Verarbeitung
5 Sterne
16 Kunden

16 Kunden haben dieses Produkt mit 5 Sternen bewertet.

Davon haben 6 Kunden keinen Text geschrieben oder in einer anderen Sprache bewertet.

Alle 10 Bewertungen lesen
4 Sterne
2 Kunden

2 Kunden haben dieses Produkt mit 4 Sternen bewertet.

Alle 2 Bewertungen lesen
3 Sterne
niemand
2 Sterne
niemand
1 Stern
niemand

5 von 14 Textbewertungen

Alle Bewertungen lesen

Überragender Kopfhörer für Klassik-Hörer

21.06.2016

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Über den AKG K812 ist schon sehr viel Positives geschrieben worden. Ich will mich daher auf einige - überaus positive - zusätzliche Anmerkungen von der Warte des technisch versierten Liebhabers klassischer Musik aus beschränken.

Zum Vergleich besitze ich den neuen Studiokopfhörer Beyerdynamic DT 1770 PRO, bei dem Beyerdynamic die gleiche "Tesla 2"-Technologie einsetzt wie bei seinem Spitzenmodell T1, sowie die Studiolautsprecher Klein+Hummmel O 300D (die ursprüngliche teure Ausführung mit trafosymmetrierten Analogeingang - zusätzlich zum digitalen Eingang - aus der Zeit, als Klein+Hummel noch selbständig und nicht von Sennheiser liquidiert war). Ich verwende ausschließlich digitale Quellen, D/A-Wandlung über ein externes Gerät (die in Player/Recorder eingebauten D/A-Wandler taugen nichts, sondern erzeugen in der Regel die berüchtigte digitale Schärfe). Angesteuert wird der Kopfhörer über einen externen professionellen Kopfhörerverstärker Palmer PHDA 02 (siehe meine Bewertung dieses Geräts).

Um mein Urteil vorwegzunehmen: Der AKG K 812 übertrifft selbst meine - nach der Lektüre von Testberichten - hochgespannten Erwartungen bei weitem. Der Beyerdynamic DT 1770 PRO wird regelrecht deklassiert. Überdies ist der AKG K 812 der erste Kopfhörer, den ich der Lautsprecherwiedergabe vorziehe. (In den 70er Jahren hatte ich den berühmten Jecklin Float, einen helmartigen Kopfhörer mit riesigen elektrostatischen Wandlern; trotzdem habe ich die Wiedergabe über meine damaligen elektrostatischen Lautsprecher Quad ESL vorgezogen.)

Der größte Nachteil der Kopfhörerwiedergabe ist die "Im-Kopf-Lokalisiertheit" (IKL). Literatur dazu: Jens Blauert: Räumliches Hören, Hirzel-Verlag Stuttgart 1974. Wirklich überzeugende Abhilfe läßt sich nur mit der Kunstkopfstereophonie schaffen; diese ist aber nicht Lautsprecher-kompatibel und deswegen gibt es keine Kunstkopfaufnahmen mehr auf dem Markt. Mit dem K812 konnte AKG das Problem der IKL zwar auch nicht lösen, aber so weit mildern, dass es nicht mehr störend wirkt. Die Klangquellen scheinen bei der Wiedergabe mit dem K812 nicht im Kopf, sondern in einer Wolke rund um den Kopf zu sein.

Darüber hinaus ist der AKG K812 der neutralste Kopfhörer, den ich in langer Erfahrung (ich bin 70 Jahre alt) gehört habe. Kein Teil der Frequenzspektrums wird hervorgehoben oder abgeschwächt. Dabei ist der K812 durchaus kein Schönfärber oder Weichzeichner, wie man es bei vielen HiFi-Kopfhörern erlebt. Die charakteristischen Schärfen von Blechbläsern oder Barockviolinen (dazu unten mehr) werden durchaus nicht gemildert.
(Der von der Kritik hoch gelobte Beyerdynamic DT 1770 PRO besitzt eine deutliche Bass- und Höhenanhebung und ähnelt in seinem Klangbild dem berüchtigten "Taunus-Sound" der Lautsprecherhersteller Heco und Canton in den 70er Jahren).

