JN
Mh, 4 oder 5 Sterne?
Also Vorab. das Teil klingt gut, hat schöne Voicing Abstufungen (im Prinzip 3 Bright Optionen) Es hat nicht ganz die Tiefe eines Röhrenamps, oder guten Jazzchorus aber verträgt sich mit all meinen Gitarren und Speakern recht gut. Kein Lüftergeräusch ! Wenig Grundrauschen. Nicht gefallen tut mir der Ansatzpunkt des Mittenreglers, der bewegt sich im oberen, nasalen Mittenbereich. Den zu boosten ist unschön, eignet sich aber um eben diese Frequenzen etwas raus zu regeln. Ich hätte mir einen etwas tieferen Ansatzpunkt gewünscht. Ich hate vorher den DV Mark Greg Howe 250, der war wesentlich günstiger und hatte etwas mehr Wärme (ist leider kaputt und das Nachfolgemodell hat leider einen zu lauten Lüfter, sonst hätte ich den wieder gekauft) 5 Sterne oder sogar 6 hätte ich gegeben, wenn der 200-300 Euro günstiger gewesen wäre aber wat soll man machen. Ging daher leider doch zurück...Für den Preis bekommt man schon einen echt guten Marshall Amp... Ih habe jetzt einen Bassamp: Harley Benton Block-800B MKII. Der klingt für meine Zwecke als cleane Pedalplattform sehr gut und ha auch fast keine Lüftergeräusche. (Siehe dazu meine Bewertung beim Harley Benton) Ach so getestet mit folgenden Speakern: Jensen Alnico Blackbird 40, Jensen C12N, Celestion V30, Eminmence 128 (ähnlich Creamback), Emminence Lil Texas (Neodym) und mit einer dicken handgeschnitzten Jazzgitarre, EMG Strat, Tele, einer fetten PRS Les Paul, 2 Semis (eine von PRS) und einer PRS HSH Strat aus den 90ern.
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P
Klanglich beeindruckendes Kraftpaket
Als Pedalplattform-Spieler bevorzuge ich Röhren-Amps mit schillernden, perligen und dynamisch-offenen Cleansounds. Unterschiedliche Overdrive- und Distortionsounds werden bei mir ausschließlich über Bodentreter erzeugt.
Als Live-Backup war ich noch auf der Suche nach einem verlässlichen, ausreichend starken und pedaltauglichen Transistor-Amp, der dazu noch handlich und leicht sein sollte. Im Idealfall mit internem Hall, um mir den Reverb als Bodenpedal sparen zu können.
Vor diesem Hintergrund weckte der Quilter Tone Block 202 mein Interesse.
Natürlich vergleiche ich die Dynamik, Wärme und das Funkelnde eines schönen Röhrenamp-Cleansounds nicht mit dem eines Solide State, selbstredend. Aber meine Erwartungen an den Cleansound des Quilter Tone Block 202 gingen in die Richtung eines Orange Super Crush 100, den ich schon mal als Topteil hatte und der für mich einen mega tollen Cleansound hat. Nur wollte ich jetzt etwas Handliches für in die Gig-Tasche als Reserve und kein großes Topteil.
Also ging es mit dem Quilter in den Proberaum zum Testen (Strat und Paula). Was der Amp auf jeden Fall kann ist laut! Und zwar im Bedarfsfall brachial laut mit herrlich viel Punch. Selbst gegen einen kräftig dreschenden Rockdrummer sind mehr als genug Reserven vorhanden. Allerdings schließe ich immer zwei Cabinets an. Entweder zwei 2x12er oder zwei 1x12er, was natürlich noch extra Schub gibt. Aber egal wie, der Quilter Toneblock 202 hat in jedem Fall immense Leistungsreserven.
Clean bleibt er auch, selbst bis in höchste Lautstärken und ermöglicht damit den Wegfall der 4-Kabel-Methode für Delays. Die kann man auf jeden Fall (wie bei fast allen cleanen Solide States) vor den Amp hängen und den Hall hat er ja sowieso intern. Also die ideale Pedal-Plattform, die ich suchte und als solche der Quilter auch beworben wird.
Praktisch ebenso die Features und Einstellmöglichkeiten, z.B. "send" und "return" auf der Frontseite, für jene, die trotzdem den Effektloop verwenden möchten. Der Hall klingt gut, wenn auch unspektakulär. Für mich ok, da ich ihn sowieso nur ganz dezent mitlaufen lasse.
Die Klangregelung arbeitet effizient. Sehr schön auch, dass der Amp Speaker bis 4 Ohm nimmt, womit man sehr flexibel bei der Boxenauswahl bleibt.
"Overdriven" habe ich ihn nicht weiter ausprobiert, da wie eingangs beschrieben für mich nur der Cleansound relevant ist und ich nur Röhrenamps in die Sättigung fahre. Meines Erachtens sind Solide States dafür auch nicht gemacht, weils sch... klingt.
Meine Distortion- und Overdrive Pedals (diverse von BOSS und einen Fender MTG Tube Distortion) nimmt der kleine Krawallbruder bereitwillig an. Kein Fizzeln, nichts Dosiges, im Gegenteil - der Quilter lässt sich bestens mit einem differenzierten Grundsound und Pedals rocken. Matschig wird er nie und sägt sich prima durchs Bandgefüge.
