MK
Kann Budget wirklich gut sein?
Das MB75 Beta wird von Thomann als „preisgünstige Alternative“ und „Instrumentenmikrofon, für die Aufnahme im Studio oder die Abnahme bei Live-Anwendungen“ beschrieben. Weiter: „Die Richtcharakteristik Superniere sorgt für eine hervorragende Unterdrückung von seitlichem Schall, sodass eine präzise Aufnahme eines Signals erfolgen kann“.
Ich habe es daher im direkten Vergleich zu meinem höherwertigen dynamischen Mikrofon SE Electronics V7 und meinem Großmembran-Kondensatormikrofon Røde NT1 Signature im Heimstudio getestet, die (ohne Zubehör) für mich in der nächsthöheren „Straßenpreis“klasse von ca. 100 € lägen.
Klangeigenschaften:
Grundsätzlich empfand ich den Gesamtklang für ein 44€ Mikrofon noch als gut.
Jedoch zeigten sich bei der Aufnahme einer Akustikgitarre im direkten Vergleich recht große Unterschiede. Während das Røde NT1 die Saiten detailreich, offen und fein auflöst, klingt das MB75 Beta eher harsch, topfig und undefinierter.
Auch die Richtcharakteristik arbeitet in der Praxis nicht so sauber wie beim teureren Vergleichsmodell SE Electronics V7. Trotz Superniere wird die Umgebung nicht ideal ausgeblendet. Ein Übersprechen im Livebetrieb dürfte somit früher einsetzen als bei höherwertigen Mikrofonen mit Superniere.
Pegel & Rauschen:
Beim MB75 Beta gab es am Behringer Flow 8 keine Probleme mit dem Pegel. Das Eigenrauschen blieb erfreulich gering und das gelieferte Signal war für die Weiterbearbeitung absolut ausreichend, was auch sicherlich den (sehr guten) MIDAS-Vorverstärkern dieses Mischpults geschuldet ist.
Eignung als Gesangsmikrofon?
Das MB75 Beta erfordert viel Kraft, um es in die mitgelieferte Klemme zu pressen oder wieder zu entnehmen. Es reagiert sehr empfindlich auf Erschütterungen/Bewegungen. Jedes Umgreifen am Griff überträgt sich deutlich als Störgeräusch auf das Signal. Es sollte daher fest auf einem stabilen Stativ verschraubt sein, das keinen Umgebungsbewegungen ausgesetzt ist.
Die schlechter arbeitende Richtcharakteristik habe ich oben bereits beschrieben.
Weiterhin fallen störende Pop- und Zisch-Geräusche beim Sprechen/Gesang sehr deutlich auf.
Fazit:
Das MB75 Beta kann keinesfalls für feinere Instrumenten-Aufnahmen mit der Mikrofon-Preisklasse von ca. 100 € mithalten. Wer mit dem Klang für den eigenen Einsatzzweck grundsätzlich zufrieden ist, z.B. für die Abnahme von Snare-Drums an einem Stativ, sollte innerhalb der Money-Back-Periode testen, ob ein Übersprechen zu Problemen führen könnte. Für den Einsatz in einem Studio sehe ich das MB75 Beta nicht.
Ich habe es daher im direkten Vergleich zu meinem höherwertigen dynamischen Mikrofon SE Electronics V7 und meinem Großmembran-Kondensatormikrofon Røde NT1 Signature im Heimstudio getestet, die (ohne Zubehör) für mich in der nächsthöheren „Straßenpreis“klasse von ca. 100 € lägen.
Klangeigenschaften:
Grundsätzlich empfand ich den Gesamtklang für ein 44€ Mikrofon noch als gut.
Jedoch zeigten sich bei der Aufnahme einer Akustikgitarre im direkten Vergleich recht große Unterschiede. Während das Røde NT1 die Saiten detailreich, offen und fein auflöst, klingt das MB75 Beta eher harsch, topfig und undefinierter.
Auch die Richtcharakteristik arbeitet in der Praxis nicht so sauber wie beim teureren Vergleichsmodell SE Electronics V7. Trotz Superniere wird die Umgebung nicht ideal ausgeblendet. Ein Übersprechen im Livebetrieb dürfte somit früher einsetzen als bei höherwertigen Mikrofonen mit Superniere.
Pegel & Rauschen:
Beim MB75 Beta gab es am Behringer Flow 8 keine Probleme mit dem Pegel. Das Eigenrauschen blieb erfreulich gering und das gelieferte Signal war für die Weiterbearbeitung absolut ausreichend, was auch sicherlich den (sehr guten) MIDAS-Vorverstärkern dieses Mischpults geschuldet ist.
Eignung als Gesangsmikrofon?
Das MB75 Beta erfordert viel Kraft, um es in die mitgelieferte Klemme zu pressen oder wieder zu entnehmen. Es reagiert sehr empfindlich auf Erschütterungen/Bewegungen. Jedes Umgreifen am Griff überträgt sich deutlich als Störgeräusch auf das Signal. Es sollte daher fest auf einem stabilen Stativ verschraubt sein, das keinen Umgebungsbewegungen ausgesetzt ist.
Die schlechter arbeitende Richtcharakteristik habe ich oben bereits beschrieben.
Weiterhin fallen störende Pop- und Zisch-Geräusche beim Sprechen/Gesang sehr deutlich auf.
Fazit:
Das MB75 Beta kann keinesfalls für feinere Instrumenten-Aufnahmen mit der Mikrofon-Preisklasse von ca. 100 € mithalten. Wer mit dem Klang für den eigenen Einsatzzweck grundsätzlich zufrieden ist, z.B. für die Abnahme von Snare-Drums an einem Stativ, sollte innerhalb der Money-Back-Periode testen, ob ein Übersprechen zu Problemen führen könnte. Für den Einsatz in einem Studio sehe ich das MB75 Beta nicht.
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