Boss ES-8 Effects Switching System

Programmierbares Effekt Schaltsystem

  • mit acht Loops und einem zusätzlichen Volume-Loop
  • analoge Schaltungstechnik für reinen Ton
  • beispiellose Routing-Flexibilität mit der Möglichkeit, die Routing-Reihenfolge zu ändern und parallele Effektketten zu erzeugen
  • Onboard-Speicher zum Speichern externer Steuerungs Parameter wie Delay Zeit für jeden Patch
  • Buffer können für Ein- und Ausgang jeweils ein- oder ausgeschalten und in jedem Patch gespeichert werden
  • Output Buffer Lautstärke einstellbar
  • 12 Fußschalter mit Schaltgeräusch-Stummschalt-Funktion
  • LCD und 7-Segment LED-Anzeige
  • Speicher für 800 Patches
  • inkl. Netzteil

Anschlüsse:

  • In 1/2
  • Send 1-7
  • Return 1-6
  • Return 7L / 7R
  • Send 8L / 8R
  • Return 8L / 8R
  • Send Vol
  • Return Vol
  • Out 1 / L
  • Out 2 / R
  • Tuner-Out
  • Ext Ctl 1/2, Ctl 3/4, Ctl 5/6
  • Exp 1 Ctl 1/2
  • Exp 2 Ctl 3/4
  • MIDI Thru / Out

Weitere Infos

Typ Looper
LED-Anzeige Ja
Anschluss für Netzteil Ja
Bauform Bodeneffekt
MIDI Schnittstelle Ja

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18 Kundenbewertungen
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4.8 / 5.0
  • Features
  • Verarbeitung
15 Textbewertungen Alle Bewertungen lesen
Gesamt
Features
Verarbeitung

Endlich Steptanzschluss ;)

Oliver773, 23.12.2015
Bei meinem Analogsetup hat mich immer gestört, dass ich zwischen unterschiedlichen Sounds mehrere Einzeleffekte an- und ausschalten musste. Das führte zu Stress und Ablenkung vom Wesentlichen, nämlich dem Musikmachen selbst ...
Zugegebenermaßen wusste ich von derartigen Loopern lange gar nichts und bin über ein Video von Pete Thorn auf die Thematik gestoßen.
Zu bedenken grundsätzlich:
- Die Dinger brauchen Platz auf dem Brett.
- Es sind massig Patchkabel nötig und es gibt nur wenige echt platzsparende.
- Ein Looper braucht eine weitere Stromversorgung.
- Im Gegensatz zu Multi-FX-Effekten, wo je Patch alle Parameter individuell zugeordnet werden können ist hier je Effekt eine Einstellung fix (es sei denn ihr habt Lust während des Gigs auf halbdunkler Bühne herumzufingern). Alternativ sind per midi steuerbare Effektgeräte, das kann der Boss auch.
- Bei einfacheren Loopern ist auch die Effektreihenfolge fix. Das kann schnell eine wesentliche Einschränkung sein.
Nach 2 Carl Martin Octaswitches (erster nach 2 Wochen defekt, zweiter schon bei Lieferung) habe ich mehr Geld in die Hand genommen. Die Bauernregel teuerer = besser gilt m.E. bei technischem Equipment doch erstaunlich oft, hier aber auf jeden Fall:
Spürbar wertige Verarbeitung und Bauteile.
Die Umschaltung fkt. fix und geräuschlos, die Schalter sind leise und präzise.
Praxisrelevante Features aus meiner Sicht: Die Reihenfolge ist konfigurierbar, sogar Parallelschaltung ist möglich. Hängt aber sehr an den Effekten selbst ob's was bringt.
Die Patches können benannt werden. Nix mehr mit blöden Aufklebern.
Es sind ein- und ausgangsseitig Buffer schaltbar, ausgangsseitig kann ein Patch auch bis + 6 dB angehoben werden, was gut ist zum Levelabgleich versch. Patches. Für Soloanhebung langt's mir nicht, um meinen Vox anzublasen verwende ich einen Booster.
Bedienung / Menüstruktur ist einfach, nach paar Testrunden ist's klar.
Die Anzahl der Bänke kann limitiert werden - ich brauche z.B. nur 2, d.h. mit einem Bankwechselklick bin ich immer am richtigen Ziel.
Mutetaster zum Stummschalten ist ein Muss.
Flacher Boden zum Ankleben von Velcro ideal.
Standard Stromversorgung, sowohl spannungsmäßig (9V) als auch vom Stecker her.

