MS
Leider nicht gut -mit cubase 13 getestet
Prinzipiell ein schönes Gerät, die Anordnung ist etwas fragwürdig im unteren Bereich und nicht wirklich zum schnellen Arbeiten möglich, da man ständig auch den Jogwheel berührt. Der Fader selbst hört sich beim Anpassen an die jeweilige Spur sehr sauber an, wenn man den Fader aber dann nur berührt, hüpft er in der DAW teilweise gleich mal um 0,5 dB hin und her, das darf einfach nicht sein. Der Fader sollte da übernehmen, wo er eingestellt wurde. Ist deshalb für mich unbrauchbar. Allgemein etwas kompliziert und für mich nicht ganz logisch. Derzeit ist der Faderport V2 in Verwendung und obwohl sich der Fader bei dem Presonus wesentlich weniger gut anhört, arbeitet er aber um einiges sauberer als der von dem Icon. Teste als Nächstes den SSL UF1, werde den vergleich dann hier auch noch dazu schreiben.
20
6
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M
Gute Ideen schlecht umgesetzt
Nachdem mein geliebter Steinberg CC121 leider durch einen Getränke-Unfall das Zeitliche gesegnet hatte, suchte ich einen halbwegs adäquaten Ersatz und bin schließlich beim P1-Nano gelandet - nachdem ich jetzt ein paar Mal damit gearbeitet habe (bzw. es zumindest versucht...), hier kurz meine Erfahrungen:
Positiv:
- Kompaktes, ansprechendes Design
- Hardware hat ein durchaus wertiges Look&Feel
- Interessante Ideen - der frei belegbare Touchscreen ist sicher ein cleveres Konzept
Negativ:
- Ungünstiges Layout
- Unpräziser Fader
- fragwürdige Softwarequalität
- miserables Handbuch
- im täglichen Gebrauch viel zu umständlich zu konfigurieren, die vielen Möglichkeiten sind sehr schlecht dokumentiert.
Die zugehörige imap-Software ist extrem schlampig programmiert und wirkt wie eine Alpha-Version, die dann einfach in die Produktion weitergeschubst wurde. Das fängt schon damit an, dass man immer daran denken muss, die Software vor der DAW zu starten, damit der Controller überhaupt funktioniert - waren die Programmierer nicht in der Lage, das Ganze in einen soliden Treiber zu packen? Ganz schwach für diese Preisklasse! Auch das sonstige Bedienkonzept ist alles andere als selbsterklärend und fühlt sich oft sehr "buggy" an.
Das Handbuch, das man in so einem Fall ja immer als Erstes konsultiert, ist zudem eine absolute Frechheit. Schlecht strukturiert, sehr oberflächlich und an einigen Stellen scheinbar einfach unvollständig - so fehlen der deutschen Version im Vergleich zur englischen ganze Abschnitte. Als Referenz zur Benutzung oder fürs Troubleshooting ist es schlichtweg unbrauchbar, zumal viele wichtige Informationen fehlen: Es gibt z.B. Einschalt-Tasten-Combos, mit denen man diverse Spezialeinstellung aufrufen kann (u.a. eine Faderkalibrierung) - diese Infos muss man sich allerdings mühsamst aus dem Internet zusammensuchen, im Handbuch werden sie mit keiner Silbe erwähnt.
Hat man das Gerät dann endlich soweit eingerichtet, beginnt das Glückspiel, es unter Cubase stabil am Laufen zu halten - die eigentliche Konfiguration ist zwar im Grunde trivial, aber auch hier gibt es einige sehr amateurhaft wirkende Stolpersteine - warum z.B. muss ich als Anwender wissen, auf welcher Position (sprich MIDI-Port) das Gerät im Cubase-Modus gerade lauscht? Selbst ein 50-Euro NanoKontrol von Korg hat im Mackie-Mode direkt nach dem Einschalten besser und zuverlässiger funktioniert als dieses fünfmal so teure Spielzeug-Kistchen... o_O
Zudem reagiert das Gerät scheinbar extrem empfindlich auf Länge und Qualität des verwendeten USB-Kabels. Ich habe Tage gebraucht, um rauszufinden, warum es im Cubase regelmäßig nach ca. 30 Sekunden einwandfreier Funktion plötzlich anfing zu "spinnen" und nichts sinnvolles mehr zu machen - erst ein Kabeltausch konnte das Problem schließlich beheben.
Bei der eigentlichen Arbeit in der DAW schlägt es sich ganz ehrbar, allerdings mit vielen kleinen Nickeligkeiten. Das recht beengte Bedienfeld ist insgesamt nicht besonders ergonomisch. Warum zB die ständig benutzten Transport-Tasten ausgerechnet direkt hinter(!) dem Jog-"Wheel" (eigentlich eher ein übergroßer Dreh-Knopf) platziert sind, erschließt sich mir einfach nicht. Das Display zeigt manchmal seltsame Sachen, die nirgends dokumentiert sind, die Präzision des Faders lässt ein bissl zu wünschen übrig, undundund...
