Ich hielt die ganze Diskussion um Gitarrensaiten lange eher für eine Glaubensfrage als für harte Fakten. Die Unterschiede sind schließlich oft ziemlich gering.
So dachte ich zumindest, bis ich diese Saiten irgendwann aus Neugier ausprobiert habe. Ich wollte einfach mal einen etwas teureren Satz testen.
Klanglich gilt für mich weiterhin: Neue Saiten sind neue Saiten. Frisch aufgezogen klingen die meisten erst einmal gut. Sicher gibt es Ausnahmen, aber darum soll es hier nicht gehen.
Was mich bei diesen Saiten wirklich überrascht hat, ist, wie lange sie gut klingen und wie lange es dauert, bis der Sound merklich matter wird. Das dürfte vor allem an der Beschichtung liegen.
Noch mehr überrascht hat mich aber die Haltbarkeit. In den letzten vier Jahren, in denen ich diese Saiten benutze, ist mir beim Spielen keine einzige gerissen. Bendings bis der Arzt kommt, die Dinger machen das einfach mit.
Ich habe noch nie so langlebige Saiten gehabt. Auf manchen Gitarren sind sie bei mir teilweise schon seit zwei Jahren drauf und klingen immer noch nicht völlig tot. Dazu kommt, dass ich keiner bin, der nach jedem Spielen die Saiten sauber macht.
Die einzige Saite, die mir einmal gerissen ist, ist beim Aufziehen auf einer Gitarre mit Quick-Lock-Tunern gebrochen. Da habe ich vermutlich die B-Saite bzw. H-Saite zu stark geklemmt. Jedenfalls ist sie genau an dieser Stelle gerissen.
Wenn man beim Punkteprogramm von D’Addario mitmacht und die Punkte sammelt, bekommt man irgendwann auch mal einen neuen Satz kostenlos. Das fand ich ziemlich gut, als es bei mir so weit war.
Fazit: Auf meine Gitarren kommen keine anderen Saiten mehr. Sie sind in der Anschaffung zwar etwas teurer, aber durch die lange Haltbarkeit relativiert sich der Preis ziemlich schnell.