Insgesamt merkt man, dass die Boss'ler Ahnung haben.

Allerdings: Ich kenne kein einziges perfektes Produkt, die Erkennung von Downsides ist meist nur eine reine Zeitfunktion - so auch hier:

Die rückseitigen Buchsen liegen sehr eng beieinander, passt auf welche Stecker ihr verwendet! Z.B. abgewinkelte sind NoGo.
Das Display ist winzig und die fixe bpm-Anzeige ist für mich schlicht unnötig.
Patchlevel kann nicht gesenkt werden. Das macht Pegelanpassungen innerhalb von Bänken aufwändig.
Mit Boss Manuals habe ich oft so meine Not, der Aufbau ist m.E. wirr. Geht aber irgendwie.

=> Nichts Wildes aus meiner Sicht.

4-Kabelmethode und Anschluss von Expressionpedalen sind möglich, da kann ich aber nichts dazu sagen.

Insgesamt funktioniert es für mich, ich würde den ES-8 wieder kaufen.

Januar 2018: Hab's mittlerwweile verkauft. Warum? Das alte BOSS-Leiden: Bedienung über das Winz-Display ist nervig, v.a. aber komme ich mit den Menüstrukturen nicht intuitiv zurecht. Will ich z.B. nach Monaten mal etwas an einem Midiparameter tweaken oder global verstellen brauche ich eine Menge Geduld oder das (miese) Manual. Ein Stern weg.
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Verarbeitung

DER Switcher für unter 1000€ ?

16.11.2015
Ich war schon länger auf der Suche nach einem Switcher/Looper welcher sowohl 2 Ein- und Ausgänge, mindestens 6 Loops als auch mehr Midi konnte als simple PC messages. Systeme wie das Gigrig G2 und etwaige RJM's konnten das alles zwar, jedoch war man hier immer mit 1000EUR aufwärts dabei. Auch sonst wurde ich für meine spezielleren Wünsche nur gegen einen entsprechend hohen Preis fündig.

Umso größer war deshalb meine Freude, als dieses Jahr der BOSS ES-8 announced wurde. Die Fülle an Features, sowie die Features an sich, welche dieses Gerät für diesen Preis bringt findet man sonst nirgendwo.

Positives:

Verarbeitung:
Die Verarbeitung ist wie von Boss gewohnt sehrhochwertig. Da wackelt und knarzt nichts, da gibt nichts nach. Die Schalter wirken so als würden sie auch in 5 Jahren noch einwandfrei ihren Dienst verrichten. Das kann man für diesen Preis natürlich auch erwarten.

Sound:
Hier habe ich ehrlich gesagt keinen Unterschied bemerkt zu meinem vorherigem Setup. Es ist aber eine "Umschaltpause" vorhanden wenn man Patches switcht.

