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Positive Grid Reactor 50

6 Kundenbewertungen

3.7 / 5

Bedienung

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Sound

Verarbeitung

Positive Grid Reactor 50
349 €
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6 Rezensionen

T
Besser als gedacht! Sounds nachbilden ganz einfach!
Tommy091 16.06.2026
Hallo, zunächst zu meiner Ausgangssituation.
Ich spiele seit knapp 3 Jahren E-Gitarre, ca. 5-8 Std wöchentlich, überwiegend Blues, Classic Rock und Metallica.
Als Gitarre dient eine Ibanez AZ und eine HB SC550II. Als Verstärker habe ich einen Boss Katana Head MK3 sowie eine große geschlossene Box mit V30 und eine offene Box mit Creamback. Damit war ich bislang zufrieden. Das hat sich nun geändert...

Kaufgrund war eigentlich nur die AI-Funktion, da ich neugierig war, ob der gebaute Sound sich wirklich originalgetreu anhört und war der Hoffnung, dass die Soundquälität nicht schlechter ist als von meinem System.

Folgende Aspekte möchte ich beleuchten: Soundqualität, Soundbildung und Bedienung.

Soundqualität:
Zuerst war ich etwas enttäuscht, da der bassige Punch fehlte. Dies liegt jedoch an der offenen Gehäuseform und dieser kann physikalisch nicht einer großen geschlossenen Box gleichkommen.
Nach kurzer Eingewöhnung und dann vielen A/B Vergleichen mit meinem bestehendem System, muss ich sagen, dass der Reactor deutlich feiner und klarer in den Mitten und Höhen auflöst. Ich glaube das ist der Grund, warum mir bei "drahtigem" Plexisound oder Sounds ala Neck-Singlecoil /Fender Amp, immer etwas gefehlt hat. Da muss ich staunen.

Auch habe ich versucht, die vom Reactor gebauten Presets mit dem Katana nachzubauen. Wäre das möglich, wäre der Reactor, zumindest vom Sound her, überflüssig.
Dies ist mir aber nicht immer gelungen. Der Reactor hört sich promt glaubhafter an.
Jedoch kommt er in Sachen Dynamik und Soundtiefe nicht an den HEAD heran. Im Mix vielleicht nicht so gravierend.


Soundbildung:
Mit dem Reactor denkbar einfach. Ich gebe einfach "Iron Man", "Hells Bells", "for whom the bell tolls"... ein, und es kommen einige Preset-Vorschläge.
Nun ist ja jede Gitarre und Raumsituation unterschiedlich. Ich denke, deßhalb gibt es die "push" und "heat" Funktion. Damit kann man den Sound schnell noch etwas anpassen. Klappt sehr gut, Die Klangfarbe ist echt so, das s ich mir sage, jo, so hört sich das Original an.
Zb. habe ich Yellow von Coldplay mit einem Katana-Sound gespielt, wo ich dachte, der passt am besten.
Nun habe ich einfach "yellow" in der Reactor-App eingegeben...Backing Track an, und wow! hört sich deutlich glaubhafter und harmonischer an. Super!

Somit komme ich für mich zu dem Schluss, dass manueller Soundbau schon schwierig ist, wenn man dem Original entsprechen möchte und gleichzeitig nicht gleich viel Zeit mit Einstellen verbringen will.
Auch die runterladbaren Presets des Katana mag ich nicht.
Jetzt kann ich einfach jedes Lied, dass ich spiele, bauen lassen und als Preset speichern.

Bedienung:
Das obere Paneel ist dem des Katana schon sehr ähnlich und bietet umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten, um den Klang ohne App zu tweaken. Jedoch benutze ich es nicht, da der Reactor mir 2-3 Meter gegenüber steht. Ich nutze die App und das Pedal (Reactor Control).
Die App ist in meinen Augen gut bedienbar und übersichtlich, nicht so wie bei z.B. Valeton.
Schwerer Kritikpunkt ist jedoch, dass sich die Presets manchmal beim Wechseln "aufhängen" und dann ein anderer, komischer Sound, der eigentlich nicht dem Preset entspricht, ertönt. Dann muss man einige andere Presets wählen, und dann das gewollte nochmal neu auswählen.
Auch das automatische Koppeln des Pedals funktioniert bei mir nicht.
Hoffentlich werden diese Fehler zeitnah gepatcht.


Mein Vorredner hat geschrieben, dass es nur ein Reverb gebe. Das ist nicht richtig. Es steht zwar nur ein Reverbpedal zur Auswahl, jedoch befindet sich daran ein Drehknopf, mit dem man 9 verschiedene Reverb, wie Room Studio, Hall, Plate... auswählen kann!


Fazit:
Obwohl ich anfangs dachte, den Reactor wieder zurückzusenden, aufgrund der erwähnten Softwaremängel, kann ich mich nun schwer davon trennen.
Das Spielen zu Liedern macht sehr viel Spaß, da der Sound sich einfach sehr original anhört. Jedoch fehlt es im Vergleich etwas an Dynamik und Tiefe.
Alternativ könnte ich mir noch einen AMP Modeler mit FRFR-Box vorstellen.
Ob die Soundqualität dann besser ist, ist fraglich (wenn der Anschaffungspreis etwa gleich wäre also 489€).

Das AI-Generator Tool ist auf jeden Fall klasse!

Viele Grüße!
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