Ich beschränke mich auf zwei Musikbeispiele, bei denen ich den Beyerdynamic DT 1770 PRO als besonders unbefriedigend empfand:

Brahms: Das Orgelwerk, Georges Athanasiades an der Orgel der Stiftbasilika Waldsassen (TUDOR, 1992). Diese Orgel gehört zu den größten und klangprächtigsten Kirchenorgeln der Welt, und die Stiftbasilika Waldsassen besitzt eine so ausgezeichnete Akustik, dass sogar Orchester wie die Bamberger Symphoniker dort spielen.
Der Beyerdynamic DT 1770 PRO erzeugt hier ein völlig unnatürliches Klangbild: die tiefen Pedal-Register dröhnen geradezu, die oberen Höhen sind zuweilen so dominant, dass ich erschrecke, und die mangelhafte Räumlichkeit tritt unüberhörbar zutage. Man kann den Räumlichkeitseindruck durch sehr hohe Lautstärken verbessern (das menschliche Ohr empfindet sehr laute Musik als räumlicher), aber die hohe Lautstärke wirkt sehr unnatürlich - so laut hört man die Orgel in der Kirche nicht. Ich habe deswegen mit einem Hallgerät experimentiert, aber da wandelt man auf einem sehr schmalen Grat zwischen Klangverbesserung und Verschlechterung. (Die mangelhafte Räumlichkeit des Beyerdynamic DT 1770 PRO ist übrigens nicht ausschließlich darauf zurückzuführen, dass er ein geschlossener Kopfhörer ist; der offene Beyerdynamic DT 990 klingt auch nicht räumlicher.)
Ganz anders der AKG K812: Der Räumlichkeitseindruck ist so frappierend, dass ich zeitweilig vergesse, dass ich einen Kopfhörer aufhabe, und mich ganz auf die Musik konzentriere. Die tiefen Bässe sind deutlich hörbar, aber dröhnen nicht mehr; und wenn ein hohes Register gezogen wird, erschrecke ich nicht mehr wie bei dem Beyerdynamic DT 1770 PRO.

Vivaldi: Concerti della natura, Sonatori de la Giosa Marca, Giuliano Carmignola, Barock-Violine (Erato, 2000). Das Kammerorchester besteht aus gerade sieben Musikern/Musikerinnen (einschhließlich dem Cembalisten); der Solist - Giuliano Carmignola - spielt eine Barockvioline, die niemals verändert worden war. (Die berühmten Meistergeigen der Amati, Guarneri und Stradivari wurden ja im Laufe der Jahrhunderte dem steigenden Bedürfnis nach mehr Lautstärke angepasst; sie klingen zwar immer noch sehr gut, aber ganz anders als zur Zeit ihrer Entstehung). Die Barockvioline hat ein besonderes Timbre, graziler und schärfer als die umgebauten Violinen (Nicolaus Harnoncourt hat der Barockvioline in den 70er Jahren zu neuer Popularität verholfen.)
Mit dem Beyerdynamic DT 1770 PRO wird das Mini-Kammerorchester auf die doppelte Größe aufgeblasen und Giulianos Barockvioline klingt wie eine moderne.
Mit dem AKG K812 kehrt die Intimität des kleinen Orchesters zurück und Giulanos Barockvioline hat ihr charakteristisches Timbre.

Ich könnte noch viele andere Musikbeispiele anführen, will aber den Leser nicht überstrapazieren.

Zusammenfassung: Der AKG K812 ist der ideale Kopfhörer für den Klassikliebhaber (Pop-Liebhaber sind mit dem halb so teuren Beyerdynamic DT 1770 PRO sicher gut bedient, ich will diesen durchaus nicht schlecht reden.) Die AKG-Ingenieure, die dieses Meisterwerk entworfen haben, besuchen vermutlich regelmäßig den Wiener Musikvereinssaal, um die Wiener Philharmoniker zu hören.
Für Toningeniere, die kein gedämmtes Studio zur Verfügung haben, hat AKG kürzlich eine geschlossene Version dieses Kopfhörers vorgestellt.