Features:
Wie schon angesprochen lässt hier Boss nichts zu wünschen übrig. Man kann z.B. für jedes Patch die Schalter frei "customizen". Das Ausmaß dieser Möglichkeit mag einem beim ersten mal hören garnicht so groß vorkommen. Überlegt man sich jedoch einmal was das ermöglicht, wird einem fast schwindelig. Das ermöglicht zum Beispiel folgendes: Ich habe bei Patches mit Delay Schalter 7/8 jeweils auf eine Hold Funktion (für Strymons das "selbst oszillieren") und ein Tap Tempo "umgebaut".
Bei Patches welche kein Delay enthalten erfüllt Switch 8 dann aber beispielsweise eine Solo Boost Funktion, Switch 7 ist dort einfach wieder Switch 7.
Man könnte z.B. auch jeden beliebigen anderen Taster so einstellen dass er nur wenn man draufsteigt ein Delay anschaltet oder einen anderen Effekt. Sehr cool. Das Boss ermöglicht übrigens auch Patch spezifisch bis zu 6dB zu boosten. Dadurch spart man sich evtl einen Linebooster auf dem Pedalboard für seine Solos...

Weitere große Pluspunkte: a) Ein seperater Loop für das Volumepedal, und b) die Möglichkeit jeden Loop (inkl. Volumepedal) frei zu positionieren. b) ist meiner Meinung nach der größte Vorteil dieses Swichting Systems. Ich kann für ein Patch beispielsweise meinen Phaser aus Loop 2 vor die Zerre in Loop 1 schalten, bei einem anderen Patch das ganze aber wieder vertauschen. Es gibt sogar die Möglichkeit Loops paralell zu schalten. Also z.B. die Delayfahne Clean, das Hauptsignal aber verzerrt. Diese Möglichkeit gab es vorher nur durch sehr aufwendige Pedalboard Anordnungen. Jetzt ist das ganze mit 2 Klicks passiert.

Ein aufmerksamer Leser wird hier vielleicht stutzig und fragt sich wie das geht. Die Antwort ist dass der Switcher 2 interne Mixer enthält. Dadurch sollte auch klar sein dass dieses System nicht 100% analog arbeitet. Dies mag für den einen oder anderen ein KO Kriterium sein, für mich ist es aber unerheblich.

MIDI: Zu Midi kann ich nur bedingt etwas sagen, da meine Wünsche mit simplen CC und PC messages schon völlig erfüllt sein. Es sei aber gesagt dass man für jedes Patch bis zu 10 Midi Nachrichten verschicken kann. Innerhalb eines Patches kann ich dann wieder Schalterspezifisch Midi Kommandos vergeben.

Manual Mode: Mit einem Tritt auf den Memory/Manual kommt man in den sog. Manual Mode, in welchem man im jeweiligen Patch ganz einfach durch Schalter einzelne Loops dazuholen kann. Ganz praktisch wenn man mal ein "Standard Loop" schnell noch "on the fly" mit einem Flanger auffrischen möchte. Sehr intuitiv und einfach.

Ich könnte noch ein paar solcher Absätze schreiben, aber es gibt auch Youtubes schon gute Videos wo Leute 60 Minuten lang die Features dieses Switching Systems erklären. Für Leute die es also ganz genau wissen wollen, guckt am besten mal dort nach.

Negatives:

Großer Negativpunkt bei diesem System ist meiner Meinung nach die Benutzerfreundlichkeit.
Bei meinem GSC-3 hatte ich innerhalb von 5 Minuten raus wie ich alles bedienen muss. Bei Boss ist die Bedieungsanleitung nicht unbedingt günstig geschrieben. Es wird zwar zu jedem Feature erklärt WO man es im Menü findet, aber nicht wie man es denn jetzt genau einstellen muss.
Der Nachteil besteht natürlich nur solange, bis man den Switcher einmal verstanden hat. Dann ist man auch relativ schnell mit seinen neuen Patches.

Display: Das Display ist relativ klein. Mir persönlich macht es nichts aus, aber wenn man nicht direkt vor seinem Pedalboard steht wird es evtl schwer zu sehen was auf dem Display steht. Die Patchnummer ist aber groß und sehr gut leserlich.

Alles in allem kann ich dieses System jedem ans Herzen legen der alle Features will, dafür aber nicht 1000EUR oder mehr ausgeben möchte für ein GigRig G2.
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