Summa summarum kann der Quilter Toneblock 202 bei mir voll punkten. Sein mächtiger Schalldruck, die angenehm kompakte Größe, die gute Ausstattung und sinnvolle Gestaltung der Features bewerte ich als sehr positiv. Mir fallen keine Nachteile auf, ihm fehlen lediglich die ca. 10-20% Sound-Lebendigkeit gegenüber einem Röhrenamp, an die er aber nahe heran kommt.
Wer eine wirklich gute, eher neutral klingende Pedal Plattform mit einem dynamischen, fetten Cleansound sucht, sollte diesen Amp ausprobieren. Wenn man ihn mit der Band bei entsprechender Lautstärke spielt, merkt man kaum noch den Unterschied zum Röhrenamp. Und das Publikum merkt/hört den Unterschied schon dreimal nicht! Ich liebe meine Röhrenamps, deren Sound und das spezielle Spielgefühl. Allerdings stelle ich ihren Mehrwert gegenüber dem praktischen und handlichen Toneblock zunehmend in Frage. Cooles Teil!
Als Live-Backup war ich noch auf der Suche nach einem verlässlichen, ausreichend starken und pedaltauglichen Transistor-Amp, der dazu noch handlich und leicht sein sollte. Im Idealfall mit internem Hall, um mir den Reverb als Bodenpedal sparen zu können.
Vor diesem Hintergrund weckte der Quilter Tone Block 202 mein Interesse.
Natürlich vergleiche ich die Dynamik, Wärme und das Funkelnde eines schönen Röhrenamp-Cleansounds nicht mit dem eines Solide State, selbstredend. Aber meine Erwartungen an den Cleansound des Quilter Tone Block 202 gingen in die Richtung eines Orange Super Crush 100, den ich schon mal als Topteil hatte und der für mich einen mega tollen Cleansound hat. Nur wollte ich jetzt etwas Handliches für in die Gig-Tasche als Reserve und kein großes Topteil.
Also ging es mit dem Quilter in den Proberaum zum Testen (Strat und Paula). Was der Amp auf jeden Fall kann ist laut! Und zwar im Bedarfsfall brachial laut mit herrlich viel Punch. Selbst gegen einen kräftig dreschenden Rockdrummer sind mehr als genug Reserven vorhanden. Allerdings schließe ich immer zwei Cabinets an. Entweder zwei 2x12er oder zwei 1x12er, was natürlich noch extra Schub gibt. Aber egal wie, der Quilter Toneblock 202 hat in jedem Fall immense Leistungsreserven.
Clean bleibt er auch, selbst bis in höchste Lautstärken und ermöglicht damit den Wegfall der 4-Kabel-Methode für Delays. Die kann man auf jeden Fall (wie bei fast allen cleanen Solide States) vor den Amp hängen und den Hall hat er ja sowieso intern. Also die ideale Pedal-Plattform, die ich suchte und als solche der Quilter auch beworben wird.
Praktisch ebenso die Features und Einstellmöglichkeiten, z.B. "send" und "return" auf der Frontseite, für jene, die trotzdem den Effektloop verwenden möchten. Der Hall klingt gut, wenn auch unspektakulär. Für mich ok, da ich ihn sowieso nur ganz dezent mitlaufen lasse.
Die Klangregelung arbeitet effizient. Sehr schön auch, dass der Amp Speaker bis 4 Ohm nimmt, womit man sehr flexibel bei der Boxenauswahl bleibt.
"Overdriven" habe ich ihn nicht weiter ausprobiert, da wie eingangs beschrieben für mich nur der Cleansound relevant ist und ich nur Röhrenamps in die Sättigung fahre. Meines Erachtens sind Solide States dafür auch nicht gemacht, weils sch... klingt.
Meine Distortion- und Overdrive Pedals (diverse von BOSS und einen Fender MTG Tube Distortion) nimmt der kleine Krawallbruder bereitwillig an. Kein Fizzeln, nichts Dosiges, im Gegenteil - der Quilter lässt sich bestens mit einem differenzierten Grundsound und Pedals rocken. Matschig wird er nie und sägt sich prima durchs Bandgefüge.
Summa summarum kann der Quilter Toneblock 202 bei mir voll punkten. Sein mächtiger Schalldruck, die angenehm kompakte Größe, die gute Ausstattung und sinnvolle Gestaltung der Features bewerte ich als sehr positiv. Mir fallen keine Nachteile auf, ihm fehlen lediglich die ca. 10-20% Sound-Lebendigkeit gegenüber einem Röhrenamp, an die er aber nahe heran kommt.
Wer eine wirklich gute, eher neutral klingende Pedal Plattform mit einem dynamischen, fetten Cleansound sucht, sollte diesen Amp ausprobieren. Wenn man ihn mit der Band bei entsprechender Lautstärke spielt, merkt man kaum noch den Unterschied zum Röhrenamp. Und das Publikum merkt/hört den Unterschied schon dreimal nicht! Ich liebe meine Röhrenamps, deren Sound und das spezielle Spielgefühl. Allerdings stelle ich ihren Mehrwert gegenüber dem praktischen und handlichen Toneblock zunehmend in Frage. Cooles Teil!
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