Sehr bequem, exzellenter Sound

lucky_luke, 12.05.2016

Gesamt
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Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich seit mehreren Jahren einen K70 bzw. K702 nutze.
Von Musik über Filme schauen bis Gaming am PC oder beim Kochen Musik am Smartphone hören, für all dies nutze ich meinen Kopfhörer.
Angefangen hat es mit dem K701, der aufgrund des unerträglichen Noppenkopfbandes nach einer Weile dem K702 wich.

Ich verwende die Kopfhörer nicht beruflich, rein zur Vergnügung in der Freizeit, aktuell bin ich 24 Jahre alt. Erfahrung mit wirklich hochwertigen Lautsprechern habe ich bisher bestensfalls passiv gemacht, durch Verwandte und Bekannte.
Im habe im Gebiet Hifi keine besonderen Kenntnisse oder langjährige Erfahrungen, bin absoluter Laie.
Dieses Review enthält also nur höchst subjektive und nicht erfahrungsbedingt fundierte Eindrücke.
Wer sich vom K812 ein Bild machen möchte, dem hilft nur eines: Selber probehören!
Ich neige bei Reviews gelegentlich dazu, ins Chaotische Abzudriften und hoffe, dass es noch verständlich bleibt !

Diese beiden meiner Meinung nach klanglich identischen KH bieten bereits einen sehr klaren Klang und eine wirklich gute Auflösung, man hört viele Details, die mit anderen Kophörern oder Lautsprechern verloren gehen.
Allerdings hat der K701/K702 einen Nachteil: Der Bass und besonders der Tiefbass ist quantitativ relativ schwach, wenn auch qualitativ solide.
Dies war der Hauptgrund, weshalb ich zum K812 griff.

Um zum eigentlichen Review zu kommen...

Optik/Haptik:

Wie der K702 ist auch der K812 schlicht und zeitlos gehalten, sieht durch die verwendeten Aluminiumteile und die Leder-Ohrpolster allerdings etwas edler aus.
Bereits beim Aufsetzen war ich begeistert, da der K812 viel weicher auf dem Kopf sitzt.
Die Polster sind deutlich schmaler, sodass sie die Ohren im Innenraum kaum berühren, man hat innen drin deutlich mehr freies Volumen.
Auch beim langen Tragen ist der K812 deutlich angenehmer als die beiden kleinen Brüder, das Kopfband ist durch die Polsterung komfortabler und die Ohren werden nicht mehr durch Polster belastet.
Gerade im Sommer ist die Luft um die Ohren von Vorteil.
Auch das Material der Ohrpolster ist sehr angenehm, da sie wirklich sehr weich sind.
Hier gibt es also nichts zu meckern.

Sound:
Kurz und knapp, ich hätte nicht gedacht, dass er so gut ist!
Ich habe nicht erwartet, dass der Sound des K812 sich so stark vom K702 unterscheidet.
Nicht nur, dass dem K812 absolut nichts mehr im Tieftonbereich fehlt, auch die Räumlichkeit und die klangliche Abstimmung insgesamt haben sich geändert.
Völlig überrascht war ich schon beim ersten gehörten Track. Der K812 löst nochmal höher auf als der K702.
Fehler in schlechten Aufnahmen, die der K702 entlarvte, kommen beim K812 noch stärker heraus.
In einigen Tracks höre ich plötzlich Rauschen und Knacksen, das ich mit dem K702 nicht wahrnehmen kann.

Seit etwa einer Woche höre ich also meine Musik mit dem K812, spiele gelegentlich PC-Spiele und schaue Filme an.
Gespeist wird der Kopfhörer von einer Asus Xonar Essence STX, einer Stereosoundkarte mit internem Kopfhörerverstärker.
Externe DACs oder KHVs habe ich leider noch nicht probehören können, hier fehlt also der Vergleich.
Jedoch soll die STX laut diversen Reviews den "günstigeren" externen Lösungen im unteren 3-stelligen Bereich relativ ebenbürtig sein.

