Das tolle am Schlagzeug als Instrument ist die Möglichkeit, durch Veränderung im Setup neue Impulse zu setzen. Dazu gehören auch die Sticks. Wenn man das so sieht, dann ist die Auswahl der Sticks nicht die Suche nach dem Optimum sondern eine Reise.
Ich habe viele, viele Jahre - passend zur Top-40 Band- Vater Power 5B gespielt. Ich brauchte einen Stick mit Power und etwas mehr Reichweite und hatte den Verschleiß meiner diversen Maple-5B satt. Außerdem war ich ein Fan der Barral-Tip. Fetter Sound auf Toms und Ride.
Dann habe ich mich Richtung Studio verändert und damit einhergehend war die Anforderung an Lautstärke plötzlich umgekehrt. Auf der Suche nach einem leichteren Stick mit gutem Klang bin ich beim Millenium 5A Hornbeam gelandet. Sensationeller Sound, insbesondere beim Rim Click - wieso habt ihr den aus dem Programm genommen?! Wobei mich die Acorn-Tip eher nicht so angesprochen hat, das klingt doch eher mikrig auf dem Ride.
Dann bin ich im Zuge eines Prog.Rock-Projektes beim Signature Stick von Simon Phillips gelandet. Nie wollte ich einen Stick mit Round-Tip spielen, warum eigentlich? War wohl ein Vorurteil. Ist nahe am Barrel-Tip, vielleicht etwas mehr Höhenanteil. Tolle Balance. Gerade so lang genug. Leider teuer und ehrlich gesagt: die Qualität schwank wesentlich mehr, als bei Vater.
Nun zum Rohema 707. Er hat nicht nur die gleiche Nummerfolge wie der Signature (TW707) von Simon, sondern sieht ihm zum Verwechseln ähnlich. Der Preis ist 40% günstiger. Über die Schwankungsbreite der Qualität kann ich nichts sagen (habe nur 1 Paar bislang).
Im Blindvergleich (einen Promark und einen Rohema) kann man schon leichte Unterschiede in der Balance erkennen. Der Sound auf dem Ride ist dunkler. Der Schwerpunkt beim TW707 ist minimal weiter vorne. Besser, schlechter... schwer zu sagen.
Ich werden aus Preisgründen wechseln, ansonsten wäre ich beim Original geblieben.
P.S.: Der Stick Millenium Signature Karin Anna Liedel V2 ist auch sehr nah am TW707 dran und nochmal günstiger.