the box pro Mon A12

Aktiver Bühnenmonitor

  • Bestückung: 12" und 1,35" Coax
  • Leistung: 350 W RMS, 700 W Peak
  • Hochtöner: 50 W Class AB
  • Tieftöner: 300 W Class D
  • Abstrahlwinkel: 80°x80°
  • Dualer Limiter
  • Maximalpegel: 124 dB
  • Übertragungsbereich: 50 - 20000 Hz
  • XLR Kombi Eingang und XLR Link Out
  • eingebauter Stativflansch
  • Abmessungen: 510 x 340 x 500 mm
  • Gewicht: 15 kg
  • optional passende Schutzhülle erhältlich unter Art. 322028 (nicht im Lieferumfang)

Weitere Infos

Multifunktionsgehäuse Ja
Bestückung der Tieftöner 1x 12"
Hochtöner 1" und größer Ja
Mikrofoneingang Ja
Line Eingang Ja

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4.5 / 5.0
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  • Features
  • Sound
  • Verarbeitung
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Bedienung
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Sound
Verarbeitung

Man glaubt nicht, was die Kiste bei DEM Preis kann!

Jan D. 562, 26.06.2014
Also nach einigem Hin und Her habe ich mir für kleine bis mittlere Gigs die Pro Mon A12 von Thomann bestellt.

Vor weg: Ich spiele Top-40/Rockcover seit nun 14 Jahren semi.-prof. auf Veranstaltungen von 150-3000 Personen und habe auf den entsprechenden Bühnen in den letzten Jahren einiges an Equipment kennengelernt.

Da die Veranstalter hier in der Gegend ihre Budgets derart runtergeschraubt haben, kommt das Leihen einer prof. PA nebst Monitor für kleine bis mittlere Veranstaltungen fast nicht mehr in Frage. Als PA haben wir uns für eben diese kleinen Gigs für die ELX-Serie von E-Voice entschieden, 2 Tops, 4 Bässe. Was aber als Monitor?

Zunächst dachte ich daran, die ELX-112 zusätzlich als Monitore zu verwenden, sprich, den E-Voice-Bestand zu erweitern. Nach Beratung beim Thomann haben mir unabhängig von einander zwei Mitarbeiter dort zu der Pro Mon Serie geraten. "Entweder einen Monitor ab 1000,-EUR oder halt die Pro Mons!" Na ja, ne Hausmarke, ob die was taugt? Die Band, mit welcher wir uns unseren (ziemlich großen, zweiräumigen) Proberaum teilen, haben u.a. Monitore von Thomanns The Box Serie (NICHT die Pro Mon!) und ein paar Wharfedale da rumstehen. Aussage des dortigen Sängers: "Die Thomann-Teile sind für die Band live eher fragwürdig, die Wharfedale deutlich besser."

Tja, ich hab`s dann trotzdem probiert und die Pro Mon A12 bestellt. kam gestern an, heute zur Probe mitgenommen und extra eher zum Raum gefahren, um das Teil ausgiebig zu testen.

Zunächst mal ne E-Gitarre direkt in den Monitor gestöpselt - "Oh je", dachte ich nur, ziemlich matter Sound, kein Leben, irgendwie komisch und deutlich zu leise....

Dann "richtig" verkabelt, sprich vom Mischpult aus angesteuert. Was soll ich sagen? Ich war schlicht und ergreifen begeistert! Warmer, druckvoller Sound, der selbst bei nahezu max. Aussteuerung nicht pfeift! Ich habe da alles mal drüber laufen lassen. Gut, die Drums kommen bei `nem 15er sicher besser aber sei`s drum. Gitarren, Keyboards (Flächen, Orgel, Piano etc.) und Gesang kamen richtig, richtig gut! Ich habe den Klang als sehr angenehm empfunden und wie gesagt echt laut aufgedreht, alles ohne Pfeifen!

Den EQ, den wir sonst immer zwischen Pult und Monitorwege haben, konnte ich direkt auf neutral stehen lassen.

Der Pro Mon hat einen kleinen Switcher, der die Frequenzen intern auf Monitor- oder FoH-Anwendungen anpasst. Ich habe da jetzt nicht so den großen Unterschied vernommen. Der FoH-Modus klang oben rum etwas feiner. Als FoH würde ich den Monitor aber nicht nutzen wollen, dafür ist er generell zu mittig ausgelegt. Allerings muss ich auch sagen, dass ich leicht erkältet war und einen kleinen Druck auf den Ohren verspührte, daher nicht so gaaanz so feinfühlich horchen konnte wie sonst.

Dann bei der Probe den Monitor direkt genutzt. Im Bandgefüge ist der Sound genau da, wo er hin soll. Das angenehme Empfinden setzte sich durchweg fort. Im Bandbetrieb habe ich lediglich den Gesang (5) und die Keys primär drauf. Dazu ein bisschen Kick-Drum und HH. Bass und E-Gitarre stehen Live wie im P-Raum seitlich in die Bühne strahlend, die brauchts da eigentlich nichts auf dem Monitor.