Die gehörte Musik reicht von Rock über Jazz, Blues, Klassik bis zu Electro, Hiphop, Metal und mehr.
Ich bin in der Hinsicht nicht festgelegt, je nach Laune variiere ich im genre, somit habe ich mit dem K812 bereits ein breites Spektrum an Soundmaterial testen können.
Um ein paar Beispiele zu nennen:
- Beethovens Symphonie Nummer 9
- Ludovico Einaudi, Album Le Onde
- Ralph Vaughan Willams The Lark Askending, Five Variants of Dives and Lazarus, Fantasia on a Theme
- TOPIC - HOME ft. Nico Santos
- diverse Stücke von der Band Smile Empty Soul
- diverse Stücke von Norah Jones
- diverse Stücke von Peter Gabriel
- diverse Stücke aus dem Bereich Rock/Grunge und Metal, Folk, Jazz und Blues
Die Liste wäre einfach viel zu lang, wenn ich alles Gehörte nennen würde...


Von 128er MP3s der vergangenen Jahre bis von CDs gezogenen Tracks im WAV bzw. Flac Format ist alles dabei.
Auch youtube musste zum Testen herhalten.
Leider wurde bei einigen Aufnahmen, welche beim K702 als "garnicht mal so schlecht" durchgingen ein "garnicht mal so gut"!
Schlechtes Material ist mit dem K812 nicht wirklich mit Genuss zu ertragen.
Selbst bei einigen CDs fiel mir ein Grundrauschen auf, welches Teils schon mehr als nur unterschwellig ist sondern schon fast störend laut.

Witziger Weise hörte ich in einem Titel der Band "Smile Empty Soul" eine oder mehrere Stimmen im Hintergrund, welche mir vorher noch nie aufgefallen waren.
Bis jetzt bin ich mir nicht sicher, ob diese Stimmen gewollt sind oder ob sie ungewollt in die Aufnahme vordrangen... Es hört sich an, als wenn sich jemand sehr sehr leise im Hintergrund unterhält.
Leider fällt mir gerade nicht mehr ein, welcher Titel es war, sonst würde ich es schreiben.

Der Detailreichtum ist demnach wirklich gewaltig.
Jedes noch so kleine Rauschen oder Knacken, Luftholen der Bläser im Orchester oder Rascheln der Menschen im Publikum einer Live-Aufnahme wird aufgedeckt.
Bei hochwertigen Aufnahmen ist das wirklich toll und macht die Sache authentischer, bei minderwertigen ist es ein Graus.

Die ersten Minuten mit dem K812 auf dem Kopf waren wie ein Dejavue für mich.
Alle Instrumente klangen aufeinmal wie voneinander getrennt, als wäre ein leerer Raum zwischen Ihnen.
Dies war schon beim ersten Probehören des K701 mein Empfinden, beim K812 wurde ich noch einmal daran erinnert, da dieser die verschiedenen Stimmen noch stärker trennt. Manch einem wird es eventuell nicht gefallen, da es die Musik gewissermaßen steril macht, ich finds jedenfalls große Klasse, da man dadurch die einzelnen Instrumente/Stimmen viel intensiver wahrnehmen kann ohne sich verstärkt darauf konzentrieren zu müssen.
Evtl. ist es eine (schlechte) Angewohnheit von mir, nach Details in meinem Lieblingstracks zu suchen, der K812 eignet sich jedoch super dafür.

Der K812 ist noch besser als ich erwartet habe, sowohl klanglich als auch haptisch hat er meine Erwartungen übertroffen, 5/5 Sternen dafür!

Einen winzigen Kritikpunkt gibt es jedoch:
Im unteren Hochtonbereich bzw. oberen Mitteltonbereich finde ich den K812 bei einzelnen Stücken fast schon leicht aggressiv.
Beim ersten Hören war dies bei manchen Stücken noch recht gut wahrnehmbar, mittlerweile hat es sich gelegt.
Evtl. war es nur eine Umgewöhnung an die doch recht andere klangliche Abstimmung des Kopfhörers.
Wenn es wirklich einer Überbetonung sein sollte (!), dann empfinde ich diese nicht als störend und kann ohne Probleme darüber hinwegsehen.

