Referenz-Kopfhörer

  • offen
  • ohrumschließend
  • dynamisch
  • Impedanz: 36 Ohm
  • Schalldruckpegel: 110 dB
  • Übertragungsbereich: 5 - 54000 Hz
  • Nennbelastbarkeit: 300 mW
  • abnehmbares Kabel, einseitige Kabelführung
  • Kabellänge: 3 m
  • LEMO Stecker und vergoldeter 3,5 mm Klinkenstecker
  • Gewicht mit Kabel: 455 g
  • Gewicht ohne Kabel: 402 g
  • inkl. Ständer aus Echtholz

Weitere Infos

Bauform Over-Ear
System Offen
Impedanz 36 Ohm
Frequenzgang 5 Hz – 54000 Hz
Adapter Ja
Kabel austauschbar Ja
Farbe Schwarz

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4.8 /5
  • Sound
  • Tragekomfort
  • Verarbeitung
Gesamt
Sound
Tragekomfort
Verarbeitung
Überragender Kopfhörer für Klassik-Hörer
21.06.2016
Über den AKG K812 ist schon sehr viel Positives geschrieben worden. Ich will mich daher auf einige - überaus positive - zusätzliche Anmerkungen von der Warte des technisch versierten Liebhabers klassischer Musik aus beschränken.

Zum Vergleich besitze ich den neuen Studiokopfhörer Beyerdynamic DT 1770 PRO, bei dem Beyerdynamic die gleiche "Tesla 2"-Technologie einsetzt wie bei seinem Spitzenmodell T1, sowie die Studiolautsprecher Klein+Hummmel O 300D (die ursprüngliche teure Ausführung mit trafosymmetrierten Analogeingang - zusätzlich zum digitalen Eingang - aus der Zeit, als Klein+Hummel noch selbständig und nicht von Sennheiser liquidiert war). Ich verwende ausschließlich digitale Quellen, D/A-Wandlung über ein externes Gerät (die in Player/Recorder eingebauten D/A-Wandler taugen nichts, sondern erzeugen in der Regel die berüchtigte digitale Schärfe). Angesteuert wird der Kopfhörer über einen externen professionellen Kopfhörerverstärker Palmer PHDA 02 (siehe meine Bewertung dieses Geräts).

Um mein Urteil vorwegzunehmen: Der AKG K 812 übertrifft selbst meine - nach der Lektüre von Testberichten - hochgespannten Erwartungen bei weitem. Der Beyerdynamic DT 1770 PRO wird regelrecht deklassiert. Überdies ist der AKG K 812 der erste Kopfhörer, den ich der Lautsprecherwiedergabe vorziehe. (In den 70er Jahren hatte ich den berühmten Jecklin Float, einen helmartigen Kopfhörer mit riesigen elektrostatischen Wandlern; trotzdem habe ich die Wiedergabe über meine damaligen elektrostatischen Lautsprecher Quad ESL vorgezogen.)

Der größte Nachteil der Kopfhörerwiedergabe ist die "Im-Kopf-Lokalisiertheit" (IKL). Literatur dazu: Jens Blauert: Räumliches Hören, Hirzel-Verlag Stuttgart 1974. Wirklich überzeugende Abhilfe läßt sich nur mit der Kunstkopfstereophonie schaffen; diese ist aber nicht Lautsprecher-kompatibel und deswegen gibt es keine Kunstkopfaufnahmen mehr auf dem Markt. Mit dem K812 konnte AKG das Problem der IKL zwar auch nicht lösen, aber so weit mildern, dass es nicht mehr störend wirkt. Die Klangquellen scheinen bei der Wiedergabe mit dem K812 nicht im Kopf, sondern in einer Wolke rund um den Kopf zu sein.

Darüber hinaus ist der AKG K812 der neutralste Kopfhörer, den ich in langer Erfahrung (ich bin 70 Jahre alt) gehört habe. Kein Teil der Frequenzspektrums wird hervorgehoben oder abgeschwächt. Dabei ist der K812 durchaus kein Schönfärber oder Weichzeichner, wie man es bei vielen HiFi-Kopfhörern erlebt. Die charakteristischen Schärfen von Blechbläsern oder Barockviolinen (dazu unten mehr) werden durchaus nicht gemildert.
(Der von der Kritik hoch gelobte Beyerdynamic DT 1770 PRO besitzt eine deutliche Bass- und Höhenanhebung und ähnelt in seinem Klangbild dem berüchtigten "Taunus-Sound" der Lautsprecherhersteller Heco und Canton in den 70er Jahren).