Lange Rede kurzer Sinn: ICH bin sehr angetan von dem Produkt, vor allem, wenn man bedenkt, dass das Teil keine 300,-EUR kostet! Bei kleinen bis mittleren Bühnen denke ich, sollte der Monitor ganz locker ausreichen.

Wenn wir mit unserem Verleiher unterwegs sind oder auf Bühnen, bei welchen der Veranstalter sich prof. Verleiher besorgt, stehen sonst durchweg Monitore von Seeburg, Kling&Freitag, Nexo, RCF etc. pp. da. Also alles hoch amtliches Zeug. Natürlich klingen diese Monitore saugeil und im direkten Vergleich (konnte ich leider nicht vornehmen, ich kenne die Qualität dieser Produkte aber) bestimmt auch ne Spur weit besser.

ABER: Man bedenkte, dass die aufgezählten Monitore alle teils deutlich über der 1000,-EUR und 2000,-EUR Marke liegen. Für 280,-EUR ist der Pro Mon ein echter Schnapp und man glaubt es nicht, wie gut der trotz des geringen Peises ist!

Negativ aufgefallen ist mir ein (leises) stetes Brummen, sobald der Monitor aktiviert ist. Ist halt da - live juckt`s keine Sau.

Desweiteren ist die Buchse des Kaltgerätekabels nicht wirklich fest, sprich, der Stecker sitzt augenscheinlich recht lose darin. Die werde ich aber durch eine vernünftige austauschen - auch nix gravierendes.
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Für den Preis ... eingeschränkt empfehlenswert.

MattS, 05.05.2017
Bestellt, angekommen, ausgepackt.
Der Monitor macht erst einmal einen guten Eindruck. Nicht zu groß, sinnvoller Abstrahlwinkel und natürlich das Coaxsystem, das die Abstrahlung von einem Punkt aus ermöglicht, eine der Kriterien, die den Monitor in die Auswahl kömmen ließen. Die Oberfläche ist sehr rauh und ich hatte die Befürchtung, dass da allerhand Flusen hängen bleiben, ist aber nicht so.
Netzkabel angeschlossen und angeschaltet. Ein geringes Rauschen ist zu hören - nicht weiter störend, aber auch ein hier oftmals beschriebenes Brummen. Es ist leise, aber deutlich zu hören.

Mikrofon über das Mischpult: ein ausgewogener Klang, ohne viel EQ-Einsatz, prima.
POD 500 angeschlossen: kann man auch so mit leben, auch prima.
MP3-Player angeschlossen. Auch hier zunächst ein guter ausgewogener Klang, in den Höhen vieleicht etwas harsch aber OK. Die Bässe sind da, wenn auch nicht gerade wuchtig. Ist ja auch ein Monitor und keine HiFi Anlage. völlig OK, Das Stück kommt aus der ruhigen Anfangsphase heraus und verzerrte Gitarren und der Bass setzen ein. Jetzt verliert das Mittelfeld an Definiertheit. Der Klang wird dosiger und es hört sich so an, als ob da zusätzliche Verzerrungen im oberen Mittenbereich dazu kommen. Als in der folgenden Strophe die verzerrten Gitarren weg waren ist der Klang wieder durchsichtig.

Vergleich mit der Dynacord A 112A (gut doppelt so teuer): Sie rauscht zwar stärker, wenn das Noisegate nicht mehr greift, hat aber nicht die klanglichen Probleme, sie klingt voll über das gesammte Frequenzspektrum und hat auch keinerlei Probleme mit komplexeren Klängen. Das geht schon ein Stück weit Richtung HiFi mit Wumms.

Im Proberaum das gleiche Bild. Als reiner Gesangsmonitor wirklich gut brauchbar. Wenn die Klänge allerdings komplexer werden verwäscht sie. Ich habe spaßeshalber ein bischen unsere beiden Gitarren (nur unterstützend) mit auf den Monitor gegeben. Sofort war es mit der Klarheit vorbei. Die Gitarren werden immer leicht verzerrt gespielt: leichter bis mittlerer Crunch, das kann der Monitor nicht gut darstellen. Auch der Gesang ist dann nicht mehr definiert.

Als reiner Gesangsmonitor wäre er brauchbar, wenn aber noch andere Instrumente unterstützt werden sollen ist das nicht mehr der Fall. Da sehen sie gegen die Dynas keine Schnitte.

Dieserhalb und desterwegen bin ich mir noch nicht sicher ob ich ihn behalten soll. Denn einen reinen Gesangsmonitor braucht nur unserer Schlagzeuger bei kleinen Open Backline Gigs. Ich stehe da immer weit genug vorne um meinen Gesang auch über die PA laut genug zu hören. Wenn es größer wird muss zur Not (wenn der Raum akkustisch sehr ungünstig ist) der gesammte Mix auf dem Monitor landen können, oder wir spielen dann sowiso mit Inearmonitoring.
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