Am letzten Wochenende habe ich das erste wirklich warme Sommerwetter dieses Jahres genutzt und mit dem Kopfhörer viele viele Stunden in der Sonne gelegen.
Mit dem seidigen Klang des Kopfhörers war es pure Entspannung, die Sonne zu genießen und dabei den verschiedenen Werken von Roberto Cacciapaglia und Ludovico Einaudi zu lauschen.
Nach einer Weile vergaß ich, sogar, den KH aufzuhaben...
Das Offene Design mag hier sowohl Fluch als auch Segen sein.
Da ich auf dem Land am Waldrand wohne hörte ich die Vögel zwitschern und den Wind in den Bäumen rauschen, was ich als sehr enstpannend.
In der Stadt ist der Kopfhörer wohl außerhalb der Wohnung nicht zu gebrauchen.
Wohlgemerkt nutzte ich draußen "nur" mein Smartphone, das "One" das Herstellers "Oneplus".
Aufgrund der anscheinend recht hohen Sensitivität des KHs erreicht er auch am Smartphone schon eine beachtliche Lautstärke.
Zum entspannten Hören in der Sonne im Halbschlaf reichte die Klangqualität des Soundchips des Smartphones allemal. Bereits in der Vergangenheit habe ich mein Smartphone ständig mit dem KH verbunden, wenn der Rechner nicht verfügbar war. Beispielsweise beim Kochen.

Ich kann mir aktuell keinen besseren KH vorstellen.
Klanglich hat er meine Wünsche nicht nur verwirklicht sondern sogar übertroffen.
Somit fällt meine Hauptkritik des blutleeren Tieftons, mit welchem das Vorgängermodell noch zu kämpfen hatte weg und es gibt für mich keinen Negativpunkt mehr.
Der gesteigerte Tragekomfort trug ebenfalls zur Zufriedenheit mit dem Produkt bei.

Fazit:

Optik:
- schlicht, elegant
- wertig

Haptik:
- angenehm leicht
- butterweicher Sitz
- komfortabel auch bei langem Tragen
- "luftig" um die Ohren

Sound:
- wunderbar luftiger offener Klang
- passt klanglich in jedes genre, Allroundtalent
- exzellente Detailauflösung
- subjektiv 99% neutrale Abstimmung
- druckvoller Bass, der tief (!) herunterreicht und trotzdem nicht überbetont ist
- auch bei langen Hörsessions kein nerviger Klang

Die richtige Wahl getroffen.

Herigo, 26.01.2015

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ich habe den akg k812 seit etwas über 2 monaten im einsatz, täglich. zunächst wollte ich mir den k702 bestellen, las aber zufällig einen testbericht über den k812 und wollte es dann wissen. bringt der k812 wirklich so viel mehr um den hohen preis zu akzeptieren? kurz und eindeutig - ja.

warum ich den tragekomfort nur mit 4 sternen bewertet habe liegt eventuell an meiner eigenen anatomie oder am breiter werdenden scheitel. ich hatte auch bisher nur akg in gebrauch (k240, k280 und 2 x k240df) und sie auch wegen ihrem tragekomfort anderen kopfhörern vorgezogen. da ist alles kunststoff und nicht atmungsaktiv, vielleicht rutschen sie deshalb weniger über die glatze. beim k812 fehlt mir etwas die adhäsion. allerdings sitzt er total bequem und führt auch nicht bei langem tragen zu heißen ohrmuscheln, da er diese vollkommen umschließt und an keiner stelle aufsitzt. er rutscht halt nur ein wenig, wenn man den kopf stark nach vorne beugt, in dem fall wirkt sich vielleicht auch das höhere gewicht aus, das man ansonsten kaum spürt.

in allen anderen punkten kann ich nur 5 sterne geben, würde auch zehn geben, wenn es möglich wäre.