Ich beschränke mich auf zwei Musikbeispiele, bei denen ich den Beyerdynamic DT 1770 PRO als besonders unbefriedigend empfand:

Brahms: Das Orgelwerk, Georges Athanasiades an der Orgel der Stiftbasilika Waldsassen (TUDOR, 1992). Diese Orgel gehört zu den größten und klangprächtigsten Kirchenorgeln der Welt, und die Stiftbasilika Waldsassen besitzt eine so ausgezeichnete Akustik, dass sogar Orchester wie die Bamberger Symphoniker dort spielen.
Der Beyerdynamic DT 1770 PRO erzeugt hier ein völlig unnatürliches Klangbild: die tiefen Pedal-Register dröhnen geradezu, die oberen Höhen sind zuweilen so dominant, dass ich erschrecke, und die mangelhafte Räumlichkeit tritt unüberhörbar zutage. Man kann den Räumlichkeitseindruck durch sehr hohe Lautstärken verbessern (das menschliche Ohr empfindet sehr laute Musik als räumlicher), aber die hohe Lautstärke wirkt sehr unnatürlich - so laut hört man die Orgel in der Kirche nicht. Ich habe deswegen mit einem Hallgerät experimentiert, aber da wandelt man auf einem sehr schmalen Grat zwischen Klangverbesserung und Verschlechterung. (Die mangelhafte Räumlichkeit des Beyerdynamic DT 1770 PRO ist übrigens nicht ausschließlich darauf zurückzuführen, dass er ein geschlossener Kopfhörer ist; der offene Beyerdynamic DT 990 klingt auch nicht räumlicher.)
Ganz anders der AKG K812: Der Räumlichkeitseindruck ist so frappierend, dass ich zeitweilig vergesse, dass ich einen Kopfhörer aufhabe, und mich ganz auf die Musik konzentriere. Die tiefen Bässe sind deutlich hörbar, aber dröhnen nicht mehr; und wenn ein hohes Register gezogen wird, erschrecke ich nicht mehr wie bei dem Beyerdynamic DT 1770 PRO.

Vivaldi: Concerti della natura, Sonatori de la Giosa Marca, Giuliano Carmignola, Barock-Violine (Erato, 2000). Das Kammerorchester besteht aus gerade sieben Musikern/Musikerinnen (einschhließlich dem Cembalisten); der Solist - Giuliano Carmignola - spielt eine Barockvioline, die niemals verändert worden war. (Die berühmten Meistergeigen der Amati, Guarneri und Stradivari wurden ja im Laufe der Jahrhunderte dem steigenden Bedürfnis nach mehr Lautstärke angepasst; sie klingen zwar immer noch sehr gut, aber ganz anders als zur Zeit ihrer Entstehung). Die Barockvioline hat ein besonderes Timbre, graziler und schärfer als die umgebauten Violinen (Nicolaus Harnoncourt hat der Barockvioline in den 70er Jahren zu neuer Popularität verholfen.)
Mit dem Beyerdynamic DT 1770 PRO wird das Mini-Kammerorchester auf die doppelte Größe aufgeblasen und Giulianos Barockvioline klingt wie eine moderne.
Mit dem AKG K812 kehrt die Intimität des kleinen Orchesters zurück und Giulanos Barockvioline hat ihr charakteristisches Timbre.

Ich könnte noch viele andere Musikbeispiele anführen, will aber den Leser nicht überstrapazieren.

Zusammenfassung: Der AKG K812 ist der ideale Kopfhörer für den Klassikliebhaber (Pop-Liebhaber sind mit dem halb so teuren Beyerdynamic DT 1770 PRO sicher gut bedient, ich will diesen durchaus nicht schlecht reden.) Die AKG-Ingenieure, die dieses Meisterwerk entworfen haben, besuchen vermutlich regelmäßig den Wiener Musikvereinssaal, um die Wiener Philharmoniker zu hören.
Für Toningeniere, die kein gedämmtes Studio zur Verfügung haben, hat AKG kürzlich eine geschlossene Version dieses Kopfhörers vorgestellt.
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Vergleichstest der Konkurrenten: AKG K812 vs. Sennheiser HD 800
FrauHolle, 15.01.2020
Ich habe mir den K812 zugelegt, weil mich das Kabel vom Konkurrenzprodukt (Sennheiser HD 800) extrem nervt. Durch die mehrfache Abschirmung ist dessen Kabel nicht nur unflexibel, sondern am Ende, hinter der mehrfachen Abschirmung, wird es schnell brüchig. Bei 200,- € pro Kabel ist das ein teurer Luxus. Aufgrund des hohen Gewichts schmerzt er nach über 6 Stunden auf dem Kopf und rutscht schnell bei ruckartigen Bewegungen. Das Kabel vom AKG ist bekanntlich sehr flexibel und was die Sensibilität am Kabelende angeht, ist wahrscheinlich alles besser als das Konkurrenzprodukt. Beide Kopfhörer sind ziemlich schwer. Der K812 sitzt zwar etwas fester an den Ohren, jedoch kann auch er aufgrund seines hohen Gewichts beim Bücken schnell vom Kopf fallen. Dennoch spürt man ihn nach langer Zeit nicht so sehr wie den Sennheiser. Allerdings erwarte ich von einem so hochwertigen Kopfhörer, dass das Kabel mit 6,3 mm Klinke verlötet ist und ein Minikliniken-Adapter dabei liegt - und nicht umgekehrt.

