M
Naja
Das Positive zuerst:
Die Verarbeitung des Instruments ist gut, alles fühlt sich sehr solide an. Einzig die Notenablage fällt etwas ab; sie ist aus dünnem Kunststoff, dafür hat sie praktische Klappen, die die Notenbücher offen hält.
Die Klaviatur ist ebenfalls sehr gut, insbesondere fällt die hohe Pivotlänge der Tasten positiv auf, sodass man auch in der Tastatur drin sehr differenziert spielen kann, ohne dass man mehr Kraft anwenden muss. Entgegen vieler Kommentare im Netz fühlen sich die schwarzen Tasten, zumindest für mich, nicht anders an als die weissen, auch das Tastengewicht ist gleich.
Das dynamische Ansprechverhalten ist ebenfalls gut; lautes und leises Spiel kann gut umgesetzt werden.
Weniger gut:
Die binauralen Samples für die Kopfhörer fallen gegenüber dem Lautsprecher-Klang völlig ab, insbesondere das Bösendorfer Sample wirkt sehr gedämpft und komprimiert und ist nur etwa halb so laut wie der CFX Sound. Eine Erklärung dafür könnte sein, dass Yamaha versucht Hörschäden zu verhindern, da das Instrument aufgrund des Dynamikverhaltens sehr laut werden kann (wie ein echtes Klavier auch). Die binauralen Samples lassen sich immerhin abschalten und dann hört sich das Instrument über Kopfhörer gleich an wie über die Lautsprecher.
Generell lebt das Instrument vom Lautsprecher-Klang: dieser ist sehr differenziert und vor allem die Bässe übertragen sich vom Fussbereich auf das ganze Gehäuse, was ein authentisches Spielgefühl vermittelt.
Im Gegensatz z.B. zu einem Nord Piano sind die Yamaha Samples generell sehr steril und bis auf die beiden Flügelklänge alle nicht sehr inspirierend. Das ist wirklich ein bisschen schade.
Der Kopfhörer-Verstärker scheint nur für niedrig-ohmige Kopfhörer ausgelegt zu sein (gem. Yamaha 36 - 48 Ohm) und es empfiehlt sich entsprechende Kopfhörer zu verwenden, da die Samples ansonsten sehr undifferenziert klingen.
Eine Steuerung des Piano über Bluetooth MIDI mittels Smart Pianist App funktioniert zumindest bei meinem Instrument nicht. Die App kann sich nicht verbinden und blockiert dann das Piano. Reset, Firmware-Update etc. helfen nicht. Yamaha reagiert auch nicht auf Support-Anfragen. Bluetooth MIDI an sich funktioniert. Das Instrument unterstützt zudem auch Bluetooth Audio, sodass man es als grossen Lautsprecher verwenden kann.
Das Display ist von der Spielposition aus extrem schlecht/gar nicht lesbar, da es sehr pixelig und zudem mit Kunststoff statt Glas abgedeckt ist, was für 2026 absolut nicht mehr zeitgemäss ist. Zumindest schaltet es sich nach kurzer Zeit zusammen mit dem restlichen Bedienfeld ab. Das Bedienfeld selbst besteht aus Folientasten, auch hier grüssen die 90er.
Fazit: Das Clavinova ist ein Instrument zum Üben ohne Emotionen und leider seitens Yamaha auch ohne viel Liebe zum Detail.
Die Verarbeitung des Instruments ist gut, alles fühlt sich sehr solide an. Einzig die Notenablage fällt etwas ab; sie ist aus dünnem Kunststoff, dafür hat sie praktische Klappen, die die Notenbücher offen hält.
Die Klaviatur ist ebenfalls sehr gut, insbesondere fällt die hohe Pivotlänge der Tasten positiv auf, sodass man auch in der Tastatur drin sehr differenziert spielen kann, ohne dass man mehr Kraft anwenden muss. Entgegen vieler Kommentare im Netz fühlen sich die schwarzen Tasten, zumindest für mich, nicht anders an als die weissen, auch das Tastengewicht ist gleich.
Das dynamische Ansprechverhalten ist ebenfalls gut; lautes und leises Spiel kann gut umgesetzt werden.
Weniger gut:
Die binauralen Samples für die Kopfhörer fallen gegenüber dem Lautsprecher-Klang völlig ab, insbesondere das Bösendorfer Sample wirkt sehr gedämpft und komprimiert und ist nur etwa halb so laut wie der CFX Sound. Eine Erklärung dafür könnte sein, dass Yamaha versucht Hörschäden zu verhindern, da das Instrument aufgrund des Dynamikverhaltens sehr laut werden kann (wie ein echtes Klavier auch). Die binauralen Samples lassen sich immerhin abschalten und dann hört sich das Instrument über Kopfhörer gleich an wie über die Lautsprecher.
Generell lebt das Instrument vom Lautsprecher-Klang: dieser ist sehr differenziert und vor allem die Bässe übertragen sich vom Fussbereich auf das ganze Gehäuse, was ein authentisches Spielgefühl vermittelt.
Im Gegensatz z.B. zu einem Nord Piano sind die Yamaha Samples generell sehr steril und bis auf die beiden Flügelklänge alle nicht sehr inspirierend. Das ist wirklich ein bisschen schade.
Der Kopfhörer-Verstärker scheint nur für niedrig-ohmige Kopfhörer ausgelegt zu sein (gem. Yamaha 36 - 48 Ohm) und es empfiehlt sich entsprechende Kopfhörer zu verwenden, da die Samples ansonsten sehr undifferenziert klingen.
Eine Steuerung des Piano über Bluetooth MIDI mittels Smart Pianist App funktioniert zumindest bei meinem Instrument nicht. Die App kann sich nicht verbinden und blockiert dann das Piano. Reset, Firmware-Update etc. helfen nicht. Yamaha reagiert auch nicht auf Support-Anfragen. Bluetooth MIDI an sich funktioniert. Das Instrument unterstützt zudem auch Bluetooth Audio, sodass man es als grossen Lautsprecher verwenden kann.
Das Display ist von der Spielposition aus extrem schlecht/gar nicht lesbar, da es sehr pixelig und zudem mit Kunststoff statt Glas abgedeckt ist, was für 2026 absolut nicht mehr zeitgemäss ist. Zumindest schaltet es sich nach kurzer Zeit zusammen mit dem restlichen Bedienfeld ab. Das Bedienfeld selbst besteht aus Folientasten, auch hier grüssen die 90er.
Fazit: Das Clavinova ist ein Instrument zum Üben ohne Emotionen und leider seitens Yamaha auch ohne viel Liebe zum Detail.
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