Videoblog

BANDINTERVIEW: DIE AERONAUTEN

15.05.2010

Musikvideo und Interview mit Die Aeronauten

 
2 Stimmen abgegeben
Kommentar schreiben

Interview:

Hallo AERONAUTEN! Stellt uns doch mal kurz die Band vor, seit wann gibt es euch und wer ist alles ein Aeronaut?

DIE AERONAUTEN: Uns gibt es seit 1991, also nächstes Jahr feiern wir das 20 jährige Bestehen. Ich muss zugeben, ich bin selbst erstaunt, weil ich immer nach vorne geschaut hab. Die wichtigste und beste Platte ist immer die aktuelle. Was hinter uns lag, hat mich wenig gekümmert. Wir sind zu sechst: Dani am Schlagzeug, Sämi an der Gitarre, Roger am Sax und Roman an der Trompete, GUZ singt und ich spiele Bass. In dieser Formation sind wir seit 10 Jahren zusammen.


Ihr habt einen recht warmen, souligen Sound der aber auch schon mal in schnelle und rockige Gefilde driften kann. Wo liegen eure musikalischen Wurzeln, was macht für euch den Aeronauten-Sound aus?

DIE AERONAUTEN: Punk war die Wiege. Wir haben alle in den tiefen dunklen 80ern angefangen herum zu lärmen. Soul kam fast automatisch mit den beiden Bläsern rein. Wir waren alle offen für alles. Erstaunlicherweise könnten wir sehr schnell viele Stile bei Jams umsetzen, und das brachte immer unheimlichen Spaß. Denn die Abwechslung macht das Leben schön. Einen bösen Text zu einer "Sunshine-Reaggy"-Musik zu spielen, das ist lustig. Vielleicht ist das auch mit ein Grund, dass es uns schon so lange gibt...wir entdecken immer wieder neues. Und das nicht nur was den Stil, sondern auch was den Inhalt betrifft. Textlich ist GUZ im Vordergrund, aber auch wir andern reden und singen mit. Das ist eine fruchtbare, echt tolle und freundschaftliche Zusammenarbeit.


Welches Equipment hilft euch, euren Sound umzusetzen?

DIE AERONAUTEN: Wir spielen oft auf altem Equipment, weil der Klang der Instrumente der 60er und 70er Jahre unserer Vorstellung von "warm und satt" am nächsten kommt. Das ist auch ein Vorteil des langen Zusammenseins. Man hat Zeit, den Klang zu entwickeln, sowohl live - wie auch im Studio. Im Studio wird einiges noch verfeinert, verschiedene Gitarren, Snares und auch Bässe ausprobiert, je nach Song.

Ihr kommt aus der Schweiz, singt aber nur ein Lied in Schwiizerdütsch, sonst im astreinem Hochdeutsch. Wieso ist gerade "Womunidure" in Schwiizerdütsch gehalten?
DIE AERONAUTEN: Wir wurden bei unserern vielen Konzerten in Deutschland regelmäßig gefragt, warum wird nicht auf schweizerdeutsch singen. GUZ fand dann immer, es falle ihm nichts aus Schweizerdeutsch ein (obwohl er früher viele Dialektlieder gemacht hat). Dafür hatte dann Roger plötzlich diesen Einfall mit "Womunidure". Er sagte mal zu mir, es wäre für ihn gewesen, als sei eine kleine Fee (die offenbar Dialekt sprach) an ihm vorbeigeflogen und hätte ihm das eingesäuselt.


In der Schweiz gibt es viele Mundart-Künstler und Bands. Nehmt ihr dort eine Art Sonderstellung ein?

DIE AERONAUTEN: Ja, wir sind untypisch für das Schweizer Musikschaffen. Deutsche Texte sind selten. Zudem gehören wir eigentlich immer noch zur Subkultur, werden aber doch oft im Radio gespielt. In der Schweiz gibt es Mainstream in Englisch zu Hauf oder aber extrem verschrobene Sachen, die schwer zugänglich sind. Wir bewegen uns irgendwo dazwischen, womit wir uns sehr wohl fühlen.


Wer hat alles an eurem neuen Album "Hallo Leidenschaft" mitgearbeitet, wie ist es entstanden?

DIE AERONAUTEN: 2006 haben wir ein Album rausgebracht, das mit dem Label: l´Age d´Or aus Hamburg in der Insolvenz quasi unterging. Darauf mussten wir uns wieder besinnen und uns sammeln, das hat seine Zeit gedauert. Dann gingen wir zweimal auf eine Alp und zweimal ins Studio und haben da pro Tag einen Song aufgenommen. Es gab einige Lieder drunter, die in einer halben Stunde entstanden, einfach beim jammen. Am Schluss hatten wir fast 30 Lieder beieinander und haben dann mit dem Label zusammen 13 ausgewählt. GUZ hat die Schlussmischung gemacht.


Ihr geht im März auf Schweiz-Tour. Habt ihr euch auch Konzerte in Deutschland vorgenommen?

DIE AERONAUTEN: Ja, wir waren schon in Deutschland gehen aber im Herbst nochmal, weil die Tour sehr gut lief.


In Zeiten von Myspace, Youtube und den ganzen anderen Web 2.0 - Portalen sehnen sich viele Bands nach einem handfesten Label. Ihr seit bei Rookie Records untergekommen. Wie kam die Zusammenarbeit zustande?

DIE AERONAUTEN: Unser Booker Jens Trümmer aus Wilhelmshaven und Ritchie von Ritchie Records in Freiburg, der schon seit Jahren unsere Vinylsachen herausbringt, hat uns auf Rookie aufmerksam gemacht. Wir hatten auch andere Labels in Betracht gezogen, aber Rookie passte sehr gut: Ähnliche Vergangenheit, ähnliche Grundhaltung und faire Bedingungen. Ein Glücksfall.


Welche Pläne haben die AERONAUTEN für 2010?

DIE AERONAUTEN: Spielen, spielen, spielen und planen für das Jubiläumsalbum nächstes Jahr.


LINK:
c-tube Profil von AERONAUTEN

Schlüsselwörter:


Smart Navigator

Zufälliges TOP10-Video abspielen

* Preise inkl. MwSt und Versandkosten.
Lieferung innerhalb Deutschlands portofrei ab einem Mindestbestellwert von 25 EUR.
Angebote solange Vorrat reicht. Für Druckfehler und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.
UVP=Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers
Ihr Feedback
Wie bewerten Sie die gerade angezeigte Seite?