Wenn ich an die Anfangszeit vom HD 800 zurück denke, fand ich ihn damals zu stark in den Höhen, weshalb hier eine lange Eingewöhnungsphase notwendig war. Beim K812 war der A-HA-Effekt dagegen sofort da. Beim direkten Vergleich von beiden KH, fällt auf dass der HD800 sogar muffig klingt. Die Höhen und vor allem die Bässe sind beim AKG dominanter; er wirkt einfach runder, frischer, was für's Mixing sehr vorteilhaft sein kann. Er klingt auch komprimierter bzw. direkter (in your face) und ein Tick lauter.

Die Beurteilung der Stereobreite und Tiefenstaffelung funktioniert mit beiden KH gleichermaßen gut, jedoch muss man hier sagen, dass der Sennheiser luftiger ist. Beim K-812 habe ich wieder ein wenig das Gefühl unter einer Glocke zu sitzen, so wie man es vom kultigen K 240 DF kannte. Das heißt: das Klangbild wirkt von allen Seiten ein wenig verengt. Das ist aber jammern auf sehr hohem Niveau und keinesfalls so penetrant wie beim alten K 240 DF. Die Sounds lassen sich damit genauso hervorragend lokalisieren, wie beim Konkurrenten.

Fazit: Den K812 ziehe ich wegen den robusten Anforderungen im Studioalltag dem HD-800 vor. Auch wenn nicht mehr in Österreich produziert wird, hoffe ich dass die langfristig mindestens halb so gut ist wie die vom alten K 240DF; mit dem konnte man sogar "Fußball" spielen. ;-) Aber auch wegen seinem druckvolleren und fetteren Sound, was gerade für moderne Produktionen (Metal bis Elektronik) besser geeignet ist, hat der AKG bei mir die Nase vorn. Der HD 800 ist zweifellos ein Hammer-Kopfhörer. Den würde ich jedoch eher Klassikhörern empfehlen, denn gerade Klassik kommt wegen seinen luftigen und dezenten Eigenschaften besonders zur Geltung.
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Preis-Leistung unschlagbar
S.Merk, 10.05.2019
Kopfhörer sind ja etwas sehr individuelles, vor Allem auch bezogen auf die Hörgewohnheiten. HiFi ist nicht mehr mein Fall, ich mag es analytisch und authentisch, also ein möglichst neutrales Klangbild. Nachdem ich schon viele Kopfhörer genutzt habe, in letzter Zeit sind dies der Sony MDR-1A, Beyerdynamic T 5 p, Sennheiser HD 800, B&W P5 (1. und 2. Generation), P9 Signature, AKG K702, Mackie MC-250 und jüngst ein MrSpeakers AEON Closed, bin ich vom K812 sehr angetan.

Den HD 800 hatte ich lange und gerne genutzt, sehr offen und detailreich, allerdings im Hochtonbereich etwas zu aufdringlich und durch diese Überzeichnung, die auch der Räumlichkeit zuträglich ist, wurde aber der Bassbereich etwas zurückgestellt. Der P9 Signature klingt mehr HiFi, der K702 hat mich eigentlich weitgehend zufrieden gestellt. Allerdings war ich mit den Randbereichen nicht so ganz einverstanden und auch nicht mit der Stereoabbildung. Ich hätte ihn zwar dem HD 650 locker vorgezogen, aber für die Beurteilung von Frequenzen und Positionen im Mix fehlte es ihm, wenn auch minimal.

Daher mein Plan, den K702 und auch andere vorhandene Kopfhörer durch den K812 zu ersetzen. Den HD 800 gab ich nicht nur wegen der Hochtonwiedergabe ab, er war mir einfach aufgrund der hohen Impedanz zu unflexibel und auch zu sperrig. Der T 5 p als geschlossener Kopfhörer ist auch schon wegen des Impacto unübertroffen, aber eben mit den Problemen, die ein geschlossener Hörer so mitbringt. Daher wagte ich es und bestellte den K812 und bin seit der ersten Sekunde an begeistert. Bestellt habe ich ihn natürlich auch wegen der vielen positiven Rezensionen, aber ich hätte ihn direkt zurückgeschickt, wenn er etwas nicht geboten hätte, was ich erwarten würde.

