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Online-Ratgeber: Mastering

3. Der Ursprung

Die Grenzen der Vinylplatte:

Früher gab es als Massenmedium die geliebte Vinyl-Platte sowie die heute weniger beliebte Musik-Kassette. Bedingt durch die Materialeigenschaften beider Medien, war es nicht möglich, die Musik 1:1, das heißt ohne hörbare Verschlechterung der Klangqualität, zu überspielen, und so handelte es sich bei Premasteing und Mastering um eine technische Notwendigkeit.

Pegel von Bass-Signalen sind in der gewöhnlichen Musik in der Regel um ein vielfaches höher als die Pegel der hohen Frequenzen. D.h. die Auslenkung der Plattennadel müsste bei Bassdrums um ein vielfaches höher sein, als z.B. bei Hi-Hats. Würde man nun eine 1:1 Überspielung auf Vinyl vornehmen, würden die hohen Frequenzen aufgrund des schlechten Störpegelverhältnisses im Knistern und Rumpeln untergehen. Aus diesem Grund wird der Frequenzgang der Aufnahme so verändert, dass die Pegelverhältnisse über die Frequenz eingeengt werden, d.h. nach dem Prinzip der Emphasis/Deemphasis werden die Höhen vorher angehoben, um bei der Wiedergabe abgesenkt zu werden (Schneidekennlinie).

Zudem wird bei der Abtastung aus Monokompatibilitätsgründen aus Monosignal L+R (Horizontale Auslenkung der Nadel) und Differenzsignal L-R (Vertikale Auslenkung der Nadel) das Stereosignal gewonnen.

Aufgrund dieser Gegebenheiten darf der Bassbereich bis ca. 250 Hz keinerlei Stereoinformationen hoher Pegel beinhalten, da sonst die Nadel durch die hohe Vertikalamplitude aus der Rille springen würde.

Ein weiterer Aspekt für eine gute Vinylplatte ist der Pegel der hohen Frequenzen. Bedingt durch die Schneidekennlinie (s.o.) sind die hohen Frequenzen überbetont. Hier können Pegelspitzen Verzerrungen hervorrufen, die das gesamte Signal beeinflussen. So entstehen vor allem bei S-Lauten der menschlichen Stimme, oder bei Crash-Becken störende zischende Geräusche. Man kann diesem Effekt durch einen Deesser vorbeugen.

Um einen möglichst hohen Signal/Geräusch-Pegel Abstand zu bekommen, muss die Vinylplatte so weit wie möglich ausgesteuert werden, also der Pegel auf der Platte sollte so hoch sein wie möglich. Dies hat natürlich direkte Einwirkung auf die Auslenkung in der Vinylrille. Da Musik i.d.R. ein stark dynamisches Signal ist, können auftretende Signalspitzen die Nadel so weit auslenken, dass sie aus der Rille springen würde. Aus diesem Grund wird beim Premastering eine Dynamikbearbeitung der Aufnahme vorgenommen, das sogenannte Limiting. Hierbei wird durch eine elektronische Schaltung gesichert, dass Signale über einem bestimmten Schwellwert (Threshold) nicht übertragen werden.

Tonbandaufnahmen:

Musik-Kassetten bzw. Tonbänder haben im allgemeinen andere physikalische Eigenschaften als Vinyl. Als wichtigstes Merkmal wäre hier die Aussteuerungskennlinie zu nennen, die einer Hysteresekurve gleicht. Nach einem relativ linearen Bereich tritt ein weiches Sättigungsverhalten auf, das einer Kompression gleichkommt. Zudem liegt ein fast konstanter Rauschteppich unter jeder Aufnahme. Auch hier gilt es den Pegel möglichst hoch zu halten, um weit vom Rauschteppich entfernt zu sein. Steuert man ein Band zu niedrig aus, werden leise Signale vom Rauschen überdeckt. Steuert man zu hoch aus, bekommt man den sogenannten Bandsättigungseffekt, der (meistens) nicht Erwünscht ist. Demzufolge ist auch hier eine Dynamikbearbeitung der Aufnahme angesagt.

Im Gegensatz zur Vinylaufnahme sind es hier die Bassanteile, die den höchsten Pegel haben, und so wird der Pegel hauptsächlich durch den Bass bestimmt. Hier treten zwar bei Übersteuerung Bandsättigungsverzerrungen auf, diese klingen aber angenehmer als das Zischeln der Vinylplatte.

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