zur genauen klangbeschreibung reicht hier wohl der platz nicht aus. man kann es so versuchen: als ich ihn das erste mal aufsetzte war ich skeptisch und hatte etwas bammel so viel geld in den sand gesetzt zu haben. ich hörte mir die erste cd an und war baff, fast schon ergriffen von diesem hörerlebnis. man hört plötzlich räume die man vorher nicht wahrnahm, klänge in aller deutlichkeit rechts und links die vorher irgendwie untergingen, einen bass bis in die tiefsten tiefen der aufnahme ohne dröhnen oder zukleistern anderer frequenzen und stimmen. klare höhen und mitten ohne biss und schärfe...boah. nur allein wegen diesem klangerlebnis bekam ich wieder richtig lust vieles meiner musiksammlung anzuhören, oft mit überraschungen und gesteigertem genuss. man kann aber auch mal enttäuscht sein, weil man nun auch weniger gute produktionen erkennt, denn ein schönfärber ist der k812 nicht, eher gnadenlos analytisch, das gefällt mir. man hört die aufnahme und nicht das ding auf dem kopf.

diesen charakter erlebte ich dann auch beim ersten einsatz bei der eigentlich zugedachten aufgabe. seit wochen saß ich am mischen und mastern einer cd mit akustischer gitarren musik. aufgrund räumlicher gegebenheiten kann ich nicht mit nahfeldmonitoren arbeiten, vor allem nicht spät abends. ich bin auf kopfhörer angewiesen. bei eher elektronischen, bzw. elektrischer musik hatte ich bisher immer ganz gut ein ausgeglichenes klangbild hinbekommen das sich auch auf boxen, wenn auch etwas anders, gut anhörte. bei dieser akustischen musik war ich jedes mal entäuscht, obwohl ich beim abhören mit dem kopfhörer dachte das isses nun wirklich. zuviel oder zuwenig bass, mitten oder höhen, irgendwie nie ausgeglichen und dazu unnatürlich, immer einen ganz anderen hall-eindruck als zuvor gehört.

dann hörte ich das ganze über den k812...uhps, kein wunder, da ist doch noch zuviel im bass was den gesamtpegel verdirbt, eine ungeeignete centerfrequenz gewählt die beim absenken die nasalen mitten hervorhebt, noch deutlich zu viele höhen, ein mittenbrereich der die gitarre unnatürlich hart erscheinen lässt, etc....
die klare lineare und analytische wiedergabe des k812 lässt einem sehr schnell die richtigen einstellungen des EQ finden, das gilt auch für den einsatz von kompressor und dem zumischen von räumen oder echos, so wie anderen effekten. eine arbeitserleichterung die ich so nicht erwartet habe. in wenigen tagen hatte ich dann die CD endlich fertig. ich möchte behaupten, das der k812 nun mein wichtigstes werkzeug ist um gute audiobearbeitung vorzunehmen. 5x5 sterne.

in diesem zusammenhang halte ich ihn sogar für preiswert, im sinne, dass er seinen preis wert ist. wenn man bedenkt, dass von meinen oben genannten kopfhörern der älteste knapp 30 der jüngste knapp 20 jahre alt sind und immer noch zuverlässig funktionieren (gut, die ohrpolster habe ich mal ausgetauscht, das ist günstig und einfach), handelt es sich um eine langfristige investition die so schnell technisch nicht überholt sein wird. das zeigen ja gerade die alten akg kopfhörer.

Fazit: wer auf nahfeldmonitore in ähnlicher qualität und auch preislage, aus verschiedenen gründen s.o. verzichten muss hat mit dem k812 ein adäquates werkzeug zur audiobearbeitung zur verfügung. mehr noch, er kann ihn überall wo er in braucht mit hinnehmen und wird dadurch noch flexibler. ich halte den akg k812 für sehr empfehlenswert.

Das ultimative Abhörwerkzeug.

Thomas704, 04.12.2014

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Als schon langer Fan von AKG-Hörern (besitze oder besaß bis jetzt K-500, K-701, K-712) habe ich mir nun den K-812 gekauft. Als Freund offener Kopfhörer hatten diese bis jetzt alle das Problem, dass sie im Tiefbass (bin Organist und liebe die 32'-Bässe) einfach zu wenig Schubkraft entwickelten. Beim K-701 bekam ich wegen der Noppen nach einiger Tragezeit auch immer Kopfschmerzen.

