PPG 1002 Mk 2
Analogsynthesizer
- auf 102 Geräte limitierte, handgefertigte und verbesserte Neuauflage des originalen analogen Synthesizers PPG 1002 aus dem Jahr 1975
- konsequenter Nachbau der ursprünglichen Schaltungsentwürfe von Wolfgang Palm
- verbesserte Stabilität sowie Ergänzungen zur Integration in moderne Studioumgebungen
- Abmessungen (B x T x H): 655 x 260 x 100 mm
- Gewicht: 10 kg
- inkl. Netzteil und Netzkabel
Klangerzeugung:
- 2 temperaturkompensierte Oszillatoren
- Suboszillator
- Rausch-Generator
- Ringmodulator
- Oszillator 1 mit stufenloser Überblendung von Dreieck zu Sägezahn
- Oszillator 2 mit schaltbarem Sägezahn oder Rechteck
- Oszillator-Synchronisation von VCO2 zu VCO1
Klangbearbeitung:
- klassisches 24 dB / Okt. Tiefpassfilter mit Resonanz und variablen Modulationsmöglichkeiten
- VCA mit eigener Hüllkurve und verschiedenen Modulationsoptionen
- LFO mit regelbarer Pulsbreite, Dreieck- und Rechteckwellenform
Anschlüsse:
- V/Oct-CV, Velocity-CV, Gate je 6,3 mm Klinke
- Audio-Ausgänge I / II und Kopfhörerausgang je 6,3 mm Klinke
- MIDI-Eingang 5-pol-DIN
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Erhältlich seit April 2026
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Artikelnummer 624386
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Verkaufseinheit 1 Stück
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Bauweise Desktop
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Anzahl der Stimmen 1
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Tonerzeugung Analog
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MIDI Schnittstelle 1x In
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Speichermedium Keine
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USB Anschluss Nein
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Effekte Nein
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Arpeggiator Nein
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Anzahl der analogen Ausgänge 3
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Digitalausgang Nein
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Display Nein
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Optionale Erweiterungen Keine
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Besonderheiten CV-Eingänge
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Rückkehr nach 50 Jahren
Die in den 1970er Jahren von Wolfgang Palm gegründete Firma PPG ist zwar vor allem für ihre digitalen Wavetable-Synthesizer bekannt, doch ihre wahren Wurzeln sind analog. Mit dem Modell 1002 entwickelte Palm einen eigenständigen, monophonen Synthesizer, dessen Ausstattung und Klangcharakter sich deutlich von den berühmten amerikanischen Synthesizern dieser Zeit unterschied. Die Firma PPG war lange Zeit vom Markt verschwunden, doch die inzwischen zu Kultobjekten gewordenen Synthesizer werden von verschiedenen Entwickler und in Kooperation mit Wolfgang Palm wiederbelebt. Dabei zielt man nicht auf Massenproduktion ab, sondern möchte die Instrumente so authentisch wie möglich sowie mit hohem technischem und musikalischem Anspruch echten Enthusiasten nach langer Zeit wieder zugänglich machen.
Mono-Synth mit Charakter
Den PPG 1002 Mk 2 sollte man nicht allein nach seiner Ausstattung beurteilen. Es handelt sich um ein gradlinig konzipiertes, monophones Instrument mit den typischen Elementen eines analogen Synthesizers: zwei Oszillatoren mit Sync und Waveform-Mix, Noise, Ringmodulation, VCF, VCA und Modulatoren. Aber die von Wolfgang Palm entworfene Originalschaltung sorgt für einen unverwechselbaren Klang und hebt den 1002 Mk 2 damit angenehm von den allgegenwärtigen Standard-Synthesizern und ihren unzähligen Nachbauten ab. Die Schaltung ist mit originalgetreuen Bauteilen in Through-Hole-Technik sehr aufwendig ausgeführt. SMD-Bauteile sucht man hier vergeblich! Damit sich die modernen und präzise arbeitenden Bauteile wie die Technik von vor 50 Jahren verhalten, wurde extra eine Controlled-Drift-Technology entwickelt. So erreicht der 1002 Mk 2 den kraftvollen und lebendigen Klang seines Vorbilds.
Ein Statement im Studio
Der PPG 1002 Mk 2 beeindruckt durch seine großzügigen Maße und die auffälligen Seitenteile aus Aluminium. Doch man sollte sich dieses Gerät nicht nur als Blickfang ins Studio stellen. Für einen einstimmigen Synthesizer dieser Preisklasse muss man auch die angemessenen Aufgaben haben. Selbstverständlich lassen sich mit dem 1002 Mk 2 mächtige Bässe und abgedrehte Soundeffekte erzeugen, aber damit allein würde man diesem Synthesizer nicht gerecht werden. Er möchte als Solo-Instrument für ambitionierte Keyboarder verstanden werden, die ihn wie Joe Zawinul, Rick Wakeman, Tony Banks oder Keith Emerson für virtuose Melodien, ausgedehnte Passagen und expressive Improvisationen einsetzen wollen. Idealerweise sollte sich die Lebendigkeit des Klangs in einem anspruchsvollen musikalischen Kontext widerspiegeln, damit sich die Investition auch im ideellen Sinn lohnt.
Über PPG
Die Palm Products GmbH (PPG) wurde 1975 vom Entwickler Wolfgang Palm in Hamburg gegründet und zählt zu den innovativsten Pionieren der Synthesizer-Geschichte. Internationale Bekanntheit erlangte das Unternehmen in den 1980er-Jahren durch die Entwicklung der Wavetable-Synthese, die erstmals eine digitale Klangerzeugung mit komplexen Wellenformen ermöglichte. Der PPG Wave avancierte zum Herzstück dieser Technik und fand Einsatz bei Künstlern wie Tangerine Dream, Depeche Mode oder Thomas Dolby. Neben den digitalen Highlights entwickelte PPG auch analoge Modelle wie den PPG 1002 oder hybrides Equipment wie den 1020 mit digital gesteuerten Oszillatoren. Nach der aktiven Phase als Hardware-Hersteller lebt das Erbe von PPG heute in Softwareform weiter: Seit 2020 gehört die Marke zur Plugin Alliance, die mit virtuellen Instrumenten die wegweisenden Ideen Wolfgang Palms für die moderne Musikproduktion verfügbar macht.
Solo vs. Multitrack-Tricks
Im Gegensatz zum Original kann der PPG 1002 Mk 2 dank des MIDI-Eingangs mit jedem Keyboard gespielt werden, ganz gleich, welche Art von Tastatur bevorzugt wird: Synth-Action-Keybed, halbgewichtet oder Tasten mit minimalem Hub. Mit seiner monophonen Klangerzeugung ist der Synthesizer für Leadsounds und solistische Einlagen prädestiniert. Doch mittels Multitrack-Recording können auch mehrstimmige Passagen realisiert werden, wie es z. B. Stevie Wonder bei „I Wish” gemacht hat. Die Noten werden in Intervallen nacheinander auf mehreren Spuren eingespielt, sodass sie zusammengesetzt eine Akkordstruktur ergeben. Je nachdem, wie (un)präzise gespielt wird, wirken diese Akkorde überaus lebendig. Darüber hinaus lassen sich Klangbewegungen pro Spur bzw. Note manuell regeln, was bei einem polyphonen Synthesizer nur bedingt möglich ist. Diese Technik bietet sich auch beim Einsatz mit einem Sequenzer an.