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7. Saitenlage

Neben der korrekten Einstellung der Halskrümmung hat natürlich auch die Saitenlage einen maßgeblichen Einfluss auf die Funktionalität einer Gitarre. Grundsätzlich gilt: Ein Setting, bei dem keine Briefmarke mehr zwischen Saite und Bund passt, mag zwar super angenehm zu bespielen sein, bringt aber leider etliche Nachteile mit sich. So führt starkes Scheppern immer auch zu einem massiven Sustain- und Transparenzverlust. Auch die Spieldynamik leidet extrem, schließlich wird man bei einer Gitarre mit sehr flacher Saitenlage quasi instinktiv auf härtere Anschläge verzichten und sich so einen ziemlich ausdruckslosen Spielstil angewöhnen.

Aber keine Sorge: Natürlich muss man die Saitenlage nicht so hochschrauben, dass man seinem Instrument nur noch unter Einsatz aller Energie einen sauberen Ton abtrotzen kann. Wieder ist es der Mittelweg, der sticht. Die Saitenlage wird immer von der Bund-Oberkante bis zur Saitenunterkante am 12. Bund gemessen. In der Praxis hat sich für die normale Saitenlage folgendes Setting bewährt: Hohe E-Saite: 1,8 mm, tiefe E-Saite 2,0 mm. Natürlich ist das lediglich ein Richtwert. Es gibt Gitarren, die auch flachere Saitenlagen klaglos zulassen (1,0 - 1,5 mm). Andere Instrumente benötigen mehr Luft zwischen den Saiten und den Bünden (2,5 - 3,0 mm), um korrekt zu funktionieren. Hier ist also Experimentieren angesagt!

Im Anschluss an die Justierung der Saitenlage muss noch die Oktavreinheit eingestellt werden.