Fazit:
So gut einige Ideen am P1-Nano auch auf dem Papier sein mögen, in der Praxis wirkt vieles daran schlichtweg unausgegoren. Bei einem billigen 50-Euro-Consumer-Teil könnte man viele dieser Macken vielleicht noch verzeihen, doch bei einem Gerät, das sich an mindestens semi-professionelle Anwender richtet, geht sowas einfach gar nicht. Von der soliden Qualität meines alten CC121 ist es jedenfalls meilenweit entfernt, ich kann daher aktuell weder das P1-Nano noch die Marke icon an sich bedenkenlos empfehlen.
Positiv:
- Kompaktes, ansprechendes Design
- Hardware hat ein durchaus wertiges Look&Feel
- Interessante Ideen - der frei belegbare Touchscreen ist sicher ein cleveres Konzept
Negativ:
- Ungünstiges Layout
- Unpräziser Fader
- fragwürdige Softwarequalität
- miserables Handbuch
- im täglichen Gebrauch viel zu umständlich zu konfigurieren, die vielen Möglichkeiten sind sehr schlecht dokumentiert.
Die zugehörige imap-Software ist extrem schlampig programmiert und wirkt wie eine Alpha-Version, die dann einfach in die Produktion weitergeschubst wurde. Das fängt schon damit an, dass man immer daran denken muss, die Software vor der DAW zu starten, damit der Controller überhaupt funktioniert - waren die Programmierer nicht in der Lage, das Ganze in einen soliden Treiber zu packen? Ganz schwach für diese Preisklasse! Auch das sonstige Bedienkonzept ist alles andere als selbsterklärend und fühlt sich oft sehr "buggy" an.
Das Handbuch, das man in so einem Fall ja immer als Erstes konsultiert, ist zudem eine absolute Frechheit. Schlecht strukturiert, sehr oberflächlich und an einigen Stellen scheinbar einfach unvollständig - so fehlen der deutschen Version im Vergleich zur englischen ganze Abschnitte. Als Referenz zur Benutzung oder fürs Troubleshooting ist es schlichtweg unbrauchbar, zumal viele wichtige Informationen fehlen: Es gibt z.B. Einschalt-Tasten-Combos, mit denen man diverse Spezialeinstellung aufrufen kann (u.a. eine Faderkalibrierung) - diese Infos muss man sich allerdings mühsamst aus dem Internet zusammensuchen, im Handbuch werden sie mit keiner Silbe erwähnt.
Hat man das Gerät dann endlich soweit eingerichtet, beginnt das Glückspiel, es unter Cubase stabil am Laufen zu halten - die eigentliche Konfiguration ist zwar im Grunde trivial, aber auch hier gibt es einige sehr amateurhaft wirkende Stolpersteine - warum z.B. muss ich als Anwender wissen, auf welcher Position (sprich MIDI-Port) das Gerät im Cubase-Modus gerade lauscht? Selbst ein 50-Euro NanoKontrol von Korg hat im Mackie-Mode direkt nach dem Einschalten besser und zuverlässiger funktioniert als dieses fünfmal so teure Spielzeug-Kistchen... o_O
Zudem reagiert das Gerät scheinbar extrem empfindlich auf Länge und Qualität des verwendeten USB-Kabels. Ich habe Tage gebraucht, um rauszufinden, warum es im Cubase regelmäßig nach ca. 30 Sekunden einwandfreier Funktion plötzlich anfing zu "spinnen" und nichts sinnvolles mehr zu machen - erst ein Kabeltausch konnte das Problem schließlich beheben.
Bei der eigentlichen Arbeit in der DAW schlägt es sich ganz ehrbar, allerdings mit vielen kleinen Nickeligkeiten. Das recht beengte Bedienfeld ist insgesamt nicht besonders ergonomisch. Warum zB die ständig benutzten Transport-Tasten ausgerechnet direkt hinter(!) dem Jog-"Wheel" (eigentlich eher ein übergroßer Dreh-Knopf) platziert sind, erschließt sich mir einfach nicht. Das Display zeigt manchmal seltsame Sachen, die nirgends dokumentiert sind, die Präzision des Faders lässt ein bissl zu wünschen übrig, undundund...
Fazit:
So gut einige Ideen am P1-Nano auch auf dem Papier sein mögen, in der Praxis wirkt vieles daran schlichtweg unausgegoren. Bei einem billigen 50-Euro-Consumer-Teil könnte man viele dieser Macken vielleicht noch verzeihen, doch bei einem Gerät, das sich an mindestens semi-professionelle Anwender richtet, geht sowas einfach gar nicht. Von der soliden Qualität meines alten CC121 ist es jedenfalls meilenweit entfernt, ich kann daher aktuell weder das P1-Nano noch die Marke icon an sich bedenkenlos empfehlen.
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