Diesbezüglich hat mich AKG oder das, was davon noch übrig ist, nicht enttäuscht. Satte Bässe, runde Höhen, sehr tiefes und detailreiches Stereobild und das selbst am Smartphone. Ein vernünftiger DAC kann da noch was rausholen, Leistung braucht er wegen des Wirkungsgrades nicht viel. Daher kann er einige meiner Kopfhörer ersetzen und ich habe nichts gefunden, was ich abwerten könnte. Verarbeitung passt, er sitzt sehr angenehm und ist nicht so wuchtig, wie der HD 800. Einzig das Kabel ist mir zu lang, hier muss man für das kürzere in den sauren Apfel beißen. Das hat dafür aber auch einen etwas besseren Stecker und LeMo macht das schnelle Wechseln leicht.

Kurz um, das Geld lohnt sich, vor Allem, wenn man viel mit ihm arbeiten will. Wohl bemerkt auch Musikhören, aber das Arbeiten ist ob des ausgewogenen Klangbildes seine Paradedisziplin.
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Ehrlich muss gefallen !!
keinkombigerät, 28.08.2018
Manchmal ist die Wahl von hochwertigem HiFi-Equipment eine paradoxe Sache. Auf der einen Seite wird ein möglichst hoher Grad an Verfälschungsfreiheit erwartet, zum anderen dann aber oftmals heftig kritisiert, wenn Fehler bei der Aufnahme erkennbar werden und den Hörgenuss mindern.

Wer mit dem AKG K812 liebäugelt, sollte sich zunächst einmal darüber im Klaren sein, aus welcher "Ecke" dieses Produkt eigentlich kommt bzw. wozu er im Kern hauptsächlich gedacht ist: Als absolut unbestechliche Referenz für den Studio-Einsatz. Dass HiFi-Enthusiasten diesen Kopfhörer schon allein aufgrund seiner äußerst unkritischen Impedanz - sehr schnell für sich entdeckt haben, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Um es auf den Punkt zu bringen: Der AKG K812 reproduziert ohne Gnade. Es ist ihm schlichtweg egal, ob sauber aufgenommen wurde oder nicht. Er legt alles ungeschminkt offen, Diplomatie ist für ihn ein Fremdwort.
Das beginnt bereits bei der "Darstellung der Bühne". In vielen Reviews ist von "sehr kompakt" und "für AKG-Verhältnisse relativ klein" zu lesen. Andere hingegen bewerten diesen Aspekt völlig konträr und schwärmen geradezu von seinem "weiten Raum".

Hören wir alle derart verschieden?

Natürlich ist das subjektive Hörempfinden von Nutzer zu Nutzer unterschiedlich, keine Frage. Aber kann das die alleinige Ursache für so viele differierenden Aussagen diesbezüglich sein ?

Ich habe mir mal die Mühe gemacht und den K812 mit so ziemlich allem zu "foltern", was meine CD- und BR-Sammlung hergibt. Egal ob audiophile Werke, Hardrock von AC-DC, Clapton-Live-Konzert oder ein Spielfilmen. Mein ganz persönlicher Eindruck: Gerade auch die Bühnendarstellung hängt in erster Linie von der jeweiligen Aufnahme ab. Von "privat-intim" bis "Stadion" konnte ich so ziemlich alles reproduzieren. Und genau solche Dinge zeichnen ein akustisches Präzisionsinstrument unter anderem letztendlich ja gerade auch aus. Ob man das mag oder damit den persönlichen Geschmack trifft, ist eine ganz andere Frage. "Akustisch korrekt" ist es auf jeden Fall.

Um an dieser Stelle aber keine Verunsicherung unter den High-Endern aufkommen zu lassen: Die Welt besteht erfreulicherweise nicht nur aus "gleichgültigen Tontechnikern", denen alles "wurscht" ist. Somit lässt sich GERADE mit dem K812 Musik auf einem ganz exquisiten Level genießen. Dynamik und Verfälschungsfreiheit liegen auf allerhöchstem Niveau. Darüber hinaus verwöhnt dieser Kopfhörer mit einem vorzüglichen Impulsverhalten. Auch leises, entspanntes Hören ist damit ein absoluter Hochgenuss.