So war ich denn auch gespannt, was mich beim 812er mit seinem 53-mm-Treiber erwarten würde. Und als ich als erstes Stück eine Transkription von Richard Strauss (gespielt auf der Kölner Domorgel) hörte, kroch mir der Schauer vom Kopf abwärts bis in die Zehenspitzen. So einen genialen Bass hatte ich bis dato von einem Kopfhörer noch nicht gehört.

Wer jetzt aber meint, der K-812 könne nur Bass, den muss ich enttäuschen: Der 812 klingt einfach spektakulär unspektakulär. Hatten akustische Instrumente über den 712er noch einen leicht artifiziellen Beigeschmack, so klingt beim Topmodell alles so natürlich, dass man nach kurzer Zeit vergisst, einen Kopfhörer zu tragen. Im-Kopf-Lokalisation, die mich bisher bei Kopfhörern immer störte, ist hier fast gar nicht vorhanden, alles gruppiert sich je nach Musikstück im Halb- oder Vollkreis um den Kopf. Die virtuelle Bühne erscheint zwar kleiner als bei den 7ern, aber trotzdem kann man Schallquellen präzise orten. Stimmen klingen je nach Aufnahmequalität so echt, dass man den viel zitierten Vorhang erst gar nicht suchen muss. Und an meiner Hauptwerk-Orgel musste ich den Kopfhörer abnehmen, um zu checken, ob da nicht doch meine Monitore mitlaufen.

Negatives gibts natürlich auch zu berichten. Schlechte Aufnahmen zerpflückt der AKG regelrecht, bei diesen nimmt man den Kopfhörer lieber ab und hört sie über Lautsprecher.

Grandios mit kleinen Einschränkungen

Uelef, 16.06.2016

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Lange habe ich überlegt, ob ich mir den AKG K-812 kaufen soll. Ist ja nicht gerade ein Schnäppchen. Aber ich wollte doch mal sehen, was ein High-End-Kopfhörer bringt. Enttäuscht wurde ich nicht. Der 812 zaubert Dinge hervor, die man auf anderen Kopfhörern nicht oder nur dumpf hört. Das ist wirklich beeindruckend. Allerdings gibt es auch Musikstücke auf meinem iPhone, die ich damit nicht gerne höre, weil auf einem Schwächen in der Mischung so deutlich werden, dass sie einfach nicht mehr gut klingen. Das macht den 812 natürlich ideal zum Abmischen. Allerdings verwende ich ihn eher zum genussvollen und genauen Musikhören.
Dass der AKG AK-812 ein offener Kopfhörer ist, ist klar. Die räumliche Ortung der Instrumente gelingt mit ihm sehr gut. Bassbereich und Höhen ? alles wird gut abgebildet. Dennoch: Um Musik zu hören (am iPhone hängt ein guter Kopfhörerverstärker) verwende ich eine Equalizer-App. Mir sind die Höhen fürs normale Hören einen Tick zu schneidig (daher regele ich sie leicht runter), die Bässe habe ich gerne leicht mehr betont (daher werden sie ein bisschen hochgeregelt). So ist der AKG K-812 für mich perfekt.
Das zweite größere Minus betrifft den Tragekomfort. Solange man brav im Sessel oder auf dem Sofa sitzt, ist alles ok. Der Kopfhörer ist bequem. Aber sobald man den Kopf weiter nach vorne neigt, rutscht er mit seinem nicht geringen Eigengewicht vom Kopf. Das stört mich ziemlich. Auch im Bett liegend, ein Kissen unter dem Kopf, den Kopf dadurch etwas schräg, sitzt er einfach nicht richtig sattelfest. Bei Bewegungen rutscht er schnell mal von den Ohren. Ich muss sagen, da hätte AKG einiges besser machen können.
Dennoch: Ein sagenhafter Kopfhörer, was den Detailgrad angeht.
975 €
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Informationen zum Versand
Artikelnummer 328776
Verkaufseinheit 1 Stück
Erhältlich seit Dezember 2013
Gesamtbewertung
Sound
Tragekomfort
Verarbeitung
Verkaufsrang
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