Was die Linearität anbelangt, sollte dessen ungeachtet aber endlich einmal mit einem alten "Märchen" aufräumt werden: Der sogenannten "absoluten Neutralität". Ich selbst habe jedenfalls noch keinen Kopfhörer erlebt, bei dem man zwischen 20 und 20.000 Hz "das Lineal" anlegen kann. Ob so etwas technisch überhaupt möglich ist, lasse ich an dieser Stelle einmal dahin gestellt. Tatsache ist aber, dass der AKG K812 diesem theoretischen Ideal bereits schon sehr nahe kommt.
Vermutlich liegt genau hierin das Geheimnis, warum der AKG K812 in der Lage ist, selbst bei üppigen instrumentalen Besetzungen nie den Überblick zu verlieren und geradezu millimetergenau auf den Punkt focusiert. Seinem Anspruch als professioneller Studio-Kopfhörer wird der 812er auch in anderer Hinsicht vollauf gerecht: oberhalb der frequenziellen Referenzlinie sind über den kompletten Verlauf hinweg keinerlei nennenswerten Anhebungen zu verzeichnen.

Seine Fähigkeit als "akustisches Präzisionswerkzeug" werden unter anderem auch deutlich, wenn man ihn vor Herausforderungen stellt, an denen sich die allermeisten Kopfhörer geradezu die Zähne ausbeißen: Die Selektion von sich überlagernden vergleichbaren Schallereignissen. Beispiel: Strings aus dem Keyboard und reale Streicher spielen gleichzeitig, wie etwa auf der Live-DVD Zoom von ELO. Der K812 entlarvt schonungslos die "Sampling-Konserve" von Richard Tendy und arbeitet den Unterschied zu den Damen mit Saitenbögen klar heraus. Wer bis dahin noch irgendwelche Zweifel am Auflösungsvermögen dieses Premium-Kopfhörers hatte: Spätestens an dieser Stelle dürfte sich jedwege Diskussion erübrigen.

Wird der AKG K812 im Studio einsetzt, sollte man allerdings um eine spezielle Eigenart wissen: Aufgrund seiner, sagen wir mal "vereinheitlichten db-Frequenz-Obergrenzen", wird hochfrequentes Rauschen im Bereich der Senken logischerweise etwas abgemildert. Eine Sache, die den Nutzer zuhause sicherlich freuen dürfte, im Rahmen einer bevorstehenden Arbeit am Mischpult aber unbedingt vorher bekannt sein muss.

Was den Tragekomfort anbelangt: Diesen Punkt halte ich für sehr subjektiv und auch stark von der jeweiligen Ohr- und Kopfform abhängig. Da hilft nur eins: selbst ausprobieren.
Meine Bewertung in dieser Kategorie gibt lediglich die ganz persönliche Erfahrung wieder . Ein Sternchen ziehe ich für die Schweißperlchen auch dem Kunstleder nach sehr langen Hörsessions ab, ansonsten empfinde ich den K812 als recht bequem.

Die Verarbeitungsqualität nebst der feinmechanischen Ausführung der Kapselgelenke und dem linksseitigen LEMO-Stecker aus der Labortechnik verdient ein dickes Lob. Lediglich der aufgeschraubte 6,35mm Klinkenstöpsel mit darunter liegendem 3,5er passt nicht wirklich ins ansonsten makellose Finish. Aber das ist Stöhnen auf hohem Niveau, fünf Sterne vergebe ich in dieser Disziplin trotz dem.

Der beigepackte Kopfhörerständer ist zwar eine nett gemeinte Beigabe, die Farbe und Art des verwendeten Holzes dürfte allerdings nur selten mit einem bestehenden Einrichtungs-Stil harmonieren. Viel schwerer wiegt allerdings die Tatsache, dass er für den K812 nicht geeignet ist. Die Kunstlederpolster liegen plan darauf auf und Feuchtigkeitspartikel können darunter nicht trocknen, was im Extremfall sogar zu Beschädigungen führt.
Zwei Ersatzpolster wären mir persönlich deutlich lieber gewesen, denn die sind im Nachkauf sackrig teuer: Derzeit knapp 60,- ¤ pro Stück !! Ein Paarpreis also, für den sich nicht wenige einen kompletten Kopfhörer anschaffen.

Unter dem Strich kann man dem K812 selbst aber ausschließlich nur Bestnoten attestieren. Seine Wiedergabequalität ist so überragend, dass man schon heute von einem zukünftigen Klassiker sprechen kann, der Kopfhörergeschichte schreiben wird. Kauft man ihn zum "Thomann-Preis", dürfte er zum gegenwärtigen Zeitpunkt ohnehin gänzlich alternativlos sein.
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